Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Anfragen

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, denn seit kurzem mehren sich die Anfragen, wann denn die erste vorbereitende Sitzung, oder an welchem Tag denn der Treffpunkt Europa stattfindet.

Da man in Heilbronn wirklich für alles Geld hat, außer für die Bürger — vor allem dann nicht, wenn diese einen Migrationshintergrund haben — vor Ort, konnten wir bereits die letzten Treffpunkte Europa nur noch bedingt veranstalten und zogen dann entnervt die Reißleine. Ich hatte darüber schon mehrfach hier in diesem Blog berichtet; deshalb erspare ich mir auch eine weitere Verlinkung.

Sobald sich die Wogen der OB-Wahl geglättet haben, und die Stadtverwaltung wieder ihre gewohnte Routine — man den Aussagen dann auch mehr Glauben schenken kann — aufgenommen hat, wird die EUROPA-UNION, wie angekündigt, erstmals mit ihren Partnervereinen Verbindung aufnehmen und dann gemeinsam prüfen, ob es überhaupt noch Sinn macht, um unter den gegebenen Umständen über einen weiteren Treffpunkt Europa nachzudenken.

Sollte dies dann doch der Fall sein, muss man weiter prüfen und so weiter und so fort … wie bereits mehrfach erwähnt, es ist nicht einfach, Dinge zu reaktivieren, die erst einmal weggefallen sind.

Deshalb sollten verantwortungsvolle Politiker, ob Stadtrat oder Bürgermeister, lieber zweimal darüber nachdenken, bevor sie Bürgerfeste aus rein persönlichen Gründen heraus kaputtmachen.

Neckarbogen

Eine sehr gute Idee vom damaligen Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, die mit ihren ursprünglichen Zielen auch eine Bereicherung für alle Heilbronner und die Gesamtstadt geworden wäre. Dann aber musste unter seinem Nachfolger aus einer durchaus vernünftigen Stadtentwicklung etwas ganz besonderes für noch besondere Menschen werden.

Und so blieb wohl als erstes die Idee einer neuen Kranenstraße auf der Strecke, die den neuen Stadtteil tatsächlich besser an die Gesamtstadt angebunden und insgesamt die städtische Infrastruktur weit vorangebracht hätte. Aber zumindest die Kernstadt-Heilbronner verließen sich bis zuletzt auf die Versprechen des Gemeinderats und der Stadtverwaltung, nämlich, dass durch den, für alle notwendigen Ausbau der Paula-Fuchs-Alle, der Neckarbogen nicht nur gut an die Reststadt angebunden wird, sondern damit auch die nördliche Innenstadt eine signifikante Verkehrsentlastung erfährt.

Wie wir seit längerem lesen dürfen, diskutieren Gemeinderat und Stadtverwaltung darüber, dass aus der Paula-Fuchs-Alle eine Susanne-Bay-Sackgasse wird, und damit auch die Verkehre des Neckarbogens über die Gerberstraße und die Lammgasse geführt werden müssen.

Dafür spendiert die Stadt den besonderen Menschen im Neckarbogen, die diesen mit erwartungsgemäß gut 6 000 Autos (für 4 000 Anwohner und 1 000 Beschäftigte sowie deren Besucher und weitere Fremdparker) teilen werden, eine Quartiersgarage. Und da die Stadtbusse wohl kaum in eine Sackgasse einfahren werden, ist auch eine Anbindung des Neckarbogens mit öffentlichen Verkehrsmitteln illusorisch. Genau so wie die Nutzung des Blitzes durch Radfahrer — ich sehe schon wie Hunderte Radfahrer sich zu Schulbeginn um die Aufzüge der Brücke balgen.

Dafür können wir dann jeden Morgen und jeweils zu Schulschluss eine Karawane, welche mit bis zu 1 000 Müttern in bis zu 1 000 SUV ihre bis zu 1 000 Kinder über die Bleichinselbrücke transportiert, bewundern. Zu meiner Schulzeit fand das Schaulaufen noch in der Rollschuhhalle gleich daneben statt.

