Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

2.9.02021 5 (2)

Wahl-O-Mat

Zumindest ist der Wahl-O-Mat einer näheren Betrachtung wert. Man kann darin ganz gut seine eigenen Präferenzen abfragen. Auch kann man diese dabei mit den Aussagen der, an der Bundestagswahl teilnehmenden, Parteien abgleichen. Leider sind diese Parteiaussagen den meisten Politikern selbst nicht bekannt — prominente Beispiele gab es in diesem Wahlkampf bereits zur Genüge — und werden, nach der Wahl, kaum in den notwendigen Koalitionsverhandlungen Berücksichtigung finden.

Entgegen der gebetsmühlenartig vorgetragenen Aussagen aller Parteien, wird es bei den Koalitionsverhandlungen wieder erst um Personen, dann um Quoten und Proporz, und ganz zuletzt, wenn überhaupt, um Inhalte gehen, die man dann in ein Koalitionspapier packt, das mit seiner Verkündung bereits wieder überholt und ungültig sein wird — denn dann geht es einzig und alleine nur darum, welcher Minister sein Klientel am schnellsten füttert.

Frankenbahn

Heute darf man wieder einmal darüber lesen, wer sich alles für den Ausbau der Frankenbahn einsetzt, der eigentlich schon in den 1950er-Jahren hätte erfolgen müssen.

Erlauben Sie mir nur eine Anmerkung: sich als Heilbronner Abgeordneter beständig und lautstark für den Ausbau der Frankenbahn einzusetzen und dann klammheimlich dem Bundesverkehrswegeplan 2030 im Bundestag zuzustimmen, ist wenig vertrauenswürdig.

Aktueller Stand: Bundestag billigt drei Ausbaugesetze zum Bundesverkehrswegeplan (02.12.2016)[Website nicht mehr vorhanden]

Brennpunkte

Soweit, wie heute Thomas Zimmermann von der Heilbronner Stimme, möchte ich nicht gehen und von Heilbronner Brennpunkten sprechen. Wir haben in Heilbronn aber Stadtteile oder auch nur Gegenden, wo die Stadtverwaltung sehr gerne fünf gerade sein lässt. Und dies führt dann dazu, dass Sauberkeit, Ruhe und Ordnung von einigen Bürgern vermisst werden — leider nicht mehr vom Großteil unserer Bevölkerung.

Immer mehr Bürger — in allen möglichen Klassifizierungen — lieben es, ihren Müll und sonstigen Unrat gerade dort liegen zu lassen, wo er anfällt. Und unsere Stadtverwaltung weigert sich weiterhin, auf diesen Trend angemessen zu reagieren. Dies könnte man mit verstärkter Bildung und Erziehung ändern, was aber bei uns, politisch motiviert, überhaupt nicht mehr gewünscht wird (Wahlplakat: „Bildung darf nicht anstrengen!“), oder ganz einfach, indem man anfängt, entsprechende Vergehen oder gar Straftaten zu sanktionieren.

Auf jeden Fall können wir alle aber ganz froh darüber sein, dass es in Heilbronn keine tatsächlichen Brennpunkte gibt; „noch nicht“ könnte man vielleicht hinzufügen.

Ich hoffe hingegen auf eine entsprechende Besinnung innerhalb unseres Gemeinderates und auf eine zukünftig besser funktionierende Stadtverwaltung — träumen darf man immer.

Website des Tages

Bundesverkehrswegeplan 2030

„Der Bundesverkehrswegeplan 2030 stellt als wichtigstes Instrument der Verkehrsinfrastrukturplanung des Bundes die verkehrspolitischen Weichen für die kommenden 10 bis 15 Jahre. Er betrachtet dabei sowohl die Bestandsnetze als auch Aus- und Neubauprojekte im Bereich der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße.“


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

1.9.02021 4.7 (3)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Wahlrecht

In Texas können wir gerade erleben was alles geschehen kann, wenn eine der sonst führenden politischen Parteien, nämlich die Republikaner (Grand Old Party), meinen, dass sie zukünftig kaum noch die Mehrheit bei den Wählern erzielen werden können.

Die jetzt beschlossene Wahlrechtsreform macht es gerade jenen Wählergruppen schwieriger zu wählen, die dafür bekannt sind, kaum die Republikaner wählen zu wollen.

Dies ist, nach dem bereits in vielen US Staaten zur Spitze getriebenen Gerrymandering, ein weiterer Schritt der politischen Verantwortlichen, um sich vom Volkswillen unabhängiger zu machen.

Auch bei uns finden immer wieder notwendige Anpassungen der Wahlkreise statt; wir können dabei nur hoffen, dass von uns niemand auf die Idee eines Gerrymanderings kommt.

