Sonnensystem

Per Anhalter ins All 5 (6)

Beitragsfoto: Sonnensystem | © Shutterstock

Dank eines Hinweises von Detlef Stern kann ich zumindest derzeit wieder auf Douglas Adams Hörspiel zurückgreifen, das mir meine Schulzeit zumindest etwas versüßte. Nun gibt es die deutsche Fassung dieses SciFi-Hörspiel-Klassikers online zu hören. Insgesamt sind es sechs Teile je etwa 50 Minuten lang.

Die Originalserie wurde 1978 ausgestrahlt, später dann auch vom BBC World Service und vom National Public Radio. Der damalige Stuttgarter Radiosender SDR strahlte 1981 die nun hier zu findende deutschsprachige Version aus.

Schluss mit der Erde

Für eine interstellare Expressroute wird die Erde weggesprengt. Aber: „Keine Panik!“. Arthur Dent und sein Freund Ford Prefect entkommen. Was als Flucht beginnt, wird zur Rettungsaktion für „das Leben, das Universum und den ganzen Rest“.

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Roboter und Doppelkopf

Arthur und Ford werden mitten im Weltraum von Bord geworfen. Das Sternenschiff „Herz aus Gold“ rettet sie in letzter Sekunde. Ein Roboter namens Marvin holt sie in die Kommandozentrale, wo sie auf eine unerwartete Mitreisende treffen.

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Das Mädchen und der Wal

Die junge Frau Trillian und Arthur sind die einzigen Menschen, die die Zerstörung der Erde überlebten. Gemeinsam mit dem Kommandanten machen sie sich auf die Suche nach dem Planeten Magrathea, der unermessliche Schätze beherbergen soll.

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Der Kongress der Mäuse

Der leistungsstärkste Computer des Universums, Deep Thought, lieferte vor vielen Millionen Jahren die Antwort „42“. Doch was war nochmal die Frage? Um das herauszufinden braucht es eine neue Erde, die erstmal in Auftrag gegeben werden muss.

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Ein Tango am Ende der Welt

Nachdem der Computer auf Magrathea explodiert ist, gelangen die Freunde zufällig zu Miliways, dem Restaurant am Ende des Universums. Dort stehlen sie ein Raumschiff, mit dem sie in die Sonne rasen.

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Die Erde hat uns wieder

Zwei Millionen Jahre in die Vergangenheit geschleudert, werden die Reisenden auf ein Arche-Raumschiff mit lauter nutzlosen Lebewesen versetzt und landen auf der prähistorischen Erde. Dort erfahren sie die Frage auf die alles erklärende Antwort „42“.

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Jetzt hoffe ich einmal, dass die ARD Audiothek dieses Hörspiel möglichst lange zum Anhören zur Verfügung stellt.

2014 zum dreißigjährigen Spielejubiläum brachte das BBC Radio 4 das Spiel von 1984 als online-Version heraus, die Sie über diesen Blog-Beitrag finden können.

Übrigens, das Hörspiel gibt es auch als sechsteilige Fernsehserie (1981), als Musical (1997), als Theaterstück (2001) und als Kinofilm (2005).

Nach all den Jahren bin ich weiterhin vom Hörspiel begeistert, auch wenn ich inzwischen immer wieder sehr gerne auf das Buch „The Ultimate Hitchhiker’s Guide – Five Complete Novels and One Story“ in der Version von 1998 zurückgreife.

„Life! Don’t talk to me about life.“

Marvin

Weihnachten 2024

Heiligabend 5 (14)

Beitragsfoto: Weihnachtstaler | © Bettina Kümmerle

Für meine bessere Hälfte und mich läutet nun der letzte Lebensabschnitt ein; dies an Heiligabend passender kann es nicht vonstattengehen. Beginnend 1994 feierten wir Heiligabend im kleinen Familienkreis. Dieses Jahr nun zum ersten Mal ohne unsere beiden Jungs und seit Längerem bereits ohne Hund.

Ein Rabbiner soll einmal auf die Frage, wann das Leben überhaupt beginne, eine auch heute noch sehr strittige Frage, wie folgt geantwortet haben: „Wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist.“

Als dieser Rabbiner diese weisen Worte sprach, kannte er die heutige Zeit sicherlich noch nicht, und so müssen meine bessere Hälfte und ich wohl ein wenig auf unseren „Lebensbeginn“ warten.

Bis dahin und in Erinnerung von ein wenig Latein „Memento mori“ bietet es sich durchaus an, derweil doch schon einmal mit dem eigenen Leben zu beginnen. Und mit so viel Erkenntnisgewinn werden meine bessere Hälfte und ich heute einen besinnlichen Heiligabend genießen, zumindest haben wir beide dies so vor: „Memento te hominem esse.“

Auf alle Fälle aber wünschen wir all unseren Verwandten, Freunden, Kameraden und Bekannten ein besinnliches Weihnachtsfest zusammen mit einem möglichst sanften Rutsch ins neue Jahr, vor allem in diesen bereits jetzt schon beginnenden sehr schweren Zeiten.

