Schnappschuss

15.11.02024 5 (5)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Vermischtes

Die Kommentierung der Information, dass sich zumindest ein deutscher Cloud- und IT-Anbieter nun von Google abhängig macht, überlasse ich vorerst einmal Felix von Leitner, denn dieser wird sicherlich auf diesen Zug aufspringen; schon alleine wegen der vermeintlichen Sicherheit in „deutschen“ Netzen.

Ich lächle derweil darüber, weil gerade jene Mitarbeiter, die bisher Probleme mit Microsoft Office hatten — was es eigentlich seit Jahrzehnten nicht mehr geben dürfte — nun ihre Probleme mit Google Workspace haben werden (Stichwort: Digital Natives). Wobei beides weiterhin um Längen besser ist als das, was SAP so anbietet.

Dazu passend, dass jetzt alle Schüler mit Tablets ausgestattet werden. Dabei kommen die Lehrer heute schon nicht mehr hinterher, von den Schülertablets die Porno- und Glückspielseiten zu löschen. Ich vermute, dass die Tablets nach der Schule vielen Eltern eher zum eigenen Zeitvertreib dienen als ein Anreiz, um ihre eigenen Kinder beim Lernen zu unterstützen.

Aber es geht noch besser, denn jetzt soll es die Künstliche Intelligenz auch in den Schulen richten. Bis dahin werden die Schüler als Ersthelfer bei IT-Problemen eingesetzt.

Beim Problemlösen waren wir Deutschen schon immer erfindungsreich. Und so wird die neue Bundesregierung als erstes die Schuldenbremse in die Mülltonne treten; denn sonst geht es dieser wie der noch im Amt befindlichen Regierung. Merke: Bei uns werden Demokraten weiterhin gekauft und nicht gemacht.

Zerstreuung

Ich bin heute seit Langem einmal wieder Schwimmen gewesen, das Becken bot sich regelrecht zum Rundenziehen an. Ich konnte widerstehen und genoß eine kleine Auszeit im Außenbecken. Abends schwang ich dann auch noch das Tanzbein. Dazwischen versuchte ich zu verstehen, was mir der eine oder andere Student mitteilen wollte. Es wäre sehr schön, wenn ich es tatsächlich deshalb nicht verstehe, weil es für mich eine Nummer zu hoch ist. Es könnte aber durchaus auch sein, dass das Zusammenkopieren von englischsprachigen Textstellen manchmal doch nicht den erwünschten Sinn ergibt. Nun bin ich einmal auf die Antworten auf meine entsprechenden Fragen gespannt.

Manch anderer hat eine bereits etwas ältere Strategie aus der Schublade gezogen, nämlich die Vorlesungen zu schwänzen und dann einfach nur die Übungsaufgaben einzureichen. So blieb mir nur der Hinweis, dass es vielleicht nicht ganz so schlecht gewesen wäre, meinen Vorlesungen zu folgen. Und nein, ich werde die Aufgaben nicht mit einer Leitungslösung versehen, auch werden sie nicht in der Klausur wiederverwendet.

Leserzuschrift

Erst jüngst wurden meine bessere Hälfte und ich auf dem Gehweg hinterrücks angefahren. Dieses Mal waren es zwei halbstarke E-Scooter-Fahrer. Unsere Polizei und das Ordnungsamt drücken weiterhin beide Augen zu — man wartet lieber bis es Tote gibt, dann hat man wenigstens etwas zum Erzählen.

Ganz passend dazu eine Zuschrift, die mich als ehemaligen Freie Wähler Chef erreichte.

„In der Hst [Heilbronner Stimme] habe ich die Planungen [zur Innenstadt] verfolgt. Was mir bitter aufstößt ist ihr völliges Ignorieren der Fußgängerverkehrs. Mein Sicherheitsgefühl ist zunehmend durch E-Scooter und Fahrräder beeinträchtigt. Was haben denn Fahrräder auf Gehwegen und in der Fußgängerzone verloren? 

Die Aufenthaltsqualität ist dadurch stark beeinträchtigt. Drogendealer haben mich noch nie belästigt und auch der permanent präsente Ordnungsdienst, der natürlich nicht einschreitet, verunsichert eher.

Bitte berücksichtigen Sie das bei der Planung. Nebenbei: Das Befahren des Gehwegs durch Fahrräder ist eine Ordnungswidrigkeit und zieht 55 Euro Bußgeld nach sich, nur nicht in HN.“

Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich der Einsenderin nur voll und ganz zustimmen kann. Aber wie schon geschrieben, wer etwas in Heilbronn ändern möchte, der darf nicht immer wieder dieselben Gemeinderäte oder gar Bürgermeister wählen! Wer so handelt, der ist nicht mehr sehr weit von einem lobotomierten Demenzpflegestationsinsassen entfernt.

