Schachfiguren

2.5.02025 5 (6)

Beitragsfoto: Schachfiguren | © Elmer L. Geissler auf Pixabay

Vermischtes

Ganz ohne Frage, Deutschland ist das Eldorado für alle systemrelevanten Personen, ob juristisch oder natürlich. In Deutschland findet die Umverteilung ebenfalls ganz unbestritten von anständig zu unanständig statt. Zwar werden diese staatlichen Ausgaben durch Schuldenberge (= negative Investitionen in die (Nicht)Zukunft unserer Enkel) mitfinanziert, was aber lange nicht ausreicht, um all jenen, welche den Mund nicht voll genug bekommen, das Leben möglichst angenehm zu gestalten.

Und so dürfte mit dieser Regierung erstmals die 5 Billionen Euro Verschuldung erreicht werden. Die große Masse der Transferzahlungen wird aber weiterhin durch Steuern und Abgaben sichergestellt — und damit ist Deutschland auch das Eldorado für Steuern und Abgaben und wie bereits gesagt, zum Leidwesen aller Anständigen unter uns.

Dass wir mit den staatlichen Transferzahlungen „die Faulen und Unfähigen in unserer Gesellschaft am Leben erhalten“ ist dabei eine von den tatsächlichen Profiteuren der Umverteilung gerne propagierte Teilwahrheit. Wohl aber nur, um die anständigen Bevölkerungsteile vom eigentlichen Raubbau an unserer Gesellschaft abzulenken.

Ohne Frage auch, dass bei uns wirklich jeder Steuern und Abgaben zahlt, selbst der letzte Bettler an der Ecke! Aber keine Regel ohne Ausnahme! Selbstverständlich zahlen die systemrelevanten Personen in unserem Land so wenig Steuern und Abgaben, dass sie durch den Erhalt der Transferzahlungen sogar noch Gewinn erwirtschaften, der sie damit immer noch systemrelevanter macht (= sozial-christliche Umverteilung).

Um diesen Teufelskreis ein wenig abzumildern, werden unsere staatlichen Institutionen immer einfallsreicher, selbst die Sonne, das Wasser und die Luft werden heute besteuert oder mit Abgaben versehen. Selbst eine waschechte Dummensteuer gibt es bei uns, man nennt diese ganz unschuldig: Toto-Lotto.

Andere Baustelle. Heute gab es wieder einmal ein etwas längeres Käffchen mit Detlef Stern, wobei wir auch über den Begriff „lang“ sprachen. Über die Philosophie ging es zur Informatik und dann auch zu den Studenten; aber sehr schnell wieder zurück zur Philosophie.

Wieder andere Baustelle. Der Europa-Ball steht! Und er wird erneut ein Erfolg werden. Entgegen meiner Erwartung gibt es aber noch freie Plätze für Kurzentschlossene und auch die eine oder andere Partei könnte sich noch etwas besser selber präsentieren — wir Europäischen Föderalisten machen Angebote; wer möchte, der kann sie nutzen, wer nicht, der wird nicht gezwungen.

Wir werden auf alle Fälle unseren Spaß haben! Manch andere sitzen derweil lieber in der Ecke und schmollen vor sich hin — aber auch für diese Mitmenschen habe ich nun ein entsprechendes Angebot.

Die Sonne scheint und so werde ich wohl heute noch den Häcksler im Garten aktivieren, bevor es zu Freunden zum Abendessen geht.

Spielecke

Da mithilfe einiger kompetenter Administratoren und Software-Entwickler meine Backend-Probleme (im Blog) fürs Erste behoben werden konnten, hatte ich noch ein wenig nächtliche Zeit über und startete eine Spielecke.

Wieder einmal so eine fixe Idee, die ich auch sehr schnell wieder rückgängig machen kann. In der Zeit dazwischen findet der eine oder andere Leser vielleicht entspannte Minuten oder gar ein paar neue Ideen, um schlaflose Nächte außer mit Schäfchenzählen verbringen zu können.

Monsieur Claude

Wie bereits im August 2022 vermutet, war der dritte Teil „Qu’est-ce qu’on a tous fait au Bon Dieu ?“ (2022) besser als der zweite „Monsieur Claude 2“ (2019), allerdings dann doch nicht besser als das Original „Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu ?“ aus 2014.

Gestern sah ich alle drei Teile hintereinander und konnte sie so besser miteinander vergleichen. Zum Schluss sind es dann wieder wir Deutsche, über die sich Claude Verneuil, wunderbar gespielt von Christian Clavier, am liebsten beschwert — bei seiner Auswahl auch nicht weiter erstaunlich.

