Schwimmbad

Rettungskonzepte 4.9 (9)

Beitragsfoto: Schwimmbad | © Armin Forster auf Pixabay

Pontius Pilatus wusch seine Hände noch in Unschuld, nachdem er Jesus gekreuzigt hatte. Ich ging nach meiner Vorlesung stante pete ins Schwimmbad, um meinen ganzen Körper zu waschen und zeitgleich auch ein wenig über heutige Studenten zu reflektieren.

Schlagen mag ich sie nicht und einfach aussperren hilft auch nicht weiter. Noch letzte Woche thematisierte ich die Bedeutung der Pünktlichkeit fürs eigene Leben im allgemeinen und für meine Vorlesung im besonderen. Als Resultat davon ging es bei mir heute zu wie auf einem etwas größeren Bahnhof. Schuld war wieder jemand anderes — mal zur Abwechslung die Deutsche Bahn, großes Gähn! Dabei müsste jeder halbwegs normale Mensch wissen, dass man pünktliche Bahnverbindungen niemals mit einplanen darf. Auch kann es auf der Toilette manchmal etwas länger dauern und der „junge Mann, der einem aktuell hinterherläuft“, kommt manchmal auch nicht schnell genug hinterher. Habe ich eine Entschuldigung vergessen?

Da ich über gute Hörgeräte, eine ganz passable Tastatur und eine funktionierende Internetverbindung verfüge, konnte ich während meiner Vorlesung so ganz en passant noch einen echten Profi coachen. Und wie ich nach dem Baden feststellen durfte, auch noch mit Erfolg. Und so war meine heutige Vorlesung doch nicht völlig umsonst [übrigens gern geschehen!].

Im warmen Wasser schweiften meine Gedanken bald ab, während ich mich ums Bahnenziehen drückte und so kam ich über ganz neue Rettungskonzepte ins Philosophieren.

Als neues Rettungskonzept in Schwimmbädern müssen heute je nach Beckengröße ein bis drei Rettungsschwimmer, Schwimmmeister oder Bademeisterinnen ins Becken plumpsen und kein Mensch kann mehr darin ertrinken — schnell und effektiv, warum hat noch kein anderer daran gedacht?

Und auch für unsere Lebensmittel kann man die sogenannten Lebensmittelretter viel effizienter einsetzen. Steht eines unserer Lebensmittel am Ende seiner Haltbarkeit, ruft man die 111, ein Retter erscheint und isst den Kühlschrank leer.

Im Falle von Händlern und Großmärkten müssen diese nur das Kennwort „Massenanfall“ für bis zu einer Tonne und das Kennwort „Großschadenslage“ über einer Tonne nennen und die Retter fahren mit einem entsprechend großen Bus vor — auch hier bedarf es keiner größeren Ausbildung oder gar Qualifikationen mehr.

Selbst für die Landesverteidigung hätte ich eine Idee gehabt, nur bin ich mir nicht so ganz sicher, ob diese nicht dem Verbot biologischer Kampfmittel unterliegt. Und als Soldat hätte ich dann doch auch etwas Mitleid mit den völlig ausgemergelten russischen Soldaten, wenn sich auf jeden solchen plötzlich schreiende „Kampfbomben“ stürzen und unter sich begraben.

Der Charme dabei, wir bräuchten nicht wie die Ukrainer Drohnen und müssten zudem keine entsprechenden Piloten ausbilden.

Ein weiteres Rettungskonzept, welches übrigens schon heute ganz gut funktioniert, sind die erfrischenden, informativen und sehr kollegialen Gespräche mit Detlef Stern vor meinen Vorlesungen. Das heutige machte mich zudem sehr neugierig, denn Detlef Stern umriss in groben Zügen seine eigene Einteilung der heutigen Studentenschaft.

Ich konnte heute nur zwischen Zuspätkommern und Anwesenden unterscheiden. Und vielleicht wurde das Konzept des agilen Studierens nur deswegen entwickelt, um wenigstens ab und zu etwas Bewegung im Hörsaal mitzubekommen — einmal vom Zuspätkommen oder Zufrühgehen ganz abgesehen.

Nachtrag

Ich wollte diesen uralten Studentenwitz nicht erwähnen, nun aber, da ich bereits zweimal darauf hingewiesen wurde, kommt er nun doch; hätte nie gedacht, dass dieser Witz auch heute noch aktuell ist: „Besser zu früh gehen als zu früh kommen.“

Gruselett

Der Flügelflagel gaustert
durchs Wiruwaruwolz,
die rote Fingur plaustert,
und grausig gutzt der Golz.

