Transparenz

Sanierung 5 (3)

Beitragsfoto: Transparenz | © Shutterstock

In wenigen Tagen werde ich ganz offiziell meinen letzten Lebensabschnitt beginnen. Das Schreiben begleitetet mich dabei seit meinem Studium. Dieses Weblog läuft inzwischen seit 2017 mit WordPress, wobei es nun nach all diesen Jahren auch einmal von Grund auf saniert werden müsste.

Und so fügt sich das eine in das andere und ich beginne mit der ersten Phase einer grundlegenden Blog-Sanierung, was sich auch auf meinen Zettelkasten auswirken wird. Dabei greife ich auch das Thema Death-Cleaning wieder mit auf und entschlacke das Blog noch weiter als bisher. Heute fiel bereits die Möglichkeit weg, meine Blog-Beiträge per E-Mail zu abonnieren.

Und so werde ich dieses Blog im laufenden Betrieb so umbauen wie ich es gerne nach der Sanierung hätte, zeitgleich lasse ich ein Test-Blog laufen, um etwaige notwendige Neuerungen zu prüfen, um dann zum Schluss mit einem frischen Weblog neu durchzustarten — eine erneute Sanierung wird es nicht mehr geben.

Nach Rücksprache mit Detlef Stern bin ich am Überlegen, ob ich die Inhalte des bisherigen Blogs ins statische Seiten umwandle, um weiterhin darauf zugreifen zu können. Kann aber auch sein, dass ich eine Auswahl an vergangenen Blog-Beiträgen mit in das sanierte Weblog übernehme und den Rest wie in den vergangenen Jahrzehnten auch dem Vergessen übereigne.

Mit diesem Beitrag gibt es nun auch eine weitere Blog-Kategorie, in der u. a. mein Changelog mit übernommen werden wird. Sollte sich dies bewähren, dann übernehme ich das nach der Blog-Sanierung mit.

Da ich keinen E-Mail-Service mehr anbiete, werden meine Leser nun nicht mehr über fast jeden Beitrag informiert, sondern können sich bei Bedarf weiterhin einen entsprechenden RSS-Feed abonnieren oder gucken einfach hier im Blog vorbei, ob es etwas Neues zu lesen gibt. Auch wenn dies meine Leserschaft weiter reduzieren wird, ist diese Maßnahme nur folgerichtig und passend für meine weitere Blog-Entwicklung.

Als weitere Maßnahme nehme ich nun mein Changelog, welches ich übrigens erst 2023 und damit viel zu spät für dieses Weblog eingeführt habe, vom Netz und stelle es hier als Ergänzung dieses Beitrags ein.

Changelog 18.9.2023 – 10.9.2025

Das kennen Sie bestimmt, den Spruch „es ist nie zu spät“ oder gar jenen Spruch „besser zu spät als nie“, und so beginne ich viel zu spät mit einem eigenen Changelog.

10.9.2025

  • entfernt: Blog-Abonnement per E-Mail

11.8.2025

  • entfernt: Trustpilot auf Startseite

6.8.2025

  • Trustpilot in Startseite eingebunden
  • entfernt: „Link-Checker“-Plugin

23.7.2025

  • Mastodon-Konto gelöscht

21.7.2025

  • entfernt: Uberblogr-Webring

19.7.2025

  • Mein RSS wieder auf Reeder umgestellt

27.6.2025

  • neu: „Statistik“-Plugin

21.6.2025

  • entfernt: ActivityPub-Plugin (Death-Cleaning)

16.6.2025

  • entfernt: Google Translator (Death-Cleaning)

14.6.2025

  • entfernt: Feed Reader-Plugin (Death-Cleaning)

13.6.2025

  • Abwehr eines Übersättigungsangriffs (notgedrungen IP-Block aktiviert)
  • neu: Weblog-Monitor (Notwehrmaßnahme)