„Life is political, not because the world cares about how you feel, but because the world reacts to what you do.“

Timothy Snyder, On Tyranny (2017: 33)

Tanzen

28.2.02024 4.7 (3)

Beitragsfoto: Tanzen | © Pixabay

Verschiedenes

Manche Besprechungen können so richtig erschöpfend sein, vor allem dann, wenn es noch nicht einmal ein Protokoll gibt und schon wieder ganz neue Ideen durch die Lüfte wabern. Vielleicht hälfe es, wenn man sich zu einem Thema nur in einer Gruppe trifft und nicht ständig neue Grüppchen bildet. Als Mitverantwortlicher verliere ich so langsam aber sicher die Lust an der ganzen Sache.

An anderer Stelle geht es schon etwas organisierter von statten, und so kann ich mich schon auf einen sehr interessanten Europa-Ball freuen.

Als kleinen Mehrwert für meine Leser habe ich heute eine freie Wohnung in der Innenstadt anzupreisen. Wer neugierig ist, kann schon einmal den entsprechenden Blog-Beitrag vom 20. Mai 2019 lesen. Demnächst werde ich auch noch einen neuen Beitrag mit weiteren Details schreiben. Wer schon jetzt Interesse an der Wohnung hat, der kann sich gerne bei mir melden. Die Wohnung geht offiziell in ein paar Tagen an den Markt.

Erfreulich zu erfahren, dass man wohl eine RAF-Terroristin nach all den Jahrzehnten gefasst hat. Wie von mir vor ein paar Tagen geschrieben, eine Demokratie muss sich gegen alle ihre Feinde wehren. Noch erfreulicher aber ist es, dass sich die europäischen Faschisten aus Frankreich und Italien nun ganz offiziell von den deutschen Nationalsozialisten zu distanzieren beginnen; die Steigerung von Faschismus ist weiterhin der Nationalsozialismus! Wunderbar wäre es dabei, wenn auch viele unserer Mitbürger endlich zu verstehen beginnen, was sie da mit ihren Stimmen und Geldern heranziehen: nicht nur Staats- und Demokratiefeinde, sondern die übelsten Verbrecher auf Gottes Erdboden.

Höhepunkt des gestrigen Tages dann aber nicht das dienstägliche Planschen im Stadtbad, denn zum Schwimmen fehlt in all dem Gewimmel der Platz und ich habe keine Lust, mich um ein Plätzchen in einer Bahn zu streiten, sondern das abendliche Tanzbeinschwingen.

Apropos Stadtbad, es sieht gerade danach aus, dass die Kannibalisierung der Heilbronner Innenstadt munter weitergeht. Die Stadtverwaltung vertreibt nicht nur die letzten attraktiven Geschäfte, lässt die letzten Sportanlagen und Grünflächen verschwinden, sondern möchte nun auch noch das Stadtbad in einen der Stadtteile verlegen.

Aufräumen

Eine Erinnerung, dass ich meine Apps „verifizieren“ müsste, führt nun dazu, dass ich nach all den Jahren meine Entwickler-Accounts bei Google, Microsoft und Apple schließen möchte.

Zuerst wurde es etwas nostalgisch als ich versuchte, mich bei den jeweiligen Accounts anzumelden und dann auf Dinge wie z. B. eine Chat-App gestoßen bin, die ich schon längst vergessen hatte. Und so wird es wohl auch nichts machen, wenn diese Apps nicht nur aus den jeweiligen Stores verschwinden, sondern nun auch aus meinen alten Entwicklerkonten.

Dann wurde es etwas nervig, nämlich als ich die unterschiedlichsten Namen und Nummern angeben musste — was mich daran erinnerte, dass ein funktionierendes Backup oder wenigstens ein altes Notizbuch durchaus nützlich sein können. Dumm dabei nur, dass ich die Notizbücher, auch die digitalen, schon längst entsorgt habe und ein Backup für mich immer noch das reinste Teufelszeug ist.

Und so werde ich wohl die kommenden Tage doch so einige E-Mail austauschen, bis auch dieses Aufräumen von Erfolg gekrönt sein wird. In diesem Falle aber dürften die beteiligten Firmen die Leidtragenden sein, denn für meine Schlamperei können sie nun wirklich nichts.

Nachtrag

Da anscheinend Apps von mir noch genutzt werden (?), können diese nicht aus dem Store entfernt (??) und deshalb einer meiner Accounts nicht gelöscht werden. Für manche Dinge bin ich inzwischen einfach zu alt.

