Wald

Dunkle Zeiten 4.2 (16)

Beitragsfoto: Wald|Image by Radosław Szymański from Pixabay

Ohne Wenn und Aber! wir bewegen uns allesamt in sehr dunkle Zeiten hinein. Jene von uns, die noch zu Schulzeiten neugierig darüber waren, warum unsere Großeltern massenhaft zu Nazis, zumindest aber zu willfährigen Mitläufern wurden, können das Ganze nun im Selbststudium betrachten.

Eine unheilige Allianz von Ungarn, US-Amerikanern, Russen, Chinesen, Israelis und sonstigen Willigen stellen sich ganz offen in der UN gegen die Ukraine. Jeff Bezos ruiniert die Washington Post nun vollständig und baut zeitgleich Amazon zu einem Unterdrückungsinstrument aus. Mark Zuckerberg, schon immer ein schlechter Mensch, konkurriert schon länger mit Elon Musk darum, wer den besseren digitalen Stürmer herausbringt. Bei den entscheidenden Menschen hinter Apple und Microsoft bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob sie ebenfalls den Weg in die Diktatur gewählt haben und inwieweit sie ihre Soft- und Hardware zu Macht- und Kontrollinstrumenten einer „Weltdiktatur“ weiterentwickeln. Vielleicht konkurrieren die westlichen Unternehmer aber auch nur mit den führenden Chinesen darum, wer diesen prosperierenden Weltmarkt beherrschen wird.

Nie im Leben hätte ich daran gedacht, dass die älteste und stabilste Demokratie so schnell und so jämmerlich zugrundegeht. Bei den Russen und Chinesen wussten wir es, dass sie noch nie in ihrer Geschichte nur die Chance hatten, um zu halbwegs anständigen Menschen zu werden — im Bestfall benehmen sie sich in einem demokratischen Umfeld etwas zivilisiert und haben uns damit hoffen lassen, dass sich ihre Gesellschaften ebenfalls zum Besseren entwickeln könnten. Welch ein Trugschluss das ist, werden wir ab spätestens 2030 feststellen, wenn sie wie die Russen und Nordkoreaner schon jetzt über den Rest Europas herfallen werden. Dann geeint mit jenen ihrer Landsleute, die schon heute in Europa sind, wird es sehr schnell gehen.

Und auch wir Deutschen sind eigentlich schon längst wieder mehrheitlich Nazis, zumindest aber Faschisten, manche von uns zieren sich nur noch und södern derweil ein wenig. Die SPD hängt schon länger keine Nazi-Porträts mehr ab!

Insgesamt steht die westliche Welt gerade auf der Kippe! Wir erleben einen gewaltigen Balanceakt auf dem Drahtseil und keiner von uns kann sagen in welcher Richtung wir herunterfallen werden. Wir haben es allesamt viel zu lange viel zu doll getrieben, um uns noch länger auf dem Drahtseil halten zu können — aus Kosten- und Bequemlichkeitsgründen, vielleicht auch wegen des Nervenkitzels haben wir dabei darauf verzichtet, um ans rettende Ufer zu gelangen.

Wir alle wussten ganz genau wie wir unsere Demokratien hätten retten können. Aber wie bei der Wehrpflicht auch, die anderen hätten es richten müssen! Mehrheitlich waren wir dabei eh nur gekaufte Demokraten, wie im Westen so auch im Osten — 1989 haben uns die Ossis dabei ganz schön den Spiegel vorgehalten. Und wir haben allesamt nur so lange Demokratie gespielt wie es für uns selber von Vorteil war, haben aber immer geflissentlich darauf geachtet, dass es nicht zu viel an Demokratie werden wird. Das erklärt auch unsere jahrzehntelange Weigerung Europa zu einen.

Und jedem haben wir dabei jeden Tag aufs Neue gezeigt, dass wir statt eines Präsidentin viel lieber eine Königin mit möglichst vielen Prinzessinnen hätten. Kein Demokrat konnte jemals so viele Menschen bei uns begeistern wie selbst das allerletzte Prinzenpaar — und sei es auch nur ein Faschingsprinz. Ganz zu schweigen von einem Kaiser, wir haben diese sogar im Fußball gesucht und gefunden. Wenn wir schon etwas länger auf den neuen Führer warten müssen, dann durften und dürfen bei uns wirklich alle, ob Fürstchen, graue Eminenz, Oligarchen oder Nackttänzer ihren Hut in den Ring werfen.