9.6.2025

  • Modula-Lizenz verlängert

4.6.2025

  • entfernt: „Subtome“-Plugin

3.6.2025

  • „Spielecke“ aus dem Menü wie auch als Webpage entfernt

8.5.2025

  • Duden-App verlängert

4.5.2025

  • das Blog in die Bloggerrolle.de und bei Feed Shark eingetragen

28.4.2025

  • entfernt: „Erinnerung“ auf Startseite

24.4.2025

  • neu: „Erinnerung“ auf Startseite

23.4.2025

  • entfernt: Blog-Motto

11.4.2025

  • Änderung des Blog-Mottos

10.4.2025

  • Trustpilot-Ergebnisse von Startseite entfernt

4.4.2025

2.4.2025

  • „WP RSS Aggregator“-Lizenz verlängert

26.3.2025

  • Mastodon-Konto gewechselt

23.3.2025

  • neu: „WP Rocket“-Plugin
  • Lizenzhinweise präzisiert

16.3.2025

  • entfernt: Forum

14.3.2025

  • neu: Mastodon-Konto (wieder einmal)
  • entfernt: Webmention-Plugin (wieder einmal)
  • neu: Blogroll (aus dem Forum zurück ins Blog geholt)

12.3.2025

  • Daft-Account stillgelegt

8.3.2025

  • GTranslate-Lizenz verlängert

7.3.2025

  • entfernt: „Micropub“-Plugin (Backend-Probleme)

6.3.2025

  • neu: „IndieWeb“- und „Micropub“-Plugins installiert (wieder einmal)
  • neu: „Webmentions“-Plugin (wieder einmal)

26.2.2025

  • neu: Share-Buttons in den Blog-Beiträgen (wieder einmal)
  • die Washington Post aus meiner Timeline genommen

25.2.2025

  • Verknüpfung mit Steady

23.2.2025

  • ergänzt: UberBlogr Webring

22.2.2025

  • Heilbronner Stimme abbestellt

19.2.2025

  • neu: „Worthy“-Plugin Lizenz erworben
  • Änderung des Blog Mottos

15.2.2025

  • Integration von VG Wort Zählmarken

14.2.2025

  • Microsoft 365 Family verlängert

11.2.2025

  • neu: „SubToMe“-Plugin

1.2.2025

  • neu: „ActivityPub“-Plugin (wieder einmal!)

28.1.2025

  • UpdraftPlus Lizenz verlängert

24.1.2025

  • The Bluestocking (Helen Lewis) abonniert

23.1.2025

  • neu: Trustpilot-Ergebnisse auf Startseite eingefügt

19.1.2025

17.1.2025

  • entfernt: Europa-Nachrichten-Page (hatte nur ca. 100 Zugriffe)

13.1.2025

  • zwei Domains abgegeben: fwvhn.de und fwv-hn.de

10.1.2025

  • Rate my post Lizenz verlängert
  • The Index. abonniert
  • projektmagazin abbestellt

18.12.2024

  • entfernt: Thrive comments-Plugin
  • entfernt: Buy me a coffee-Plugin
  • entfernt: „Ko-fi“-Plugin

5.12.2024

  • Bewertungsfunktion der Startseite hinzugefügt

14.11.2024

  • Adressbuch-Page gelöscht

13.11.2024

  • die Revolvermaps (wieder einmal) aus meinem Blog entfernt

10.11.2024

  • meine Dafts von der Startseite entfernt und an die Now-Page angeheftet
  • ein paar Gastblogger-Accounts gelöscht

23.10.2024

  • Linkedin-Account gelöscht

17.10.2024

  • OMGF Lizenz verlängert
  • Mastodon- und Indieweb-Account gelöscht
  • meine Dafts an die Startseite angepinnt

15.10.2024

  • Top 10-Plugin Lizenz verlängert

13.10.2024

  • Complianz Privacy Suite Lizenz verlängert

12.10.2024

  • entfernt: „Fedivers“-, „IndieWeb“- und ActivityPub“-Plugin
  • eingestellt: Calendly (Unoffice-Hours)

25.6.2024

  • Integration von Calendly (Unoffice-Hours)