Im zweiten Teil revanchiert sich ein afghanischer Asylant ein klein wenig, indem er dem Pfarrer attestiert, dass alle Franzosen krank seien.

Wenn man die drei Filme hintereinander schaut, kann man leicht bemerken, dass Claude Verneuils Tochter Odile Benichou Verneuil im dritten Teil nicht mehr von Julia Piaton, sondern sondern von Alice David gespielt wird.

Mein persönlicher Favorit aller drei Teile ist aber Pascal N’Zonzi als André Koffi, der einen afrikanischen Patriarchen genau so gibt, wie ich sie selber einmal kennenlernen durfte.

„Was aber ist in einem glücklichen Leben das Herausragende?
Dass es erfüllt ist.“

Seneca, 11. – 13. Buch, 85. Brief (2023: 713)

Driving

8.4.02025 3.9 (10)

Beitragsfoto: Schnappschuss

Vermischtes

Kaum war ich mit dem meseno-Bus unterwegs, wobei ich gestern den Wagen zum Schluss sogar voll hatte, bekam ich einen Eintrag ins Gästebuch und erfuhr zudem, dass ein Leser morgens gleich in dieses Blog guckt, um zu erfahren, ob es wieder etwas Neues gibt. Übrigens, den obigen Schnappschuss konnte ich während der Busfahrt tätigen.

Spätmittags guckten meine bessere Hälfte und ich noch bei einem 55. Geburtstag vorbei, überließen den Jüngeren dann aber den weiteren Abend.

Gestern konnte ich zudem nicht widerstehen und bastelte ein wenig hier im Backend, leider gab es nur Verschlimmbesserungen, welche sich hoffentlich nicht im Frontend bemerkbar machen. Besser wäre es wohl, wenn ich zum Spielen einen älteren Rechner aktiviere und dort die jüngste Version von FreeDos aufspiele. Nach 2022 gibt es dank Jim Hall nun mit 1.4 eine aktualisierte Version. Leider habe ich aus Platzgründen bereits 2020 meine letzte Hardware aus dem vergangenen Jahrhundert entsorgt und so wird die „Floppy-Only Edition“, welche für die 720 KB, 1.44 MB oder 1.2 MB 5.25 und 3.5-inch Floppy Disks verfügbar ist, für mich nicht mehr infrage kommen.

Heute früh geht es sogleich an die Hochschule, wobei ich mich schon jetzt auf das Käffchen mit Detlef Stern freue. Für die Studenten gibt es im Anschluss Pufferzeiten und deren Berechnung, was für angehende Wirtschaftsinformatiker sicherlich ein entspannendes Thema ist. Danach versuche ich die Vorlesung wieder im Schwimmbad nachzubereiten.

Für die etwas höheren Semester habe ich sogar eine nette Aufgabe, nämlich ob man mit einer Open source Software seine Daten auf egal welchem Server (Cloud Solution) verschlüsselt oder besser und dann auch ohne Verschlüsselung diese auf einem eigenen Server belässt bzw. dorthin umzieht.

Union und SPD haben sich ihre Aufgabe selber gegeben, bis zum Wochenende soll die Grundlage für ein Regierungsbündnis stehen. Friedrich Merz sollte nun liefern und zeigen, dass er tatsächlich Kanzler kann.

Aber schon heute kann ich das Ergebnis bekanntgeben: mehr Schulden, die Verteilung der Staatsausgaben nach dem Gießkannenprinzip, zusätzliche Steuergeschenke an das jeweilige Klientel und dies alles auf Kosten der Bildung, Infrastruktur und unserer Verteidigung. Auch in Heilbronn baut man lieber Seilbahnen als unsere völlig heruntergekommenen Schulen zu sanieren.

Kaum geschrieben, schlägt der Schwarzrock zu: „nach Börsenabsturz drängt Merz auf Hilfen für die Wirtschaft“ (Süddeutsche Zeitung).

Fragen & Antworten

Jüngst schickte mir eine Leserin die folgenden Antworten von 16-jährigen Schülern aus den USA zu. Diese stammen aus dem berühmt berüchtigten „General Educational Development Test“. Sie meinte dabei, dass die Studenten in meinen Vorlesungen gar nicht so schlimm sein könnten — was in der kommenden Klausur zu beweisen wäre.