Homöopathie statt Medizin, Bauchgefühl statt Wissenschaft, Rassismus statt Mitleid, Facebook statt Weblog und Urlaub statt Arbeit sind unsere neuen Götzen und zur Richtlinie unseres Handelns geworden.

„Schluss mit lustig!“ war auch schon wieder vor ein paar Jahrzehnten und jene Bürger über 70 haben es tatsächlich ins Ziel geschafft — 2030 wird sie nicht mehr wirklich interessieren! Und dass sie gerade jene Menschen sind, die Deutschland, Europa und die westliche Welt zerstört haben, nur dann und insoweit, wie die Wartezeiten beim Arzt etwas länger werden oder sich die neue Aidareise verzögern sollte. Wenn es für sie optimal läuft, dann werden sie noch glorreich zu Grabe getragen bevor die ersten Einschläge russischer Artillerie zu hören sein werden.

Und jene Bürger, die richtig reich sind, die müssen sich ebenfalls keine Sorgen machen, denn sie haben ihre Villen bereits an jenen Stellen der Welt, die nach sämtlichen militärischen Berechnungen auch einen Dritten Weltkrieg ungeschoren überstehen werden. Zumindest aber können sie sich dort ein Hotelzimmer erlauben.

Jene Bürger über 50 hoffen derweil, dass es auch noch für sie wenn auch nur noch ganz knapp reichen wird. Bis dahin beißen sie einfach verstärkt gegen jeden und alles, die ihnen vielleicht noch die Butter vom Brot nehmen könnten und planen bereits einen Nachbarn nach dem anderen zu verkaufen. Jetzt sind die Ukrainer dran, bald dann auch die Balten, die Ungarn, die Polen, die Tschechen und und und.

Eines ist ganz sicher, alle unter 50 haben die Arschkarte gezogen! Selbst wenn es 2030 zu keinem Schießkrieg kommen sollte, dann sind unsere Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik schon jetzt soweit heruntergewirtschaftet, dass es kein Zuckerschlecken mehr werden wird. Und wenn sie dann doch den so erhofften und so lange herbeigesehnten Führer — ok, vielleicht kommt ja noch der Kaiser aus dem Kyffhäuser — bekommen, wird dies die Gesamtsituation nur noch weiter verschlimmern.

Weil eines ist ebenfalls ganz sicher. Wenn Sie selber kein Diktator, Kaiser oder Oligarch sind, dann ist alles außer Demokratie keine wirklich gute Sache! Blockwart, KZ-Wärter oder Mauerschütze sein zu dürfen hilft darüber auch nicht so richtig hinweg.

Und nun?

Ob wir es wollen oder nicht, wir müssen so schnell wie möglich kriegstüchtig werden. Das bedeutet nicht, aus uns Killermaschinen zu machen. Nein, wir müssen erst einmal hungern und frieren lernen. Wer so etwas überstehen möchte, der sollte das vorher schon einmal miterlebt haben. Wir müssen lernen, mit möglichst wenig auszukommen und aus wenigem wieder viel zu machen. Zudem müssen wir lernen wie man mit seinem Umfeld in einem Krieg bzw. Bürgerkrieg am besten zurecht kommt.

Angehörige von Minderheiten sollten sich zudem umschauen, ob und wie sie in sichere Gegenden ausweichen können. Aus Erfahrung wissen wir, dass es selbst von Konstanz aus in die Schweiz viel zu weit sein kann! Ob die USA noch ein Rückzugsgebiet sein können, darf inzwischen bezweifelt werden. Und mit Nordafrika haben wir es uns selber versaut.

Auf alle Fälle aber müssen wir gucken, wie wir gemeinsam und dies am besten in demokratischen Strukturen die kommenden Probleme und Herausforderungen stemmen können. Und dabei sind wir auf Gedeih und Verderb abhängig vom Opfergeist und -willen der leistungsfähigeren Mitmenschen unter uns, die diese Herausforderungen letztendlich meistern müssen. Hilfreich wäre es dabei, wenn wir diesen Leistungsträgern dann nicht beständig in den Hintern treten.

Wir müssen dafür endlich jenen Mitbürgern in den Hintern treten, zuerst jenen, die sich ganz bewusst von allen Diensten und Pflichten drücken und es dabei nur auf ihr Eigenwohl abgesehen haben, dann aber auch jenen, die einfach nicht aus den Puschen kommen wollen und sich in Krankheit und Selbstmitleid flüchten.

Dunkle Zeiten sind ein Lackmustest für alle Gesellschaften! Auf alle Fälle wissen wir seit 1945, dass es die europäische Gesellschaft wenn überhaupt noch, dann nur gemeinsam schaffen kann.

