Landtag

4.5.02026 5 (8)

Beitragsfoto: Landtag

Spielen

Über den jüngsten Blog-Beitrag von Detlef Stern bin ich auf einen etwas älteren Blog-Beitrag „Die Kunst des Surfens“ von ihm gestoßen. Bestimmt hatte ich diesen bereits schon eimal gelesen, konnte mich aber nicht mehr an David Cain und sein Spiel erinnern.

Und da ich gerade zum Leidwesen meiner besseren Hälfte beim Prokrastinieren — es gibt aber Gründe dafür! — bin, nehme ich dieses Spielchen hier ebenfalls einmal mit auf.

  • Benutze kein Smartphone.
  • Starte auf einer normalen Webseite, die auch ausgehende Hyperlinks enthält. (Wie wäre es mit dieser Seite?)
  • Vermeide alle „sozialen Medien“, auch Reddit, YouTube, natürlich alles vom Meta- und vom Abc-Konzern, X sowieso, Bluesky, Fediverse, irgendwelche „Apps“ …
  • Klicke dich mittels Hyperlinks zu einer anderen Webseite. Lese. Wiederhole.
  • Wenn du in einem „sozialen Medium“ landest, hast du verloren. Dann bist du gefangen in den Händen des Corporate Web.

Ok, nach acht Hyperlinks bin ich auf einer Bloomberg-Seite gelandet, die zwar als bekannter Blog beworben wurde, inzwischen allerdings zum Corporate Web zählen dürfte. Was zeigt, wie fließend das Internet eigentlich ist.

Damit aber habe ich das heutige Spiel beendet und werfe nun die Zahl „Acht“ in den Raum. Was mich auch schon wieder an das Kleine-Welt-Phänomen oder die Six Degrees of Separation denken lässt.

Wer mir eine kleine Freude bereiten möchte, der spielt mit und gibt mir seine erreichte Zahl bekannt; vielleicht sogar die Website, bei der er dann ausgestiegen ist — meine ist wie geschrieben, jene von Matt Levine.

Wer über die Zahl 20 kommt, der dürfte längst den Status „Voll-Nerd“ erreicht haben.

Vermischtes

Gestern Abend konnte ich noch kurz das Tanzbein schwingen und mich so ganz nebenbei mit Leonhard Reinwald auf die vorläufige Tagesordnung der morgigen Kreisvorstandssitzung einigen. Was mich nun daran erinnert, dass ich heute Abend, eher Nacht noch die morgige Vorlesung vorzubereiten habe — erwische mich gerade beim Prokrastinieren — könnte mal in den alten Unterlagen meines Psychologiestudiums gucken, dort finde ich bestimmt einen Grund dafür.

Heute Morgen gab es eine ziemlich unspektakuläre Fahrt mit dem meseno-Bus. Ich habe dabei auf das übliche Tanken verzichtet und freue mich nun ein klein wenig darauf, dass der nächste Nutzer seine ganz eigene Erfahrung an der Tanksäule machen wird. Wahrscheinlich aber schaffen es die Nutzer in dieser Woche wieder einmal, dass ich dann kommenden Montag zwingend zur Tanke muss. Mich tröstet dann die Tatsache, dass die anderen Fahrer dafür sehr sparsam unterwegs gewesen sein müssen.

Rasen muss man sich einfach leisten können. Was mich allerdings dabei erstaunt, sind die vielen arbeitslosen Heilbronner, die weiterhin sehr beständig mit ihren PS-Boliden völlig sinnlos durch die Stadt surfen und sich wie gestern Abend ein Autorennen nach dem anderen liefern. Man könnte meinen, dass die Spritpreise immer noch nicht hoch genug sind oder aber, dass die staatliche Sozialhilfe viel zu hoch ist!

Wahrscheinlicher ist es aber, dass wir einfach nur den falschen Menschen Subventionen und Sozialhilfen gewähren. Jenen Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen, die sollte man zwingend so lange auf der Schulbank sitzen lassen, bis sie dort vollends vergammeln oder von ganz alleine Arbeit finden und annehmen.

Was bedeutet, dass unsere Schulpflicht erst mit Eintritt des Rentenalters endet. Man müsste dazu anstatt Arbeitsämtern in jeder Stadt „Volksschulen“ einrichten — eine Umwandlung wäre sehr praktisch. Und dort sitzen diese Menschen selbstverständlich staatlich subventioniert so lange, bis sie sich für eine höhere Bildung qualifizieren oder selber einen Arbeitsplatz finden. Und wer diesen wieder verliert, der geht zurück zu Tante Liese auf die Schulbank und lernt erneut Rechnen, Lesen und Schreiben — wieder einmal.

Erfreulich, die heutige Information vom Betriebsamt, dass ich am Donnerstag die Flaggen für den Europa-Ball abholen darf; das Betriebsamt gehörte schon immer zu meinen Lieblingsämtern.

Landtag

Die Koalitionsverhandlungen befinden sich in den letzten Zügen, beide Parteien halten ihre entsprechenden Landesversammlungen am Wochenende ab — was man halt so am Europatag macht. Vielleicht ist es aber auch der gemeinsame Startschuss zu einer nachhaltigen und verantwortlichen Europapolitik in Baden-Württemberg.