17.6.2024

  • Erweiterung der Suchfunktion

10.6.2024

  • Modula Lizenz verlängert

24.4.2024

  • neu: Pressetimmen (neue Seite mit eigenem RSS-Feed)

18.4.2024

  • neu: eine eigene Now-Seite erstellt (ersetzt die ehemalige Projekt-Seite)

7.4.2024

  • entfernt: Webpage „Lokalpolitik“
  • entschlackt: „About“-Page
  • entfernt: Kommentare auf Homepage
  • erweitert: Menü

2.4.2024

  • entfernt: Webshop (keine Zeit zum Spielen)

31.3.2024

  • entfernt: meine Projektseite
  • neu: Feed Reader-Plugin; dieses Mal als Meinungs-Seite

29.3.2024

  • neu: Webshop an das Blog gehängt (vorerst als Spielwiese)

21.3.2024

  • neu: Social Icons auf der Homepage

1.3.2024

  • entfernt: Gästebuch
  • neu: Revolvermaps in Homepage eingebunden (wieder einmal)

13.2.2024

  • neu: Social Icons in den Header integriert
  • neu: Mastodon Account (wieder einmal)

29.1.2024

  • entfernt: Kümmerle Consulting-Webpage
  • neu: Adressbuch

28.1.2024

  • erneuert: UpdraftPlus-Plugin

26.1.2024

  • entfernt: RSS-Feed von Daft und Bluesky

25.1.2024

  • neu: erster Post auf Daft und RSS-Feed von Daft

16.1.2024

  • neu: RSS-Feed von Bluesky

9.1.2024

  • neu: Bibliothek

5.1.2024

  • entfernt: Webpage „Leseliste“
  • entfernt: Feed Reader-Plugin

20.12.2023

  • neu: Gästebuch

18.12.2023

  • entfernt: Terminkalender
  • neu: Webpage für RSS
  • neu: Webpage für Projekte

8.12.2023

  • neu: „IndieWeb“-Plugin (wieder einmal!)

5.12.2023

  • neu: „ActivityPub“-Plugin (wieder einmal!)

2.12.2023

  • X (ehemals Twitter)-Account gelöscht
  • entfernt: Ultimate Social Media plugin
  • entfernt: Chatbot

28.11.2023

  • neu: Integration eines Chatbots

18.11.2023

  • erster Gastblogger nutzt nun das Forum

17.11.2023

  • geschlossen: Gastblogger-Beiträge

6.11.2023

  • entfernt: „ActivityPub“-Plugin

5.11.2023

  • entfernt: Webring (Hotline)

4.11.2023

  • Galerien neu geordnet

2.11.2023

  • neu: „ActivityPub“-Plugin reaktiviert
  • ein Webring (Hotline) hinzugefügt

26.10.2023

  • entfernt: „Contact Form 7“-Plugin
  • entfernt: ein paar IndieWeb- und Fediverse-Plugins

22.10.2023

  • entfernt: „Floating buttons“ an der Seitenleiste
  • getauscht: „Post Views Counter“ (gut) gegen „Top 10 Popular Posts“-Plugin (anders)

19.10.2023

  • neu: „Ko-fi“-Plugin installiert

17.10.2023

  • OMGF Lizenz verlängert

14.10.2023

  • neu: die Seite „Ohne Worte“ ergänzt

13.10.2023

  • Complianz Privacy Suite Lizenz verlängert

7.10.2023

  • neu: PayPal Spenden-Button im Weblog Footer

5.10.2023

  • neu: „Buy me a coffee“-Plugin installiert
  • Zwei Webringe im Footer des Blogs entfernt (by accident)

4.10.2023

  • entfernt: Fediverse-Followers auf Homepage

2.10.2023

  • neu: Ultimate Social Media plugin eingebunden

30.9.2023

  • reaktiviert: Webmention, IndieAuth, Micropub und WebSub-Plugins (die Fehlersuche geht weiter)
  • merken: die Software von „A WP Life“ passt nicht zum Blog, aber der Service ist gut.
  • entfernt: RSS Feed meines Zettelkastens (meine Lesezeichen finden sich nun alle direkt im Blog)

