Monday | Montag

Montage 5 (2)

Beitragsfoto: Montag | © Pixabay

Ich hatte es schon einmal erwähnt, Montage sind nur für jene völlig überraschend bis bedrohlich oder zumindest aber unangenehmer als die restlichen Wochentage, die völlig unbedarft aus dem Wochenende zur Arbeit kommen.

Es sei denn, man hat mit einem Arbeitsumfeld zu tun, in dem sich die meisten Mitarbeiter oder gar Vorgesetzte montags selbst sehr gerne überraschen lassen.

Wenn man solch ein Arbeitsumfeld nicht meiden oder wechseln kann, bietet es sich an, montags der erste Mensch am Arbeitsplatz zu sein und zu versuchen, bis zur Mittagszeit die Initiative zu behalten oder wiedergewinnen zu können.

Schafft man dies und findet man sogar Gefallen daran, ist es zuweilen sogar möglich, dass man diese „Montags-Kollegen“ bis über den Mittwoch hinaus „fremdbestimmen“ kann. Spätestens dann sollten auch diese wieder ihre eigene Taktung gefunden haben und bis zum Freitag ihre Aufgaben selbstbestimmt erledigen können — und montags geht das Ganze dann wieder von vorne los.

Insgesamt betrachtet, ist es aber produktiver und auch für ein angenehmeres Arbeitsverhältnis zwingend, wenn es sich alle von Anfang an angewöhnen, im Rahmen der eigenen Kompetenzen, selbst zu priorisieren und sich die jeweiligen Aufgaben einzuteilen.

Sollte dies nur in Abstimmung mit anderen Betroffenen möglich sein, muss man sehr darauf achten, dass diese Priorisierungen, Einteilungen oder Zeitschritte auch für alle realisierbar sind; sonst schafft man sich unnötigerweise selbst Überstunden oder sehr beschäftigte Wochenenden, um das Ganze wieder ein- und aufzufangen.

Die Alternative dazu, nämlich auf der Arbeit oder im Berufsleben nur „so da zu sein“, halte ich zumindest für die meisten von uns als wenig attraktiv und führt zudem zum bekannten „Montags-Blues“. Wer möchte aber immer wieder montags aus allen Wolken fallen?

Kurz und knapp, wer angenehme Montage möchte, der muss Aufgaben priorisieren und die notwendigen Arbeitsschritte zeitlich reihen — bitte dabei an Pufferzeiten denken — sowie bereits freitags den Montag vorbereiten. Und wer dies so handhabt, für den werden die allermeisten Überraschungen zum Salz in der Suppe, die das eigene Arbeitsleben erst so richtig interessant und spannend machen.

Auf jeden Fall aber verlieren die Montage für einen selbst ihren schlechten Ruf — und das sollte doch die anfänglichen Mühen wert sein.

„The ‘Monday Blues’ describe a set of negative emotions that many people get at the beginning of the workweek if they’re not happy at work … It contains elements of depression, tiredness, hopelessness and a sense that work is unpleasant but unavoidable.“

Alexander Kjerulf, in 11 Ways to Beat the Monday Blues (25.02.2013)

World citizenship website

World citizenship 5 (2)

Beitragsfoto: Screenshot der Website

Diese Website-Domain hatte ich mir Anfang der Nullerjahre zugelegt, um eine Art „Facebook“ aufzubauen, aber dies mit einer bestimmten politischen Aussage verbunden.

Vielleicht war das dann auch der Grund, warum diese Website nie sehr populär wurde, obwohl sie anfangs gut 1 000 Zugriffe am Tag hatte.

Über all die Jahre hinweg, habe ich diese Domain dann immer wieder mit anderen Inhalten und auch Zielen versehen. Jetzt nutze ich sie nur noch — und dies aus rein nostalgischen Gründen — für mich ganz persönlich.

Ich sammle dort nun meine eigenen Hyperlinks, damit ich einen schnelleren Zugriff auf diese habe. Sozusagen mein erster wirklicher Backup.

Diese Website läuft jetzt unter World Citizenship’s Web Directory und kann von jedermann genutzt werden.

Außerdem ergänzt sie meinen Blog-Beitrag über Hyperlinks vom März 2005 sehr gut.

Nachtrag vom 21. Dezember 2021

Jetzt ist diese Domain endgültig Geschichte und wird auf dieses Weblog weitergeleitet.

„Halt dein Rößlein nur im Zügel,
Kommst ja doch nicht allzuweit.
Hinter jedem neuen Hügel
Dehnt sich die Unendlichkeit.
Nenne niemand dumm und säumig,
Der das Nächste recht bedenkt.
Ach, die Welt ist so geräumig,
Und der Kopf ist so beschränkt.”

Wilhelm Busch, Beschränkt

Fußballspieler

Einwurf 5 (1)

Beitragsfoto: Fußballspieler | © Pixabay

Omas, die zuhause einsam und vergessen ableben, Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, Kinder, die in Afrika verhungern, oder Afghanen, die in ihrem eigenen Land verfolgt werden, und vieles andere auch, dienen unserer Luxusgesellschaft bestenfalls als Aufreger, um ein wenig Abwechslung in den ansonsten langweiligen Alltag zu bekommen.

Kaum hat man sich so richtig über etwas Schlimmes aufgeregt, kommt auch schon der Nachbar oder ein Medium mit einer anderen Aufregung um die Ecke. Bestenfalls — weil „es sich so gehört“, oder weil der Nachbar guckt — zückt man vielleicht noch den Geldbeutel und spendet für das ein oder andere, besser noch, man wird endlich den eigenen Müll aus dem Keller oder der Garage los.

Einzig und alleine das eigene Wohlbefinden zählt und daran wird alles andere gemessen. Wir alle sind es gewohnt, einfach wirklich alles ohne große Probleme, eigenes Bemühen oder gar eigene Leistung serviert zu bekommen — denn das steht uns zu! Warum auch immer. Und sollte für uns etwas wirklich unerfüllbar scheinen, kommt die nächste Wahl um die Ecke und man bekommt auch das — zumindest versprochen.

Hilfsorganisationen — egal welcher Art — sind schon sehr lange zu reinen Aufregungsbegleitern mutiert, die uns mehr mit ihren Schreckensmeldungen „bespassen“ als sie jemals Gutes für andere leisten werden. Warum sollten sie auch?

Denn ohne regelmäßige Aufreger müssten wir wohl alle über unsere eigene Existenz und ihre Vergänglichkeit nachdenken, schlimmer noch, darüber, was wir alles mit unserer Umwelt angestellt bzw. an menschlichem Handeln unterlassen haben.

Aber bevor es dazu kommt, regen wir uns lieber wieder über andere auf, besonders über jene, die mehr als wir selbst haben, und auch gerne über jene, die haben möchten, was uns schon immer zusteht — alleine uns!

So sind wir Menschen halt und werden wohl auch immer so bleiben. Glücklich sind jene, die gerade an Orten und in Zeiten leben, wo einem der Rotz die Backe hochläuft.

Schade nur, dass es immer weniger Menschen gibt, die dieses Glück zu schätzen wissen. Gut dabei ist wohl nur, dass das Glück an sich sehr wechselhaft ist!

„I don’t watch the ball. I watch them. Like I said — You make your own luck. Perception is reality. And it doesn’t matter a tuppeny toss where the ball actually lands … Just as long as they see what I want them to see.“

John, in Hellblazer (Issue 232, Wheels of Chance, Systems of Control, Part 1 of 2 by Andy Diggle)