Lesezeichen

Russlands Kriege 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Bob Seely | Foreign Affairs

The Russian Way of War — Moscow Wants to Weaken NATO in Ukraine, Not Just Win Battles (zuletzt aufgerufen am 25.11.2023, 14.46 Uhr)

„Through these acts, Russia would keep the West consumed, draining its resources and weakening its ability to address other international threats.“


Bob Seely faßt den aktuellen Krieg in der Ukraine ganz gut zusammen und erläutert dabei auch die Ursachen wie Hintergründe. Er sieht den Beginn des russischen Angriffskriegs bereits im Jahr 2004, als die Ukrainer sich weigerten, weiter durch die russische Marionette Victor Yanukovych beherrscht zu werden, und in Folge davon Wladimir Putin die ersten Ukrainer ermorden lies.

Er zeigt zudem auf, wie die Russen ihre Kriegsführung verfeinert haben — wobei sie das traditionelle Morden, Plündern und Vergewaltigen weiter beibehalten aber nun noch mehr unbeteiligte Menschen in Mitleidenschaft ziehen, darunter bereits Hunderte von Unionsbürgern; die Billionenschäden einmal ganz ausgenommen, welche unsere Wirtschaften und Gesellschaften an den Rand des Untergangs führen.

Auch haben die Russen inzwischen ihre fünften Kolonnen in der gesamten westlichen Welt weiter ausgebaut, wobei diese jetzt nicht mehr nur vermeintliche Friedensaktivisten und RAF-Terroristen sind, sondern nun bereits auch in den höchsten Regierungsämtern sitzen und zumindest für die Beihilfe zum Massenmord und der Unterstützung eines Angriffskrieges angeklagt gehören.


Lesezeichen

Gelobtes Land 4.7 (6)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Rainer Hermann | Frankfurter Allgemeine Zeitung

In heiligen Angelegenheiten kann niemand nachgeben – Geschichte des Nahostkonflikts (zuletzt aufgerufen am 8.11.2023, 09.23 Uhr) 

„Schon Herodot kannte eine Region namens ‚Palästina‘, heute gehört der größte Teil davon zu Israel. Friedlich blieb es in all den Jahrhunderten nur selten.“


Rainer Hermann gibt in seinem Artikel einen guten Überblick über den seit Jahrtausenden schwelenden Konflikt zwischen den verschiedenen Ethnien und Religionen vor Ort.

Dies ist umso erstaunlicher, da sich sämtliche involvierten Religionen dem Weltfrieden und der Brüderlichkeit verschrieben haben. Man darf dies auf alle Fälle als Anzeichen dafür sehen, dass diese Religionen nicht für uns Menschen gemacht wurden oder aber stets von uns Menschen ad absurdum geführt werden — was letztendlich auf dasselbe hinausläuft.

Rainer Hermanns Fazit ist dabei simpel: „Heiliges lässt Kompromisse schwerlich zu.“

The Kid Should See This

Um meine Leser heute in keine Depressionen zu stürzen, füge ich noch ein weiteres Lesezeichen mit an. Nämlich eines zu der Website TKSST, die seit 2011 von Rion Nakaya in Kalifornien mit Liebe gemacht wird.

Dort finden Sie kuratierte und werbefreie Videos, die Sie selbst Kindern problemlos zum Durchstöbern und Anschauen freigeben können. Diese Website verkörpert sicherlich den besseren Teil des WWW.

Um Ihnen das Ganze noch schmackhafter zu machen, erlauben Sie mir den Hinweis, dass sämtliche inzwischen weit über 6 000 Videos kostenfrei anzuschauen sind.


Bücherregal

How to Fight a War 4.4 (7)

Beitragsfoto: Lesendes Mädchen | Bücherregal | S. Hermann & F. Richter | © Pixabay 

Ganz aktuell beschäftigen sich sehr viele mit dem Krieg in der Ukraine und dem Angriff auf Israel. Wir können in den Medien viel dazu lesen und noch mehr illustre Fachleute wie auch Politiker geben gerne ihren eigenen Senf dazu.

Wenn man beruflich nichts mit dem Thema Krieg zu tun hat, ist es sehr schwierig, um das Ganze von einem militär-politischen Gesichtspunkt her richtig einordnen zu können. Noch schwieriger wird es, wenn man dann auch noch selbst versucht, die Klassiker der Kriegsgeschichte zu lesen: Sunzi, Thukydides, Musashi, Clausewitz oder Moltke (dies ist meine ganz persönliche Auswahl!).

Mike Martin hat diese Problematik ebenfalls erkannt und wohl deshalb sein Buch „How to Fight a War“ geschrieben, welches dieses Jahr erst erschienen ist. Auf 232 Seiten gibt er einen guten und sehr verständlichen Überblick darüber, was man als Politiker, Militär oder Bürger grundsätzlich wenn nicht gar ausdrücklich beachten muss, wenn man sich näher mit dem Thema befassen möchte.

Das Buch ist sehr schnell gelesen und sicherlich werden alle Fachleute den meisten Aussagen von Mike Martin beipflichten. Wenn man sich allerdings näher mit dem Thema befassen möchte, dann sollte man sich damit auch ein paar Jahrzehnte intensiv beschäftigen. Dann erreicht man vielleicht sogar eine Stufe, sodass man obige von mir aufgeführten Klassiker nicht mehr falsch zitieren muss.

„As a leader, your job is not always to avoid war at all costs: sometimes it will be the only way to settle a strategic question.“

Mike MArtin, How to fight a War (2023: 33)

Auf jeden Fall empfehle ich Mike Martins Buch jedem interessierten Leser und rege an, dass sein Buch zur Pflichtlektüre für alle Politiker wird, die sich mit Außen- und Sicherheitspolitik beschäftigen.

„Suffice it to say, if you get involved in a long-lasting war the degree to which you are able to harness your entire nation behind the project will be a significant factor in your victory or defeat.“

Mike MArtin, How to fight a War (2023: 41)