Chatbot

10.4.02025 4.5 (11)

Beitragsfoto: Chatbot | © Alexandra Koch auf Pixabay

Vermischtes

Heute gab es eine sehr erfreuliche Besprechung mit Voltino, dem Caterer des Europa-Balls. Damit sind sämtliche Vorbereitungen getätigt. Was jetzt noch kommt, fällt unter „integrierte Änderungssteuerung“. Jene Studenten, die meine Vorlesungen tatsächlich besuchen, sollten damit etwas anfangen können.

Sehr erfreulich auch, dass wir heute unseren ersten Sponsoren gewinnen konnten. Die VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG beteiligt sich an den Kosten des Balls, denn es ist uns weiterhin nicht möglich, um unseren Tanzball alleine über die Eintrittsgelder zu finanzieren.

Zwischen allen Routinen gelang es mir, kurz noch im Außenbecken des Stadtbads vorbeizuschauen, bei bestem Sonnenschein ein paar Minuten an Ruhe und Entspannung.

Die Hochschule möchte demnächst ihr E-Mail-System umstellen, was ich durchaus versehen kann, denn mit der aktuell vorhandenen Lösung komme auch ich nicht so ganz zurecht. Was erklären könnte, warum ich zu viele E-Mail von Studenten mit Adressen wie „Häschen69“ oder „GuckstDu23“ erhalte. Deutsche Softwareentwickler verstehen heute wohl immer noch nicht, dass es sich bei Software um lebenserleichternde Hilfsmittel und keine fortwährenden Plagen handelt. Schlimmer noch, sie gehen davon aus, dass man die entwickelte Software in erste Linie dazu nutzt, um beschäftigt zu sein und in zweiter Linie erkennen muss, was für intellektuelle Größen die Entwickler eigentlich sind.

Da ich jüngst vermehrt und sehr Gutes über ein Computerspiel gelesen habe, konnte ich nach weit über zehn Jahren nicht widerstehen und habe dieses nun einmal heruntergeladen. Mit den Datenmengen, die sich jetzt auf einem meiner Rechner befinden, könnte die NASA ganz locker zum Mars und wieder zurückfliegen. Eigentlich hätte ich es wissen müssen, nämlich, dass ich erst etwas länger darauf warten muss, bis sich das Spiel aufgebaut hat — trotz 64 GB RAM — und dann dazu aufgefordert werde, erst einmal ein gut fünfzigseitiges Handbuch zu lesen und unzählige Tutorials zu durchlaufen. Das war es dann auch schon mit dem Spiel — wer sich so etwas freiwillig antut, der hat die Kontrolle über sein eigenes Leben verloren. Und sollte ganz zufällig ein Student unter den Spielern sein, kann ich diesem versichern, bei den bereits dafür aufgewendeten Zeiten wäre locker ein Master drin gewesen.

Und so wird dieses Spiel keinen Einzug in meine Vorlesungen halten, für ein Hilfsmittel völlig überdimensioniert! und zudem die Frage aufwirft, welche Anfangskomplexität Spiele überhaupt haben sollten.

Ich bin davon überzeugt, dass ein Spiel bereits beim Zuschauen neugierig machen muss und dann schnell gelernt werden kann, sobald man sich als Spieler mit an den Tisch oder vor den PC setzt. Das ist selbst beim Schachspiel oder auch bei Go möglich. Und war noch zu Zeiten von „Age of Empires“ gang und gäbe.

Spieleentwickler sind schon heute die Bürokraten des 22. Jahrhunderts! Aber mit dem großen Unterschied, dass selbst im optimalen Fall nichts mehr Gutes dabei herauskommt. Dabei verlangt gerade heute die Welt nach Einfachheit, damit man sich wieder eigene Gedanken über deren Sinn und Zweck machen kann.

Was ist aus uns Menschen bloß geworden, inzwischen leben viele von uns in den Realitäten von Soap Operas, TV-Serien oder Computerspielen.

Basteln

Aktuell habe ich nicht nur kleine Schwierigkeiten im Backend dieses Blogs, sondern auch der Server, auf dem dieses Weblog liegt, zuckt nach all den Jahren nun ein wenig herum. Für meine heutigen Verhältnisse wohl völlig überdimensioniert, entwickelt dieser ein Eigenleben — zumindest kommt es mir beim Basteln so vor.