Christian Morgenstern, Galgenlieder (1905)

Doppelhelix-Treppe

Kalenderwoche 12 4.1 (7)

Beitragsfoto: Doppelhelix

Europa

Auch wenn ich diese Woche mit anderen Dingen voll und ganz ausgelastet war, wobei es mir die Grillgäste halbwegs verziehen, dass mein Grill etwas schwächelte, gab es die eine oder andere sehr interessante Veranstaltung zum Thema Europa. Das Landratsamt veranstaltete eine Podiumsdiskussion „Augen auf Europa“ wobei Landrat Norbert Heuser eine flammende Rede zum Einfluss der EU auf kommunaler Ebene hielt. Vielleicht sogar noch etwas erfreulicher die Werbung, die Dr. Andrea Wechsler MdEP während der Veranstaltung für den Europa-Ball machte. Da meine bessere Hälfte und ich leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, hat Semin Bristina für uns mitgehört und uns seine Aufschriebe überlassen. Sein Bericht zur Veranstaltung findet sich demnächst auf der EUROPA-UNION Heilbronn Website, danach muss ich aber gucken, was mit meinem Grill geschehen ist. Amerikanische Produkte sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren.

Vielleicht aber hat das auch etwas mit dem von der deutschen Politik und Industrie jüngst verlautbartem Totmann-Knopf („Kill-Switch“) in den US-Produkten zu tun. Donald Trump hat wohl ganz offensichtlich einen meiner Blog-Beiträge gelesen und meinen Grill sofort abgeschaltet. Inzwischen dürfte es aber allen halbwegs Interessierten bekannt sein, dass dieser „Kill-Switch“ nur in den Hirnen von Putins Schoßhunden und europäischen Kriegsgewinnlern existiert, welche uns weiterhin ihren Schrott verkaufen wollen und dabei wie gewohnt den völlig unnötigen Tod von deutschen Soldaten billigend in Kauf nehmen.

Oppenheimer

Passend zu meiner Vorlesungsreihe der Film von Christopher Nolan aus 2023. Wenn die Studenten schon nicht auf das Buch von Richard Rhodes „The Making of the Atomic Bomb“ (1986) zurückgreifen, was ich bei dessen Dicke verstehen kann, dann sind die 180 Filmminuten eine gute Investition.

Der Film basiert aber nicht auf dem Buch von Richard Rhodes, sondern auf der Oppenheimer-Biografie von Kai Bird und Martin J. Sherwin (2010). Ich bin zwar kein Fan von Biografien, werde mir dieses 704-Seiten Werk aber doch einmal etwas näher anschauen, zumal es mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

Zurück zum Film selbst, Cillian Murphy gibt einen hervorragenden Julius Robert Oppenheimer. Matt Damon gefiel mir ebenfalls ganz gut als Leslie R. Groves — man könnte sich dabei durchaus einmal die Frage stellen wer der tatsächliche Projektleiter gewesen ist. Stichwort: Verantwortung. Ein weiteres Stichwort macht den Film besonders für Studenten interessant: Risikomanagement.

Und wenn wir schon einmal bei Preisen sind, der Film erhielt sieben Oscars. So gut war er aber dann auch wieder nicht. Mir gefielen im Film zwei weitere Schauspieler ganz gut, zum einen Florence Pugh und zum anderen Rami Malek.

Ob der Film es nun aber in meine kommende Vorlesung zum Thema Integrationsmanagement schafft, mache ich von meiner eigenen Tagesform abhängig. Bin einmal gespannt, ob mich die Studenten darauf ansprechen, denn dieser Film verdeutlicht auch diese Thematik ganz gut.

Vermischtes

Immer mehr Cafés wollen die Nutzung von Laptops einschränken, weil sie mit diesen Kunden meist zu wenig Umsatz machen. Ich erinnere mich noch sehr gut an mein Lieblingscafé in München, wo ich bei einem Stückchen Käsekuchen und einem Tässchen Tee mich meinem Studium in Ruhe widmen durfte.

Ich gehe nicht davon aus, dass dieses wunderschöne Wiener Kaffeehaus wegen meinen damaligen Studien heute nicht mehr existiert, sondern einfach nur für die Münchner zu weltstädtisch war.

Später dann erkannte ich die Notwendigkeiten von Cafés mit ihren Kunden Geld verdienen zu müssen und wechselte für meine Arbeiten in die unterschiedlichsten Bibliotheken, wo ich zudem bei Bedarf noch auf die dort vorhandenen Bücher und anfangs auch das Internet zugreifen konnte. Tatsächlich hatte ich in den 1990er-Jahren einmal ein kostenloses E-Mail-Konto bei einem Provider — fragte mich dann aber doch, warum dieser mir etwas kostenlos zur Verfügung stellt und wechselte zu einer Bezahllösung. Kaum dreißig Jahre später fangen nun immer mehr Mitmenschen an, sich diese Frage ebenfalls zu stellen. Dabei sollte inzwischen doch jeder wissen, dass es auf dieser Welt nichts umsonst gibt.