The following questions were set in last year’s GED examination …

These are genuine answers (from 16 year olds)    


Q. Name the four seasons 
A. Salt, pepper, mustard and vinegar 

Q. How is dew formed 
A. The sun shines down on the leaves and makes them perspire 

Q. What guarantees may a mortgage company insist on 
A. If you are buying a house they will insist that you are well endowed 

Q. In a democratic society, how important are elections 
A. Very important. Sex can only happen when a male gets an election 

Q. What are steroids 
A. Things for keeping carpets still on the stairs 
(Shoot yourself now, there is little hope) 

Q. What happens to your body as you age 
A. When you get old, so do your bowels and you get intercontinental 

Q. What happens to a boy when he reaches puberty 
A. He says goodbye to his boyhood and looks forward to his adultery 
(So true)

Q. Name a major disease associated with cigarettes 
A. Premature death 

Q. What is artificial insemination 
A. When the farmer does it to the bull instead of the cow 

Q. How can you delay milk turning sour 
A. Keep it in the cow 
(Simple, but brilliant) 

Q. How are the main 20 parts of the body categorized (e. g. the abdomen) 
A. The body is consisted into 3 parts – the brainium, the borax and the abdominal cavity. The brainium contains the brain, the borax contains the heart and lungs and the abdominal cavity contains the five bowels: A,E,I,O,U.

Q. What is the fibula? 
A. A small lie 

Q. What does ‘varicose’ mean? 
A. Nearby 

Q. What is the most common form of birth control 
A. Most people prevent contraception by wearing a condominium. 
(That would work) 

Q. Give the meaning of the term ‘Caesarean section’ 
A.. The caesarean section is a district in Rome 

Q. What is a seizure?
A. A Roman Emperor.  
(Julius Seizure, I came, I saw, I had a fit)

Q. What is a terminal illness 
A. When you are sick at the airport. 
(Irrefutable) 

Q. What does the word ‘benign’ mean? 
A. Benign is what you will be after you be eight 
(brilliant) 
  
AND THE BEST IS LAST: 
  
Q. What is a turbine?
A. Something an Arab or Shreik wears on his head. Once a Arab boy reaches puberty, he removes his diaper and wraps it around his head.
(now we’re getting somewhere)

„Oft ist Haltung eben doch nur ein Stützkorsett aus Followern …
Ich brauch keine Follower, ich habe Stalker.“

Lisa Eckart

Snoopy

1.4.02025 4.5 (6)

Beitragsfoto: Streetart

Existenz

Angeregt von den Diskussionen des Stammtisches musste ich erkennen, dass ich nach all den Jahren auch PTSD nicht einfach so abschreiben kann. Die Stammtischler nahmen es gelassen und der Abend verlief wie gewöhnlich sehr harmonisch. Und so schreibe ich nun nach einem Spaziergang zur Beruhigung diesen Teil des Blog-Beitrages; einen etwas detaillierter Vortrag wird es demnächst im Rahmen unserer weiteren Vortragsveranstaltungen geben.

Am aktuellen Beispiel der Ukraine können wir ganz gut erkennen, dass ein Land seine Existenzberechtigung verloren hat, sobald es sich nicht mehr selbst verteidigen kann; in diesem Punkt dürfte ich mit Wladimir Putin einer Meinung sein. Um gleich jegliche Häme vorwegzunehmen, dies gilt seit 1945 für alle europäischen Länder! Deshalb wurde von Politikern mit Verantwortungs- und Pflichtgefühl auch der Versuch unternommen, Europa zu einen (u. a. Subsidiaritätsprinzip). Und weil man erkennen musste, dass auch dies noch zu kurz gesprungen war, wurde 1949 die NATO geschaffen.

Diese Tatsache gilt noch heute. Leider aber auch, dass Europa seit Jahrzehnten seine Bereitschaft und Fähigkeit, um sich auch trotz auswärtiger Hilfe noch verteidigen zu können, weiter verliert. Alle europäischen Staaten zerfallen weiterhin, ohne sich aber in einem größeren Ganzen zusammenfinden zu wollen. Der Zerfall wird einfach nur übertüncht.

