Lesezeichen

Sichtweisen 4.7 (6)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Katrina Miller | The New York Times

Do You See Craters or Bumps on the Moon’s Surface? (zuletzt aufgerufen am 5.6.2025, 11.06 Uhr; meine Leser können den Beitrag übrigens kostenfrei lesen).

„This picture [im Artikel zu sehen] of the moon’s south pole was taken in May by Resilience, a robotic lander operated by the Japanese company Ispace that will try to land on the lunar surface on Thursday. Some people see bumps, but others see craters. …

“I know that my perception is incorrect, but there’s nothing I can do to flip it,” she said of the lunar image. “Just because you feel that something seems to be true, and that it’s hard for you to consider the opposite perspective, doesn’t mean that you’re necessarily correct.”


Lesenswerter Artikel von Katrina Miller. Besonders den jüngeren Studenten empfehle ich diesen Artikel als Grundlagenlektüre für das eigene Studium.

Keine drei Minuten Lektüre, die sich auf alle Fälle lohnen!

Die lebenserfahreneren Leser unter uns dürfen sich heute gerne einmal bestätigt fühlen — tut auch mal gut. Übrigens, ich kann machen was ich will, ich sehe weiterhin nur Bumps!

Nachtrag

Erfreulicher Weise bekam ich nun mehrere Antworten wer Krater und wer Hügel sieht. Ich möchte jetzt nicht mit ein paar Jahren Psychologiestudium prahlen, aber „tiefenpsychologisch“ betrachtet ist das durchaus schon sehr aufschlussreich, denn manche Hirne nehmen weg (Pessimisten) und manche Hirne geben dazu (Optimisten). Wer nun je nach Betrachtung hin und her wechseln kann, der dürfte ein Realist sein — zumindest „tiefenpsychologisch“ betrachtet.


Lesezeichen

Europas Erwachen 4.9 (7)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Arancha González Laya| Foreign Affairs

The Resurgence of Europe – How the Continent Can Survive American Antagonism and Come Out Stronger (zuletzt aufgerufen am 16.5.2025, 8.28 Uhr)

„For over 80 years, Europe and the United States have benefited from the world’s largest and deepest economic and trade relationship, the most sophisticated military alliance, and the closest interpersonal exchanges. Together, the two blocs have built a rules-based international system that has provided global stability and progress. …

If member states muster enough will to act on the plans and ambitions they have laid out so far, the EU will be able to preserve its unique model of pooled sovereignty and advance a more secure, prosperous, and democratic future for its citizens.“


So langsam aber sicher werden wir von der Politik, Arancha González Laya war einmal Spaniens Außenministerin, in eine kleineuropäische Lösung manövriert. Und wenn wir nicht ganz genau aufpassen, dann erwachen wir in einem Superstaateuropa.

Dabei spricht wirklich alles dafür, dass wir an der Europäischen Idee festhalten und gemeinsam — nicht in zwei Blöcken (!) wie Arancha González Laya meint — an einer freien und hoffentlich späteren einen Welt bauen. Die Transatlantische Allianz ist dabei nicht nur der erste Schritt (selbst wenn es ab und an Donald Trumps und Victor Orbans gibt), sondern wie bereits seit 1945 erkannt eine Notwendigkeit.

Aber egal, Europa hat sich mit den folgenden beiden Fakten abzufinden:

  • wir sind bald keine 5 % der Weltbevölkerung und dabei auch noch mit einer völlig ungesunden Altersstruktur und
  • die meisten heute noch benötigten Ressourcen liegen außerhalb Europas.

Das alleine hat schon zur Folge hat, dass wir auf uns gestellt nicht überlebensfähig sind!

Wir benötigen nicht nur Allianzen und Partner, wir benötigen eine Ergänzung, besser noch, wir müssen uns in eine möglichst enge Zusammenarbeit mit anderen Weltteilen bringen!

Vor zehn Jahren habe ich einmal dazu das folgende geschrieben Was kommt nach der Europäischen Union?

Wenn wir Europäer nach gut 80 Jahren endlich erwachen, dann in einer freien Welt der Zusammenarbeit auf einer demokratischen und rechtsstaatlichen Basis. Und damit dies funktioniert, benötigen wir nach Sicht der Europäischen Föderalisten erst einen europäischen Bundesstaat als Blaupause, der zu einer immer weiteren Verknüpfung unserer einen Welt führt.

Eine kleineuropäische Lösung hilft dabei keinem!


Lesezeichen

Rüstungslücke 4.6 (7)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Falk Heunemann | Frankfurter Allgemeine Zeitung

So groß ist Europas Rüstungslücke zu Russland (zuletzt aufgerufen am 15.5.2025 um 10.40 Uhr; meine Leser können diesen Artikel kostenfrei lesen)

„Um Angreifer abzuschrecken, müsste die Industrie ihre Produktion von Panzern und Munition erheblich ausweiten, heißt es in einer Roland-Berger-Studie, die F.A.Z. PRO Weltwirtschaft vorab vorliegt.”


Wenn es um Sicherheitspolitik und Verteidigung geht, dann fragt man bei uns sehr gerne Hausfrauen, Politiker, Berater und selbst ernannte Kriegswissenschaftler.

Den Tiefpunkt haben wir nun damit erreicht, indem Beratungsunternehmen, die bereits unsere gesamte Industrie kaputtberaten haben und sogar dafür sorgten, dass kaum noch ein Zug fährt, was eigentlich völlig unmöglich ist, uns und der Politik nun erklären, wie Krieg und Rüstung geht.

Bereits in den 1980er-Jahren forderten wir Soldaten eine zeitgemäße Sicherheits-, Verteidigungs- und Rüstungspolitik. Auch forderten wir bereits damals neue militärische Konzepte, die u. a. auch Robotik und die nun doch so allseits beliebten Drohnen und Kampfroboter beinhalteten.

Auch forderten wir, dass man endlich von der Klientelwirtschaft wegkommt und eine tragfähige Rüstungspolitik auf die Beine stellt. Die Politik hörte aber lieber und dies bis heute auf Hausfrauenvorsitzende, Freundinnen von Politikerehefrauen, selbst ernannte Friedensgurus und Beraterfirmen, die keine Aufträge mehr in der Industrie bekommen.

Nun überziehen uns all diese Experten mit ihrem blödsinnigen Beratergeschwätz, klauen ab und an dazu noch ein paar gute Ideen, die sie zudem nicht verstehen, geschweige denn selbst umsetzen könnten.

Bereits vor ein paar Jahren habe ich einmal ganz auf die Schnelle hier im Blog etwas zur Rüstungspolitik geschrieben, es wäre tatsächlich so einfach.

Wir müssen aber weiterhin völlig inkompetente Gestalten durchfüttern und die eigene politische Klientel bedienen — und ganz aktuell dabei auch noch unsere kriminell inkompetente Autoindustrie retten; so kommt zusammen, was zusammen gehört!