Schienen

Frankenbahn 5 (10)

Beitragsfoto: Schienen und Menschen | © Mohamed Nuzrath from Pixabay

Ein vollständiger und vollwertiger Ausbau der Frankenbahn von Stuttgart bis in den Hauptbahnhof von Würzburg hinein ist eine absolut notwendige Voraussetzung, um Heilbronn eine akzeptable Anbindung an den Rest der Welt zu ermöglichen und auch, um den regionalen Schienenverkehr von und nach Heilbronn zu stärken.

Sie macht zudem die zwingend notwendige Integration Heilbronns in das Intercity-Netz der Deutschen Bahn möglich und garantiert zugleich eine passable Anbindung Heilbronns an die ICE- und Schnellbahnstrecken innerhalb Europas.

Damit wird es Heilbronnern auch leichter gemacht, attraktive Arbeitsplätze außerhalb der Region anzunehmen, ohne gleich ihre vertraute und geliebte Heimat für Jahre oder gar Jahrzehnte verlassen zu müssen.

Zusätzlich ertüchtig sie zusammen mit der Gäubahn, welche von Stuttgart nach Zürich führt, die ehemalige europäische Magistrale Berlin – Mailand und ergänzt darüber hinaus die europäische Magistrale Rotterdam – Genua bestens.

Damit ist die Frankenbahn für ganz Baden-Württemberg, für unsere Bundesrepublik und für Europa insgesamt ein Gewinn.

Nachtrag

Am 26. März 2020 wurde bekannt gegeben, dass das Land Baden-Württemberg einen Planungsauftrag für die Frankenbahn in Auftrag gibt. Verkehrsminister Winfried Hermann MdL, der sich selbst zuerst noch als für nicht zuständig erklärte, wird nun wie folgt zitiert: „Wir ermitteln das Potenzial für einen Ausbau der Frankenbahn und die sinnvollen Ausbauschritte.“

„The true traveler is he who goes on foot, and even then, he sits down a lot of the time.“

Sidonie-Gabrielle Colette, Paris From My Window (1944)

Offizielle Flagge der EU

Fakten über die EU 5 (7)

Beitragsfoto: offizielle Flagge zur digitalen Verwendung

Die politischen Zentren der EU

Brüssel:
Luxemburg:
Straßburg
Frankfurt:
Den Haag:
  • Sitz des Europäischen Polizeiamtes (Europol)

Die Bevölkerungszahl & Größe der EU

512 710 966 Millionen Einwohner (2018)

4 383 136 Quadratkilometer (2018)

Das Motto der EU

Das Motto in allen 24 Amtssprachen der EU:

  • Bulgarisch: Обединен в многообразието
  • Dänisch: Forenet i mangfoldighed
  • Deutsch: In Vielfalt geeint
  • Englisch: United in diversity
  • Estnisch: Ühinenud mitmekesisuses
  • Finnisch: Moninaisuudessaan yhtenäinen
  • Französisch: Unie dans la diversité
  • Griechisch: Ενωμένοι στην πολυμορφία
  • Irisch: Aontaithe san éagsúlacht
  • Italienisch: Unita nella diversità
  • Kroatisch: Ujedinjeni u različitosti
  • Lettisch: Vienota dažādībā
  • Litauisch: Suvienijusi įvairovę
  • Maltesisch: Magħquda fid-diversità
  • Niederländisch: In verscheidenheid verenigd
  • Polnisch: Zjednoczona w różnorodności
  • Portugiesisch: Unida na diversidade
  • Rumänisch: Uniţi în diversitate
  • Schwedisch: Förenade i mångfalden
  • Slowakisch: Zjednotení v rozmanitosti
  • Slowenisch: Združena v raznolikosti
  • Spanisch: Unida en la diversidad
  • Tschechisch: Jednotná v rozmanitosti
  • Ungarisch: Egység a sokféleségben

und auf

  • Latein: In varietate concordia

Die Hymne der EU

Mehr über die Hymne gleich hier.