Dies erkennend wurde schon vor Jahren (auch von mir) vorgeschlagen, dass wir ähnlich wie in Frankreich auch in anderen europäischen Staaten jenen Menschen, die bereit sind, sich für ihre neue Heimat totschießen zu lassen, auch die entsprechende Staatsbürgerschaft zu verleihen. Dieser Vorstoß scheiterte von vorne herein. Zum einen daran, dass man diesen potenziellen Soldaten eine angemessene Entlohnung verweigerte, so wie den eigenen „dummen“ Landsleuten auch, und zum anderen deshalb, weil man diesen Soldaten im Falle, dass sie ihren Einsatz überleben, keine Staatsbürgerschaft gönnte. So wie bei den Gastarbeitern zuvor hätten sie verkrüppelt und geschunden das Land wieder verlassen müssen.

Einen weiteren Vorschlag, nämlich verstärkt auf Robotik und Drohnen zu setzen, wurde damit abgetan, dass dies unmenschlich wäre und gegen die Menschenrechte potenzieller Angreifer verstoßen würde.

Ganz plötzlich schreien nun wieder alle, dass sich Deutschland verteidigen können müsse! Stimmt! Aber wer soll Deutschland denn verteidigen?

Im Gegensatz noch zum Ersten und Zweiten Weltkrieg drücken sich die deutschen „Eliten“ seit Jahrzehnten mit allen Mitteln vom Wehrdienst; sie haben dafür sogar eine legale Möglichkeit zur Fahnenflucht (Westberlin) geschaffen. Ein Land, wo nur noch die eigentlich Ungeeigneten neben ein paar Träumern bzw. Idealisten ihren Wehrdienst ableisten, hat seine Existenzberechtigung verloren und dies, bevor es noch zur Kasse treten muss.

Schlimmer noch jetzt, wo es durchaus zu einem Krieg kommen könnte, schafft unser Staat für seine Eliten die Möglichkeit, um sich im Schnelldurchlauf Offizierspatente „zu kaufen“; selbst anerkannte Wehrdienstverweigerer und ehemalige Fahnenflüchtige kommen ohne Weiteres in diesen Genuss. Diese widerlichen Gestalten haben dabei nur eines im Sinne, sich nämlich ganz elegant vor einem Kriegsdienst zu drücken und sich dabei, wenn sie sich nicht selbst weit weg vom Frontverlauf positionieren können, auch noch eigene Meriten zu verdienen, nämlich indem sie ohne jegliche Kenntnis und Verstand möglichst viele eigene Landsleute in den Tod schicken (die Russen führen uns dies gerade wieder einmal gut vor Augen).

Deshalb wäre es nur opportun, dass jeder einzelne, der nun nach Kriegsfähigkeit schreit, sich selbst als erstes für den gewöhnlichen Grabenkampf zur Verfügung stellt, zumindest aber seine eigenen Kinder in die Schlacht schickt.

Und wer alt und ergraut seinen Wohlstand genießt, sollte gerade heute verstärkt darüber nachdenken, ob die Gelder für die eigene Kreuzfahrt nicht besser angelegt wären, indem man den heutigen Soldaten Geld für deren notwendige Ausrüstung und Gerät spendet — denn die zahlen dies auch heute noch selbst!

Zudem könnte man verstärkt dafür werben, dass unsere Soldaten die besten Waffen und die beste Munition bekommen, die es überhaupt zu kaufen gibt und nicht nur das, was ein paar deutsche Eliten reich macht.

Europastammtisch

Von den 248 erreichten Rundschreibenabonnenten haben bis dato 112 dieses auch nachweislich geöffnet; nicht jede Öffnung kann von mir aber nachvollzogen werden, so dürfte die tatsächliche Leserschaft doch wieder über 50 % liegen. Morgen steuere ich nach und erhalte dann nochmals ca. 20 % Leser, damit sind die gut 50 % gesichert. Insgesamt ein Ergebnis, mit dem ich zufrieden sein darf. Mit den Abonnenten ist es wie mit den Anmeldungen zu den Veranstaltungen — alles nur noch fakultativ.

Und so freut es mich sehr, dass die Anmeldedisziplin bei unseren Europastammtischen bestens ist. Wenn jemand nicht kommt, dann gibt es auch sehr triftige Gründe dafür und meistens erfahren wir bereits im Vorfeld davon. Umso mehr freue ich mich deshalb darüber, weil Disziplin und Pünktlichkeit aussterbende Eigenschaften sind. Noch vor ein paar Jahrzehnten waren dies neben der Gründlichkeit noch die Markenzeichen unseres Landes und egal wie sehr man uns auch weltweit hasste, über unsere Pünktlichkeit, Gründlichkeit und Disziplin beklagte sich niemand — heute hassen sie uns nur noch.

