Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Als ich heute zur Nachhilfe zu meseno kam, wurde ich von Erwachsenen wie auch von den dortigen Jugendlichen sofort nach meiner Meinung zur heutigen Abstimmung im Bundestag über das neue Wehrdienstgesetz gefragt (Archiv). Wer mein Blog liest, der dürfte meine Meinung bereits kennen. Damit ist dies heute kein Thema. Zum Leidwesen von Andreas Lochner werden es aber auch die Hollies nicht sein.

Heute zeichnet Paul Hardcastle für das Musikvideo verantwortlich. Als die Single seines Songs „19“ im Mai 1985 veröffentlicht wurde war sie kurz darauf auch Teil meiner eigenen Plattensammlung. Selbst meinem Onkel, ein hochdekorierter Vietnamveteran, gefiel das Lied — er musste viel zu viele Briefe an Eltern schreiben.

Das Originalvideo dürfte nicht mehr zu finden sein, da man sofort dagegen klagte. Selbst Mike Oldfield ließ es sich nicht nehmen, um gegen Paul Hardcastle zu klagen — meines Erachtens völlig zu unrecht.

Auf alle Fälle gefällt mir das Originallied noch heute, am liebsten dann noch von der Single abgespielt.

Für die etwas jüngeren Mitbürger unter uns, die willigen, fähigen und verantwortlichen Männer, habe ich noch ein weiteres Lied parat, nämlich jenes von Bolland & Bolland. Als ich 1983 meinen Wehrdienst antrat, spielten ein paar humorvolle Kameraden deren Song „In the Army Now“ (1981) hoch und runter.

Da wir auch zum Ende des Kalten Krieges weiterhin Zulauf bekamen, nutzte auch Status Quo die Gelegenheit und coverte 1986 den Bolland & Bolland Song.

Deren gleichnamiges Album „In the Army Now“ (1986), übrigens ihr siebzehntes, wurde ein voller Erfolg und damit auch der entsprechende Song bei uns in Deutschland hoch und runter gespielt, nun nicht nur in den Kasernen. Übrigens, das Lied war nun sehr weichgespült.

Zum Schluss habe ich auch noch für all jene ein Lied, die sich nie und nimmer mit „dem Dienen“ anfreunden können, sich aber sehr gerne über andere echauffieren.

Oingo Boingo brachte den Song „Little Girls“ 1981 heraus und übernahm hinterher dafür auch irgendwie Verantwortung: „I was out to offend everybody.“

Übrigens, die große Masse der Bundestagsabgeordneten, die für das neue Wehrpflichtgesetz stimmten, haben sich selber um die Wehrpflicht gedrückt; mehr muss man dazu nicht mehr sagen.


Kaffeegenuss

Zeit für ein Gedicht 5 (2)

Beitragsfoto: Kaffeegenuss | © Pixabay

Schon eine ganze Weile her, dass ich ein Gedicht hier vorgestellt habe. Aktuell wird im Blog eines von Loriot ganz gerne gelesen. Am heutigen Tage, dem 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke, passt es ganz gut, dass ich aber eines von ihm hier einstelle.

Menschen bei Nacht

Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht. 
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht, 
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem. 
Und machst du nachts deine Stube licht, 
um Menschen zu schauen ins Angesicht, 
so mußt du bedenken: wem.

Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt, 
das von ihren Gesichtern träuft, 
und haben sie nachts sich zusammen gesellt, 
so schaust du eine wankende Welt 
durcheinander gehäuft. 
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein 
alle Gedanken verdrängt, 
in ihren Blicken flackert der Wein, 
an ihren Händen hängt 
die schwere Gebärde, mit der sie sich 
bei ihren Gesprächen verstehn; 
und dabei sagen sie: Ich und Ich
und meinen: Irgendwen.

RAiner MAria Rilke, 25.11.1899

Wer hier nach Rilke sucht, der findet auch hier im Blog das eine oder andere Gedicht von ihm. Und hier findet man nochmals das obige Gedicht sehr gut von Florian Friedrich rezitiert.