28.9.2023

  • deaktiviert: Webmention, IndieAuth, Micropub und WebSub-Plugins

26.9.2023

  • gekündigt: Chatty-Plugin (nachdem ich dieses schon längst verdrängt hatte)

25.9.2023

  • Zettelkasten-Layout entfärbt
  • entfernt: Social Media Leiste im Weblog Footer

22.9.2023

  • geändert: Kategorie „Lesestoff“ in „Bücher“ umgeändert
  • neu: Kategorie „Lesezeichen“ eingeführt

21.9.2023

  • neu: Hypothesis erneut im Forum eingebunden
  • neu: NodeInfo-Plugin installiert
  • geändert: Forum „Föderalistentag“ und „Europa-Ball“ gelöscht
  • neu: Kategorie „Kommentare“ eingeführt

20.9.2023

  • Anmeldefehler in der Kommentarfunktion behoben

19.9.2023

  • Zwei Webringe im Footer des Blogs eingerichtet

18.9.2023

  • neu: erster Post auf Bluesky
  • entfernt: gerne gelesene Blog-Beiträge auf der Homepage
  • ergänzt: Changelog

Laden

12.7.02025 5 (8)

Beitragsfoto: Laden

Vermischtes

Richtig gute Ablenkung gab es gestern Abend bei Franz und Katharina, bevor diese wieder in ihre zweite Heimat entfleuchen. Und wenn wir schon einmal zusammensaßen, dann konnten wir auch die eine oder andere Vereinsangelegenheit gleich mit besprechen. Ich habe schon immer versucht, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Auch die kommende Landesversammlung will vorbereitet werden und die nächste Kreisversammlung steht ebenfalls bereits vor der Tür. Manche Menschen denken weiterhin, dass es völlig ausreichend sei, einfach so zu Besprechungen zu kommen, dann meist auch nur, weil man sonst nichts Besseres vor hat. Welch ein Irrtum! Nicht nur die Organisatoren sind verpflichtet, Versammlungen best möglich vorzubereiten, sondern auch die Teilnehmer haben ihre besprechungsimmanenten Verpflichtungen!

Wer solche Verpflichtungen nicht eingehen möchte, darf oder kann, der nimmt traditionell als Beobachter daran teil, bei uns im Verband werden diese Mitglieder dann als „Gäste“ bezeichnet. Selbstverständlich gibt es auch die andere Seite, jene Menschen, die spontan und völlig unvorbereitet in solche Besprechungen stürmen, dort alles durcheinanderwirbeln und diese wieder verlassen, bevor es an die Trümmerbeseitigung geht.

Und so dürfte es nur die völlig Unbedarften erstaunen, dass wir unsere Besprechungen monatelang vorbereiten und wer erst kurz vor einer Besprechung mit einem Anliegen um die Ecke kommt, meist nicht nur bereits verloren hat, sondern nur die bestehenden Probleme weiter verstärkt.

Wenn man professionell unterwegs ist, kann man dieses sehr schnell regeln, indem man die Unqualifizierten und Unwilligen zum Wohle aller einfach vor die Tür setzt. Obwohl die Gewerkschaften wirklich alles tun, dass auch dies bald nicht mehr möglich sein wird.

Im Ehrenamt sieht dies allerdings ganz anders aus, hier muss man darauf hoffen, dass die Willigen sich langsam, aber sicher an notwendige gesellschaftliche Normen und Verpflichtungen gewöhnen und zumindest versuchen, ein gewinnbringender Teil des Ganzen zu werden.

Leider aber sind es gerade die „Berufspolitiker“, die meist alle Konventionen und Gepflogenheiten über den Haufen werfen. Erst dachte ich, dies sei reine Bösartigkeit. Heute weiß ich es besser, diese können es einfach nicht anders, weil sie es nie richtig gelernt haben — wo sollten sie dies auch gelernt haben?