Die Flagge der EU

offizielle Flagge zur digitalen Verwendung

Die 27 Mitgliedsstaaten der EU

StaatMitglied seitHauptstadt
Belgien1957Brüssel
Bulgarien2007Sofia
Dänemark1973*Kopenhagen
Deutschland1957/1990Bonn/Berlin
Estland2004Tallinn
Finnland1995Helsinki
Frankreich1957Paris
Griechenland1981Athen
Irland1973Dublin
Italien1957Rom
Kroatien2013Zagreb
Lettland2004Riga
Litauen2004Vilnius
Luxemburg1957Luxemburg
Malta2004Valletta
Niederlande1957Amsterdam
Österreich1995Wien
Polen2004Warschau
Portugal1986Lissabon
Rumänien2007Bukarest
Schweden1995Stockholm
Slowakei2004Bratislava
Slowenien2004Ljubljana
Spanien1986Madrid
Tschechien2004Prag
Ungarn2004Budapest
Vereinigtes Königreich1973 – 2020**London
Zypern2004Nikosia
* gem. Volksentscheid v. 23.02.1982 verließ Grönland (bis dahin fester Teil von Dänemark) zum 1.01.1985 die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EG).

** gem. Volksentscheid v. 23.06.2016 hat das Vereinigte Königreich am 29.03.2017 entsprechend des Artikels 50 des Vertrags über die Europäische Union seine Absicht erklärt aus der Union auszutreten, und dann auch zum 31.01.2020 die Europäische Union verlassen.

Die 24 Amtssprachen der EU

  1. Bulgarisch (Minderheitensprache in Griechenland, Rumänien und Ungarn)
  2. Dänisch (Minderheitensprache in Deutschland und Schweden)
  3. Deutsch (Minderheitensprache in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn)
  4. Englisch
  5. Estnisch
  6. Finnisch
  7. Französisch (Minderheitensprache in Italien)
  8. Griechisch (Minderheitensprache in Ungarn)
  9. Irisch
  10. Italienisch (Minderheitensprache in Frankreich und Kroatien)
  11. Kroatisch
  12. Lettisch
  13. Litauisch
  14. Maltesisch
  15. Niederländisch (Minderheitensprache in Frankreich)
  16. Polnisch (Minderheitensprache in Lettland, Litauen, Rumänien, Tschechien und Ungarn)
  17. Portugiesisch
  18. Rumänisch (Minderheitensprache in Bulgarien und Ungarn)
  19. Schwedisch (Minderheitensprache in Finnland)
  20. Slowakisch (Minderheitensprache in Österreich, Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn)
  21. Slowenisch (Minderheitensprache in Italien, Österreich und Ungarn)
  22. Spanisch
  23. Tschechisch (Minderheitsprache in Österreich und Rumänien)
  24. Ungarisch (Minderheitensprache in Österreich, Kroatien, Rumänien, der Slowakei und Slowenien)

Die drei Arbeitssprachen der EU

  1. Deutsch          (kaum noch im Gebrauch)
  2. Englisch          (Priorität 1)
  3. Französisch

Die sieben Währungen der EU

  1. Euro
  2. Dänische Krone
  3. Polnischer Zloty
  4. Rumänischer Leu
  5. Schwedische Krone
  6. Tschechische Koruna
  7. Ungarischer Forint

Wer kann Mitglied der Europäischen Union werden?

Im Vertrag über die Europäische Union heißt es, dass jedes europäische Land sich um die Mitgliedschaft bewerben kann, wenn es die demokratischen Werte der EU respektiert und sich dazu verpflichtet, sie zu fördern.

Genauer gesagt, kann aber ein Land erst dann Mitglied werden, wenn es alle Beitrittskriterien erfüllt:

  • politische Kriterien – es muss stabile Institutionen haben, die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gewährleisten können,
  • wirtschaftliche Kriterien – es muss über eine funktionierende Marktwirtschaft verfügen und in der Lage sein, dem Wettbewerbsdruck und den Marktkräften innerhalb der Union standzuhalten,
  • rechtliche Kriterien – es muss die geltenden EU-Rechtsvorschriften und ihre Umsetzung in die Praxis akzeptieren, vor allem die Hauptziele der politischen Union sowie der Wirtschafts- und Währungsunion.