Und schon beisst sich die Katze wieder in den Schwanz.

Aber inzwischen sind wir soweit heruntergekommen, dass nur noch die wenigsten Menschen von einer Spaltung Europas profitieren. Dies sind jene, die die Europäische Idee zusammen mit der Demokratie endgültig beerdigen möchten, jene die den Untergang der Russischen Föderation durch die Besetzung des restlichen Europas noch ein wenig hinauszögern möchten, und jene die sich wieder einmal am Leid ihrer Mitmenschen dumm und dämlich verdienen möchten.

Die Masse von uns Menschen wird wohl auch die kommenden dunklen Zeiten überstehen, so wie sie unsere Demokratie überstanden haben, nämlich völlig stumpf und unbeteiligt, aber dabei immer auf den eigenen Vorteil aus.

Wie das dann aussehen wird, können wir gerade ganz aktuell in der Russischen Föderation sehen: ohne Krieg — und in der Ukraine: mit Krieg. Als Europäer haben wir hierbei kaum eine andere Wahl.

Bei unseren amerikanischen Nachbarn sieht es da schon ein wenig besser aus, denn diese können sich in einer von US-Oligarchen gestalteten und einem völlig durchgeknallten Möchtegerndiktator geführten neuen Welt wiederfinden — und dies wie in allen ehemaligen Demokratien so üblich selbstgewollt.

Was könnte man jetzt noch (mehr) machen?

Auch wenn die meisten Oligarchen, auch jene in den USA und Europa, bereits ganz gut von Staatsaufträgen leben, könnte man sie als Bürger doch noch ein wenig ärgern, indem man die antidemokratischen Oligarchen boykottiert — sie hätten zwar nur etwas weniger Geld, aber schmerzen wird es sie dennoch.

Wichtiger wäre es, den antidemokratischen Medienmogulen ihre Basis zu entziehen und sofort deren Produkte zu meiden. Dies gilt allerdings auch für die entsprechenden Produkte aus China oder der Russischen Föderation. Das Problem hierbei: wir Europäer haben kaum Alternativen, zumindest keine die dem Normalbürger gefallen.

Am wichtigsten wäre es aber endlich und dies sehr massiv als Demokrat aufzutreten und noch massiver eine europäische Einigung einzuklagen — wenn nicht jetzt, wann denn sonst?

Wie gesagt, die westliche Welt steht gerade auf der Kippe. Es wäre jammerschade, wenn die Welt am Ende wegen des Müßiggangs oder gar der Ignoranz eines einzelnen Menschen für lange Zeit völlig in der Dunkelheit verschwindet.


Silbvester

Jahresrückblick 5 (5)

Beitragsfoto: Silvester | © Shutterstock

Da wurde mir gerade die Aussage in die Timeline gespült, dass es kein Blog ohne Jahresrückblick geben kann. Wenn ich darüber etwas mehr nachdenke, dann muss ich mir selbst attestieren, dass ich wohl mindestens seit 2005 etwas falsch mache. Und ein kurzer Blick in dieses Weblog zeigt, dass mein letzter, mir noch bekannter, Jahresrückblick aus 2001 stammt. Das erklärt aber vielleicht ganz gut, warum meine Leserschaft nicht die Anzahl erreicht, die bei „richtigen“ Weblogs sonst so üblich ist.

Wenn ich so auf das nun zu Ende gehende Jahr zurückblicke, dann stelle ich zu allererst fest, dass alle Familienangehörigen — zumindest jene, die ich kenne — gesundheitlich auch dieses Pandemiejahr ganz gut überstanden haben, wobei jüngst die ältesten Familienmitglieder nun auch Bekanntschaft mit COVID-19 machen durften und dies kurz nachdem die Politik die Pandemie für als beendet erklärt hat.

Die Chinesen, die man ohne Wenn und Aber als Verursacher dieser Pandemie ansehen muss, haben inzwischen ebenfalls festgestellt, dass man durch eine etwas laxere „Gesundheitspolitik“ durchaus das „Problem“ mit älteren oder schwächeren Menschen ganz gut in den Griff bekommen kann. Damit lösen sie jetzt wohl einige der Folgen ihrer Ein-Kind-Politik.

Und auch bei uns werden die Politiker wieder etwas mutiger, weil sie nun davon ausgehen können, dass ihre eigene Gesundheit kaum noch gefährdet ist — und wir bekanntlich eh viel zu viele ältere Mitbürger haben, die bei den kommenden wichtigeren Wahlen wohl auch sonst noch kaum eine Rolle spielen werden.