Sie kommen wie die „Sowjets“ (kleiner Insider hier im Blog) auch, einfach zu den Besprechungen, geben vor, dass sie bereits x-Positionen ausfüllen, nun diese auch noch haben müssen, aber nie Zeit dafür haben werden, weil … sie bereits so viele Posten begleiten … und verschwinden sofort nach ihrer Wahl wieder. Man hört und liest später dann in den Medien darüber, dass sie nun auch im eigenen Verband wichtig sind, ohne dass sie jemals selber etwas tun werden — und schon gar nicht für den Verband.

Wenn man wie ich lange genug in einem Verband tätig ist, sieht man diese Menschen kommen und gehen und muss einfach jedes Mal deren Scherbenhaufen hinterher mit aufkehren. Wenn sich unsere Politiker in den Parlamenten und Regierungen genau so aufführen, wie sie dies in den Vereinen tun, dann dürfen wir uns über den Zustand unserer Republik wirklich nicht mehr wundern.

Wundern sollten wir uns aber darüber, dass wir genau diese Art von Menschen immer wieder wählen! Wahrscheinlich machen wir dies aus reiner Bequemlichkeit, denn wenn wir echte Profis wählen würden, dann liefen wir Gefahr, dass die uns dann tatsächlich Dinge abverlangen werden, wie z. B. das Richtige zu tun: die Umwelt, die Wirtschaft, Europa und die Demokratie zu retten.

Und so sorgen diese Volksvertreter einzig und alleine dafür, dass es kaum Konsequenzen für uns alle gibt, da sie alles Notwendige auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben — zumindest so lange, wie es nur irgendwie noch gehen mag.

Ein Vabanquespiel, das zumindest den Jüngeren von uns um die Ohren fliegen muss und wird!

Blogger-Themen

Wenn ich schon dabei bin zu schreiben, dann kann ich zumindest ein paar Themen erwähnen, die aktuell so durch die Blogs tingeln. Thomas Gigold hat etwas zum Zettelkasten geschrieben. Alle Zettelkästen, vielleicht mit der Ausnahme dem von Niklas Luhmann, werden einmal im digitalen Nirwana verschwinden und so ist es wohl nur eine reine Geschmacksache, wann einzelne Zettel wieder verschwinden. Kein Zettelkasten gleicht dem anderen nicht einmal jene, die man von der Stange bekommt.

Auf alle Fälle stimme ich mit Thomas Gigold darin überein, dass man die meisten digitalen Helferlein nicht wirklich benötigt. Und ja, viele dieser Helferlein hat man halt nur, weil man sie haben kann, was auch auf die Zettel zutreffen dürfte. Manche Menschen aber schaffen es tatsächlich, ihre eigenen Gedanken dank eines Zettelkastens zu sammeln, zu sortieren und produktiv zu verwenden. Und genau für diese Nutzer sind die Zettelkästen gedacht — nicht jeder wird dann allerdings ein Niklas Luhmann.

Ich durfte einmal vor ein paar Jahren an einer Zettelkastenrunde teilnehmen. Thomas Gigold hätte diese sicherlich sehr gut abgerundet, denn ich vermute, er hätte den Aspekt des auch hier im Blog bereits erwähnten Death-Cleaning mit eingebracht, eine Verknüpfung, die mir damals einfach nicht mit eingefallen ist — hätte ich zuvor wohl verzetteln müssen.

Ich für mich ganz persönlich komme dabei immer mehr zum Schluss, dass nicht das Zettelaufheben und Sammeln, sondern das Zettelschreiben der wichtige und notwendige Teil meines Denkens ist — was danach mit dem Zettel geschieht, ist zweitrangig. Ähnlich wie bei den Spickzetteln während meiner Schulzeit, die ich, nachdem ich sie geschrieben hatte, nicht mehr benötigte.

Was mich nun wieder zurück zur noch zu korrigierenden Klausur bringt — ich gucke gleich einmal in meiner Timeline nach, vielleicht hat die Union bereits schon wieder eine neue Bombe gezündet.