Auf alle Fälle finde ich nun nicht nur Relikte meiner längst ausrangierten CMS, sondern auch Hyperlinks, die mich an Orte führen, die ich schon längst vergessen hatte. Dabei ist es eine nette Erfahrung, wenn ein Link auch noch nach fast 20 Jahren sein Ziel erreicht, selbst wenn die entsprechende Website letztmalig Ende der 1990er-Jahre aktualisiert wurde; in einem Fall sah das Seiten-Layout sogar noch ganz passabel aus — ein Flashback ins letzte Jahrhundert.

Die Entdeckung des Tages ist allerdings eine externe Datenablage in der Cloud, welche ich 2016 zum letzten Mal genutzt hatte und die ganz offensichtlich nicht meinen beständigen Aufräumaktionen zum Opfer gefallen ist. Das dortige Stöbern brachte einen Artikel der Staats-Zeitung No. 50 vom 10. Dezember 2016 zum Vorschein, der aktueller nicht sein könnte: „Trump Will be a ‘Severe Dissapointment for Millions’“.

Jes Rau interviewte dort David Remnik (Chefredakteur vom The New Yorker). In diesem Artikel beschrieb Remnik Donald Trump, Putin und die GOP weit besser, als es heute die meisten Journalisten tun. Zum Schluss sollte Remnik noch vier Jahre nach vorne blicken und sagte das Folgende: „It’s not that I wish that he becomes a catastrophically terrible president. I want to hope for the best. But I am an adult; deliberately naive, dewy-eyed optimism is not the proper posture for an adult, is it?

Aber zurück ins Heute, Hans Müller hat auf der Website der EUROPA-UNION Heilbronn einen Artikel mit dem Titel „Die Kälte kommt jetzt von Westen – Zum Beginn der zweiten Trump-Präsidentschaft“ veröffentlicht. Da ich vor Kurzem mein vermutlich letztes Forum aufgegeben habe, kann man Hans Müllers Beiträge nun dort finden.

Auch wenn ich selber noch ein Mensch bin, der in Ordnern und Klassen (Kategorien) denkt, kommt es beim Stand der heutigen Technologie nicht mehr darauf an, wo etwas liegt, nicht einmal mehr, ob es dort in Gänze oder nur in Teilen liegt, sondern nur noch darauf, dass man das Gewünschte, aber vor allem das Benötigte findet, sobald man es braucht.

Und wer diese Technologie zum Erfolg führt, der wird die Zukunft beherrschen.

Kleiner Seitenhieb: zumindest die aktuellen KI-Resultate genügen dabei nicht einmal den Mindestanforderungen von Moral und Wissenschaft. Wobei ich befürchte, dass KI dies niemals alleine gewährleisten kann, denn so wie wir Menschen auch, wird sich KI seine eigene Realität schaffen. Und welcher Mensch möchte in den Realitäten anderer leben?

„Jeder stirbt nur an seinem Tag. Du verlierst nichts von Deiner Zeit; denn die, die Du zurücklässt, ist fremder Besitz.“

Seneca, 7. Buch, 69. Brief (2023: 487)

Bundestag

Koalitionsvertrag 5 (6)

Beitragsfoto: Bundestag | © clareich auf Pixabay

Zuerst einmal die Fakten. Der aktuelle Koalitionsvertrag legt fest, dass es erneut mehr an Ministern, beamteten und parlamentarischen Staatssekretären, Staatsministern und Beauftragten gibt.

Die CSU erhält dabei drei Ministerien, das Innenministerium („Innere Sicherheit“ / „Law and Order“ –> Alexander Dobrindt), das Ernährungs-, Landwirtschafts- und Heimatministerium (Michaela Kaniber) und das Forschungs-, Technologie- und Raumfahrtministerium („Hightech“ –> Dorothee Bär) sowie einen Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Die SPD bekommt sieben Ministerien, das Finanzministerium (Lars Klingbeil), das Verteidigungsministerium (Boris Pistorius), das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Svenja Schulze), das Ministerium für Arbeit und Soziales (Bärbel Bas), das Ministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (?), das Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (?) und das Justiz- und Verbraucherschutzministerium (Sonja Eichwede).

Die CDU bekommt sechs Ministerien und den Chef des Bundeskanzleramts (Thorsten Frei). Das Ministerium für Wirtschaft und Energie (Carsten Linnemann), das Ministerium für Verkehr (Ina Scharrenbach), das Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (Christina Sinemus), das Ministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Silvia Breher), das Auswärtige Amt (Johann Wadephul) und das Gesundheitsministerium (Tino Sorge).

