Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

16.6.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Europastammtisch

Eigentlich sollte unser wöchentlicher Europastammtisch u. a. erneut das Radfahren zum Thema haben, dann kamen aber ganz andere Themen auf den Tisch, wie das neue Anti-LGBT-Gesetz Ungarns. Alle Stammtischler waren einer Meinung, nämlich der, dass die EU nun endlich Victor Orbán in seine Schranken verweisen muss.

Bäder

So wie ich das erste Feedback aus unseren bereits geöffneten Schwimmbädern verstehe, wird das für mich wohl nach 2015 erneut ein Thema werden. Damals musste ich monatelang, sogar schriftlich, mit den zuständigen städtischen Mitarbeitern verhandeln, damit wenigstens Mindeststandards eingehalten werden; zum Schluss erklärte ich mich zudem bereit, selbst in den Bädern wieder Rettungsdienste und Badeaufsicht zu übernehmen.

Radwege & Stadtportal

Schon einmal versucht, auf unserer städtischen Website etwas ganz Bestimmtes zu finden? Ich wollte mich gestern nur über die jüngsten Entwicklungen in Sachen Radfahren kundig machen, und dafür einen Plan über das Heilbronner Radwegenetz sowie ggf. ein dazugehöriges Konzept einsehen.

Schade nur, dass Albert Uderzo und René Goscinny dieses Stadtportal 1976 noch nicht kannten; ich gehe davon aus, dass die Geschichte „Les Douze travaux d’Astérix“ einen ganz anderen Ausgang genommen hätte.

Mich haben Herbert Burkhardt und ein hilfsbereiter städtischer Mitarbeiter vorläufig gerettet, indem sie mir die folgenden Unterlagen zur Verfügung stellten:

Interessierte können sich jetzt selber ein Bild darüber machen, wie wir in Heilbronn das Radfahren verbessern wollen, oder warum das Radfahren in Heilbronn weder die Autofahrer & Fußgänger, noch die Radfahrer selbst glücklich macht.

Übrigens, einen Plan, in dem alle Fahrradwege eingezeichnet sind, habe ich weiterhin nicht. Der amtliche Stadtplan ist an sich ganz gut, außer, dass er keine Radwege mit aufführt; dafür aber öffentliche Toiletten, die es leider in der Realität kaum gibt.

Website des Tages

Hohenzollern-Klage-Wiki

„Zur Selbstverständigung einer Demokratie gehört die kontinuierliche Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte. Die aktuelle Debatte, die im Zusammenhang mit den Forderungen des sogenannten „Hauses Hohenzollern“ an die öffentliche Hand geführt wird, stellt in vielerlei Hinsicht nicht zuletzt deshalb einen grundlegenden demokratischen Selbstverständigungsdiskurs dar, weil die großen politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts wie in einem Prisma an diesem Fall verhandelt werden: die Auseinandersetzung der jungen Weimarer Demokratie mit den alten monarchischen Eliten, der Anteil dieser Eliten an der Zerstörung der Demokratie 1933 und die Wahrnehmung und Bewertung dieser Entwicklungen in der Zeit nach 1945 und in der Gegenwart. Die Revolution von 1918 führte zu der erzwungenen Abdankung Wilhelms II. als König von Preußen und Deutscher Kaiser und bedeutete damit das Ende der Monarchie. Damit stand die junge Republik vor der schwierigen Aufgabe, das ehemalige monarchische Eigentum in Privatvermögen der ehemaligen Herrscherfamilie und Staatsvermögen des neuen demokratischen Gemeinwesens aufzuteilen. Während in Österreich das Vermögen der Habsburger größtenteils zugunsten der Kriegsopfer enteignet wurde, behandelte man in Deutschland die Vermögensauseinandersetzung nicht als politische, sondern als rechtliche Frage. Für die ehemalige preußische Herrscherfamilie wurde im Jahr 1926 nach langen Verhandlungen ein entsprechender Teilungsvertrag mit dem preußischen Staat geschlossen. Aus Gründen, die der Öffentlichkeit nicht näher bekannt sind, ist dieser Vertrag heute wieder Gegenstand von Nachverhandlungen zwischen Georg Friedrich Prinz von Preußen, dem Ururenkel des letzten deutschen Kaisers. Damit wird ein eigentlich abgeschlossenes Kapitel der Geschichte heute wieder neu aufgerollt.“ 

Geburtstag des Tages

Konstantin Kümmerle


Leser

15.6.02021 5 (1)

Leser | © Pixabay

NATO

Jetzt ist es amtlich, Wladimir Putin hat es geschafft, dass sich Russland endgültig in die Liga Nordkoreas verabschiedet hat. Politisch korrekt wird Russland von der NATO zwar noch als Bedrohung wahrgenommen, aber die Musik spielt längst ganz woanders, nämlich in China. Ich habe vor kurzem in einem Weblog-Beitrag eine entsprechende Frage gestellt.