Derzeitige Kandidatenländer

  • Albanien
  • Nordmazedonien
  • Moldau
  • Montenegro
  • Serbien
  • Türkei
  • Ukraine

Potenzielle weitere Kandidatenländer

  • Bosnien und Herzegowina
  • Kosovo

Länder, welche inzwischen wieder augetreten sind, bisher einen Beitritt abgelehnt oder ihren Antrag zurückgezogen haben

  • Grönland
  • Island
  • Norwegen
  • Schweiz
  • Vereinigtes Königreich

Auch Mitgliedsstaaten des Europarats, welche noch nicht EU-Mitglied sind, können durchaus für eine Mitgliedschaft mit in Betrachtung gezogen werden. Für weitere Staaten, z. B. rund um das Mittelmeer könnte sich eine langfristige Beitrittsperspektive positiv für beide Seiten auswirken.

Update von der Europäischen Bewegung (2025)

Weitere Informationen

Wenn Sie mehr über Europa und die Europäischen Föderalisten wissen wollen, dann empfehle ich Ihnen das Buch „Europa ist für alle da!“


Weihnachtsbrief 2001

Weihnachtsbrief 2001 5 (7)

Schon wieder Weihnachten! Das für uns so turbulente Jahr 2001 neigt sich dem Ende zu. Ein Jahr in Chemnitz ist vorüber, inzwischen haben wir uns an die rauen Winde hier gewöhnt und nutzen nun die Zeit, auf die vergangenen Monate zurückzublicken.

Alles hat mit dem Umzug in der Vorweihnachtszeit letzten Jahres von Müllheim nach Chemnitz begonnen. In Rekordzeit von nur vier Tagen hatten wir uns im September eine schöne Wohnung im Jugendstilviertel auf dem „Kaßberg“ ergattern können. Der Umzug war von Tina allein zu organisieren, weil Heinrich sich einmal mehr auf einem Lehrgang entspannte. Trotz einiger Vorbehalte klappte dann doch alles.

Den Weihnachtsbaum hatten wir auch noch auf die Schnelle organisieren können; war wieder Männersache. Das neue Jahr begann für Max in einer sächsischen Grundschule. Schnell erkannten wir, dass Sachsen im Vergleich zu Baden-Württemberg an schulischen Anstrengungen einen Quantensprung nach vorn erforderte. Unser armer Max, der bisher nur mit dem Griffel gekritzelt, von Kopfrechnen keine Ahnung hatte und Lesen noch als anstrengende, lästige und überflüssige Nebenbeschäftigung ansah, musste erkennen, dass zum veränderten Umfeld auch schulisch in Sachsen einiges anders ist.

Wir brauchten bestimmt drei Monate, um ihn einigermaßen ins schulische Mittelfeld zu treiben. Es war eine schreckliche Zeit, und wir sind alle froh, dass Max es geschafft hat. Aber der Preis war hoch. Daraus haben wir gelernt, niemals inmitten eines Schuljahres umzuziehen.

Konstantin verschmähte seinen uns zugewiesenen Kindergartenplatz. Er war durch nichts dazu zu bewegen, diesen Platz zu nutzen. Muttertier Tina konnte ihm auch eigentlich keinen Vorwurf machen, der Kindergarten war einfach zu furchtbar anders. Nach drei Monaten auf vier Wartelisten stehend, verbunden mit der Hoffnung, vielleicht im September einen Platz zu bekommen, erschloss sich uns schließlich im Waldorfkindergarten eine Möglichkeit. Nachdem Heinrich seinen Widerstand aufgegeben hatte, konnte Konstantin dort sein Glück finden und wir mit ihm. Musikalisch bildet sich Max zurzeit mehr oder weniger freiwillig mit dem „Keyboard“ weiter, während Konstantin dazu singt.