Und wohl deshalb schaffen wir inzwischen sogar das Unmögliche, nämlich mit einem Zug von A nach B Verspätung einzufahren — wir möchten nicht mehr gehasst, sondern nur noch bemitleidet werden! Sobald wir dann allesamt stolz auf unsere verspäteten Züge sind, wird uns keiner mehr helfen können.

Dann sind wir so weit wie unsere französischen Nachbarn, auf einem großen Haufen Mist sitzen, sich aufplustern, mit den Flügeln schlagen und krähen. Wenigstens haben die Franzosen Humor und den Hahn dann noch zu ihrem Wappentier gemacht. Wir hingegen haben im Bundestag aus unserem Adler inzwischen ein Hähnchen gemacht und nennen das Kunst — Humor geht etwas anders.

Dafür schieben wir mit der kommenden Bundesregierung ein paar Hundert Milliarden Euro Steuergelder nach Frankreich, denn spätestens seit Hans-Dietrich Genscher kaufen wir uns unsere Freunde. Echten Freuden könnte man regelmäßig auf die Füße treten und sie gehen dennoch mit einem tanzen. Zudem sollten wir beachten, dass es zwischen Ländern und in der Politik keine Freundschaften gibt, höchstens gemeinsame Interessenlagen!

Aber selbst dies scheint heute nicht mehr zu gelten — im kleinen wie im Großen.

Vermischtes

Das Baden im Außenbecken ließ mich richtig gut den bisherigen Tag überblicken. Und sofort hatte ich schon den ersten Erkenntnisgewinn des Tages, nämlich, dass, wenn sich ein Student Gedanken macht, dieser dabei nicht unbedingt auch denken muss.

Zudem bestätigte mich die Hochschule heute darin, dass Müll und Intelligenz miteinander korrelieren. Und so kam ich auf die Idee, dass ich den anfallenden Müll im Hörsaal notiere und die Gesamtmenge mit dem Ergebnis der Klausuren vergleiche. Dies könnte man zudem noch weiter ausweiten, sogar fakultätsübergreifend, wobei ich behaupte, man könnte dabei eine Art „Müllkoeffizienten“ finden. Und sobald man diesen hat, vergleicht man ihn mit der Gesamtmüllmenge der Stadt Heilbronn geteilt durch die Einwohnerzahl.

Ähnlich wie bei den Kläranlagen schon heute, wo man sehr effizient und verlässlich Krankheiten und Rauschmittelabhängigkeiten in der Bevölkerung feststellen kann, könnte man damit feststellen, wie schlau oder auch nicht entsprechende Bevölkerungsteile sind — und dies ganz ohne standardisierte Intelligenztests oder Prüfungen egal welcher Art.

Schließlich kam ich auf einen Artikel in der heutigen New York Times, der behauptetet, dass man völlig Verfettete durchaus mit anderen Augen betrachten könne. Was mich zu meiner Frage des Tages führt, mit welchen Augen betrachtet ein völlig verfetteter Mensch kein völlig verfetteter Mensch mehr sei?

Auch völlig verfettete Mensch können nett sein, sicherlich kaum aber gesellschaftlich betrachtet ein Gewinn. Und selbst die Natur dürfte mit diesen Menschen ein Verlustgeschäft machen. Zugegeben, intergalaktisch betrachtet, könnten völlig verfettete Menschen durchaus noch ein paar Kilo zulegen, es wird z. B. die befürchtete Situation von Beteigeuze sicherlich nicht ändern — vorausgesetzt, es greift nicht doch der Schmetterlingseffekt (Edward N. Lorenz), denn dann hätte der eine Hamburger oder Döner weniger, vielleicht doch noch unser Sonnensystem gerettet — auf alle Fälle aber würde es unserer Umwelt insgesamt nicht schaden.

Mit dem Fett ist es aber wie mit dem Reichtum, man kann nie genug davon haben.

Last but not least möchte ich noch auf das obige Beitragsbild aufmerksam machen. Schon etwas länger fahre ich daran vorbei. Heute bin ich extra dorthin spaziert, wobei ich meine schlechte Stimmung etwas verbessern konnte; Charles M. Schulzs Snoopy beruhigt mich schon von Kindheit an. Meine Leser bemerken sicherlich, dass die Künstlerin Ellen Fridenberg das Peanutsmotiv (1947) gekonnt mit dem Gemälde von Katsushika Hokusai namens „The Great Wave off Kanagawa“ (1831) verbunden hat.