Stuttgarter Landtag

10.8.02024 5 (3)

Beitragsfoto: Stuttgarter Landtag

Vermischtes

Gestern konnte ich nochmals eine Einladung zu den 8. Hertensteiner Gesprächen verschicken — jetzt hoffe ich auf weitere Anmeldungen. Bereits am Morgen hatte ich ein angenehmes Gespräch mit Detlef Stern. Anstatt Social Media und E-Mail nutzen wir beide eher das persönliche Gespräch, Bücher und den einen oder anderen Weblog. Zumindest ich habe dann doch noch ein paar Zeitungen, die ich regelmäßig konsumiere.

Wie ich es jüngst wieder einmal erfahren konnte, würde es vielen Heilbronnern voll und ganz ausreichen, wenn die Heilbronner Stimme nur noch mit Todesanzeigen aufwarten würde. Aktuelles oder gar kritische Stimmen über Heilbronn findet man inzwischen selbst im Spiegel. Und für die bei uns übliche Hofberichterstattung ist die Heilbronner Stadtzeitung voll und ganz ausreichend.

Sehr erfreulich ist, dass sich die Initiative „Landtag verkleinern“ (ich hatte bereits berichtet) mit der FDP zusammenschließt und nun beide gegen die bereits beschlossene Vergrößerung des Parlaments vorgehen. Demokratie heißt nicht, dass jeder Parteibuchinhaber einen Anspruch auf Beschäftigung in einem Parlament hat! Leider aber wird es so kommen, dass unsere Parteien letztendlich auch den Landtag auf chinesische Volkskongressgröße maximieren: Partei- vor Staatswohl!

Wenn man wieder einmal wissen möchte, wie wir Menschen eigentlich ticken, dann muss man nur auf die Berichterstattung von Seuchen gucken. Gerade geht die afrikanische Schweinepest durch die Medien. Aber noch heute sprechen wir von COVID-19 anstatt von einer chinesischen Seuche — der Mächtige, zumindest aber der Aggressivste bestimmt unsere Welt.

Bundeswehr

Die primäre Aufgabe aller Streitkräfte, auch der der Bundeswehr, ist die Bündnis- und Landesverteidigung. Seit bereits zwei Jahren ist es wirklich jedem Europäer bewusst, dass kein einziges europäisches Land sich — vielleicht noch mit Ausnahme der USA — mehr alleine verteidigen kann; übrigens ein Faktum, das seit spätestens 1945 besteht.

Das Problem der Bundeswehr dabei ist, dass wir Deutschen weder ausreichend wehrwillige und kaum noch wehrfähige Staatsbürger generieren können. Hinzu kommt, dass die uns verbliebenen Streitkräfte und deren Soldaten von der Politik seit Jahren missbraucht und verheizt werden. Schlimmer noch, dass man der Bundeswehr Waffen und Gerät höchstens in homöopathischen Dosen zur Verfügung stellt. Wer z. B. alle Schaltjahre ein einziges U-Boot baut und die restliche Waffenproduktion in Manufakturen auslagert, der zerstört nicht nur die Bundeswehr, sondern auch unser Land — und dies ganz bewusst aus ideologischen Gründen oder einfach nur, weil man gekauft ist. Dies ist bereits seit Helmut Kohl Faktum.

Angesichts des aktuellen Krieges, dessen tatsächlicher Umfang und Auswirkungen noch nicht abgesehen werden können, wäre es wirklich an der Zeit, dass wir als Staat handeln, so lange wir noch handeln können.

Wir müssen dringend den Bundeshaushalt kriegstüchtig machen und massiv Waffen sowie Munition bei unseren US-amerikanischen Verbündeten bestellen. Wir haben keine Zeit mehr und schon gar nicht das Geld, um die eigene Verteidigungsindustrie wieder auch nur halbwegs aufzupäppeln.

Noch dringender, wir müssen die Bundeswehr schleunigst roboterisieren (eine Idee, die bereits seit spätestens den 1980er-Jahren besteht) und vor allem unsere Soldaten verstärkt aus dem Ausland rekrutieren (ist bei unseren Sportmannschaften gang und gäbe), denn mit adipösen Frauen gewinnt man keinen Krieg.

Am dringendsten ist aber die Frage, wie wir mit den unzähligen eigenen Staatsbürgern umgehen, die bereits heute für Putin Ukrainer, für Erdogan Kurden und für die verschiedensten Kalifen Frauen und Kinder morden. Denn diese werden spätestens dann, wenn der Schießkrieg bei uns beginnt, auch in Deutschland foltern, vergewaltigen und töten.

Wohnung

Wieder einmal ein kleiner Mehrwert für meine Leser. Voraussichtlich ab Dezember 2024 wird eine schicke Zweizimmerwohnung (54 qm, mit Balkon und Kellerraum) in der Fußgängerzone frei. Wer Interesse hat, der kann sich schon einmal mit mir in Verbindung setzen.

„This is the difficult thing about the future: it hasn’t happened yet. It can only be imagined as the extrapolation of current or past trends.“

Christopher Clark (2022: 180)

Ausbildung

Wehrpflicht 4.4 (7)

Beitragsfoto: Ausbildung | © Petra from Pixabay

Streitkräfte benötigen keine Wehrpflicht; die jeweiligen Gesellschaften müssen ihre Soldaten nur ausreichend bezahlen, dann gibt es auch keinen Mangel an Wehrwilligen. Und bei einer etwas besseren Bezahlung sogar noch Wehrfähige.