Und so bin ich einmal gespannt darauf, wie die heutigen Cafébesitzer dieses Dilemma lösen. Da aktuell die Steuermilliarden nur so sprudeln, gäbe es doch die Möglichkeit, dass jeder Cafébesitzer für jeden Besucher mit Laptop eine staatliche Entschädigung erhält — man könnte dabei das bewährte Modell der „Corona-Tests“ weiter nutzen.

Jimmy Kimmel wird aktuell dafür gefeiert, dass er X verlassen hat. Ich hingegen frage mich dabei nur, warum erst jetzt! — schon etwas länger gucke ich ihn kaum noch; könnte wohl damit zusammen hängen, dass ich ihm seine „Show“ nicht mehr abkaufe.

Die Treppenform der doppelläufige Wendeltreppe soll von Leonardo da Vinci erfunden worden sein und wird heute gerne als Doppelhelix bezeichnet. Bei dieser Treppenform laufen zwei Treppenläufe schraubenartig ineinander, bilden also eine Doppelspirale, welche durchaus an die heutige Darstellung von zwei parallelen Stränge bei Makromolekülen erinnern kann.

Schon ganz normale Treppen stellen eine große Herausforderung für heutige Architekten und Baufirmen dar — ich erinnere nur an die Treppenanlage des Europäischen Parlamentsgebäude in Brüssel hin zum Luxemburgplatz. Und selbst in Häusern bei uns kommt man immer öfters und völlig unnötiger Weise ins Stolpern.

Und so findet man doppelläufige Wendeltreppen nur gelegentlich in jenen Repräsentativbauten und Aussichtstürmen, wo Geld keine Rolle zu spielen scheint. Mein Lieblingsbeispiel einer Doppelhelix findet sich im Europäischen Parlament in Straßburg; diese zu begehen ist immer wieder eine Freude. Dafür aber ist der Rest des Gebäudes inzwischen so baufällig, dass man den besten Teil — einmal vom Plenarsaal abgesehen — des Gebäudes, nämlich die Aussichtsplattform aus statischen Gründen wenn überhaupt nur noch in Kleingruppen betreten darf. Und so kann man dies inzwischen sinnbildlich nehmen: dieses Parlamentsgebäude lebt und stirbt mit der EU, einzig in die Zäune, Panzersperren und „Selbstschussanlagen“ wird noch heftig investiert.

Don Martin geht immer


Attention

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Beitragsfoto: Schnappschuss

Kämpfen

Die Maulhelden haben bei uns wieder einmal Hochkonjunktur! Die ersten Wehrdienstverweigerer und Fahnenflüchtige ergaunern sich nun ganz offiziell möglichst hohe Dienstgrade — gibt ja Geld, Ehre und keine einzige Verpflichtung!

Jede Wette, demnächst gibt es auch die ersten Generale bei den Reservisten. Einmal vor der Wehrpflicht nach West-Berlin geflohen und man wird sich nicht mehr vor dem Generalleutnant retten können!

Jeder halbwegs Kundige müsste wissen, dass zum Kämpfen können auch das Kämpfen wollen gehört. Und so haben wir in Deutschland wie auch im Rest Europas das große Problem, dass wir ggf. durch massive Schuldenberge Waffen, Munition, Ausrüstung und Gerät beschaffen können, aber dabei keine ausreichende Anzahl von Soldaten finden werden, die auch kämpfen wollen. Und noch viel weniger Bürger, die Soldaten werden wollen.

Deshalb frage ich einmal ganz rhetorisch in die Runde, wer ist tatsächlich bereit, sich für sein Land erschießen zu lassen? Und wer ist tatsächlich bereit, einen oder vielleicht gar den einzigen Sohn in den Krieg ziehen zu lassen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass sobald die Russen weiter gegen Europa antreten, die Wohnwagenkarawanen gen Westen ziehen und sämtliche Flüge in die USA oder nach Australien ausgebucht sein werden. Wobei die wichtigste Aufgabe der Bundeswehr sein wird, unsere Politiker nach Hawai oder andere schöne Gegenden zu evakuieren.

Europa-Ball

Nicht mehr lange und der Europa-Ball öffnet in der Harmonie seine Pforten. Für gute Tanzmusik und mehr als ausreichend Tanzfläche ist gesorgt. Auch das Rahmenprogramm verspricht ein musikalisches und tänzerisches Highlight nach dem anderen. Schade nur, dass es noch freie Plätze gibt! Hier hätte ich mir etwas mehr Engagement der Tanzwilligen in Heilbronn und Umgebung gewünscht. Ich behaupte, dass es zumindest in Franken dieses Jahr keine bessere Tanzmöglichkeit gibt als am Samstag, 10. Mai 2025 in der Heilbronner Harmonie.

