Musikvideo zum Tag

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Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Aktuell durfte ich mich mit ein paar Wahlverlierern persönlich austauschen und dazu noch zur Kenntnis nehmen, dass es Parteien gibt, die auch heute einfach nicht verlieren können. Was mich irgendwie an die Neue Deutsche Welle und besonders an das Lied „Demokratie“ (1988) von Andreas Dorau denken lässt. Dieser Song kam heraus, als ich begann, mich gerade aus der Parteipolitik zu verabschieden.

Meine Sensoren waren schon damals etwas empfindlicher und wenn meine damaligen Vorhersagen auch etwas länger benötigten, um sich zu realisieren, ist es manchmal doch nicht sehr angenehm, recht zu behalten. Einzig bei den Grünen hatte ich mich getäuscht, wer konnte aber annehmen, dass sich gleich eine gesamte Partei innerhalb eines Berufslebens von ganz links bis hin zu fast ganz rechts weiterentwickelt. Wobei, wenn man selbst eigentlich über keine Inhalte verfügt — lassen wir das mit den kleinen Kindern mal außen vor — kann man sich einfach mit dem jeweiligen „Wählerwillen“ treiben lassen.

Und ein altes Sprichwort sagt, dass unter den Blinden der Einäugige König ist. Vielleicht erkennen nun unsere Parteien, die sich innerhalb von 40 Jahren selbst abgewirtschaftet haben, dass es Zeit für ein Umdenken ist — und dies sehr dringend, wenn man unsere Demokratie noch retten möchte.

Ein Anfang wäre, dass man sich die eigenen Niederlagen selbst eingesteht. Auch hierbei spreche ich aus eigener Erfahrung. Zu meinem Glück habe ich aber auch den Vorteil, dass ich nicht auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen bin, ein Partei- oder Wahlamt zu erhaschen.

Als ich als 17-Jähriger kurz daran dachte, die Politik zu meinem Beruf zu machen, gab mir ein alter Haudegen den rettenden Hinweis: „Bub, mach erst mal Deine Schule fertig!“ — was ich dann selbst bis hin zum Abschluss einer guten Berufsausbildung erweiterte und dann ohne Schwierigkeiten meinen Mund nicht nur noch weiter aufreißen, sondern auch ganz locker alle meine Ämter über Nacht abgeben konnte.

Und sozusagen als Add-on war es mir Jahre später sogar möglich, meine beide Niederlagen im Gemeinderatswahlkampf richtig gut abzufeiern — ich hatte nicht nur an Erfahrung, sondern dazu auch noch an Freizeit und Freiheit gewonnen!

Nur wenn eine Demokratie nach der Wahl einzig und alleine Sieger kennt, funktioniert diese Regierungsform nachhaltig. Für Loser ist in einer Demokratie einfach kein Platz. Und so müssten alle Parteien darauf achten, dass sie nicht nur mündige Bürger als Kandidaten aufstellen, sondern mehr noch, dass sämtliche Kandidaten auch ohne Wahlamt gut selber existieren können! Ganz egal ob als Unternehmer oder Facharbeiter — mit der Ausnahme von Berufskindern.

Andreas Dorau kennt man wohl eher noch als „Fred vom Jupiter“ (1982). Wobei dieser noch heute Musik macht und in Frankreich mit „Girls in Love“ (1996) großen Erfolg hatte.

Die Welt dreht sich weiter und so hatte ein aktueller Wahlverlierer mit kleinen Mädchen keinen so großen Erfolg. Diese dürften inzwischen auch etwas anspruchsvoller als noch zu Friedrich Merz‘ Zeiten sein.

Was aber immer noch nicht erklärt, warum Unionsabgeordnete völlig ungehemmt gegen Frauen, wie z. B. Frauke Brosius-Gersdorf hetzen, die im Leben etwas geleistet haben. Vielleicht arbeiten damit Friedrich Merz und seine Jünglinge nur die Merkel-Zeit auf.

Auf alle Fälle aber sollte man von Abgeordneten, ob nun Grün oder Schwarz erwarten dürfen, dass diese sich gegenüber jungen Menschen, insbesondere kleinen Mädchen mit rehbraunen Augen zu benehmen wissen. Was auch erklären könnte, warum grüne Abgeordnete, die um ihre eigene Parteigeschichte wissen, so allergisch auf alte Säcke mit feuchten Mädchen- oder Bubenträumen reagieren.


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