Wir haben uns über sämtliche guten Wünsche sehr gefreut und freuen uns noch mehr darauf, mit möglichst vielen netten Menschen auch im kommenden Jahr noch schöne Stunden verbringen und gute Unterhaltungen führen zu dürfen.

„Dem Weisen bietet seine Lebenszeit Raum für so viel wie einem Gott die Ewigkeit.“

Seneca, 6. Buch, 53. Brief (2023: 345)

Konzert

Musikvideo der Woche 5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Aktuell lese ich sehr viele Jahresrückblicke der unterschiedlichsten Blogger oder Medien. Spannend, auf was alles Wert gelegt wird. Das einigende Band dabei, keiner ist mit unserer politischen Welt so wirklich zufrieden und viele befürchten auch noch, dass selbst die letzten Volldeppen vergangener Regierungen wieder zum Zuge kommen werden — so wie demnächst Donald Trump auch.

Aber solche Lektüre sorgt auch für die eine oder andere Wiederentdeckung, wie z. B. die Band Steely Dan, welche bereits 1972 von Walter Becker und Donald Fagen in New York gegründet wurde und bis Mitte der 1970er-Jahre durchaus Erfolge erzielte. Obiger Song („Do It Again“) stammt aus 1972 und wurde auf dem Album „Can’t Buy a Thrill“ veröffentlicht. Ein weiterer Ohrwurm ist „Rikki Don’t Lose That Number“, welcher auf dem Album „Pretzel Logic“ (1974) zu finden ist.

1974 war übrigens mein zweiter New York-Aufenthalt, mit dem ich noch heute gute Erinnerungen verknüpfe. Ob es mir gelingt, mit 2024 gute Erinnerungen zu verknüpfen, sei einmal dahingestellt, denn in den letzten 50 Jahren hat sich die Welt ziemlich verändert und trotz sämtlicher technologischer Fortschritte und wissenschaftlicher Erkenntnisse leider nicht zum Besten.

Senecas Lektüre kann dafür Erklärungen, aber keine Entschuldigungen liefern. Bereits vor 2 000 Jahren badeten all jene, die es sich leisten konnten — oder auch nicht — an den schönsten Stränden dieser Welt, feierten in Luxusvillen zumindest in Strandnähe oder gleich auf ihren Jachten davor. Verschwendung, Völlerei und der Verzicht auf jegliche Nachhaltigkeit waren damals schon gang und gäbe. Und für alle, die es sich nicht leisten konnten, war solch ein Lotterleben das Ziel sämtlicher Anstrengungen.

Irgendwie beruhigend, schon damals dachte keiner an morgen oder gar folgende Generationen — die Welt drehte sich trotzdem weiter. Es ist müßig, darüber nachzudenken, in welch einem Schlaraffenland die Menschheit längst leben könnte, wenn wir Menschen zumindest mit dem technologischen Fortschritt hätten mithalten können. Weniger beruhigend ist, dass zum Unterschied zu heute die Jugend wenigstens noch lesen, schreiben und rechnen konnte.

Und so war mein diesjähriger Ausflug in die wissenschaftliche Seminarwelt eine völlige Enttäuschung, selbst meine eigenen studentischen Mindeststandards wurden um Längen unterboten — einziger Trost ist, dass es weiterhin Universitäten auch bei uns in Deutschland gibt, wo man sich noch ein wenig um Bildung oder wenigstens um Erkenntnisgewinne bemüht. Denn die Welt dreht sich weiter mit, aber auch ohne uns.

Erwähnenswert vielleicht noch, dass es wieder einmal einen Caligula oder Nero weniger gibt, denn der Assad-Clan musste Syrien verlassen und wird wohl in der Russischen Föderation so lange zwischengelagert, bis sich diese Massenmörder erneut an den Stränden Europas sonnen dürfen — wir Menschen vergessen immer schneller und so werden unsere VIP-Partys oder Parteitage bald ein paar illustre Gäste mehr haben.

Bereits heute feiert sich ein Elon Musk als Weltpolitiker, und sämtliche Totalitaristen stehen Schlange um dem erfolgreichsten Geschäftsmann aller Zeiten — nach Donald Trump versteht sich — in den Hintern zu kriechen. Weihnachten wäre dabei eine gute Gelegenheit, z. B. für eine Alice Weidel oder eine Sarah Wagenknecht bekannt zugeben, dass sie jeweils ein Kind von Elon Musk erwarten und uns bald der neue deutsche Führer geboren wird.

„Reelin’ In the Years“ stammt ebenfalls vom Album „Can’t Buy a Thrill“ (1972) und wurde von Musikkennern gerne als „perfect kiss-off anthem“ bezeichnet. Vergessen wir am besten 2024 und hoffen auf ein besseres 2025.

„Was nämlich ist der Geist anderes als eine besondere Seinsweise des Lufthauchs?“

Seneca, 5. Buch, 50. Brief (2013: 319)