Auf jeden Fall aber bin ich froh darüber, dass es im eigenen Familienkreis gesundheitlich ganz gut aussieht. Auch meine eigene Gesundheit habe ich dank guter Ärzte, den Fortschritten in der Medizin und den unermüdlichen Bemühungen meiner besseren Hälfte geschuldet, wieder ganz gut im Griff.

Dieses Jahr bot zudem ein paar sehr erfreuliche Entwicklungen, denn Maximilian wurde, nachdem er erfolgreich den ehrenwerten Beruf des Notfallsanitäters ergriffen hatte, nun auch noch Leutnant der Infanterie und studiert inzwischen Erziehungswissenschaften in München. Konstantin, der es immerhin bis zum Rettungssanitäter schaffte und jüngst seinen Masterabschluss in den Politikwissenschaften in Konstanz erzielt hatte, legt nun nochmals mit einem Masterstudium in den Verwaltungswissenschaften in Ludwigsburg und Kehl nach. Und so ist es mir um meine beiden Söhne nicht bange.

Hinzu kamen noch zwei Hochzeiten, die meines Neffen Sebastian, übrigens ebenfalls ein Notfallsanitäter, der dieses Frühjahr eine Künstlerkollegin heiratete und sich inzwischen eine Karriere als Musiker vorstellen kann. Die Hochzeit im Sommer fand im Kreise Europäischer Föderalisten statt und meine bessere Hälfte und ich waren sehr erfreut, dass weitere Junge Europäische Föderalisten ihren Partner fürs Leben gefunden hatten, was mir wieder einmal vor Augen führt, dass gemeinsame Interessen die beste Grundlage für eine glückliche Ehe sind.

Ach, und das gab es noch meinen sechzigsten Geburtstag zu feiern, der u. a. dafür sorgte, dass wir uns wieder einmal im erweiterten Freundeskreis trafen. Mein persönlicher Höhepunkt des Jahres war aber ein Kalifornienaufenthalt, der nach etwas längerer Abstinenz wieder stattfinden konnte. Dabei genossen meine bessere Hälfte und ich die Spieleabende mit Ursula ganz besonders.

Und auch in meiner ehrenamtlichen Routine gab es positive Veränderungen, zum einen habe ich mein Vorlesen an der Dammgrundschule und bei meseno nun noch etwas leistungsgesteigert. Wohl motiviert von den Studien meiner beiden Söhne und doch etwas von Detlef Stern herausgefordert, der übrigens weiterhin zu meinen Lieblingsgesprächspartnern zählt, habe ich dieses Jahr einen Lehrauftrag an der Hochschule Heilbronn übernommen. Und nun bin ich gespannt darauf, ob meine Studenten im Februar nachweisen, dass ich es doch noch kann. Auf alle Fälle habe ich nochmals für das kommende Semester zugesagt, denn entweder muss ich nachweisen, dass mein Erfolg keine Eintagsfliege ist, oder ich muss gewaltig nachbessern. Danach dürfte sich Detlef allerdings etwas mehr einfallen lassen müssen, um mich weiterhin an der Hochschule zu halten.

Denn zum anderen haben es Heiner Dörner und Herbert Burkhardt geschafft, dass ich mein Engagement bei den Freien Wählern etwas vertiefte und im Sommer das Amt des Heilbronner Vorsitzenden übernahm. Sehr gefreut hat es mich dabei, dass meine bessere Hälfte dies zum Anlass nahm und ebenfalls Freie Wählerin wurde und ganz besonders, dass weitere Freunde mir mit in diesen Heilbronner Verein folgten.

Mein Hauptaugenmerk liegt weiterhin aber auf der EUROPA-UNION Heilbronn, und jeder wird es verstehen, dass gerade diese Zeiten für uns Europäische Föderalisten große Herausforderungen bringen, die es nun auch auf lokaler Ebene zu bewältigen gilt.

Meine bessere Hälfte wäre nicht sie selbst, wenn es ihr nicht gelungen wäre, mich das gesamte Jahr über noch zum Besuch von Tanzstunden und Übungstänzen zu bekommen. Auch wenn sie es nicht glauben mag, mir gefallen diese „Auszeiten“.