Generalsekretär

Wer tatsächlich noch nach einer neuen Herausforderung sucht, dem öffnet sich gerade in Kanada ein Fenster. Fergus Watt gibt nach 35 Jahren sein Amt als Generalsekretär der Weltföderalisten in Kanada ab, um sich mehr der C4UN Kampagne widmen zu können. Ich gehe einmal davon aus, dass die Kenntnisse in der englischen als auch französischen Sprache wohl das geringste Problem sein werden. Wer sich traut, kann die Stellenausschreibung hier einsehen; eine Bewerbung muss allerdings bereits am 18. Juni 2021 in Kanada vorliegen — langsam kann doch jeder.

Landratswahl

Heute gibt es ab 19.00 Uhr ein Stimme online Forum im Vorfeld der Wahl des neuen Landrats, wobei sich vier Kandidaten für das Amt des Heilbronner Landrats vorstellen und begründen, warum sie dem bisherigen Landrat, Detlef Piepenburg, im Amt folgen und hoffentlich auch, wie sie unseren Landkreis weiter nach vorne bringen möchten.

Drei der vier Kandidaten sind den Heilbronnern, auch einigen aus dem Stadtkreis, bereits bekannt. Es handelt sich um den Neuenstadter Bürgermeister Norbert Heuser, den Leingartener Bürgermeister Ralf Steinbrenner, dem es jüngst gelungen ist, aus der Gemeinde Leingarten eine Stadt zu machen, und den Pfedelbacher Bürgermeister Torsten Kunkel, aus einem Nachbarlandkreis. Der letzte Kandidat, Steffen Liebendörfer, kommt aus Thüringen und dürfte den wenigsten der knapp 350 000 Einwohner bekannt sein.

Ich möchte jetzt nicht unken und darüber spekulieren, wie viele aus dem Heilbronner Land überhaupt wissen, dass Detlef Piepenburg in den Ruhestand tritt. Ich hoffe aber, dass es doch einige im Landkreis interessiert, wer ihr neuer Landrat werden soll. Mich zumindest würde es dabei doch ein wenig interessieren, warum sich unter den Bewerbern keine Frau befindet?

Auch wäre interessant zu wissen, warum sich so viele Bürgermeister um das Amt des Landrats bemühen.


Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

14.6.02021 5 (3)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Montage

Montage können auch sehr zufriedenstellend sein, ich selbst hatte nie Probleme damit, da ich ich diese samstags oder sonntags bereits vorbereitete. Wer allerdings am Montag ganz unbedarft zur Arbeit eintrudelt, auf den können durchaus ungeahnte Ereignisse zukommen — vielleicht genau der Grund, warum Montage weniger beliebt sind.

Am schönsten sind aber jene Montage, wenn man, trotz jahrelanger Distanz, bei jemanden anruft, erkannt wird und sofort auch Unterstützung erhält — genau so ein Montag ist heute! Wenn diese Woche jetzt noch besser wird, dann ist es kaum noch auszuhalten.

Rin in die Kartoffeln

„Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln!“ — eine militärische Redewendung aus dem 19. Jahrhundert, die sich über mangelnde Führungsfähigkeit lustig macht, und heute bei uns ein geflügelter Begriff ist. Darüber muss man sich nicht wundern, wenn man das Krisenmanagement unserer Politik verfolgt: Masken rauf, Masken runter! — der einzige Forderungsreigen, zu dem unsere Schönwetterpolitiker in der Lage sind.

Eines aber ist sicher, angesichts der kommenden Bundestagswahl werden alle Restaurants und Hotels geöffnet werden, sowie sämtliche Urlaubsorte freigegeben, zumindest so lange bis alle Wahlwilligen ihre Stimme abgegeben haben. Und sollte sich inzwischen bei uns die indische Variante verbreiten, werden die Verwaltungen bestimmt dazu angehalten, eine kreative Listenführung sicherzustellen, und wenn das nicht ausreichen sollte, findet sich sicherlich ein Fachmann, der erklärt, dass selbst eine Sieben-Tage-Inzidenz von 150 kein Grund sei, um Kneipen zu schließen.

Sicher ist wohl auch, dass sich nach der Bundestagswahl 2021 weder in der Politik, noch bei unseren Herausforderungen etwas ändert. Herausforderungen müssen bei uns erst zu unlösbaren Problemen werden, um uns angesichts einer unabwendbaren Katastrophe klarzumachen, dass Aussitzen keine Lösung ist.

Rummikub

Rummikub ist ein weiteres Spiel, welches unsere Familie seit Jahren in den Bann zieht und dabei Rommé, ob Deutsches Rommé oder Canasta, völlig verdrängt hat. Selbst Binokel, welches bei uns familienübergreifend gespielt wurde, spielt heute keine Rolle mehr. Das kann aber auch daran liegen, dass sich nicht nur die Welt ändert, sondern neue Generationen einfach andere Spiele bevorzugen.

So ist es dann doch erstaunlich, wie lange sich weltweit bereits das Schachspielen halten kann. Zwar habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, ständig gegen einen Computer zu verlieren, meine bessere Hälfte aber in all den Jahrzehnten nicht, als zweiter Sieger das Brett zu verlassen — so werden auch heute Abend die „Gefechte“ mit Rummikub ausgetragen.