Frau mit Brille

23.11.02023 4.6 (9)

Beitragsfoto: Frau mit Brille | © Pixabay

Dritte Liste

Nach den Freien Wählern und der CDU hat nun auch die FDP ihre Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2024 veröffentlicht. Nico Weinmann führt die Liste erneut an, so richtig spannend wird sie aber erst ab Platz 13.

Ohne Wenn und Aber halte ich diese Liste für die bisher mutigste und glaube nicht, dass diese Liste diesbezüglich in diesem Wahlkampf noch übertroffen wird. Allerdings kann ich nicht sagen, ob dieser Mut aus Überzeugung oder aus der Not heraus geboren wurde.

Unabhängig davon, Chapeau an die FDP!

Hauskauf

Erfreulich ist die heutige Information (Heilbronner Stimme, 23.11.2023: 27), dass die Stadt ein sehr prominentes Gebäude am Kiliansplatz erworben hat. Das Gebäude hat weiterhin sehr viel Potenzial und könnte sicherlich gut und gerne auch eine öffentliche Toilettenanlage beherbergen — keine schmuddelige, sondern eine in der Art von Autobahnraststätten oder größeren Städten, die sehr großzügig und sauber sind.

Man könnte diese Toilettenanlage von morgens 6 Uhr bis eine Stunde nach Kneipenschluss offenhalten und betreiben. Alle Nutzer zahlen selbstverständlich ihren Obolus, denn seit gut 2 000 Jahren wissen wir, „Pecunia non olet“. Zudem könnten die Heilbronner Gaststätten und Ladengeschäfte die entsprechenden Quittungen rückvergüten.

Sprichwort

Dass Geld den Charakter verdirbt, ist eine geläufige Erkenntnis, welche bereits vor Jahren wissenschaftlich untersucht und dabei auch bewiesen wurde. Gerne verweise ich auf einen entsprechenden Artikel der Frankfurter Rundschau „Forscher beweisen: Geld verdirbt den Charakter“ vom 21. Januar 2019.

Nur wie soll man mit dieser Erkenntnis umgehen? Selber kann man die Welt nur ganz wenig verändern und schon gar nicht retten — auch der größte Optimist wird dies in seinem Leben erkennen müssen.

Und so kann man nur versuchen, wenigstens an den kleinsten Schräubchen zu drehen, sobald man dazu auch die Gelegenheit bekommt.

Auch meine Erfahrung zeigt, dass Geld und Charakter tatsächlich miteinander in Verbindung stehen und zumindest schwache Charaktere durchaus durch Geld verdorben werden. Deswegen sollte man gerade in Positionen, wo es auf ehrliche und möglichst wenig egoistische Entscheidungen ankommt, den Faktor Geld so gering wie möglich halten — das war u. a. auch der Grund für das Beamtentum und das Ehrenamt. Das Mäntelchen der Beamten war zwar warm, aber auch immer sehr eng und dem Ehrenamt wurde ohne Geldzuwendungen nachgegangen.

Heute gehören Beamte mit zu den Spitzenverdienern und das Ehrenamt reicht oftmals dazu aus, um keiner weiteren Arbeit mehr nachgehen zu müssen! — ich halte dies für eine völlig falsche Entwicklung. Aber ich werde weder an den Gehältern und Diäten noch an anderen Schräubchen drehen können.

Was ich aber kann, ist für den Fall, dass mich die Heilbronner in den Gemeinderat wählen, das Folgende zu fordern: eine transparente und von jedem Bürger nachvollziehbare Aufstellung sämtlicher Gelder, die die Gemeinderäte in ihrem Ehrenamt erhalten (einschließlich der Einkommen durch Aufsichtsratsmandate!). Und dies monatlich auf der Gremieninformationssystem-Website für jeden einzelnen Mandatsträger aufgeführt. Gerne kann dabei mit aufgeführt werden, welche Geldbeträge davon an die Stadtverwaltung, die Parteien oder Wählergruppen (tatsächlich) abgegeben werden.

Dieser Forderung würde ich dadurch Nachdruck verleihen, indem ich bis zu deren Umsetzung vorab schon einmal die entsprechenden Einnahmen und Ausgaben als Stadtrat monatlich auf meinem Blog veröffentliche.


Blitz

Witz des Tages 4.4 (8)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Je älter er wird, umso witziger wird Winfried Kretschmann. So nahm er auch zur bevorstehenden Parteigründung von Sarah Wagenknecht Stellung.

„Wenn man eine neue Partei gründet – ich habe das ja selber auch gemacht – dann muss man schon eine neue Idee haben und nicht nur eine bestehende radikalisieren. Das wird auf Dauer wenig bewirken.“

Winfried Kretschmann, Heilbronner Stimme (26.10.2023: 2)

Wir erinnern uns, kurz nachdem bei den damals maßgeblichen Parteien der Umweltschutz immer mehr ins Gespräch kam und die FDP sogar erste entsprechende Vorstöße machte, kamen die heutigen Grünen zum Vorschein. Die ideologische Richtung hatten sie dabei von der KPD und der MLPD geklaut und zudem den Umweltschutzgedanken der etablierten Parteien radikalisiert.

