Weihnachtsmarkt

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Beitragsfoto: Weihnachtsmarkt | © Shutterstock

Kaum zu glauben

Die Umstände um die Absage des FunParks werden immer mysteriöser. Und so hat sich mindestens ein Heilbronner Stadtrat dazu durchgerungen, um beim Verantwortlichen, dem Heilbronner OB, Aufklärung einzuklagen.

So wie es sich jetzt darstellt, ist auch der sehr teuer hergerichtete Platz um den Bollwerksturm nicht dazu geeignet, um auch nur halbwegs normalen städtischen Anforderungen zu genügen, so wie bereits der Kiliansplatz, der Marktplatz oder auch die Kaiserstraße zuvor!

So sieht es nun ganz danach aus, dass in unserer Stadt massiv gepfuscht wird, wobei unsere Steuergelder mit vollen Händen buchstäblich aus dem Fenster hinausgeworfen werden — in wessen Taschen auch immer.

Und um dies nicht allzu bekannt werden zu lassen, scheut man sich wohl auch nicht davor, sich durch spontane Absagen von Festen oder Märkten zu blamieren.

Waldschänke

Wie wir es heute in der Heilbronner Stimme (23.11.2022: 24) lesen können, wird die Waldschänke im Köpfertal, welche keine 200 Meter vom Köpfersee entfernt liegt, nun nach etlichen Jahren des Zerfalls abgerissen und deren Gelände renaturiert; der Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats hat dies kürzlich so beschlossen. Eine konsequente und folgerichtige Entscheidung, nachdem das erstmals 1896 erwähnte Ausflugslokal bereits seit 2012 ungenutzt einfach nur noch so da stand und dabei immer wieder Objekt für Randalierer und Plünderer war.

Jetzt können wir uns Heilbronner darauf freuen, in den kommenden Jahren dort den Stadtwald wachsen zu sehen — ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur Rettung unserer Natur.

Was bleibt, sind die schönen Erinnerungen an jene Zeiten, als es in der Waldschänke sehr munter und fröhlich zuging, noch bevor die Streitereien um Wasser und Strom selbst in der Heilbronner Stimme thematisiert wurden und den Untergang dieser Kneipe mit Biergarten endgültig einleiteten.

Den Ursprung hatte dieses Wirtshaus, als 1896 ein Wirt bei den Schießbahnen des Militärs die Erlaubnis erhielt, um einen Ausschank für die Soldaten zu betreiben. Bis Mitte der 1970-Jahre wurde die ehemalige Soldatenkantine dann von Karl Häberle als Versperstüble betrieben.

Nach einem Pächterwechsel und Umbau, wobei die neben der Kantine liegende Baracke, eine ehemalige Waffenkammer und der Pferdestall zur neuen Waldschänke ausgebaut wurde, fand die Waldschänke bis zum Schluss bei sehr vielen Heilbronnern großen Zuspruch.

Tipp zur Besichtigung

Gleich in der Nähe findet man seit 2010 ein Denkmal für 24 Mitglieder der „Réseau Alliance“, welche in den frühen Morgenstunden des 21. August 1944 bei den damaligen Schießbahnen in der Nähe der Waldschänke hingerichtet wurden.

Ebenfalls seit dieser Zeit findet man dort einen etwa zwei Kilometer langen Skulpturenweg, der bei der Waldschänke beginnt, in Richtung Köpferanlagen auf dem Köpferweg entlang verläuft und auf dem Frühlingsweg wieder zurückführt. Zu sehen sind inzwischen zwölf Skulpturen, die aus Stammstücken gefällter Bäume geschnitzt wurden.

Biber im Oktober 2017

Wie konnte ich nur? Thomas Heiligenmann hat mich völlig zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass auch der Ehrenfriedhof gleich um die Ecke liegt; dieser ist nicht nur am 4. Dezember einen Besuch wert!

Weihnachtsmarkt

Gestern wurde der Käthchen-Weihnachtsmarkt tatsächlich eröffnet und ich konnte bereits um 14.00 Uhr die ersten Mitbürger beim Wurstessen beobachten. Man muss sich dennoch einmal fragen dürfen, warum das mit dem Weihnachtsmarkt in Heilbronn nicht wirklich so richtig klappt. Seit Jahrzehnten fahren wir Heilbronner und dies auch sehr gerne nach Nürnberg oder Straßburg, nur um die dortigen Weihnachtsmärkte aufzusuchen. Und auch der Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen wird immer wieder gerne besucht. Darüber hinaus hat wohl jeder Heilbronner noch seine ganz eigenen Weihnachtsmarktgeheimtipps — ich bin gerne auf den Stuttgarter Weihnachtsmarkt gegangen, da ich diesen Besuch dort gut mit weiteren Terminen verknüpfen konnte; und auf den Wildschweinwurststand habe ich mich auch stets gefreut.

Und so wurde der Heilbronner Weihnachtsmarktbesuch für viele von uns eher eine Pflichtübung, die man so als Heilbronner halt zu erledigen hat. Und noch heute hat dieser Weihnachtsmarkt eher den Charme eines Ostberliner Jahreswechsel-Events mit Brandweinbuden und Parteitagsreden, wenn man einmal von dem gelegentlich vor den Ständen verstreuten Sägemehl absieht.