Reiseberichte sind aktuell angesagt, zu meinem Erstaunen allerdings nicht von den üblichen Reise-Bloggern, die damit ihr Geld verdienen, sondern von den ganz gewöhnlichen Feld, Wald und Wiesen-Bloggern, wie ich selbst einer bin. Armin Hanisch ist in insgesamt neun Blog-Beiträgen mit seiner Vespa durch Norditalien gesaust. Nett zu lesen und es macht zugegeben auch Lust auf eigene Reisen.

Wobei ich selbst nie aus reiner Lust am Reisen durch die Welt getingelt bin, es gab dabei immer berufliche, ehrenamtliche oder familiäre Gründe, warum ich meine Reisen unternahm. Gerade in der heutigen Zeit müsste man verstärkt über den eigentlichen Sinn und Zweck von Reisen nachdenken und diese dann auch auf das wirklich Notwendige reduzieren! Unsere Verbrauchs- und Zerstörungsgesellschaft hat hier längst einen Holzweg beschritten, der uns allesamt mit in den Untergang reißen wird — und dies mit Ansage!

So schön auch die Vespas, andere Motorroller, Motorräder etc. auch sein mögen, als reine Unterhaltungsinstrumente verfehlen sie ihren Zweck — sie zerstören unsere Umwelt völlig überflüssiger Weise. Und als notwendige Fortbewegungsmittel müssten sie schon längst rein elektrisch fahren! Alleine schon in Neapel wäre es ein Gewinn für die gesamte Stadtgesellschaft und selbst Heilbronn stünde es gut an, hier Zeichen zu setzen.

Und vielleicht passt der hier verlinkte Beitrag „Sommer, Sonne, Urlaubswahnsinn – Ich zahle ja dafür!“ von Thomas Speck ganz gut mit dazu.

Verlässlichkeit

Auf die Union ist Verlass, da suche ich noch verzweifelt nach einem Anlass, um nicht korrigieren zu müssen, da triggern mich ein paar Berufspolitiker zu einem Blog-Beitrag. Ohne Frage, die CDU hat richtig gute Politiker, wie übrigens die meisten anderen grundsätzlich demokratischen Parteien auch. Leider aber schaffen die es kaum über die Landesebene hinaus!

Getriggert hat mich heute allerdings — nein, nicht das übliche Verschleiern eigener krimineller Machenschaften — die Richterwahl fürs Bundesverfassungsgericht. Die Union hat nun erkannt, dass man damit wie Donald Trump richtig Politik machen kann. Wir Bürger haben dabei schon wieder vergessen, dass die Union auf Landesebene ohne Probleme Nazi-Richtern in die Ämter verhilft. Und das wissen unsere CDU-Politiker ganz genau und bauen auf die Vergesslichkeit ihrer eigenen Wählerschaft; deswegen ist es auch die einzige Partei mit einer eigenen Senilitätsabteilung (Senioren-Union).

Eigentlich war es abgemachte Sache, dass die Union am Ende nach ein paar Täuschungsmanövern für die eigene Wählerschaft auch die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht mitwählen wird.

Der nun bewusst von Jens Spahn und Konsorten herbeigeführte Vertrauensverlust in der Koalition führt dazu, dass diese kaum diese Legislatur überstehen kann. Spahn hat dabei zwei Gründe: erstens ist er selbst nicht direkt an der Regierung beteiligt und zweitens schwadroniert er schon länger von einer rechtsnationalen Koalition in der Hoffnung, dass er dort zumindest mit das Sagen haben wird.

Wie alle konservativen Parteien bei uns zuvor ist auch die Union inzwischen ein garantierter Steigbügelhalter für alle Antidemokraten. Sehr schade nur, dass sich derweil die guten CDU-Politiker wegducken und hoffen, dass es erstens nicht ganz so schlimm werden wird und sie zweitens selbst unbeschadet aus dieser völlig verrannten Situation herauskommen werden. Mein Tipp an Daniel Günther, Hendrik Wüst und Co.: Demokratie wie auch die Politik insgesamt hat etwas mit Arsch in der Hose und Rückgrat zu tun — man muss es nicht nur haben, sondern auch einmal zeigen!

