Maskerade

6.6.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Instagram

Nach längerer Abstinenz habe ich wieder Instagram aktiviert, da auch andere Blogger dieses Medium verwenden und Bilder oftmals mehr als Worte sagen. Ich kann mir zwar immer noch nicht vorstellen, wie man Blog und Fotoschau kombinieren kann, poste gerne selbst aber hin und wieder ein paar Snapshots. Und wenn diese dann dazu führen, dass sich der eine oder andere auf meinem Weblog wiederfindet, soll es mir nur recht sein.

Groko

Jahrelang haben sehr viele Mitbürger, darunter auch ich, immer wieder gepredigt, dass große Koalitionen eine Ausnahme sein müssen und nur einem einzigen Zweck dienen, nämlich als Gesetzgeber mit einer großen Mehrheit notwendige gesellschaftliche Veränderungen umzusetzen.

Trotz aller Warnungen haben es sich unsere Berufspolitiker seit längerem in einer „GroKo“ bequem gemacht, dabei nicht einmal zumindest maßgebliche Veränderungen eingeleitet, sondern den politischen und gesellschaftlichen Stillstand auf Jahre hinweg zementiert.

Und dies hat weitere gravierende Folgen, nämlich zum einen, dass, ohne politische Wechsel und entsprechenden Herausforderungen, sowohl die Qualität der Regierungsbeteiligten als auch die der GroKo-Abgeordneten an sich sehr schnell sinkt, aber dafür die Vetternwirtschaft sowie die Korruption ungeahnte Züge annimmt.

Und zum anderen stärkt eine GroKo vor alle die politischen Ränder und führt zugleich zu einem Demokratieverdruss innerhalb der Bevölkerung.

Wahlen

Heute werden wir wieder einmal die Folgen davon sehen können, wobei wir alle hoffen, dass in Sachsen-Anhalt die Anti-Demokraten (AfD und Linke) dort nicht bereits mehrheitsfähig werden.

Aber schon jetzt wissen wir um die Reaktionen der Berufspolitik: die Verantwortlichen werden sich im September 2021 in eine weitere große Koalition stürzen (Grün-Schwarz?), den Stillstand um weitere Jahrzehnte zementieren und dabei ihre Pfründe wie auch die einer Bananenrepublik ähnlichen Verhältnisse weiter sichern.

Das geht aber nur so lange gut, wie wir Bürger noch die Scheuers und Spahns der Berufspolitik finanzieren können oder aber bis die Bürger die Demokratie insgesamt wieder abwählen — ab 18.00 Uhr wird es richtig spannend werden!

Nachtrag

Am 12. September 2021 habe ich meine Instagram-Aktivitäten wieder eingestellt. In meinem Falle ist dieses Soziale Medium reine Zeitverschwendung.


Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

9.5.02021 5 (2)

Foto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Heute ist der Europatag der Europäischen Union, dem man nicht ohne den gestrigen 8. Mai gedenken sollte. Warum, das habe ich letztes Jahr bereits versucht darzulegen.

Auch die EUROPA-UNION Heilbronn hat alles versucht, um die Heilbronner wie auch die Heilbronner Stimme in der Europawoche auf diesen Tag aufmerksam zu machen, zumal er dieses Jahr zudem der offizielle Start der Konferenz zur Zukunft Europas ist. Ein Blick in stimme.de zeigt aber, dass unser Bemühen völlig umsonst war; mir ist es dabei noch nicht ganz erkenntlich, ob dies nur aus reiner Faulheit oder bloßer Ignoranz heraus unterlassen wurde.

Dafür war der gestrige 32. (virtuelle) Treffpunkt Europa ein kleiner Erfolg, vor allem deswegen, weil es für die meisten dort Beteiligten offensichtlich ist, dass der 8. und der 9. Mai zusammengehören und, dass der Europawoche in ganz Europa ein höherer Stellenwert einzuräumen wäre — geht es letztendlich doch um unsere Demokratien, ergo um unsere eigene Existenz.

Wie fragil das Ganze ist, sieht man bei uns nicht nur sehr gut in Ungarn oder Polen, wo sehr grobschlächtige Mini-Tyrannen ihr Werk verrichten, sondern auch bereits in anderen Ländern, wie Österreich und Bayern, wo Politiker Demokratie viel subtiler untergraben und damit letztendlich auch begraben. Jan Böhmermann hat dies im ZDF Magazin Royale vom 7. Mai 2021 übrigens ganz gut herausgearbeitet.


Bäume

5.5.02021 5 (1)

Europäischer Brief

Heute habe ich erfreut zur Kenntnis nehmen dürfen, dass die Autoren des Europäischen Briefes anlässlich der Konferenz zur Zukunft Europas, diesen wieder herausgeben. Die letzten Jahre war es leider um diesen Brief sehr still geworden. Um auch weitere Interessierte in den Genuss dieses Briefes bringen zu können, habe ich auf unseren Foren ein extra Unterforum eingerichtet [die Foren wurden im März 2022 abgeschaltet]. Dort kann man nun die europäischen Briefe sehr einfach finden und lesen.

Bildung und Sprachvielfalt

Europa pocht doch so gerne auf seine Kultur und ganz besonders auf die Bedeutung der Sprachvielfalt. Dabei sind es gerade die Sprachen, die als gutes Beispiel für die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit dienen können. Im Gegensatz von noch vor gut zwei Jahrhunderten, als die Sprachvielfalt ein allgemeines Gut in Europa war, und Soldaten, Handwerker, Kaufleute, wie auch Intellektuelle ohne Probleme in ganz Europa reisen und arbeiten konnten, kann der Unionsbürger, wenn überhaupt, neben seiner Muttersprache gerade noch halbwegs Englisch sprechen. Und jene, die mehr als drei Fremdsprachen beherrschen, sind in Europa inzwischen sehr selten anzutreffen. Schlimmer noch, in den wirtschaftlich starken Regionen Europas wird es zunehmend schwieriger, den Bewohnern selbst die dortige Amtssprache nur halbwegs beizubringen. Dabei sollte es uns allen doch klar sein, dass Bildung, Kultur und Sprachvermögen unabdingbar zusammengehören.

Europatag

Heute ist der erste der beiden offiziellen Europatage, nämlich der des Europarats. Der andere ist der der Europäischen Union, welcher am 9. Mai stattfindet. Die Zeiten, wo sich die Europäer zumindest auf einen einzigen Tag einigen konnten, sind lange vorbei. Dafür ist es uns Europäischen Föderalisten 1995 gelungen, durch die Schaffung einer Europawoche, leider aber nur in Deutschland, beide Strömungen wieder einzubinden — man darf die Hoffnung einfach nicht aufgeben.

Wer mehr über die Europatage erfahren möchte, der kann gerne auf meinen entsprechenden Blogbeitrag vom letzten Jahr zugreifen.