Da wir in Heilbronn aber auch die kommenden Jahre so weitermachen werden, genau so wie bisher, werden auch noch weitere wundersame Entwicklungen zu beobachten sein. Was mir aber als Heilbronner so richtig weh tut, weil ich zusehen muss, wie man eine an sich gut aufgestellte Stadt so hemmungslos herunterwirtschaftet — Potemkinsche Universitäten, Stadtteile oder Forschungszentren helfen da auch nicht viel weiter.

Verkehrsclub Deutschland zieht Bilanz zur Mobilitätspolitik des OB in HN

Am 31. Januar 2022 veröffentlichte der Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe des Verkehrsclub Deutschland (VCD) seine Bilanz zur Mobilitätspolitik des Heilbronner OB seit 2014. Erwartungsgemäß fällt auch diese nicht sehr positiv aus.

VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter zeigt sich sehr enttäuscht: „Harry Mergel lobt sich vor allem für die Ausweisung von Gewerbegebieten und den Ausbau der A6. Beim Öffentlichen Verkehr gab es jedoch nur marginale Verbesserungen, der Radwegeausbau erfolgt nur schleppend. Bei allen Themen, die die Verkehrswende und den Klimaschutz voranbringen könnten, hat Harry Mergel leider keinerlei großes Engagement gezeigtMan habe eher den Eindruck gewonnen, dass der OB im Zweifelsfall seine Hand schützend über die Autofahrer halte und so zum Beispiel auch eine Verkehrsberuhigung der nördlichen Innenstadt verhindere.”

Auch wenn ich selbst nicht mit allen Zielen oder Analysen des Beitrags übereinstimme, ist diese wieder ein Beispiel dafür, wie man in der Heilbronner Politik Stillstand und Rückschritt als fortschrittlich verkauft. Und der Heilbronner OB ist dafür die Galionsfigur, die seit Jahrzehnten für uns Heilbronner nicht wirklich Erfolgreiches vollbracht hat und deshalb gerade zu prädestiniert für das „Weiter so“ ist.

Das Einzige, was mich deshalb erstaunt ist, dass der VCD noch 2014 „große Erwartungen in Harry Mergel gesetzt, nachdem dieser angekündigt hatte, dass das Thema ‚Mobilität‘ ganz oben auf seiner Agenda stehen würde.“  

Nur kommt diese Ernüchterung etwas zu spät, denn der OB wird am 6. Februar 2022 erneut ins Amt gehoben, und das nur „Weiter so!“ wird dann acht lange Jahre gefeiert und zelebriert werden. Sollte es danach einen OB geben, der tatsächlich etwas zum Positiven verändern möchte, dann habe ich jetzt schon mit diesem mehr als Mitleid.

Geburtstag des Tages

James Joyce


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

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Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Florenzfahrt

Was lange währt, wird endlich gut. Und so konnten wir heute — nach so einigen Umbuchungen und Verschiebungen — doch noch unsere Florenzfahrt unter Dach und Fach bringen.

Florenz ist immer eine Reise wert, und da wir inzwischen auch das Archiv der EUROPA-UNION Heilbronn dort haben, gibt es einen weiteren Grund, um dieser Stadt einen Besuch abzustatten. So werden wir nun kurz vor Ostern mit einer kleinen Gruppe in Florenz sein und das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Und so freut es mich auch, dass ich meinen Mitfahrern sicherlich das eine oder andere Neue zeigen werden kann, denn eine Stadt sieht man mit ganz anderen Augen, wenn man sich nicht nur als Tourist dort aufhält.

Für mich persönlich sind dann die beiden Brennerüberquerungen das Highlight, und wenn das Wetter mitmacht, nutzen wir auch die alte Passstraße.

