Blitz

Taka-Tuka-Land 4.7 (3)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Gerade spülen mir die Social Media Meldungen in die Timeline, die ich besser nicht zur Kenntnis nehmen sollte. Deutschland fiebert mit seinem Königspaar der Herzen, Harry und Meghan, deren Kinder jetzt ebenfalls Prinzen etc. sind — Damit kamen die Briten wohl einer bayerischen Kriegserklärung zuvor, da Markus Söder als bekennender britischer Monarchist das nicht mehr viel länger geduldet hätte.

Und auch die SPD, die sich in Berlin weiterhin an den besten Futtertrögen festklebt, hat nichts besseres zutun als einer nachweislich völlig untragbaren Berufspolitikerin, Christine Lambrecht, einen großen Zapfenstreich zu gewähren. Und so können wir gespannt darauf sein, welche Bundesbehörde Lambrecht nun geschenkt bekommt oder ob sie gar Botschafterin im Vatikan wird.

Übrigens, der Name Taka-Tuka-Land ist eine Anlehnung an den Ort Larantuka, wo im 16. und 17. Jahrhundert viele Deserteure des portugiesischen Kolonialreichs ein freies Leben führen durften. Wir Deutschen haben dafür bekanntlich Berlin mit seinen Parlamenten, die ganz legal nicht nur Drückebergern und Kriegsdienstverweigerern, sondern auch Fahnenflüchtigen freie Kost und Logis bieten. Diese werden nach ein paar Jahren Parlamentarismus allesamt über Nacht deutsche Stabsoffiziere, wie z. B. Christian Lindner, oder sie verkaufen junge Männer, wie einst die deutschen Fürsten, in die ganze Welt — denn Deutschland wird bekannter Maßen nicht nur am Hindukusch verteidigt.


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Deutsche Bahn AG 5 (4)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ehemals und richtiger Weise ein Staatsbetrieb, der für den Landtransport auf der Schiene innerhalb Deutschlands zuständig war. Dann hat man diesen kaputtgespart, weil man die Schiene an sich für antiquiert hielt und auch noch heute im Individualverkehr auf der Straße den Schwerpunkt sieht.

Verantwortliche Politik hätte dies verhindern müssen. Und als man dann erkannte, dass es mit dem Trümmerhaufen Bahn nicht mehr so weitergehen kann und dieser eigentlich nur noch zur Versorgung von geistig minderbemittelten Polit-Vettern diente, hat man ihn privatisiert.

Dabei hat man von Anfang an zwei wesentliche Fehler begangen, denn man hat die Polit-Vettern jetzt in die Vorstandsetagen abgeschoben und die Reste der Bahn zur Plünderung (Stichwort: Shareholder Value) freigegeben.

Gut 30 Jahre später ist das Schienennetz, das man besser in staatlicher Hand behalten hätte, einschließlich der weiteren Infrastruktur wie Bahnhöfe ein einziges Trümmerfeld, die DB-Vorstandsetagen einmal ausgenommen. Der Wagenpark eine Zumutung und der weitere Rest nur noch eine Tragödie.

Inzwischen weigern sich funktionierende Bahnen mit der DB zusammenzuarbeiten und müssen indirekt vom deutschen Staat (Stichwort SNCF) gezwungen werden. Die Schweiz hat jüngst die Notbremse gezogen und möchte keine deutschen Züge mehr an ihre Bahnhöfe heranlassen — diese gefährden nämlich die Taktung des Schweizer Schienenverkehrs.

Auch konnten wir vor Kurzem vom zuständigen Staatssekretär Michael Theurer erfahren, dass der Deutschlandtakt — eine europäische Selbstverständlichkeit (!) — frühestens 2070 kommen soll. Damit ist nun festgestellt, dass die Bahn weiterhin nur dazu dient, um ein paar Polit-Vettern (z. B. Ronald Pofalla) zu versorgen und die verbliebenen Reste weiterhin geplündert werden dürfen.

Selbst das ZDF wacht langsam auf … [Website nicht mehr verfügbar]


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Es gibt nichts umsonst 5 (3)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Um diese Erkenntnis doch ein wenig zu relativieren, erinnere ich gerne auch an dieses Weblog hier, welches von sämtlichen Lesern tatsächlich kostenfrei gelesen werden kann. Es fallen dabei auch keine im Internet üblichen „Nebenkosten“ an, wie z. B. die Auswertung des Surfverhaltens der Leser, eine Weitergabe von persönlichen Daten oder gar der Einspielung von Werbung.

Und so wäre es wohl richtiger zu schreiben, dass man gerade bei jenen Dingen etwas genauer nachschauen sollte, die einem „umsonst“ angeboten werden. Und wenn dies dann doch der Fall ist, dann handelt es sich hierbei meist um Selbstausbeutung der Anbieter oder um deren meist vergebliche Hoffnung, sich zukünftig Märkte erschließen zu können.

Und so kann es auch kein Social Media Produkt wie Twitter geben, das sämtlichen Nutzern gebührenfrei, ohne Werbung oder sonstige „Bezahlmethoden“ angeboten wird — es sei denn, Elon Musk wäre ein hoffnungsloser Philanthrop oder schlimmer noch ein Altruist.

Wie wir nunmehr aber alle wissen, versucht der neue Twitter-Eigentümer nun seine jüngste Erwerbung am Leben zu erhalten, indem er u. a. von den Nutzern Gebühren einfordert.

Die Frage wäre jetzt, was ist einem das Twittern selber wert. Wie schon gesagt, ich betreibe ein eigenes Blog, bin selbst mit von mir gegründeten Social Media Start-ups glorios gescheitert und stehe diesen Diensten inzwischen sehr skeptisch gegenüber — ergo, ich bin kein abhängiger Social Media Sklave.

Was mich aber doch etwas verstört, ist die Tatsache, dass Elon Musks Einklagen von Nutzergebühren bei der Twitter-Anhängerschaft nicht nur auf heftigste Gegenwehr stößt, sondern bei vielen auch ein unglaubliches Menschenbild zutage fördert.

Und so habe ich mich nun selbst dazu durchgerungen, für meinen Twitteraccount zu bezahlen, weil ich glaube, dass Twitter immer noch das beste Social Media Produkt am Markt ist – gewissermaßen stelle ich damit ein lateinisches Sprichwort ins Gegenteil, wobei die Idee dahinter dieselbe bleibt.

„Et si omnes ego non“