Der Vorteil dabei ist es nun, dass auch Kurzentschlossene und Neugierige in den Genuss eines Ballabends kommen können. Ich behaupte zudem, dass wer erst einmal einen guten Ball wie z. B. den Europa-Ball miterleben konnte, immer wieder auf Bälle gehen wird. Die Ballkultur ist gerade im süddeutschen Raum etwas Besonderes und für den Anfang muss man nicht gleich nach Wien pilgern.

Wer zumindest jetzt ein bisschen neugierig wurde, der kann die weiteren Details auf der Website der EUROPA-UNION Heilbronn einsehen oder sich gerne direkt an mich wenden.

Verschiedenes

Erfreulich gestern die Anzahl der Studenten in meiner Vorlesung, weniger erfreulich das Pünktlichkeitsverständnis von doch so einigen zumindest zeitweise körperlich Anwesenden. Auch wenn gutes Projektmanagement eigentlich schon immer wissenschaftsbasiert war, ist dies keine Entschuldigung dafür, um einmal „cum tempore“ auszuleben und dabei auch noch diese schlechte Eigenschaft auszuweiten. Projektmanagement ist immer „sine tempore“ — selbst wenn man nur eine Einführungsveranstaltung besucht.

Heute versuche ich mich wieder etwas am elterlichen Garten, das Wort Dschungel träfe es wohl besser. Dabei schaffe ich aber wahrscheinlich gerade nur so viel, dass er keiner Urwald-Guerilla als Stützpunkt dienen kann. Und so fallen dieses Arbeiten eigentlich unter das Thema „Landesverteidigung“. Wäre ich noch etwas fitter, dann könnte ich gleich auch noch einen Musterkampfstand ausheben.

Den Deal des Schuldenkanzlers mit Bündnis 90/Die Grünen hatte ich bereits in meinem Beitrag vom 10. März angekündigt. Nun wird völlig erwartungsgemäß eine Parteigröße nach der anderen „entschädigt“. Dass dabei der eine oder andere Karrierediplomat nach jahrzehntelanger Arbeit und Mühen nun auf der Strecke bleibt, ist schon lange bundesdeutsches Werteverständnis. Auch, dass die Grünen als erstes die Korruption als probates politisches Mittel von den Volksparteien übernahmen, und dies noch bevor sie erstmals mit Krawatten in den Parlamenten erschienen.

Ich kann einfach nicht anders, sobald ich solche Geschichten in der Presse lese, dann muss ich an Helmut Kohl und seine geistig-moralische Wende sowie den entsprechenden Cartoon mit den kleinen Teufeln denken.

Da ging ich jüngst mit leichtem Gepäck auf Reisen und nahm nur ein iPad mit. Schon immer habe ich mich gefragt, warum dort eine Kamera verbaut ist. Und so machte ich damit meinen ersten Schnappschuss, ganz still und heimlich, während ich in einem Flugzeugsitz eingepfercht war. Ist es außer mir schon einmal jemandem aufgefallen, dass Airbus in der Bretterklasse nur noch Sitze für Pygmäen und Han-Chinesen verbaut? Gut, dass wir uns als ganz normale Mitteleuropäer zu dritt drei solcher Stühle teilen konnten — während des Fluges überlappten wir uns dabei wechselseitig. Erholung fanden wir später in einer Embraer, deren Sitze tatsächlich weiterhin so breit waren wie unsere Schultern.

Dann fand ich aber doch noch eine Verwendung für die iPad-Kamera, nämlich zum Einscannen von Dokumenten. Was aber auch nur dann halbwegs praktisch ist, wenn man kein Mobiltelefon zur Verfügung hat. Aber auch hierbei möchte ich nicht von meinen Mitmenschen beobachtet werden, denn das sieht schon etwas unbeholfen aus.

Inzwischen sind auch wieder die „Korrupties“ der CDU-Gaslobby unterwegs und verhandeln mit Wladimir Putin neues Russen-Gas, welches wohl auch wieder über Nord Stream 2 zu uns kommen wird, ob wir es wollen oder nicht.

Dabei wollte doch Friedrich Merz die Merkel-CDU eigentlich zu Grabe tragen, wohl aber nicht jene Praktiken, bei denen man sich selbst dumm und dämlich verdienen kann. Und so wird die Geldkoffer-CDU weiterhin fester Bestandteil der Parteiprogrammatik bleiben — wenn ich mich richtig erinnere, zumindest für das Finanzamt nur Spenden verstorbener jüdischer Mitbürger; CDU-Ehrensache!