Spätestens aber nach meiner heutigen Erfahrung bin ich nun zu der festen Überzeugung gelangt, dass zumindest unsere Gesellschaft, nämlich die der Bundesrepublik Deutschland, dringend eine Wehrpflicht benötigt!

Zuerst müssen dafür die Mindestvorraussetzungen für eine Wehrpflicht festgelegt und danach auch die Ausbildungskapazitäten aufgebaut werden.

Dann kann man mit der Musterung aller Bevölkerungsteile beginnen und diese in wehrfähig und wehrunfähig einteilen. Was man mit den Wehrunfähigen macht, ist dann wieder eine andere Frage — vermutlich werden diese Berufspolitiker.

Alle Wehrfähigen werden zu einer von der Bundeswehr unabhängigen Ausbildungsorganisation einberufen, wo sie allesamt ein Jahr lang militärisch grundausgebildet werden. Wobei hier eine Trennung zwischen weiblich und männlich notwendig ist — aber auch nur weil unsere weiblichen Bevölkerungsteile noch lange nicht so emanzipiert sind, dass man auf eine Trennung verzichten könnte. Wer sich jetzt fragt warum, dem erwidere ich sogleich, dass Emanzipation keine Vorteilsgewinnung auf Kosten anderer ist!

Nach einem Jahr werden die für Streitkräfte, Bundespolizei oder Polizei ungeeigneten Bürger mit einem entsprechenden Hinweis auf Nichteignung wieder entlassen.

Geeignete Bürger wurden bereits nach den ersten sechs Monaten (Bestenauslese) auf eigenen Wunsch hin in die Bundeswehr, zur Bundespolizei oder die Länderpolizeien überführt. Alle anderen geeigneten Bürger leisten ihre Wehrpflicht in Gänze ab und bleiben der Ausbildungsorganisation für ein weiteres halbes Jahr als (Hilfs-)Ausbilder erhalten.

Diese werden dann nach 18 Monaten in allen Ehren entlassen und können bei Bedarf der Bundeswehr oder der Ausbildungsorgansation als Reservisten weiter zur Verfügung stehen.

Damit erreichen wir zum einen, dass die Schlümpfe in unserer Gesellschaft wenigstens etwas gebessert werden und alle anderen sehr schnell an Lebenserfahrung gewinnen, die sie durch ihr restliches Leben tragen wird.

Ach ja, die Kosten für den Betrieb dieser Ausbildungsorganisation tragen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Bundesministerium für Gesundheit.


Arthaus

9.7.02024 5 (3)

Beitragsfoto: Arthaus-Kino

Fazit

Da habe ich mir über Jahre hinweg die Finger u. a. zum Thema Bildungsdefizit und fehlender öffentlicher Toiletten wund geschrieben, wobei ich mir damit in Heilbronn ziemlich viele „gute Freunde“ machte; meine Aussagen wurde negiert und als völlig falsch dargestellt. Zu allem Übel ließen sich die dafür Verantwortlichen noch für ihre Untätigkeit von uns Bürgern feiern!

Und jetzt auf einmal ist es doch so schlimm, dass es auch die dümmsten Volksvertreter nicht mehr leugnen können. Nun aber lassen sie sich dafür feiern, dass sie dies erkennend, zukünftig vielleicht etwas unternehmen wollen.

Wie bereits gesagt, unsere Volksvertreter werfen das Kind erst in den Brunnen, nur um später auch noch von der Misere der Betroffenen zu profitieren. Das hat System, trifft schon sehr lange auf die Bundeswehr und die Polizei zu und lässt sich zudem im Gesundheitswesen und bei anderen staatlichen Aufgaben beobachten.

Mein Fazit: mich selber stören weder fehlende Toiletten noch dumme Kinder in Heilbronn. Sollen sich doch einmal jene darum kümmern, die davon betroffen sind oder bald sein werden.

Klausur

Gestern erhielt ich noch die letzten Anfragen von Studenten, die mich dann doch etwas sprachlos ließen — Projektmanagement hat eigentlich etwas mit Planung und Vorbereitung zu tun.

Heute konnte ich dann 92 Studenten zur Klausur begrüßen. Nach gut neunzigminütigem Schwitzen der Studenten, bin nun ich mit dem Korrigieren dran. Zuerst aber drehte ich noch ein paar Runden im Schwimmbad und abends dann noch auf der Tanzfläche. Und schon geht das Korrigieren etwas flüssiger von der Hand.

Born to be wild

Gestern konnte ich mir „Born To Be Wild – Eine Band namens Steppenwolf“ (2024) im Arthaus-Kino ansehen. Oliver Schwehm ist eine unterhaltsame Erzählung über die Band Steppenwolf gelungen. Zumindest für mich überraschend der Auftritt von Alice Cooper, den ich zuvor eigentlich nie mit Steppenwolf in Verbindung gebracht hatte.

Bekannter dann doch die Tatsache, dass sowohl John Kay als auch Nick St. Nicholas in Deutschland geboren wurden. Mir dann weniger bekannt, dass die ehemaligen Mitglieder von Steppenwolf bis vor Kurzem noch als Steppenwolf-Derivate durch die Welt getingelt sind.

Für mich war Steppenwolf bereits Anfang der 1980er-Jahre Geschichte, das letzte von mir zur Kenntnis genommene Album: „Skullduggery“ (1976).