Bis Samstag dürfte dann auch geklärt sein, wer welches Pöstchen in der Landesregierung erhält und ob die Aussage von Manuel Hagel, dass es zumindest weniger Staatssekretäre als beim letzten Mal geben wird, der Wahrheit entspricht.

Mit Beginn des Monats hat offiziell die 18. Wahlperiode des Landtags begonnen. Fristgerecht wurden auch sämtliche Stühle im Plenarsaal verschraubt. Schon jetzt kann man sämtliche Landtagsabgeordnete im Internet bestaunen, besonders gefällt mir dabei, dass als erstes Gudula Achterberg aus Heilbronn zu finden ist. Selbstverständlich freut es mich auch, dass weitere Heilbronner im Landtag sitzen, nämlich Isabell Huber, Michael Preusch und Thomas Strobl, alle ebenfalls Mitglied bei der EUROPA-UNION.

Insgesamt sitzen nun 157 Abgeordnete in Stuttgart, zwar drei mehr als beim letzten Mal, aber immerhin nicht der Landtag XXL, den ich zuvor befürchtet hatte — wobei rein technisch betrachtet 120 bis 150 Abgeordnete das sinnvolle Maximum eines jeden Parlaments sind. Unsere nun 157 Abgeordneten müssen alleine nur unter sich schon 12 246 Kommunikationskanäle offen halten; was erklären könnte, dass sie alleine deswegen kein offenes Ohr mehr für ihre Wähler haben können.


Schnappschuss

Nachdenklich 5 (6)

Beitragsfoto: Einbandbild

Manchmal stimmt einen die Umgebung doch etwas nachdenklicher als sonst so gewöhnlich. Der Zucker bleibt weiterhin gesetzlich geschützt, weil sich damit ein paar Parteisponsoren dumm und dämlich verdienen, aber die unsäglichen Kosten für unsere Gesellschaft auf die Steuerzahler abgewälzt werden können. Und dass Zucker dumm macht, kommt unseren Regierungsmitgliedern auch noch gelegen, denn es stabilisiert deren Wählerschaft.

Ein in Aussicht gestelltes Social Media-Verbot für Kinder erstaunt dabei dann doch ein wenig, wird wohl aber nur gefordert, weil man weiß, dass es eh nicht durchgesetzt werden wird, aber damit zugleich die Chance besteht, um 1984 bei und doch noch in Gänze umzusetzen.

Ich muss es eigentlich nicht mehr schreiben, dass die Union mithilfe der SPD, der FDP und auch Bündnis 90/Die Grünen seit Helmut Kohl eine Bananenrepublik erster Güte geschaffen hat. Dass dabei jede Demokratie durch Korruption und Vetternwirtschaft existentiell gefährdet wird, haben unsere Volksvertreter zumindest billigend in Kauf genommen. Die Union und die SPD haben sogar mit der AfD und dem BSW regelrecht zwei Alternativen geschaffen, wohl für den Fall, wenn der Worst Case eintritt — mich würde es auch nicht mehr wundern, wenn deren Volksvertreter in diesen totalitaristischen Parteien schon eine Anwartschaft besitzen; auch Reichsparteitage müssen mit Claqueuren gefüllt werden.

Solar- und Windkraft wurde zwar noch von Tüftlern aus unserer Mitte zur Marktreife gebracht, die wirtschaftliche Ausbeute findet aber ganz woanders statt. Unsere Politiker setzen weiterhin auf Kohle, Öl und Gas, alleine nur, weil sie von deren Besitzern besser geschmiert werden. Vermutlich war es dabei nur ein Kollateralschaden, dass unsere eigene Solar- und Windkraftindustrie zerstört wurde; eine regelrechte Planung dürfte ausgeschlossen werden können.

Eigentlich ging es bei uns noch nie um die große Politik oder gar um globale Zusammenhänge, sondern einzig und alleine um das Wohlbefinden einzelner Menschen, die es geschafft haben, sich aus unserer Mitte zu erheben und an die Schaltstellen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu gelangen. Dass dies heutzutage fast jedem gelingen kann, das ist das große Verdienst von Demokratie!

Aber schon die ersten bekannten Demokraten im alten Griechenland kannten ihre Mitbürger sehr gut und so hatten diese nur folgerichtig immer wieder versucht, eine Art von Mindeststandards in der Demokratie einzuführen — was bekannter Maßen immer wieder gescheitert ist und letztendlich auch der Idee von Demokratie widerspricht: „One man, one vote!“

Die letzten Versuche, um unsere Demokratien resilient zu bekommen, sind mit den vergeblichen Bemühungen um Bildung und Mündigkeit aller Bürger ganz offensichtlich gescheitert. Wir brauchen dabei gar nicht erst auf das Trump-Amerika mit dem Finger zu zeigen, auch wir beenden die beste Zeit, die wir Deutschen und auch wir Europäer insgesamt jemals hatten, mit wehenden Fahnen, Pomp und Gloria!