Selbstverständlich ist die nur eine erste Expertenschätzung, die ich der Frankfurter Rundschau entnommen habe. Denn jetzt, wo die ersten Namen ganz offiziell kursieren, geht der eigentliche Spaß erst los und der Kampf um die Futtertröge beginnt.

Spannend dabei, wie die Ergebnisse dann mit dem unten stehenden Koalitionsvertrag in Deckung zu bringen sind. Wenn es ideal läuft, haben dann die Staatssekretäre und Staatsminister sowie die jeweiligen Beauftragten für die inhaltliche Arbeit zu sorgen. Wenn es weniger ideal läuft, dann werden mit diesen Pöstchen die zweiten Gewinner um die Futtertröge abgespeist und die politische wie inhaltliche Arbeit wird an die Abteilungsleiterebene delegiert. Und die holen sich dann wie schon länger die Expertise von Beraterfirmen und Lobbyisten.

Und so können wie heute bei weitem noch nicht absehen, ob sich dieser Koalitionsvertrag mit Leben füllen wird. Ich erinnere dabei gerne an Annalena Baerbock, die als erste Amtshandlung ihren Teil des Vertrages sofort wieder geschreddert hat.

„Wir werden sämtliche Voraussetzungen
schaffen, damit die Bundeswehr die Aufgabe der Landes- und Bündnisverteidigung uneingeschränkt
erfüllen kann. Unser Ziel ist es, dass die Bundeswehr einen zentralen Beitrag zur Abschreckungs- und
Verteidigungsfähigkeit der NATO leistet und zu einem Vorbild im Kreis unserer Verbündeten wird.“

Koalitionsvertrag (2025: 125)

Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Nachdem sich die Koalitionäre wegen der Weltlage nun — zahlreiche Industriebosse und ein paar systemrelevante Familien bestehen darauf — beeilen wollen, die Tagesthemen heute meine langjährigen Klagen über ein völlig marodes Schulsystem bestätigten, Ursula von der Leyen uns für alle Zeiten völlig blamierte (KI-Gigafabriken) und ich zudem erneut auf einem Geburtstag kommenden Samstag auf einen Düsseldorfer Ultra treffe, muss ich, ob ich möchte oder nicht, an ein Trinklied der Toten Hosen denken.

Bommerlunder, heute eisgekühlt, wurde von den Toten Hosen erstmals 1983 als Single veröffentlicht. Ein Lied welches auf Nicanor Molinares Sambastück „Chiu Chiu“ (1937) basiert und von uns damaligen Pfadfindern in den 1960er- und 1970er-Jahren als „Eisgekühlte Coca-Cola“ hoch und runter gesungen wurde. Und selbst noch zu Zeiten der Toten Hosen anfangs der 1980er-Jahre wurde es von so manchen militärischen Einheiten intoniert, zumindest jenen, die ich kannte.

„Eisgekühlter Bommerlunder, Bommerlunder eisgekühlt; eisgekühlter Bommerlunder, Bommerlunder eisgekühlt und dazu ein belegtes Brot mit Schinken, ein belegtes Brot mit Ei. Das sind zwei belegte Brote, eins mit Schinken und eins mit Ei.“

Fun Fact am Rande, der Titel „Armee der Verlierer“ befand sich auf der B-Seite, dafür bekamen wir aber noch ein Probefläschchen Bommerlunder mit anbei.

Was manche nicht wissen, den Titel „Bommerlunder“ gab es bereits seit 1982, nämlich von der Band Trio, die heute wohl eher noch mit „Da Da Da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha“ in Verbindung gebracht wird.

Das Ganze konnte man damals aber toppen, nämlich indem man die Toten Hosen auch noch mit Fred Brathwaite (Fab Five Freddy) zusammenbrachte.

Ob die Verhandler von Union und SPD das morgen tatsächlich noch übertreffen werden können, bleibt abzuwarten!

Einzig Ursula von der Leyen wird wohl weiterhin für unschlagbare Hits gut sein, wie z. B. die Sonne zu besiedeln — was sind da schon fünf bis zehn Trillionen Euro?

„Wann wird Dir das nützen, was Du am Ende lernst, oder wozu?
Dazu, dass ich das Leben als besserer Mensch verlasse.“

Seneca, 7. Buch, 68. Brief (2023: 483)