Werbung

9.5.02025 4.9 (7)

Beitragsfoto: Ballwerbung

Suche

Anlässlich dieses zumindest für mich bedeutenden Tages bin ich nun ganztägig auf der Suche nach positiven Ereignissen. An mir soll es nicht liegen! Stay tuned!

Last but not least

Vermischtes

Kaum gibt es eine neue alte Bundesregierung treffen sich die ersten CDU und SPD Politiker, wie z. B. Ronald Pofalla und Ralf Stegner, mit Putin-Vertrauten, ganz privat versteht sich. Ob sie dabei wie zumindest früher bei Abgeordneten üblich mit Geldkoffern zurückkehrten, werden wir wohl nie erfahren. Auch nicht, ob sie nur korrupt oder doch Landesverräter sind. Könnte aber auch sein, dass die ehemalige GroKo nun wieder dort weitermacht, wo eine Angela Merkel und ein Gerhard Schröder aufgehört hatten. Als nächstes wird wohl die Ukraine geteilt und wenn das klappt, ist wieder einmal Polen dran — Wladimir Putin hätte sicherlich nichts dagegen.

Und wenn wir die beiden Länder gemeinsam ausplündern, dann ist auch der kommende Bundeshaushalt gerettet.

Schwer verdaulich für mich, dass die SPD mit Sebastian Hartmann einen völlig gewissenlosen Widerling als Parlamentarischen Staatssekretär ins Verteidigungsministerium schickt. Dazu brauchte dieser nur seine „Kriegsdienstverweigerung“ zu widerrufen, mit der er jahrzehntelang erfolgreich Politik gemacht hat. Nun wird er deutscher Stabsoffizier (ein waschechter Politruk!) und sahnt als Regierungsmitglied so richtig ab. Sich selbst bereichern wollen, das einzige verbliebene Kriterium der Bundespolitik.

Wenn man all diese Stranskys (Sam Peckinpahs Kriegsfilm aus 1977) sieht, muss man sich nicht wundern, dass unsere demokratischen Parteien an Zuspruch verlieren. Auch das geduldigste Fleisch (Willi Heinrich) kann irgendwann nicht mehr!

Erfreulich, wohl auch für Nichtkatholiken, die gestrige Wahl eines US-Amerikaners als Papst; selbst Donald Trump fand das erst einmal gut. Ob der 8. Mai ganz bewusst gewählt wurde, werden wir ebenfalls wohl nie erfahren.

Gestern konnte ich abends noch das Tanzbein schwingen und danach darüber staunen wie schnell der Verfassungsschutz die Pirouetten dreht — Stillhaltezusage nennt sich das. Noch ein paar Tage, dann könnte die AfD zu einer waschechten demokratischen Partei erklärt werden. Da kann man einfach nichts machen.

Und es heißt bei uns in Heilbronn wieder „Hoi, a Schiff!“ Die Weisse Flotte Heidelberg betreibt u. a. das Cabrioschiff „MS Käthchen“ und fährt damit nun in Heilbronn die üblichen Runden.

Europatag

Heute könnte man den kleineren der beiden offiziellen Europatage feiern. Seit kurzem gibt es leider Bestrebungen von ewig Gestrigen, diesen Europatag in Robert Schuman-Tag umzubenennen — Hauptsache Europa wird nicht erwähnt.

Ich versuche derweil den morgigen Europa-Ball in trockene Tücher zu bekommen. Dieser wird erneut eine tolle Sache werden!

So lange noch manche Bürger an Europa glauben ist die Welt nicht ganz verloren! Und wer weiß, vielleicht gelingt es diesen wie kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auch, viele weitere Bürger von den Vorteilen eines friedlichen Zusammenlebens zu überzeugen. Wenn ausreichend Menschen daran glauben, dann können diese gemeinsam Berge versetzen und Dinge schaffen, an die niemand mehr so richtig glaubte. Für die etwas Älteren unter uns darf der „Fall der Mauer“ als entsprechendes Beispiel dienen.

Bezeichnend, dass man nun in der Zone beginnt, den 8. Mai als Feiertag zu etablieren und nicht den 9. Mai. Wahrscheinlich haben wir nicht ausreichend Bananen in den Osten geschickt. Im Westen wollen wir den 9. Mai ebenfalls nicht mehr als Feiertag, denn den machen inzwischen viel zu viele Bürger für den „Fall der Mauer“ verantwortlich.

So wie viele nur dann in die Kirchen gehen, wenn es ihnen sehr schlecht ergeht, so dürfte Europa auch nur eine Idee für Unterdrückte und jene Menschen sein, denen tatsächlich etwas an ihren Mitbürgern liegt.