Einzig die Pädophilie mit ins Parteiprogramm aufzunehmen, dürfte dabei eine neue Idee gewesen sein.


lesendes Mädchen

24.10.02023 4.4 (10)

Beitragsfoto: lesendes Mädchen | © ThePixelman auf Pixabay

Jugendhäuser

Einst von der JEF gefordert und später dann auch von anderen Jugendorganisationen mit übernommen, wurden auch in Heilbronn immer wieder einmal Jugendhäuser geschaffen. Ein entsprechendes Konzept der Stadtverwaltung für die gesamte Stadt kann ich bis heute nicht erkennen. Inzwischen glaube ich sogar, dass das Engagement der Stadtverwaltung für Jugendhäuser davon abhängig ist, ob und in welcher Höhe es staatliche Förderprogramme gibt.

Inzwischen aber haben OB und „seine Einheitspartei“ die sogenannten Quartierszentren für sich entdeckt — weil wohl gute Förderprogramme abzugreifen sind — und dort auch ganz nette Pöstchen geschaffen. Der große Nachteil dabei, die letzten Jugendhäuser sollten ganz offiziell zugunsten dieser Quartierszentren abgewickelt werden.

Dagegen haben sich nicht nur viele Jugendliche und Sozialarbeiter ausgesprochen, sondern auch die Freien Wähler wurden tätig.

Deshalb ist es jetzt sehr erfreulich, dass sich ganz plötzlich SPD, Grüne, FDP und CDU in der Heilbronner Stimme (24.10.2023: 26) für den Erhalt der letzten Jugendhäuser einsetzen möchten. Die SPD fordert nach all den Jahren völliger Inaktivität sogar einmal ein Konzept ein. Und auch die Stadtverwaltung signalisiert, sich nun mit der Idee anfreunden zu können — nicht ohne darauf hinzuweisen, dass in Heilbronn selbstverständlich alles völlig in Ordnung sei; laut Nicole Bauder-Ade vom Amt für Familie, Jugend und Senioren in Heilbronn gäbe es dank der mobilen Arbeit flächendeckend Jugendarbeit. Realitätsverweigerung at its best! Wahrscheinlich aber hat man nur die Möglichkeit für neue Fördermittel erkannt. Stichworte: Flüchtlinge und Inklusion.

Vielleicht aber haben ein paar Gemeinderäte auch nur so kurz vor Wahlkampfbeginn ihr Herz für die Jugend entdeckt. Diese Gelegenheit sollten wir ergreifen und ein tragbares Konzept für Jugendhäuser fordern, das sowohl in den Stadtteilen als auch in den Innenstadtquartieren Jugendhäuser schafft, die gerne auch mit den Quartierzentren, den Schulen und weiteren sozialen Einrichtungen, wie z. B. meseno, zusammenarbeiten können. Auf jeden Fall aber jedem Heilbronner Jugendlichen die Chance bieten, um sich zum Wohle unseres Landes entwickeln zu können.

Menetekel

Kaum beginnen sich die Israelis zu verteidigen, weil noch vor Kurzem viel zu viele ihrer Mitbürger durch Palästinenser abgeschlachtet wurden, schreit die gesamte Welt, dass sich die Israelis doch zu mäßigen hätten!

Die Hilfslieferungen an die Palästinenser werden weiter verstärkt und Solidaritätsbekundungen für diese doch „so armen, eingesperrten und unterdrückten“ Menschen abgegeben. Derweil werden aus Staatsraison heraus für die Israelis ein paar Krokodilstränen vergossen. Weltweit werden nun Juden wieder auf der Straße oder in ihren Häusern angegriffen und ermordet.

Die Zeiten eines latenten Antisemitismus sind wohl wieder einmal vorüber. Übrigens, auch die Israel-Flagge vor dem Heilbronner Rathaus ist wieder verschwunden.

Untergang

Das aktuell einzig Gute am Schaulaufen von Sarah Wagenknecht ist, dass wohl bald die Linke (exSED) aus unseren Parlamenten verschwindet — schön wär’s auf alle Fälle!

Wie die Nationalsozialisten auch, wittern nun die Edelmarxisten eine Morgendämmerung und sämtliche völlig überkommenen „links-rechts“-Einordnungen scheinen dabei weiter zu verschwimmen. Antisemitismus und die Vorliebe zu allem Totalitären, egal ob Faschismus oder Kommunismus, vereinigen die Extremisten aller Länder — Hauptsache gegen Demokratie!

Und diese Entwicklung kann man weltweit beobachten, es ist kein deutscher Alleingang. Bezeichnend dabei, wie sich unsere eigenen antidemokratischen Vertreter gerne mit allen Autokraten, ob Orban, Putin oder Abbas abbilden lassen.

Noch besser wäre es, wenn unsere Kaschmir- und Kaviar-Totalitaristen (Erich Honecker lässt grüßen) auch noch bei der AfD wildern und diesen dabei möglichst große Wählerverluste zufügen, bevor dann hoffentlich alle drei totalitären Bewegungen, wie die NPD oder die KPD zuvor, wieder in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Dann wäre der Untergang wieder einmal ein guter!