Sehr gefreut hatte ich mich deshalb, als man — bereits auch schon wieder vor ein paar Jahren — auf die Idee kam und unseren Weihnachtsmarkt unter das Motto „Käthchen von Heilbronn“ stellte, denn das ließ darauf hoffen, dass man zumindest einmal versuchte, diesem Weihnachtsmarkt ein wenig mehr Stimmung — egal welcher Art — einzuhauchen. Dann kam die Pandemie und die Stadtverwaltung hat bewiesen, dass sie auch kein Krisenmanagement kann und schon gar nicht in schweren Zeiten den Bürgern ein wenig Hoffnung zu machen — die Tragik um die letzten Weihnachtsmärkte war schon ein wenig kafkaesk.

Aber auch dies haben wir Heilbronner klaglos überstanden und so wurde spätestens Anfang dieses Jahres die Idee geboren, den Heilbronner Weihnachtsmarkt weiter aufzurüsten und damit in eine ganz neue Liga aufzusteigen, nämlich mit Rummelanteil und Bimmelbahn. Planerisch wie auch organisatorisch keine allzu große Herausforderung — nicht einmal für Heilbronner Verhältnisse — und so freuten sich viele von uns bereits auf eine Änderung. Manche unkten dabei, dass alles besser sei, was anders wird — ergo sind auch die entsprechenden Erwartungen von uns Heilbronner nicht besonders hoch. Eigentlich eine Win-Win Situation, wie sie im Buche steht!

Wenn man jetzt noch mit berücksichtigt, dass wir Heilbronner gleich zwei namhafte und sehr gut öffentlich subventionierte Vereine — zum einen den bereits 1892 gegründeten Verkehrsverein Heilbronn e. V. und zum anderen die Stadtinitiative Heilbronn e. V. — haben, die sich beide gerade zu dafür anbieten, um solch ein städtisches Ereignis wie einen Weihnachtsmarkt zu unterstützen, wenn nicht gar in eine Liga zumindest mit Bad Wimpfen und Co. zu hieven, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Auf alle Fälle aber hat die Stadtverwaltung Nägel mit Köpfen gemacht und dafür gesorgt, dass nun wirklich nichts mehr schief gehen kann, nämlich indem sie extra eine eigene Heilbronn Marketing GmbH gegründet hat, welche mit gut 60 Mitarbeitern geradezu dafür prädestiniert ist, um einen Weihnachtsmarkt sicherzustellen.

Also wenn Heilbronn keine Voraussetzungen für einen Weihnachtsmarkt hat, welche Stadt kann dann überhaupt noch einen Weihnachtsmarkt veranstalten? Selbst in Berlin hat man es geschafft, dass in fast jedem Viertel inzwischen ein ganz passabler Weihnachtsmarkt zu finden ist.

Also was kann denn überhaupt noch schiefgehen?

Und so habe ich gestern doch mit etwas Bestürzung den Artikel von Thomas Zimmermann in der Heilbronner Stimme gelesen (22.11.2022: 23), der den Titel „Aus für FunPark überschattet Weihnachtsmarkt“ trägt. Meine entsprechenden Anfragen bei meines Erachtens fachkundigen Heilbronner Gemeinderäten blieben wohlweislich bis heute unbeantwortet.

Ich ziehe für mich daraus das Fazit, dass auch dieses Jahr sowohl für den Heilbronner Gemeinderat als auch für die Stadtverwaltung Weihnachten wieder einmal völlig überraschend kommt. Und so können wir Heilbronner wieder einmal froh darüber sein, dass es anderen Städten besser gelingt, jeweils einen eigenen und attraktiven Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen.


Fußballweltmeisterschaft

John Olivers Berichte sind immer wieder das Anschauen wert.
Geldbeutel mit Zloty

2.9.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Zloty-Noten | © Shutterstock

Reparationszahlungen

Alle Jahre wieder, ganz besonders kurz vor Wahlen, kriechen gerne auch in anderen Ländern die Nationalisten aus ihren Löchern und machen gegen Europa und ganz besonders gegen die eigenen Nachbarn Stimmung.

Und so dürfen wir uns erneut über Pressemitteilungen entsetzen, wo selbst Regierungsmitglieder von EU-Mitgliedsstaaten — im aktuellen Fall Polen — zu solchen Werbemaßnahmen greifen, wobei sie dieses Mal sogar ihren Wählern einen exakten Geldbetrag nennen, der diesen angeblich von ihren nächsten Nachbarn geschuldet wird. Und ganz im Sinne der EU-Kommissionspräsidentin geht es bei solchen Versprechen schon lange nicht mehr unter einer Billion Euro!

Tragisch dabei nur, dass ein solches widerliches bis erbärmliches Verhalten inzwischen in Europa erneut zur Staatsraison erhoben wurde. Schrecklich, wie schnell der europäische Geist in allen unseren Bevölkerungen wieder verschwunden ist!

