Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Gerberstraße

Nachdem sich jetzt vor der Wahl im September gleich zwei Parteien mächtig aus dem Fenster hängen und nicht nur die nördliche Innenstadt ein wenig vom Autoverkehr befreien wollen — denn die LKW und sonstige Fahrzeuge müssen weiterhin liefern –, sondern gleich auch noch die Allee temporär zur Kulturmeile (Essen & Trinken) machen möchten, bin ich einmal gespannt darauf, was ab Oktober davon noch thematisiert werden wird.

Entspannung

Ab und zu tut es jedem gut, wenn man sich mal aus dem Alltag abmeldet und einfach einmal die Füße baumeln lässt. Ich habe meine kurz mal im Bodensee gekühlt — entgegen der Wettervorhersage bei bestem Wetter.

Und damit ich auch nicht in Versuchung geriet, gab es auch kein vernünftiges Internet in der Nähe, so dass der Rechner liegenblieb und von mir durch ein gutes Buch ersetzt wurde.

Fontäne

Egal wo man hinguckt, an einem See oder bloß an einen Brunnen, die dort installierten Fontänen erfreuen groß und klein.

Heilbronn hat sich wohl dabei ein klein wenig mit der Installation einer Fontäne im Neckar übernommen. Über die Gründe dafür habe ich schon öfters spekuliert. Schade nur, dass es Heilbronn weiter nicht gelingt, dieses Wasserspiel wenigstens ab und zu angeschaltet zu bekommen, z. B. zu jeder vollen Stunde.

Inzidenzwert des Tages

Diesen gibt es jetzt auch wieder bei der Heilbronner Stimme nachzulesen; er beträgt heute: 117,7!

Und da unsere Stadtverwaltung bezüglich COVID-19 überhaupt nichts gebacken bekommt, wird wieder bei der Bundeswehr um Hilfe gebettelt.

Vielleicht entstand gerade so der Militarismus, indem das Militär, ob es wollte oder nicht, immer mehr völlig überforderte Verwaltungen unterstützen musste. Und sich zum Schluss der Bürger gleich an einen Feldwebel gewendet hat, wenn er einmal behördliche Unterstützung benötigte.


5. Hertensteiner Gespräche

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Beitragsfoto: 5. Hertensteiner Gespräche

Auch diese Hertensteiner Gespräche werden wieder sehr interessant. Leider finden sie auch dieses Mal nur virtuell statt. Dennoch ist es uns gelungen, erneut mit guten Themen und fachkundigen Moderatoren aufzuwarten.

Am Samstag, 18. September 2021, von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr werden insgesamt vier Themen ausdiskutiert.

Thema 1: Die Europäische Bürgerinitiative – Was wir nach knapp 10 Jahren wissen

Thema 2: Was hat die Coronakrise mit dem europäischen Selbstbewusstsein der Europäer gemacht?

Thema 3: Die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen für Europa

Thema 4: Warum benötigen wir die Vereinigten Staaten von Europa so schnell wie möglich?

Als Moderatoren konnten dieses Jahr Bettina Kümmerle, Prof. Dr. Walther Heipertz, Michael Georg Link MdB, Christian Moos, Javier Giner, Leonhard Reinwald und Konstantin Kümmerle gewonnen werden.

Ich freue mich jetzt schon auf die interessanten und bestimmt auch sehr spannenden Gespräche!

Wer mehr darüber wissen möchte, der kann hier die Einladung und das Programm einsehen, oder auch die Website der Hertensteiner Gespräche besuchen.

„Good communication is stimulating as black coffee, and just as hard to sleep after.“

Anne Morrow Lindbergh, Gift from the Sea (2015 [1955]: 61)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Inzidenz

Heilbronn ist erneut Meister — Inzidenzmeister mit einer Inzidenz von 41,1! — einfach eine „starke Stadt“, so der Oberbürgermeister. Zum Vergleich: Baden-Württemberg liegt heute bei einem Inzidenzwert von 15.