Meine besser Hälfte schaut derweil bereits auf den Folgebesuch, wenn wir noch zusätzlich einen Abstecher an die Küste machen, um dort Freunde zu besuchen.

Auf alle Fälle wird das Kulinarische nicht zu kurz kommen, und so steigt auch die Vorfreude auf die Fahrt langsam aber sicher stetig an.

Florenz im August 2019

Wettbewerb

In diesem Jahr findet inzwischen der 69. Europäische Wettbewerb statt, der von Anfang an von der EUROPA-UNION mit unterstützt wurde, und seit Anfang der 1990er-Jahre sind meine besser Hälfte und ich mit den jeweiligen Preisverleihungen hier vor Ort im Kreis Heilbronn betraut. Jahr für Jahr freuen wir uns auf die Preisverleihungen und manchmal gelingt es uns auch, eine entsprechende Ausstellung zu organisieren.

Noch bis in die Nullerjahre hinein konnten wir sogar eine zentrale Veranstaltung zur Preisverleihung mit einer entsprechenden Ausstellung veranstalten. Aber tempora fugit, und die Gebräuche ändern sich mit ihr.

So kam ich auf die Idee, eine eigene Ausstellung zum Europäischen Wettbewerb zu initiieren, die dann — insbesondere ab dem kommenden Jahr — auch anderen Stadt- und Landkreisen zur Verfügung stehen soll.

Deswegen ist meine Freude jetzt groß, dass ich nicht nur das Europa Zentrum Baden-Württemberg als Veranstalter des Europäischen Wettbewerbs im Ländle, sondern auch die Heilbronner Stadtbibliothek als Partner gewinnen konnte.

So wird es dieses Jahr zum ersten Mal — zumindest in Baden-Württemberg — eine Ausstellung aller Europäischen Wettbewerbsplakate geben. Europa Zentrum, EUROPA-UNION und Stadtbibliothek werden diese Ausstellung gemeinsam vom 2. Mai bis zum 28. Mai 2022 in den Räumlichkeiten der Heilbronner Stadtbücherei möglich machen.

Danach wird diese Ausstellung sicherlich unser Ländle touren, weil schon alleine die dort gezeigten Plakate eine wunderbare Sache sind. Jetzt möchte ich aber nicht mehr von der Ausstellung erzählen, lassen Sie sich einfach einmal überraschen!

2009 stellte der Stadt- und Landkreis Heilbronn letztmalig eine Europapreisträgerin. | Foto: © EUROPA-UNION Heilbronn

Kalifornien — here we come!

Inzwischen funktionieren auch die Umbuchungen bei der Lufthansa wieder wie gewohnt; ich hatte über entsprechende Probleme bereits berichtet. Und so konnte ich über die jüngsten Umbuchungen nicht mehr meckern — Übung macht bekanntlich den Meister.

Wenn jetzt nichts mehr anderes dazwischenkommt, dann werden meine bessere Hälfte und ich im Mai diesen Jahres einen Flieger besteigen und uns eine Auszeit gönnen.

Frankfurt 2018

Trotz Pandemie muss das Leben einfach weiter gehen, und so sind wir sehr froh darüber, dass es inzwischen nicht nur gute und zumindest für uns Europäer ausreichend Impfungen gibt, sondern auch die Regierungen und Behörden weltweit langsam aber sicher mit globalen Probleme umzugehen lernen.

Wie wir sicherlich nun allesamt wissen, sind Grenzschließungen und Reiseverbote keine wirksamen oder probaten Mittel, um Pandemien in den Griff zu bekommen. Impfen, impfen und nochmals impfen und dies kombiniert mit Hygiene- und Abstandsregeln, das sind die tragfähigen Lösungswege!

Und wären die meisten von und nur halbwegs einsichtig, dann müssten wir gestern keine Inzidenz von 1588! im Stadtkreis Heilbronn beklagen, welche heute bestimmt noch höher liegen wird — ich gucke jetzt aber nicht danach.

