Gemälde von Philippe Mendel 1998

Neue Idee am Start! 4.3 (3)

Beitragsfoto: Gemälde von Philippe Mendel 1998

Über den Jahreswechsel saß ich mit befreundeten Künstlern zusammen und wir diskutierten unter anderem über Kunst im Alltag.

Als ein Ergebnis davon habe ich einmal eine eigene Website kreiert, mit der ich zukünftig gerne über zeitgenössische Kunst berichten und zusätzlich für die entsprechenden Künstler werben möchte.

Jetzt bin ich gespannt, ob und was aus der Idee, die während des Jahreswechsels entstand, wird.

Interessierte können sich gerne hier einmal umschauen: [Website nicht mehr vorhanden]


Und bereits im November 2019 habe ich dieses Projekt wieder eingestellt, denn die Zugriffszahlen waren trotz vorhandener treuer Leser zu gering, um den Aufwand zu rechtfertigen. Der Dank geht an jene, die dieses Angebot nutzten.

„Keine Armee kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist.“

Victor Hugo, Histoire d’un crime (1852)

Zwei Bierkrüge

Bürger & Pflicht 5 (4)

Beitragsfoto: zwei Bierkrüge | © Pixabay

Nicht zum Ruhme der Menschheit, bildet sich seit Urzeiten der tatsächliche Wert von Gemeinschaften aus der Menge von Wehrfähigen, die diese zu generieren im Stande sind. Zumindest zu meinem Leidwesen wird sich daran auch in den kommenden Jahrhunderten wenig ändern — unsere „eine Welt“ bleibt weiterhin Utopie.

Die Wehrfähigkeit des Individuums setzt eine körperliche, geistige und charakterliche Eignung sowie die Bereitschaft voraus, für die Gemeinschaft zu töten als auch selber getötet zu werden. Die tatsächliche Kampfkraft einer Gemeinschaft ergibt sich aus der Einbindung der Wehrfähigen in die jeweilige Gemeinschaft und deren Unterstützung durch dieselbe.

Im Laufe der Jahrtausende haben sich weitere Gemeinschaftsdienste herausgebildet, nämlich der Dienst zum Erhalt von Ruhe und Ordnung, Rettungsdienste, sowie Heil-, Pflege- und Betreuungsdienste, welche meines Erachtens in ihrer alltäglichen Bedeutung für die Gemeinschaft mit dem Wehrdienst durchaus gleichzusetzen sind.

Jede Gemeinschaft muss für all diese Dienste ausreichend Mitglieder gewinnen, um idealtypisch eine Bestenauslese sicherstellen zu können, denn dies ist für ein funktionierendes Gemeinschaftleben wesentlich und im Falle einer kriegerischer Auseinandersetzung ausschlaggebend. 

Gemeinschaften können ihre jeweiligen Dienste durch einen Appell an ihre Mitglieder, diese freiwillig abzuleisten (z. B. Bundesfreiwilligendienst) sicherstellen. Im Falle, dass dies nicht ausreicht, einzelne bis alle Dienste professionalisieren (z. B. Polizei) oder aber auch ihre Mitglieder in die Dienstpflicht (z. B. Wehrpflicht) nehmen. 

Kennzeichnend für jede Gemeinschaft ist es, ob und wie sie ihre Gemeinschaftsdienste sicherstellen kann und vor allem auch, ob es ihr dabei gelingt, eine Bestenauslese zu erreichen. 

Ursprünglich haben sich Mitglieder in allen Gemeinschaften dadurch Verdienste erworben, indem sie Dienst an der Gemeinschaft leisteten und dies möglichst freiwillig und darüber hinaus auch für die Gemeinschaft gewinnbringend.

Inzwischen scheint es eher der Fall zu sein, dass der Dienst für die Gemeinschaft zum Beruf geworden, die Dienstpflicht weder zeitgemäß noch gemeinschaftlich akzeptiert ist, und die Freiwilligkeit einen Exotenstatus erlangt hat. 

Auffallend bei uns in Deutschland ist es, dass die nunmehr berufsmäßigen Diensttuer — in allen Diensten — nicht nur schlecht alimentiert werden und damit eine Bestenauslese kaum mehr möglich ist, sondern auch ihr Dienst an der Gemeinschaft nicht mehr als „Verdienst“ wahrgenommen wird. Schlimmer noch, es wird als Makel angesehen, sich für die Gemeinschaft einzubringen. 