Es sind aber nicht anonyme, heimliche oder gar „ausländische“ Bewohner Heilbronns, die für diese Inzidenzen verantwortlich zu machen sind! Auch nicht die Sangria-geschwängerten „Malle-Rückkehrer“.

Verdränger

Wir alle sind es, da wir uns seit Monaten als Stadtbevölkerung kaum bis gar nicht an die notwendigen Einschränkungen oder Verhaltensregeln halten. Man merke sich, Einzelfälle machen keine Pandemie, da müssen sich schon weit mehr daran beteiligen.

Und wie schon gesagt, eine Pandemie ist eine Krisensituation, so wie die Folgen von Überschwemmungen, Erdbeben oder Orkanen auch. Und genau für solche Krisensituationen haben wir Bürgermeister, Verwaltungen und weitere Institutionen, die uns dabei helfen, diese Situationen so schnell wie möglich wieder in den Griff zu bekommen.

Gäbe es nur Schönwetter, könnten wir uns diese Strukturen zum großen Teil sparen. Und sobald eine Krisensituation auftritt, müssen wir feststellen, ob wir wollen oder nicht, wie gut unsere Bürgermeister, Verwaltungen und sonstige Institutionen aufgestellt sind.

So können wir in Heilbronn ganz froh sein, dass es „nur“ eine Pandemie ist, und wir vom Land sowie auch vom Bund weiterhin unterstützt werden.

Übrigens, nur mit Schönreden und Facebook-Posts lassen sich Inzidenzen kaum senken.

Uwe Sunde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat es heute so schön auf den Punkt gebracht, indem er seinen Beitrag mit „Land der Verdränger“ überschrieb. In mehreren eigenen Blogbeiträgen hatte ich dieses Thema bereits aufgegriffen und gemahnt, dass man der Realität nicht lange entkommen werden kann. Selbst einem Honecker gelang dies nur ein paar Jahrzehnte lang und dies nicht nur auf Kosten der Ostzone, sondern Gesamtdeutschlands.

Auch wenn wir alle heute noch unter dieser wirklich famosen Realitätsverweigerung leiden, hält es unsere Politik nicht davon ab, dieses bewährte „Erfolgsrezept“ auf unser gesamtes Land auszuweiten. Dabei wird die Politik vom Motto „Nach uns die Sintflut“ geleitet, und, wie bereits mehrfach erwähnt, wir alle machen lustig mit, bis auf diejenigen, die so langsam erkennen müssen, dass für sie die Sintflut etwas zu früh kommen wird.

Das wirklich Schlimme daran ist aber, dass es am Sonntag, 26. September 2021 — Tag der Bundestagswahl — keine einzige Partei geben wird, die sich überhaupt der Realität stellen möchte. Es wird weiterhin für den eigenen Wahlsieg geblendet, gelogen und betrogen, einen „Sieg“, der unser Land zwar weiter an den Abgrund rückt, aber dem Wähler weiterhin seine Leistungsrente sichert.

Versprechen

Die nördliche Innenstadt wird heute erneut mit Versprechungen abgespeist, anstatt, wie in prominenteren Stadtteilen auch, einfach ein paar neue Zebrastreifen in der Gerberstraße und der Lammgasse aufzumalen. Schon alleine das würde bereits helfen.

Zusätzlich könnte man die Kontrollen seitens der Stadt verstärken und den knappen Parkraum überwachen; dann käme es nicht mehr vor, dass abgemeldete Fahrzeuge dort wochenlang Parkplätze blockieren. Auch könnten sich Strafzettel für notorische Parkhausverweigerer, oder „Auswärtige“, die in der Innenstadt arbeiten oder shoppen und deshalb wild parken, bereits kurzfristig positiv auswirken.

Das weitere Hinhalten bis 2028 ist schon pure Verhöhnung der Anwohner und wird bestimmt noch dadurch übertroffen werden, indem sowohl die Lammgasse als auch die Gerberstraße zukünftig zu wichtigen Heilbronner Verkehrsachsen erklärt werden, um die Verkehrsbelastung für den Neckarbogen auf ein Minimum zu bringen.