„Sittliche Vollkommenheit ist kein Geschenk der Natur: eine Kunst ist es gut zu werden.“

Seneca, 14. Buch, 90. Brief (2023: 833)

Sonnenaufgang in den Karpaten

Sonnentag 5 (10)

Beitragsfoto: Sonnenaufgang in den Karpaten | © Vitalii Bashkatov auf Shutterstock

Trotz vollem Alltag schaffte es meine bessere Hälfte, mich heute ins Stadtbad zu schleppen, eine kleine Auszeit sozusagen. Im Sportbecken angekommen wurde ich freudig von zwei Schwimmmeistern begrüßt, die mich darauf aufmerksam machten, dass ich heute ohne jegliche Probleme meine Bahnen ziehen könne. Auch ich schaute erfreut auf das leere Becken und dann auch wieder ein wenig melancholisch drein, denn zehn Jahre Heilbronn blieben auch bei mir nicht ohne Folgen — ich bin nun nicht mehr flexibel und trainiert genug, um mich ganz spontan in die Fluten zu stürzen und meine Kilometer abzuspulen.

Und so wackelte ich vergnügt ins ebenfalls leere Außenbecken und genoss Sonne, Wasser und Ruhe — so lange, bis mich meine bessere Hälfte weckte und mich daran erinnerte, dass es heute noch genügend zu tun gibt.

Zwischenzeitlich wurde ich nicht nur von Thomas Michl gefragt, warum ich mich nicht zum heutigen Tag äußere, ein Tag, der nicht nur für uns Deutsche ein ganz besonderer ist — aber auch für all jene Deutsche, die ihre Staatsbürgerschaft nur geerbt, gekauft oder anderweitig bekommen haben. Für uns Deutsche, auch die künftigen, gilt die Aussage von Richard von Weizsäcker: „Wir alle, ob schuldig oder nicht, ob alt oder jung, müssen die Vergangenheit annehmen. Wir alle sind von ihren Folgen betroffen und für sie in Haftung genommen.“ Wer dies nicht möchte, der sollte, nein, der müsste seine deutsche Staatsbürgerschaft zurückgeben!

Ich hatte zwei Großväter und einen Großonkel, die als deutsche Soldaten den Zweiten Weltkrieg überlebten, ein Großvater gehörte zur kämpfenden Truppe und war stolz darauf, die Moskauer Straßenbahn gesehen zu haben. Der andere Großvater schaffte es als Lebenskünstler, sich auch als Soldat von sämtlichen Kampfhandlungen fernzuhalten. Und der Großonkel sich gerade noch einmal als „Bilderbucharier“ und SS-Obersturmbannführer in Berlin durch Flucht der russischen Gefangenschaft zu entziehen.

Für alle drei war der 8. Mai 1945 befreiend! Mindestens einer der dreien empfand den Tag als Niederlage, was man durchaus verstehen kann. Bis heute aber kenne ich keinen einzigen Soldaten, der das Ende eines Krieges als bedrückend empfunden hat; selbst mein US-amerikanischer Onkel war als mehrfach dekorierter Offizier (Silver Star, Bronze Star, Purple Heart) froh darüber, als der Vietnamkrieg zu Ende war.

Was uns nun aber zur eigentlichen Frage bringt, ob für uns Deutsche der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung ist oder nicht? Dies ist für uns Deutsche allerdings nur eine rein rhetorische Frage!

Wir alle sind Angehörige eines Staates und haben mit der Anerkennung unserer Staatsbürgerschaft auch dessen Grundlagen u. a. unser Grundgesetz akzeptiert — kein einziger Deutscher wird gezwungen, deutscher Staatsbürger zu sein! — was uns z. B. von der heute wieder so beliebten DDR unterscheidet.

Wer gerne sein vermeintliches Deutschtum ausleben möchte, der kann dies gerne in Ländern dieser Welt machen, wo weiterhin solche Menschen hoch geschätzt werden — mir fällt gerade nur keines ein.

Und wer als vermeintlich ethnisch Deutscher Deutschland für sich alleine haben möchte, der sollte sich erst einmal ganz genau umschauen. Mein Großonkel, noch am Ende seines Lebens gut 190 cm lang, drahtig, blauäugig und blond gelockt, merkte einmal an, dass er gerne wüsste, wo und wann die „Arier“ falsch abgebogen seien? Hätte er sich bereits in seiner Jugend einmal so richtig umgesehen, wäre ihm wohl vieles erspart geblieben.

Wer bereits als junger Mensch einer Wahnvorstellung hinterherläuft, der braucht überhaupt nicht mehr falsch abzubiegen, denn er war noch nie auf der richtigen Spur!

„Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Verfehlung nicht begehen will, oder es nicht kann.“

Seneca, 14. Buch, 90. Brief (2023: 833)

Fliegende Umschläge

E-Mail 4.8 (9)

Beitragsfoto: Fliegende Umschläge | © Gerd Altmann auf Pixabay

Die gute alte E-Mail ist nach weit über 30 Jahren allgemeinem Gebrauch erwachsen geworden. Woran mache ich dies fest? Ganz einfach, inzwischen wird sie staatlich reguliert wie keine einzige Briefpost jemals zuvor. Und alle möglichen Menschen und Unternehmen möchten sich mit unserem E-Mail-Gebrauch dumm und dämlich verdienen. Kein Anbieter mehr, der nicht KI in seiner E-Mail-Software anbietet.

Und selbst das Apple-Tool „Mail“, welches sich stets wegen seiner Einfachheit von anderen Anbietern abgehoben hat, ist inzwischen kaum noch zu bedienen. Microsofts Outlook wurde gar zu einem Monster-Tool für alle Beamten und solche Menschen, die es unbedingt werden möchten. Einzig SAP ist in der Lage noch unbrauchbarere Produkte liefern zu können.

Aber wir Menschen wollen es auch nicht anders! Im Gegensatz zu unserem Briefkasten vor der Haus- oder Wohnungstür soll der E-Mail-Briefkasten unser gesamtes Leben regeln, dabei von ganz alleine funktionieren und last but not least auch noch als Archiv unseres eigenen Lebens dienen.

Sie erkennen das Problem?

Ich leere meinen Briefkasten täglich, wenn nötig auch mehrmals am Tag. Dies mache ich auch so mit meinen E-Mail-Briefkästen — da digital, leiste ich mir bis heute den Luxus gleich mehrere davon zu besitzen; bin inzwischen allerdings dabei, diese Briefkästen bis auf das unbedingt Nötige wieder zu reduzieren. Ohne meinen PAL-Filter komme ich aber weiterhin nicht aus.

Und nein, ich archiviere weder mein Privatleben noch mein Berufsleben in E-Mail-Postfächern! Deshalb kaufe ich auch keine extra Speicherplätze oder E-Mail-Archivierungssoftwareergänzungen.

Im Worst-Case sind meine E-Mail-Postfacher von Spam und anderer Mail so zugemüllt, dass ich mehr als einen Tag benötige, diese zu leeren. Die Post landet wie auch die analoge dabei im Müll.

Nur faschistoide Regierungen können auf die Idee kommen, dass ich diesen Müll auch noch und dies am besten bei der Stasi zu archivieren habe!

Einen Vorteil hat die digitale Post allerdings gegenüber der althergebrachten. Man kann sie besser adressieren. Und so nehme ich E-Mail zur Kenntnis, die mit einem mir bekannten Absender versehen und auch an mich adressiert sind (To: / An:).

Wenn die E-Mail an mich mit via „Cc: / Kopie:“ oder „Bcc: / Blindkopie:“ geht, rechnet der Absender damit, dass meine Neugierde in diesem Falle so groß ist, dass ich diese auch zur Kenntnis nehme, oder er weiß, dass wir in einem entsprechenden Briefverkehr stehen und ich via dieser Möglichkeiten informiert werden möchte.

Da dies im Berufsleben gängige Praxis ist, öffne ich auch diese E-Mail, wenn sie an meine diesbezüglichen Postfächer gelangt.

Für den Fall, dass eine E-Mail für mich wichtig ist, gibt es drei Möglichkeiten und eine weitere, die allerdings nur der Macht der Fakten geschuldet ist. Bei letzterer retourniere ich die E-Mail mit meiner Antwort — wenig professionell aber im Umgang mit manchen Menschen heutzutage notwendig. Für diese Art der Kommunikation gibt es allerdings auch wieder bereits seit mehreren Jahrzehnten die Chat-Tools und Räume! Hierzu nutze ich inzwischen standardmäßig Threema, DeltaChat oder die SMS.

Manchmal, heutzutage aber nur noch sehr selten wird eine E-Mail von mir noch ausgedruckt und weiterverarbeitet (Möglichkeit 1), meist aber in ein PDF umgewandelt und weiterverarbeitet (Möglichkeit 2) oder aber als reiner Text mit in meinen Zettelkasten übernommen (Möglichkeit 3).

Wenn die E-Mail von mir letztendlich bearbeitet wurde, schreibe ich eine eigene E-Mail, manchmal aber auch nur eine SMS oder ich greife gleich zum Telefon. Die schwierigeren Angelegenheiten werden weiterhin im Vier- oder Mehraugengespräch erledigt.

Nachtrag

Wer nun etwas tiefer in die (digitale) Materie einsteigen möchte, dem empfehle ich RFC 5322 der Network Working Group von 2008. Man erhält dieses und andere RFC wie auch den Passierschein A38 mit dem blauen Formular.

„Weisheit ist das vollkommene Gut des menschlichen Verstandes; Philosophie ist die Liebe zur Weisheit und das Streben danach.“

Seneca, 14. Buch, 89. Brief (2023: 789)