Als Add-on gibt es heute noch einen ARTE-Beitrag mit dem Titel „Du musst Dein Leben ändern“ (noch verfügbar bis zum 31.5.2026).

„Die Werke des Dichters Rainer Maria Rilke faszinieren die Menschen bis heute, und das überall auf der Welt. Geboren 1875 in Prag wird Rilke zum europäischen Dichter par excellence: Ohne festen Wohnsitz lebt er in nahezu allen wichtigen Städten des Kontinents, die zu Inspirationsquellen für sein Werk werden.
Schon früh wurde Rilke als vollendeter Dichter verehrt. Gedichte wie „Der Panther“ oder „Herbsttag“ sind Teil des internationalen Literaturkanons. Mit der Sprache entlockt Rilke den Dingen eine ungewohnte Tiefe und eine ganz eigene Wirklichkeit, auf die sich die Menschen einlassen sollen. Eine Wirklichkeit jenseits der Rationalität der Moderne – damit ist sein Werk auch ein Gegenentwurf zu den Machbarkeitsvisionen der Tech-Giganten von heute.
Fast gescheitert wäre Rilke an seinem Hauptwerk, den „Duineser Elegien“, die die Summe seines Schaffens werden sollten. Thomas von Steinaecker erzählt in seiner Dokumentation, wie Rilke über ein Jahrzehnt um die Vollendung seines Hauptwerkes ringt und wie er verzweifelt nach Inspiration sucht. Erst als er sich in das Schweizer Wallis zurückzieht und die Verbindungen zur Alltagswelt kappt, gelingt ihm ein kaum noch erwarteter Schaffensrausch. So vollendet Rilke in kürzester Zeit ein Jahrhundertwerk. Kurz darauf stirbt er. Und wird als Dichter und Lebensratgeber zur Ikone für die nachfolgenden Generationen.“

ARTE 2025

Konzert

Musikvideo zum Wochenstart 5 (2)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Jeder aus meiner Generation kennt die Eagles, selbst jene, die schon immer nur Klassik hören. Vielleicht bis auf die Volksmusikler unter uns, denn es gibt doch immer einer Ausnahme.

Die Eagles gründeten sich 1971 in Los Angeles und sind aus den 1970er-Jahren einfach nicht wegzudenken. Hier findet sich gleich der wohl bekannteste Song aus dem gleichnamigen Album „Hotel California“ (1976). Es war das fünfte Album der Gruppe und wies zwei Besonderheiten auf. Joe Walsh betrat zum ersten Mal die Bühne und Randy Meisner verließ danach die Band. Bernie Leadon war bereits zuvor von Bord gegangen. Auf alle Fälle ist es das kommerziell bedeutendste Album der Eagles und der folgende Song wohl auch ihr bekanntester.

1979 (!) legten die Eagles mit dem Album „The Long Run“ nochmals nach und lösten sich bereits 1980 auf. Daraus nun das Lied „Heartache Tonight“, ein für mich schon damals ganz gut zu tanzender Jive, besonders dann, wenn sich meine Tanzkarte langsam dem Ende näherte und ich mich bereits wie Anfang 30 fühlte — heute wäre ich froh darüber.

Zum Ende gibt es dann noch ein Lied von ihrem Debutalbum „The Eagles“ (1972), welches noch heute mit einem sehr guten Hinweis aufwarten kann.

Ich nehme diesen Hinweis auf alle Fälle für diese Woche einmal an und gucke morgen während der Vorlesung danach, ob es auch etwas hilft.

Übrigens, ihr Album „Their Greatest Hits (1971-1975)“ ist bis heute eines der meist verkauften Alben überhaupt — auch ich besitze es — und lässt mich nun doch noch mit einem meiner absoluten Lieblingstanzlieder enden, welches erstmals auf dem Album „One of These Nights“ (1975) zu finden ist.

Und damit, nämlich mit „Take It To The Limit“, versuchte ich schon immer meine Tanzabende zu beenden.

Nachtrag

Nein — Don’t Panic! — das Lied „Journey of the Sorcerer“ (1975) habe ich nicht vergessen. Dieser Song war bereits Thema hier im Blog; wer diesen Blog-Beitrag liest, weiß dann auch warum!