Beitragsfoto: Weihnachtstaler auf Serviette
Eigentlich ist Weihnachten dazu da, dass wir Menschen einmal kurz inne halten, die Christen unter uns der Geburt Jesus’ gedenken und die Verbraucher wieder begierig auf den roten US-Bomber warten, der sie mit Geschenken nur so überhäuft. Es würde mich auch nicht mehr wundern, wenn dieser bald in Gold gehüllt daher spaziert.
Wobei ich dank eines gut gemeinten Hinweises erfahren durfte, dass sich Coca Cola einen doch schon etwas älteren Aberglauben zu eigen machte, was aber ebenfalls in der christlichen Tradition liegen dürfte.
Und so lernte ich heute, dass es die Urform des Santa Claus im Vereinigten Königreich schon etwas länger gab. Tom Moriarty schreibt in English Heritage dazu einen lesenswerten Beitrag. Da mir zeitgleich die Google KI erklären wollte, dass die Ukraine zumindest mit am aktuellen Krieg schuldig sei, bringt mir dies wieder einmal in Erinnerung, dass es nichts Besseres gibt als immer selbst nach den Hintergründen und Ursachen zu suchen.
Das große Problem dabei, wir Menschen werden dies bald nicht mehr können. Wir werden zwar noch alles er- und hinterfragen dürfen, aber sogleich dazu auch die passenden Antworten erhalten. Schon die alten Ägypter zeigten uns dabei, wie man Geschichte schreibt.
Wir Menschen sind derweil auf dem Holzpfad und beklagen allesamt fehlende Rechenzentren und mangelnde Kapazitäten an vermeintlich künstlicher Intelligenz! Das Gold der Menschheit besteht weiterhin aus unserer natürlichen Intelligenz (zumindest bei manchen von uns) und einer bereits erschaffenen Wissenssammlung auf der beides weiter aufbauen kann.
Und so müssen wir zwei Dinge dringend sicherstellen, erstens, dass unsere bereits vorhandenen wissenschaftlichen Bibliotheken erhalten und gesichert bleiben und zweitens, diese nicht korrumpierbar weiter ausgebaut werden. Denn dieses gesammelte Wissen ist der Schatz der Menschheit!
Eine künstliche Intelligenz kann nur dann zum Wohle der Menschheit agieren, wenn diese mit verlässlichen Quellen arbeitet und dabei selbst auf transparenten Quellcodes basiert.
Aktuell bauen wir unsere Bibliotheken allerorten zurück und machen die Restbestände sehr anfällig für Manipulationen. Noch schlimmer, den weiteren Ausbau überlassen wir bereits schon einer ungenügend transparenten künstlichen Intelligenz und eigenen gefälschten wissenschaftlichen Produkten — von immer mehr Akademikern, die selbst nicht mehr rechnen, lesen und schreiben können.
Weihnachten dient dazu, dass wir uns allesamt besinnen, darauf besinnen, was war und was ist. Jene Zeit, wo wir unseren aktuellen Standort und -punkt bestätigen, ggf. nachjustieren und neu festlegen. Die Zeit, wo wir unsere Lieben um uns sammeln und gemeinsam eine Einheit bilden.
Wenn wir dies erreichen, dann haben wir ein wahres Weihnachten. Und von dort aus können wir dann gemeinsam auf die Zukunft und auf Ostern blicken.