Die sich nun aber in den USA abzeichnende Entwicklung, die Wählerschaft von den „zu Wählenden“ immer weiter abzukoppeln, sollte eine rein US-spezifische Eigenart bleiben. Und wir Wähler sollten in Deutschland die Errungenschaft von „allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen“ Wahlen (Grundgesetz, Artikel 38) noch mehr schätzen als zuvor.

SEO

Ich gucke mir ab und zu gerne mal die vielfältigen Versprechen von entsprechenden Firmen rund um eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Websites an und habe diesbezüglich vor Kurzen einmal Google auf mein Weblog gelassen. Denn auch Google suggeriert, mit Analytics und anderen Tools eine solche zu erreichen.

Da auch die Angaben, die von Google direkt kommen, angezweifelt werden dürfen, zumal Absprungraten von über 100 % nicht nachvollziehbar sind, muss ich davon ausgehen, dass SEO nichts anderes als Hokuspokus ist, um einen Markt zu schaffen, den niemand benötigt — außer den entsprechenden Firmen und Experten vielleicht.

Zudem wäre es einmal interessant zu wissen, wieviel Energie und Lebenszeit wir zurückgewinnen könnten, wenn man dieses SEO-Gedöns einfach abschaltet.

EU-Militär

Kaum ist der Afghanistan Einsatz vorbei, drängeln die sogenannten Hilfsorganisationen nach einem Nachfolgeeinsatz, denn ohne diesen schwimmen ihnen die Einkünfte davon.

Und auch unsere „Militär-Experten“ in der Politik schreien wieder einmal nach einer „EU-Armee“, sind aber weder dazu bereit, die notwendigen Grundlagen zu schaffen noch das Militär ausreichend personell, materiell und finanziell auszustatten.

Geburtstag des Tages

Art Pepper


Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

31.8.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

We Are All Part of Europe!

Morgen starte ich mit dem Layout meines neuen Buches. Übersetzer und Proofreader haben ihre Arbeit getan, jetzt muss das Ganze noch in Form gegossen und die letzten Unstimmigkeiten beseitigt werden.

Bin einmal gespannt darauf, wie lange ich dafür benötige. Einen ersten Eindruck über das Buch kann man sich schon jetzt auf der Website zum Buch machen. Und sobald es das Buch zum Kaufen gibt, hoffe ich darauf, dass ein Europäischer Föderalist dazu auch in der Federalist Debate eine Kritik schreibt.

Zettelkasten

Detlef Stern lässt einfach nicht locker und baut seinen Zettelstore immer weiter aus. Inzwischen hat dieser eine Komplexität erreicht, die mir schon wieder etwas zu viel ist — man kann das eine oder andere „Feature“ natürlich auch ignorieren, oder muss potentielle „Add-ons“ auch erst gar nicht integrieren.

Ich nutze die regelmäßigen Informationen über den jüngsten Entwicklungsstand des Zettelstores, um wieder einmal einen manuellen Backup meines Zettelkastens zu machen — einzig und alleine deshalb, weil meine Hardware so langsam in die Jahre kommt und es absehbar ist, dass diese sich plötzlich und ganz unverhofft verabschiedet.

Dem Thomas Michl, der beständig nach funktionierenden und einfach handbaren „Zetteldingern“ sucht, kann ich den Zettelstore schon jetzt nur wärmstens empfehlen. Einzig ist, man muss noch einen „Workaround“ für den mobilen Einsatz etablieren, und das mit den PDF (ein reines „Bequemlichkeits-Issue“) wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.

Magazin

Nach einem kurzen Stadtgang, fand ich die Federalist Debate im Briefkasten vor. Damit könnte der Tag eigentlich nur noch zum Lesen dienen. Ein erster Blick verspricht eine sehr interessante Lektüre und so liegt das Magazin nun auf meinem Bücherstapel, der noch zu lesenden Bücher.

Im vorangegangenen Magazin hatte ich dort über die Grundlagen des europäischen Föderalismus geschrieben und so freue ich mich nun in dieser Ausgabe auf weitere Artikel und Buchkritiken über die Geschichte des Föderalismus’.

Zudem ist es sehr erfreulich, wie viele Zeitgenossen sich noch inhaltlich mit dem Föderalismus beschäftigen und ihn dabei immer noch als die Lösung für die meisten gesellschaftlichen Probleme und Herausforderungen ansehen.

Website des Tages

Zettelstore

„Zettelstore is a software that collects and relates your notes (“zettel”) to represent and enhance your knowledge.“

Inzidenz des Tages

Die Stadt Heilbronn ist mit einer Inzidenz von 143,1 erneut Spitze im Land. Unsere Verwaltung bekommt einfach nichts auf die Reihe. Deshalb können wir froh darüber sein, dass Heilbronn von Fluten, Erdbeben oder ähnlichem weiterhin verschont bleibt.