Und so wie die Welt nie an Deutschland genesen ist, so wird auch Europa nicht an Polen, Ungarn, Italien oder gar Griechenland genesen. Wenn wir Menschen tatsächlich Heilung suchen, dann hilft uns allen nur ein freundliches, demokratisches und föderales Miteinander!

Italienischer Markt

Gestern bin ich ein wenig über den italienischen Markt auf dem Kiliansplatz geschlendert und habe mich über das dortige Treiben sehr gefreut. Märkte und andere Veranstaltungen dieser Art sind einfach eine Bereicherung für jede Stadt.

Wenn man allerdings selber Veranstalter von solchen Aktionen ist, dann sieht man diese Veranstaltungen aber auch immer noch aus einem anderen Blickwinkel heraus. Und so habe ich wieder einmal feststellen müssen, dass die Heilbronner Stadtverwaltung mit zweierlei Maß misst, was weder zu einer demokratischen Gesellschaft noch in die heutige Zeit passt.

Wer sich schon einmal — in meinem Falle gut 20 Jahre lang — mit städtischen Angestellten um wenige Zentimeter streiten musste, die Stände auf dem Kiliansplatz angeblich falsch standen, gleich mehrere Feuerwehrzufahrten auf dem Platz und weitere Paralleltrassen offenhalten musste, von den Hygieneschutzmaßnahmen ganz zu schweigen, der ist dann doch etwas darüber erstaunt, dass solche Auflagen ganz offensichtlich für andere Veranstalter nicht gelten.

Und so frage ich mich als Heilbronner Bürger doch wieder einmal, warum in unserer Stadt nach zweierlei Maß gemessen wird? Gibt es in unserer Stadt zwei Klassen oder gar Rassen von Heilbonnern? Oder hängt das damit zusammen, dass mancher Veranstalter gegenüber den städtischen Mitarbeitern kulanter sein kann als andere?


One Man House

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Beitragsfoto: Blick aus dem One Man House von Thomas Schütte

Zeichen & Wunder

Heute fand ich bei meinem Gang durch die Stadt ein erstes Anzeichen dafür, dass in Heilbronn vielleicht doch noch Wunder geschehen können. Hat sich mein jahrelanges Meckern über ungenügende oder fehlende öffentliche Toiletten, von -anlagen wage schon gar nicht zu sprechen, doch noch gelohnt?

Auf jeden Fall scheinen jetzt ein paar Stadtverwaltungsmitarbeiter erkannt zu haben, dass wir normalen Bürger ab und zu auch auf Toilette müssen, besonders in jüngeren und dann erneut in den älteren Lebensjahren. Und ganz besonders dann, wenn die Stadt Heilbronn uns beständig in der Innenstadt zum Essen und Trinken animiert und uns zusätzlich noch einige Restaurants, Kneipen und Gaststätten regelrecht dazu verführen.

So ist es heute eine richtige Freude das erste Dixi-Klo auf dem Kiliansplatz zu entdecken! Selbstverständlich könnte man als Stadtverwaltung auch ein entsprechendes Hygienekonzept für die Stadt entwickeln und wunderschöne wie auch zeitgemäße Toiletten(anlagen) zumindest in der gesamten erweiterten Innenstadt etablieren.

Eigentlich eine absolute Notwendigkeit und sicherlich auch ein vorzügliches Aushängeschild für unsere Stadt!

Erste Toilette auf dem Kiliansplatz

Galerien

Inspiriert von Thomas Heiligenmann habe ich damit begonnen, meine Galerien in diesem Weblog etwas aufzufrischen. Und wenn ich schon einmal dabei bin, dann kreiere ich gleich noch zwei neue Galerien, eine Galerie — inspiriert von einem Nachrichtensender — zeigt meine Aufreger des Tages, ohne diese weiter zu kommentieren, und eine andere Fotos, die mir persönlich einfach nur ganz gut gefallen.

Wenn es optimal läuft, wird die erste Galerie einfach nur dahin schlummern und die zweite sich dafür ziemlich schnell füllen. Meine öffentlichen Galerien können Sie gleich hier finden.

Und zum Schluss hänge ich noch meine letzten Instagram-Beiträge mit an.

Spaziergang

Am Samstag konnte ich an einem sehr angenehmen Spaziergang einer kleineren Gruppe teilnehmen, der mir zudem die Gelegenheit gab, um ein paar Freiwillige für eine Transportaktion am kommenden Donnerstag zu rekrutieren.

So ist es immer wieder eine sehr feine Sache, wenn man Angenehmes mit Nützlichem verbinden kann. Und da ich dann schon einmal dabei war, konnte ich noch eine weitere Einzelabsprache zu den 6. Hertensteiner Gesprächen treffen.

Noch heute bin ich überzeugt, dass man in Bewegung sehr gut Besprechungen tätigen und Absprachen treffen kann. Man muss gegebenenfalls nur dafür sorgen, dass ein entsprechendes Protokoll nachgereicht wird.

Und was die Transportaktion betrifft, auch dabei werden wir das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden; ich bin schon einmal gespannt darauf, was uns Elvin zum Nachtisch empfehlen wird.