Gedicht

Nikki Giovanni schrieb bereits 1968 das Gedicht „Ego tripping“, dessen Titel durch „there may be a reason why“ ergänzt wurde. Dieses Gedicht passt in die heutige Zeit und in unseren Kulturkreis wie die Faust auf das Auge. Ich halte es für besonders erwähnenswert, weil es den folgenden Satz enthält, der das gesamte Gedicht voll und ganz auf den Punkt bringt.

„I am so hip even my errors are correct“

Nikki Giovanni, ego tripping (1968)

Das heutige Gedicht ist allerdings von Paul Laurence Dunbar, der aus Ohio stammt und in Dayton zur Schule ging — was wahrscheinlich Dan interessieren dürfte.

We Wear the Mask

We wear the mask that grins and lies,
It hides our cheeks and shades our eyes, —
This debt we pay to human guile;
With torn and bleeding hearts we smile,
And mouth with myriad subtleties.

Why should the world be over-wise,
In counting all our tears and sighs?
Nay, let them only see us, while

We wear the mask.
We smile, but, O great Christ, our cries
To thee from tortured souls arise.
We sing, but oh the clay is vile
Beneath our feet, and long the mile;
But let the world dream otherwise,

We wear the mask!

Paul Laurence Dunbar, The Complete Poems of Paul Laurence Dunbar (1913)

Und wer sich etwas weiter vertiefen möchte, dem empfehle ich Dunbars „Weltschmerz“-Gedicht. Weltschmerz, ein weiteres Wort, das deshalb in die englische Sprache Einzug gehalten hat, weil man es wohl kaum besser ausdrücken kann.


Screenshot Google News

6.11.02023 5 (5)

Beitragsfoto: Screenshot Google News

Wochenstart

Der Start ist gut gelungen, auch wenn ich dieses Mal den meseno-Bus nicht ganz mit Spenden voll bekommen habe. Und wie zu jedem Monatsbeginn warten diese Woche gleich zwei Stammtische auf mich. Dazu passt, dass Franz Schirm am Wochenende fleißig war und bereits die Stammtischtermine für 2024 festgezurrt hat. Jetzt muss ich diese bei Gelegenheit noch in meine eigenen Termine hier auf dem Blog mit übernehmen.

Und wenn alles so hinhaut wie beabsichtigt, dann gibt es am Freitag noch ein Käffchen mit Detlef Stern, bevor wir beide als Lesepaten tätig werden. Am Samstag haben wir die erste vorbereitende Sitzung für den Europa-Ball und am späten Nachmittag die Mitgliederversammlung des Deutsch-Afrikanischen Vereins.

Tanzen

Gestern Abend hat es dann doch geklappt, und meine bessere Hälfte konnte mit mir ein wenig das Tanzbein schwingen. Ganz passend dazu der Artikel „Tanzen macht süchtig“ von Ralf Weitbrecht in der FAZ vom 2. November 2023. Auch wenn ich eher davon ausgehe, dass das weibliche Geschlecht etwas anfälliger dafür ist.

Besonders gefallen hat mir die Aussage von Sascha Karabey im besagten Artikel zum Tanzen: „Es ist ein infiniter Prozess.“ — damit kann ich mich ganz gut anfreunden.

Und weil das Tanzen auch etwas aufwühlt, zumindest mich, habe ich mir zum Abschluss noch den Film „The Man Who Knew Too Little“ aus dem Jahr 1997 gegönnt; ich weiß dabei nicht mehr, wie oft ich diesen Film seit seinem Erscheinen bereits gesehen habe. Mir gefällt er auf alle Fälle viel besser als jeder James Bond. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich Bill Murray immer noch für den besseren Schauspieler halte.

Dass dieser Film Alfred Hitchcocks „The Man Who Knew Too Much“ aus den Jahren 1934 oder auch 1956 parodiert, dürfte bereits der Titel verraten.

Google News

Seit ein paar Tagen wird mein Weblog auch von Google News angezeigt. Nicht jeder möchte immer direkt auf mein Weblog zugreifen oder gleich den RSS-Feed abonnieren. Noch weniger Leser sind bereit, um per E-Mail über die jüngsten Blog-Beiträge informiert zu werden.

Und so freut es mich sehr, dass nun Google News-Nutzer nicht nur gelegentlich meine Blog-Beiträge eingespielt bekommen, sondern dem Blog dort auch selber folgen können. Dazu muss man Kümmerles Weblog nur als Quelle angeben und schon wird man über die aktuellen Blog-Beiträge informiert. Das bedeutet auch nicht, dass man nun jeden neuen Blog-Beitrag lesen muss; das machen meine Abonnenten per RSS oder E-Mail auch nicht.

Im Falle, dass Sie Google News nicht kennen, können Sie sich hier gleich einen Überblick verschaffen [7.5.2025: inzwischen ist dies nicht mehr der Fall.]