Und ich schreibe weiterhin zwar nur gelegentlich aber ganz brav an meinem ersten Roman. Die Idee, einen Roman zu schreiben, stammt übrigens nicht von mir. Und wer mein Weblog regelmäßig liest, dürfte bereits die näheren Hintergründe kennen. Auf jeden Fall aber zeigen mir diese Schreibversuche, dass ich sicherlich kein Schriftsteller bin. Was ich anfange beende ich für gewöhnlich, aber wann es diesen Roman dann auch zu lesen geben wird, kann ich noch nicht mit Gewissheit sagen. Auf jeden Fall aber wird meine bessere Hälfte dessen erste Leserin sein — eine kleine Revanche sozusagen.

So, jetzt ist es aber an der Zeit, dass ich meine Schreibarbeiten für dieses Jahr beende! Ich wünsche meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass keinem ein Feuerwerkskörper auf den Kopf oder vor die Füße fällt!


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Übungstanz

Zum Abschluss eines ereignisreichen Tages durfte ich meine bessere Hälfte noch zum Übungstanz begleiten. Da passt es ganz gut, dass die Tanzschule Brenner gleich um die Ecke ist.

Und wenn ich schon einmal dabei bin, dann nutze ich auch die Gelegenheit und werbe für einen Crash-Kurs Tanzen, der viermal sonntags stattfinden wird. Und wem das dann gefällt oder wer gerne wieder einmal an einem Ball teilnehmen möchte, der kann sich sogleich für den Europa-Ball am Samstag, 23. Juli 2022, anmelden.

Umzug

Es war wieder einmal so weit, und wir durften einen unserer Söhne mit umziehen helfen, dieses Mal von Konstanz nach Heilbronn. Es handelte sich dabei zwar nicht um einen der gewohnten Familienumzüge, die unser Familienleben über Jahrzehnte hinweg immer wieder bestimmten, aber es reichte gestern aus, um etwas nostalgisch zu werden.

Und so konnten wir abends noch eine spontane Umzugsparty organisieren. Dazu mussten die Jungs nur ein paar Umzugskisten im Wohnzimmer stehen lassen, ein paar Bier aus dem Keller holen und zwei große Pizzen aus meiner Lieblingspizzeria ordern.

Entscheidung

Gestern war es dann so weit, und ich musste in Sachen Treffpunkt Europa die Reißleine ziehen. Zu meiner Überraschung kamen zur letzten entsprechenden Veranstaltung doch noch mehr Partnervereine als erwartet. Alle waren wir einer Meinung, dass der Treffpunkt Europa über mehr als 30 Jahre hinweg ein sehr schönes Heilbronner Fest für alle Bürger der Stadt und deren Gäste war.

Aber geschwächt von der Situation um COVID-19 und vom Heilbronner Gemeinderat gleich zweimal im Stich gelassen, konnten wir den Anfeindungen des OB und seiner Verwaltung nicht mehr länger widerstehen. Auch wenn jetzt allseits kolportiert wird, dass der OB und der Gemeinderat absolut hinter diesem Fest stünden. Als Heilbronner Bürger kommt man heutzutage nicht mehr aus dem Staunen heraus.

Auf jeden Fall aber hat die EUROPA-UNION jetzt den Profis der Stadtverwaltung den Weg frei gemacht, damit diese nun ein wesentlich besseres Fest der Völkerverständigung in Heilbronn organisieren können. Und da der OB mit seinem Gemeinderat nach dessen eigenen Worten zu 100 % hinter einem solchen Fest steht, sollte es dieses Mal auch keine Schwierigkeit sein, dafür auch etwas Geld locker zu machen.

Die Heilbronner Vereine mit Migrationshintergrund bauen nun darauf, dass die Stadt Heilbronn ihnen das über Jahre hinweg versprochene neue professionelle Fest organisieren wird — auch an städtischem Personal dazu wird es sicherlich nicht mangeln.

So haben wir von der EUROPA-UNION wirklich alles uns Mögliche getan, um unseren Partnervereinen weiterhin eine Veranstaltung ermöglichen zu können. Die EUROPA-UNION und unser Europa sind jetzt außen vor, nun geht es ausschließlich nur noch um die Heilbronner Bürger mit Zuzugsgeschichte und alle Heilbronner, die keine Berührungsängste oder rassistische Vorurteile haben (also sicherlich weit mehr als 50 % der Gesamtbevölkerung).

Jetzt wird sich zeigen, ob sich der OB und sein Gemeinderat für die Mehrheit der Heilbronner einsetzen werden oder doch nur und weiterhin für die wahren, echten und besorgten Heilbronner mit dem richtigen Parteibuch.


Geburtstage des Tages

Quentin Tarantino und Wilhelm Conrad Röntgen