Eigentlich muss ich dem Schuldenkanzler Friedrich Merz und seinem schwadronierenden Hilfswilligen Jens Spahn dankbar sein, denn an meine Korrekturen denke ich schon gar nicht mehr!

Entspannung

Gerade erst entdeckt und hier gleich eingefügt. Sebastian Schaffer bietet sein Lied „Holy“ (2025) nun in einer Klavierversion dar — gefällt mir sogar noch einen Tick besser.


Waldhaus

9.6.02025 5 (5)

Beitragsfoto: Stillleben

Wer bin ich?

Noch bis zum 6. September 2025 können wir etwas Älteren ein wenig sentimental werden, denn in der ARD-Mediathek ist der Film über Robert Lembke zu finden. Man kann diesen Hinweis auch als meinen Kommentar zur allsommerlichen Debatte über den Sinn und Zweck des ÖRR betrachten.

Der Film ist sehr sehenswert, allerdings teile ich die Überzeugung Steffen Grimbergs (9.6.2025), dass Günther Jauch dort fehl am Platz ist. Noch selbst in München lebend, kam bei Bayern 3 sofort nach Thomas Gottschalk Günther Jauch und ich schaltete meist das Radio aus.

Auf alle Fälle aber guckte ich in meiner Jugend des öfteren die Ratesendung „Was bin ich?“ von Robert Lembke, gab es doch zu dieser Zeit kaum Alternativen. Obwohl ich sehr früh einen eigenen Fernseher hatte, blieb es sogar dabei. Die Sendung lief von 1955 bis 1958 und erneut von 1961 bis 1989 im Ersten Deutschen Fernsehen.

Besprechung

Es muss nicht immer nur ein Kaffee sein, und so trafen sich meine Schwester, meine bessere Hälfte, Dan und ich, um ein paar Angelegenheiten zu regeln. Bei einem ganz besonders guten Essen — meine Schwester übernahm die Rechnung — konnten wir schon einmal die kommenden Schritte besprechen.

Auch fanden wir noch genügend Zeit, um uns wieder einmal über die Familie und den gemeinsamen Freundes- und Bekanntenkreis auszutauschen. Wenn man bedenkt, wie mobil unsere Gesellschaft inzwischen geworden ist und wie selbstverständlich man über Kontinente hinweg miteinander Verbindung hält oder zumindest zu halten versucht, eine sehr spannende Sache!

Da ich aktuell etwas „schollengebunden“ bin, was ich aber nach all den Jahren Mobilität (noch) nicht bedauere, freue ich mich ganz besonders, wenn ich neue Informationen aus der weiten Welt bekomme. Und da ich die Quellen gut kenne, ist es fast schon so, als ob ich selbst mit dabei gewesen wäre.

Death-Cleaning

Wieder einmal ein Thema, welches mich eigentlich schon länger beschäftigt, aber dann doch nicht die Priorität erhält, die es verdient.

Erst letztes Jahr „durfte“ ich einen Haushalt übernehmen, ob ich es wollte oder nicht, da ein Mieter überraschend verstarb und dessen Verwandtschaft das Erbe aus deren Sicht verständlich ausschlug. Unser Staat sieht dann vor, dass der Vermieter die Torte im Gesicht hat — so einfach ist das bei uns. Ok, es kam noch ein Offizieller vorbei und guckte kurz, ob sich der Vermieter nicht doch noch am Nachlass bereichern könnte und übergab mir dann ganz offiziell die Wohnungsschlüssel.

Mit dem Ausmisten von Wohnungen hatte ich schon ein wenig Erfahrung und sah dabei doch so manche Existenz auf dem Müll enden, so auch dieses Mal; leider erneut auf meine Kosten! Weil selber zu beschäftigt, überließ ich das einem Profi, der dieses Leben fachgerecht nach den Regeln der Mülltrennung entsorgte.