Nach all den Monaten haben wir immer noch Schwierigkeiten, uns mit dem hier traditionellen Hortsystem abzufinden. Fast alle Kinder aus Maxens Klasse sind nachmittags im Hort; das bedeutet, sie essen dort zu Mittag, halten Mittagsruhe, machen die Hausaufgaben und werden dann bis spät nachmittags, bis ihre Eltern sie dann nach getaner Arbeit abholen kommen, betreut. Freunde nachmittags regelmäßig zum Spielen einzuladen oder zu besuchen gibt es nur in Ausnahmefällen.

Man merkt überall, dass nur ein „Ostlohn“ kaum eine Familie ernähren kann. Viele „Ostfrauen“ sind es aber auch nicht anders gewohnt als ihre Frau im Beruf sowie abends und am Wochenende in der Familie zu stehen. Es ist ein hartes Leben. Aber es ist heilsam zu sehen, wie gut es uns eigentlich doch geht. Um unsere am Anfang etwas langweiligen Nachmittage besser auszufüllen, spielen unsere Kinder nun Basketball, wobei sie damit das Handballspiel aufgeben mussten.

Zweimal die Woche sind sie jetzt im Training. Die Körbe hängen zwar hoch, aber die Begeisterung hält an. Mal sehen, wie lange noch. Unseren traditionell vierwöchigen Sommerurlaub haben wir dieses Jahr zur Hälfte zu Hause im „Ländle“ verbracht und die letzten zwei Wochen genutzt, um Sachsen zu entdecken. Ein schönes Land mit vielen Burgen, ein Paradies für unsere Kinder.

Im Spätsommer hat sich Tina nach leichtem Tritt vom Göttergatten entschlossen, sich vorsichtig nach ihrem beruflichen Marktwert zu erkundigen. Das Arbeitsamt hatte erst zwei herbe Schläge in die Magengegend für Sie bereit, die eine vorzeitige „Midlife-Crisis“ zur Folge hatten. Dann aber – oh Wunder – Herrn Beyer, ihrem Arbeitsberater sei Dank, ging doch noch die Türe zum ersehnten Lehrgangshimmel auf.

Tina hat sich nun einen einjährigen Lehrgang an Land gezogen, der sie eines Tages, genauer gesagt am 30.10.2002 und welch Zufall an Göttergattens Geburtstag in die Niederungen einer neuen beruflichen Selbstständigkeit entlassen wird.

Da Tina nun morgens außer Haus ist, wird die Wohnung jetzt nur noch einmal die Woche im Team geputzt. Wenn man dann ein Auge zudrückt und die Wohnung einfach Wohnung sein lässt, ist auch alles bestens. Die Männer der Familie absolvieren zurzeit einen Haushaltscrashkurs mit anschließendem Dauerpraktikum.

Für Heinrich brachte der berufliche Alltag nicht viel Neues; allerdings musste die schöne Wohnung mit je einer gut halbstündigen Autofahrt erkauft werden.

Erholung von den langen Arbeitszeiten fand er Anfang August, als er wieder zu einem dreimonatigen Lehrgang, diesmal nach Hamburg durfte. Da er dorthin mit dem Zug unterwegs war, konnte er zweimal die Woche von einer Berliner Stadtrundfahrt schwärmen, die sonntags bei Nacht und freitags bei Tag erfolgte. Berlin, eine Stadt, welche nun in unserer „Sightseeing-Reichweite“ liegt und neben dem Elbsandsteingebirge die Attraktion für uns darstellt.

Zum Jahresende konnte der Beruf mit zwei Überraschungen aufwarten. Zum einen verzichtete sein Arbeitgeber darauf, ihn erneut in den Einsatz zu schicken und zum anderen für alle noch überraschender, mit der schon lange ersehnten Beförderung zum Major.

Rückblickend auf das Jahr 2001 können wir viele neue Erfahrungen und neue Freunde auf unserem Lebenskonto verbuchen.

Mit diesem für uns unerwartet positiven Jahresausklang hoffen wir nun auf ein ruhigeres 2002.

Auf den Weltfrieden, Frohe Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr!

„Das Dumme am Tod ist nicht, daß er die Zukunft verändert, sondern daß er uns mit unseren Erinnerungen allein zurückläßt.“ 

Peter Høeg, Fräulein Smillas Gespür für Schnee (2004 [1992]: 344)