Geburtstage des Tages

Thomas Cole und Hugo von Hofmannsthal


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Marsupilami

Wahrscheinlich nur uns etwas Älteren ein Begriff, und bei uns wohl eher unter dem Namen Kokomiko bekannt. Zur Erinnerung, wer in den 1960er- und 1970er-Jahren Fix und Foxi Hefte in die Hand bekam, der erinnert sich bestimmt auch noch an diese Art von Tiger mit einem überlangen Schwanz — das war Marsupilami.

Sein erstes Erscheinen liegt nunmehr 70 Jahre zurück, als sein Schöpfer, André Franquin, am 31. Januar 1952 dieses Tier zum ersten Mal in der Comic-Serie „Spirou und Fantasio“ auftreten ließ.

Marsupilami war damals so bekannt, dass er auch einen eigenen Auftritt bei Asterix bekam. Und wenn ich mich noch richtig erinnere, dann hatte ich damals sogar eine Marsupilami-Figur mit einem sehr biegsamen Schwanz.

Heute, zu seinem 70. Geburtstag, dürfte Marsupilami kaum noch bekannt sein. Gerne nehme ich Ihre entsprechenden Kommentare entgegen.

Schreikrampf

Offensichtlich haben Gemeinderat und Stadtverwaltung noch nicht alle Bürger so abgestumpft wie mich. Und so war es wohl auch zu erwarten, dass sich weitere Bürger über diese Heilbronner Zustände öffentlich äußern, so wie heute Helmut Epp in der Heilbronner Stimme:

„… Heilbronn ein Einkaufsparadies für Frauen ist. Das würde ich auch behaupten, wenn ich der Stadtinitiative [ein Heilbronner Verein] 100 000 Euro zugesprochen hätte, um die Stadt ‚attraktiver‘ zu machen.“

Helmut Epp (Heilbronner Stimme, 31.1.2022: 29)

Ich hatte diesbezüglich bereits das etwas verwunderliche Frauenbild unseres OB angesprochen, er wird aber sicherlich die Heilbronnerinnen besser kennen als ich. Und jetzt bekomme ich das Bild „billige Fingernägel und noch billigere Klamotten“ nicht mehr aus meinem Kopf. Dazu zitiere ich nochmals Helmut Epp: „Meine Frau hat nach der Lektüre des Artikels einen Schrei- und Weinkrampf bekommen.“ Damit sind es mit meiner besseren Hälfte bereits zwei Heilbronnerinnen, die sich vom OB nicht zu reinen „Shopping-Maschinen“ reduzieren lassen.

Auch, dass gerade sehr viele Stadträte voll und ganz hinter dem OB stehen, lässt sich gut nachvollziehen, erhalten gerade deren Vereine und Steckenpferde größere Summen unserer Steuergelder zugesprochen; und auch hierbei gilt das altbekannte Sprichwort: „Wessen Brot ich ess, dess Lied ich sing.“ Und so trifft es sich ganz gut, dass der OB zudem für das „nur weiter so“ — auch bei der Ver- und Aufteilung von Aufsichtsratsmandaten und Ausschusssitzen im Gemeinderat — steht.

Und diese „Heilbronner Melange“ wird, gemäß den Aussagen doch so einiger Gemeinderäte, von Dieter Schwarz gerade und genau so gewollt. Bis heute kann und will ich mir dabei nicht vorstellen, dass sich ein erfolgreicher Unternehmer in solche Tiefen begibt oder gar darin selber verstrickt.

Eine Erklärung dafür könnte der James Bond Film „Diamonds Are Forever“ (1971) liefern, denn dort wird der zurückgezogen lebende Milliardär Willard Whyte dazu benutzt, um die Ziele des „ewigen“ Schurken Ernst Stavro Blofeld zu erreichen.

Geburtstage des Tages

Franz Schubert und Theodor Heuss