Und bevor wir bereits auch wieder vor zehn Jahren in unser aktuelles Zuhause einziehen konnten, mussten auch erst gut 80 Jahre Leben wieder einmal entsorgt werden. Wenn man das so miterlebt, kann man den vielen eigenen Wohnungswechseln auch etwas Gutes abgewinnen. Meine bessere Hälfte und ich trennten uns dabei schon mehrmals von Kisten, die nach gut zwei Umzügen immer noch ungeöffnet geblieben waren.

Vor ein paar Jahren trennte ich mich bereits vom größten Teil meiner Bücher, nur um aktuell festzustellen, dass ich inzwischen erneut viel zu viele habe. Viel zu spät erkannte ich, dass man Bücher nicht selber sammelt, sondern diese verzettelt und dafür den Zettelkasten aufbewahrt — nun ein Vorsatz für mein nächstes Leben.

Unsere Wachstumsgesellschaft ist einfach auch ein sehr unglückliches Setting für Menschen, die gerne etwas nachhaltiger leben würden. Ob man es möchte oder nicht, man bekommt viel zu viele Dinge einfach nur so, andere nimmt man, weil es einfach geht und vielleicht sogar, weil es echte Schnäppchen sind, manche Dinge glaubt man unbedingt haben zu müssen und andere werden einem weil gesellschaftlich notwendig ganz unverhohlen „aufgezwungen“.

Und so ist das eigene Death-Cleaning gar nicht so einfach, wie man es sich anfangs vorstellt. Bei mir kommen dann noch das eine oder andere Gadget mit dazu, seit COVID-19 auch wieder Schallplatten oder Rechner und entsprechende Peripherie, wobei ich sicherlich auch hierbei mit weniger viel besser dran wäre.

Und wenn ich nur daran zurückdenke, dass ich nie Zimmerpflanzen haben wollte, noch mein Studium mit einem einzigen Kaktus überstand, der irgendwann einfach so da war, heute nun aber vor dem Problem stehe, was ich mit all den vielen Zimmerpflanzen nur machen soll, für die ich inzwischen verantwortlich bin. Lebewesen einfach so zu entsorgen? Wer eine Zimmerpflanze retten möchte, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen, die Auswahl dürfte groß genug sein.

Aktuell bin ich zudem dabei, den elterlichen Haushalt langsam, aber sicher zurückzufahren, was auch mein eigenes Projekt wieder etwas beschleunigt. Und so freut es mich, dass ich jüngst für ein Geschenk, welches ich Mitte der 1990er-Jahre wieder einmal einfach nur so erhalten, nun jemanden gefunden habe, der nicht nur weiß, um was es sich dabei handelt, sondern damit auch selber noch etwas anfangen kann — ein Glücksfall! eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Bismillahi rahmanir rahim - Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Wenn ich an all die Dinge denke, die alleine in meinem Leben nur so auf den Müll landen werden, schlimmer noch bereits gelandet sind, halte ich es für mehr als angebracht, dass wir Menschen dringend allesamt unsere Einstellung zu Besitz und Gebrauch ändern — als einzelne Menschen, auch wenn diese dies dann vorbildlich hinbekämen, springen wir hierbei viel zu kurz!

Man braucht dabei auch nicht gleich die gesamte Wachstumsideologie abzuschaffen, aber man müsste diese ganz dringend nachhaltiger und verantwortlicher gestalten.

Auf alle Fälle aber ist es wenig erfreulich, dass wir Deutschen nur noch Weltmeister im Wegwerfen sind, das mit dem Recyceln dürfen wir dabei getrost als modernes Märchen verbuchen!

„Kaufe nicht, was bloß brauchbar, sondern was unbedingt erforderlich ist; was man nicht braucht, ist selbst um den Preis eines Pfennigs zu teuer.“

Seneca, 15. Buch, 94. Brief (2023: 895)