Und es dürfte tatsächlich nicht der Zucker sein und sicherlich auch nicht die Social Media, denen wir dafür die Schuld in die Schuhe schieben können. Auch nicht der Wohlstand, den uns — zumindest den meisten von uns — die Demokratie gebracht hat.

Es dürfte tatsächlich an uns Menschen insgesamt liegen, denn wir sind bekanntlich zwar alle Individuen, aber trotzdem alle gleich — außer mir vielleicht.


Fediverse Reactions
Dilbert Electronic Candy Dispenser

17.2.02026 5 (6)

Beitragsfoto: Dilbert Electronic Candy Dispenser

Schrumpfland

Seit den 1970er-Jahren ist es hinlänglich bekannt, dass wir nicht nur immer älter, sondern auch immer weniger werden. Was bisher nur dazu führte, dass die Politik den Kopf in den Sand steckte und keinerlei Konsequenzen aus dieser Tatsache zog.

Man hätte nicht nur die Renten- und Wirtschaftspolitik seit Jahrzehnten entsprechend anpassen, sondern auch eine verantwortliche Einwanderungspolitik schaffen müssen.

Nein, hat man alles nicht — keine einzige unserer Parteien! Denn der Wähler will betrogen werden! — und sogar dafür gesorgt, dass nicht nur die Infrastruktur völlig überdehnt, sondern auch noch völlig vernachlässigt wurde. Mit plumpen Sprüchen wie die „Renten sind sicher“ und „Bildung darf nicht anstrengen“ hat man den Pöbel beruhigt und die intelligenteren und leistungsfähigeren Bevölkerungsteile regelrecht aus dem Land getrieben.

Schlimmer noch, eine fehlende Einwanderungspolitik hat zudem dafür gesorgt, dass wir stetig Neuzugänge bekommen, die das Problem nur verschärfen anstatt zu lindern — Rentner, Kranke, Friseure und Ungelernte haben wir seit Jahrzehnten bereits mehr als genug. Wobei unser ungenügendes Bildungssystem aus dem vorhandenen Angebot kaum noch Brauchbares generieren kann — Scheinabschlüsse und gekaufte Zertifikate helfen auch nicht weiter.

Die Bevölkerung schrumpft weiterhin und damit auch die Wirtschaft. Fehlende Fachkräfte und mangelhafte Bildung beschleunigen die Abwärtsspirale nur noch. Wir haben schon sehr lange fertig!

Schon regelrecht lustig ist es mit anzusehen, wie nun unsere politische Intelligenz glaubt, dass man mit einer Politik von vorgestern die Zeit um gut einhundert Jahre zurückdrehen kann.

Für jene von uns, die noch ein Morgen haben, wird es sehr bitter werden. Ob diese dann aber daraus auch die richtigen Konsequenzen ziehen, darf bezweifelt werden. Dafür müsste man selber lesen, schreiben und rechnen können.

Vermischtes

Die Frage des heutigen Tages: Catbert oder Dogbert? Manch andere fragen sich Fasching oder Winterspiele? Dürfte letztendlich auf dasselbe hinauslaufen. Wobei, es sind doch eher die Karnevalsgesellschaften und olympischen Komitees, die Wladimir Putin gerade in den Hintern kriechen. Apropos ist Arschkriechen eigentlich bereits olympisch? Volkssport ist es bei uns schon sehr lange.

Heute kurz auf der Stuttgarter Messe vorbeigeschaut, denn am Wochenende gibt es dort einen Bundesparteitag. Um 3 000 Parteimitglieder zu bespaßen, wird ein richtig großer Aufwand betrieben, das sollte man sich einmal angeschaut haben — ohne Ehrenamtliche geht aber auch dies nicht bei uns. Wie die wohl damals die Reichsparteitage in Nürnberg organisiert haben?

Aus aktuellem Anlass noch eins meiner Lieblingsfilmzitate aus 1979:

„I love the smell of napalm in the morning.“

LIEUTENANT COLONEL BILL KILGORE (Robert Duvall)

Logik

Je schwieriger und komplexer ein Thema ist, umso mehr Idioten und dunkle Gestalten werden davon angelockt. Was eigentlich logisch ist, denn würde sich ein Thema um Butterbrote drehen, dann erkennen die allermeisten sofort, wenn Deppen und Scharlatane darüber debattieren.

Was das Ganze jetzt mit Logik zutun hat, weiß ich nun selber nicht, wollte einfach auch einmal durch einen elaborierten Beitrag brillieren.

Und das beendet meinen heutigen Beitrag zur Rüstungs- und Verteidigungspolitik. Ich überlasse das Feld wieder den Experten und Wissenschaftlern aller Art. Gerne auch jenen Bloggern, denen es langweilig geworden ist, nur noch über KI zu schreiben.

Dabei wäre es höchst interessant, einmal darüber zu lesen, was man so aktuell unter Artificial Intelligence überhaupt versteht und wie man gedenkt, das, was man darunter versteht und subsumiert, auch sinnvoll und wirtschaftlich nutzen zu wollen.

Sollte es mir einmal langweilig werden, dann weiß ich jetzt Bescheid, kaufe mir eine KI-Drohne und sichere mir damit die Weltherrschaft (Dogbert).