Richtig wäre es,

  • die Alimentierung, ob Pfleger oder Militär, so zu erhöhen, dass der Gemeinschaft jederzeit genügend und bestmöglich qualifizierte berufsmäßige Diensttuer zur Verfügung stehen;
  • den freiwilligen Dienst an der Gemeinschaft so zu fördern, dass dies wieder allgemein als Verdienst angesehen wird.

Falsch ist es,

  • den offensichtlichen Mangel an Diensttuern dadurch zu beheben, indem man jene, die sich der Dienstpflicht nicht entziehen wollen oder können, in Pflichten zwingt, denen sie oftmals weder gerecht werden können noch für die sie hinterher ausreichend von der Gemeinschaft estimiert werden. 

Und völlig unmöglich ist es,

  • dass Mitglieder einer Gemeinschaft, welche sich zum einen selber der Dienstpflicht entzogen und zum anderen niemals freiwillig einen Dienst geleistet haben, andere in die Dienstpflicht zwingen wollen!

Wie gesagt, jede Gemeinschaft zeichnet sich dadurch aus und wird auch so von anderen gesehen werden, wie sie ihre Gemeinschaftsdienste organisiert und sicherstellt. Und jene Gemeinschaften, die sie nicht sicherstellen können, werden sich letztendlich in allgemeines Wohlgefallen auflösen. 

„And so, my fellow Americans, ask not what your country can do for you; ask what you can do for your country.
My fellow citizens of the world, ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man.“

John F. Kennedy in seiner Antrittsrede
Antrittsrede am 20. Januar 1961

Jahreswechsel

Gedanken zum Jahreswechsel 5 (4)

Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Weggefährten und Mitbürger,

leben wir tatsächlich in einer Welt ohne Ideale und Ideen? Folgen wir überhaupt eigenen Zielen? Oder lassen wir uns nur noch treiben? Und welche Maßstäbe legen wir dabei an uns und unsere Umwelt an?

Unserer Politik scheinen Ideale und Ziele völlig abhandengekommen zu sein. Politische Inhalte werden zusehends von Neid, Furcht und Hass geprägt. Dabei gäbe es doch mit der Europäischen Idee, dem Humanismus und für mich persönlich auch dem Christentum großartige Ideale, denen man folgen und von denen man sein eigenes Handeln ableiten oder auch Taten anderer messen könnte.

Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sind der ideale Lackmustest. Wie verbringen Sie diese Zeit und was sind dabei Ihre Hauptanliegen? Schon alleine darüber nachzudenken ist ein erster Schritt.

Ein weiterer Schritt wäre, sich durchaus auch selber als Maßstab nehmend, alltägliche Dinge infrage zu stellen. Wenn man Probleme hat, eine Handvoll Vereinsmitgliedschaften auf die Reihe zu bekommen, wie kann es dann sein, dass eine andere Person in Dutzenden Vereinen maßgeblich engagiert sein kann? Wenn man seinen Berufsabschluss oder ein Studium mit Engagement & Verve gemeistert hat, wie kann es dann sein, dass ein anderer seine akademischen Weihen en passant erhält? Wenn man mit Familie, Haushalt und Kindererziehung voll ausgelastet ist, wie kann dann jemand anderes, dies alles ohne jegliche Mühen nebenher erledigen? Übermenschen gibt es nur in der Philosophie!

Wie können sich Mitbürger für uns und unser Land einsetzen wollen, die sich erfolgreich um Wehrdienst, Ersatzdienst oder Sozialdienst gedrückt haben und zudem noch stolz darauf sind, möglichst wenig Steuern zu zahlen? Es ist an der Zeit, dass wir alle wieder mehr nachdenken – über uns selbst und unsere Umwelt!

Wo stehen wir, wo wollen wir hin und wem wollen wir folgen?

Haben Sie Mut zu Idealen! Versuchen Sie Ihr eigenes Handeln daran auszurichten und bleiben Sie dabei stets menschlich. 

Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche Weihnachten möglichst im Kreise Ihrer Liebsten und freue mich schon jetzt darauf, Sie auch im kommenden Jahr wiederzusehen.