Lesezeichen

Wahlverlierer 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Patrick Zoll | Neue Zürcher Zeitung

Der wahre Verlierer der Wahl in Taiwan heisst Xi Jinping – ein Kommentar (zuletzt aufgerufen am 14.1.2024, 12.45 Uhr)

„Die Volksrepublik China wird in Taiwan zunehmend kritisch und als Gefahr wahrgenommen. Die Führung der Kommunistischen Partei muss ihre Strategie überdenken.

Leider deutet nichts darauf hin, dass Peking seine Strategie ändern wird. Die KP-Oberen kennen nur die Sprache der Gewalt – Kompromisse sehen sie als Zugeständnis von Schwäche.“


Wer wie ich in Zeiten aufgewachsen ist, wo die vermeintliche Linke, der politisch lautere „Main-Stream“, die evangelische Kirche und die Lehrerschaft gemeinsam gegen alles vorgegangen sind, was aus den USA kam, besonders deren Versuche die anderen Demokratien der Welt zu stützen oder gar zu retten, muss sich nun schon einmal fragen, warum genau dieselben Leute überhaupt kein Wort gegen den russischen Völkermord oder die anderen totalitaristischen Aggressionen, wie z. B. der chinesischen, verlieren?


Hölle

Jahresendfrust 5 (9)

Beitragsfoto: Hölle | © Amy auf Pixabay

Die Generation Helmut Kohl macht sich so langsam, aber sicher, einer nach dem anderen vom Acker. Die etwas schlaueren darunter bekommen aber Gott sei Dank noch mit was sie so alles angerichtet haben — dies wird diese Egomanen aber nicht weiter beunruhigen dürfen, sie lassen für sich zuvor noch Kathedralen errichten.

Unsere Umwelt ist zerstört, das Land abgewirtschaftet, die Schuldenberge höher als der Mount Everest, Europa gerät langsam, aber sicher wie der Rest der Welt auch in einen immer heißer werdenden Krieg und unsere Demokratien stehen allesamt vor dem Kollaps.

Auch der Normalbürger hat dies bereits erkannt und nimmt noch mit, was er so alles mitnehmen kann: Förderungen fürs E-Auto, Urlaube, Feste und Feiern bis zum Abwinken! — das Ganze hatten wir auch schon einmal und nannten es später die Goldenen Zwanziger.

Schlimmer ist nur noch, dass wir derweil allesamt bereits beginnen, wieder nach den dafür „Schuldigen“ zu suchen. Dabei kommt es ganz gut, dass es zunehmend neue Mitbürger bei uns gibt, die dem Antisemitismus ganz neuen Schwung verleihen. Da unsere jüdischen Mitbürger als Verantwortliche für den ganzen Schlamassel aber kaum ausreichen dürften, müssen wir uns noch andere Schuldige suchen: die Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft bieten sich dazu eigentlich ganz gut an.

Selbst dies wird allerdings nicht ausreichend sein und so ist es wohl ganz gut, dass wir uns einen gesunden Nationalismus erhalten haben, den wir schon etwas länger wieder an den Griechen („Raus aus dem Euro!“), Italienern und anderen vermeintlich schwächeren Ausländern so gerne üben. Ich sehe schon die politischen Forderungen, dass wir uns von den Luxemburgern, Dänen, Niederländern und Schweizern das wiederholen sollen, was diese uns die gesamten Jahrzehnte über „geklaut“ haben — und wenn wir dann etwas mehr in Schwung sind, trauen wir uns vielleicht sogar wieder an den Erzfeind — denn wir wissen es doch eigentlich alle: „Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben!“

Bis dahin lassen wir es aber noch einmal so richtig krachen! Das haben wir uns doch allesamt mehr als verdient; auch wenn wir kaum selbst noch das kleine Einmaleins beherrschen oder einen Nagel gerade in die Wand schlagen können, an pünktliche Zügen oder saubere Straßen möchte ich schon gar nicht mehr denken.

Ich erinnere mich diesbezüglich gerne an eine Karikatur zurück, in der ein paar kleine Teufelchen zusammensitzen, lachen und sich dabei auf die Schenkel klopfen. Der Untertitel: „Sie nennen es Geistig-moralische Wende“.

Davor hatte man als Mensch noch versucht, die Welt wenigstens ein klein wenig besser zu verlassen, als man sie selbst vorgefunden hat!


Lesezeichen

Prepare to Deter Russia  5 (3)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Justin Bronk | Rusi

Europe Must Urgently Prepare to Deter Russia Without Large-Scale US Support (zuletzt aufgerufen am 9.12.2023, 12.50 Uhr)

„The only way to end the war is to convince Russia that its prospects for military success will get worse over time, rather than better. This requires investing in the large-scale defence industrial production needed to make Ukraine’s slow offensive progress sustainable. …

The most obvious example is Germany, which shortly after the Russian invasion made a public commitment to spend 2% of GDP on defence by 2024, in addition to a one-off €100 billion investment in revitalising Bundeswehr capabilities. However, only €1.5 billion from the fund had actually been spent by mid-2023, and the defence budget as a whole actually decreased slightly compared to 2022.“


Lesenswerter Beitrag, der erneut meine Befürchtung bestätigt, dass Deutschland weiterhin den Verteidigungshaushalt missbraucht!

Ich gehe davon aus, dass damit erneut und verstärkt Lücken im Sozialhaushalt geschlossen werden sollen und „Vettern“ versorgt werden müssen.

Und mein Blog-Beitrag vom 11. August 2017 behält weiterhin seine Gültigkeit.