Spruch in einem Ladengeschäft

Schönheit 5 (1)

Beitragsfoto: Spruch in einem Ladengeschäft

Nur mal so durch Geschäfte schlendern und ganz ohne Ziel die dortigen Auslagen zu betrachten, hat auch etwas von Entschleunigung. Für mich ganz besonders dann, wenn ich nach einem guten Essen Strecke machen muss und das Wetter nicht gerade dazu einlädt, um an der frischen Luft spazieren zu gehen.

Und so kann man ganz nebenbei schauen, was so alles angeboten wird. Mein heutiges Fazit wieder einmal, dass es nichts gibt, was es nicht gibt.

Und da man als etwas älterer Mensch meist zu Hause bereits mehr herum stehen hat, als man es eigentlich möchte, reicht es völlig aus, wenn man die eine oder andere Sache einfach nur bestaunt.

Übrigens, Taschen scheinen dieses Jahr wirklich der Renner zu sein, denn die gibt es fast in jedem Ladengeschäft und das dann noch in den unterschiedlichsten nur denkbaren Ausführungen.

Der Hingucker des Tages war aber ein grell grün metallisch leuchtender Tesla, der den gestrigen in grell orange leuchtenden Tesla noch einmal übertraf.

Schönheit war schon immer Ansichtssache!


Hammock 2015

Kunst und mehr 4.7 (3)

Beitragsfoto: Hammock (2015) von Daniel Arsham | ausgestellt im OCMA

Wenn ich schon in Südkalifornien bin, dann darf es auch etwas Kunst sein. Dieses Mal bin ich dabei auf Daniel Arsham gestoßen, der nicht nur über eine sehr interessante Website, sondern im Orange County Museum of Art gerade über eine noch interessantere Ausstellung verfügt: Wherever You Go, There You Are.

Daniel Arsham wurde 1980 in Cleveland geboren, wuchs in Miami auf und lebt heute in New York. Seine Ausstellung im neuen Museumsgebäude des Orange County Museum of Art beschäftigt sich mit einer fiktiven Archäologie, zeigt aber auch Werke aus seiner Zusammenarbeit mit Dior, Tiffany, Adidas oder Porsche.

Das Schöne beim Schlendern durch Costa Mesa ist, dass man an allen Ecken und Enden auf Kunstwerke stößt, wobei sich das erst letztes Jahr fertiggestellte neue Museum besonders gut in das bereits bestehende Gebäudeensemble einfügt. Der Ursprung des Orange County Museum of Art geht auf 13 Damen zurück, die bereits 1962 die Balboa Pavilion Gallery gegründet haben.

Und wer dann noch mehr Lust auf Kunst hat und nicht sofort nach Los Angeles fahren möchte, der ist in Laguna Beach gleich um die Ecke immer gut aufgehoben.

Hinweis für das ganz persönliche Kunsterlebnis:


Newport Beach

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Beitragsfoto: Ein Haus in Newport Beach

Life’s a Beach

Gerade beim Spazieren in einem öffentlichen Park ein Pärchen gesehen, welches es sich zur Musik „Hotel California“ etwas bequemer gemacht hat — mit genügend Beruhigungsmitteln ausgestattet, merken es auch jüngere Menschen nicht, dass die 1970er-Jahre schon längst vorbei sind.

Ja, das Leben könnte durchaus ein Strand sein, aber dann besser einer in den wärmeren Breitengraden, so wie hier an der Pazifikküste oder auf Borneo. Interessanterweise aber stammt dieser Spruch nicht aus der Motivationsecke von doch so zahlreichen Influencern oder gar Management-Beratern, sondern er ist eine Verschönerung des sehr bekannten Spruchs „Life is a bitch!“

Ich bin mir sicher, dass auch dieses Pärchen zu dieser Überzeugung kommen wird, spätestens dann, wenn das Lied verklungen ist und der aktuell hier anzutreffende Nieselregen wieder einsetzt.

Don Giovanni

Wenn ein Bühnenausstatter schon damit wirbt, dass er das Bühnenbild nach Maurits Cornelis Escher gestaltet hat und letzterer Bestandteil eines der Bücher ist, die ich gerade lese, so war meine Neugierde von Anfang an geweckt.

Zur Oper selbst muss man nichts sagen, vielleicht nur, dass ihr jede Inszenierung gut tut, die sich an der heutigen Zeit orientiert. Alles andere war wie zu erwarten und die Musik wie immer hörenswert. Einzig der Kostümwechsel mitten im Stück blieb mir rätselhaft, aber An D’Huys wird sich sicherlich etwas dabei gedacht haben.

Und der prominente wie unkommentierte Wechsel von einer roten zu einer gelben Rose sollte der Oper sicherlich eine Tiefe verleihen, die dieses noch nie hatte. Blickfang des Stücks für mich Federica Lombardi als Donna Anna, die wohl nun zusammen mit Donna Elvira im Kloster endet.

Gartencenter

Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals in den USA ein Gartencenter besucht zu haben, und so war dies diese Woche sozusagen eine Premiere. Kaum verwunderlich, dass auch dieses Gartencenter wie die meisten anderen aussah, mit einer Ausnahme allerdings, denn die dortigen Pflanzen hatten im Vergleich zu unseren ein etwas größeres Wachstum und manche auch bei uns bekannte einen erstaunlichen Blütenreichtum; was ich beides auf die klimatischen Verhältnisse zurückführe.

Neu für mich dann das Essen im Gartencenter, welches an Qualität und Service mit sehr guten Restaurants mithalten konnte. Und zum Schluss konnte ich noch einen Flaggenmasten bestaunen, den Ronald Reagan zusammen mit John Wayne bereits 1976 gesetzt hatte; so etwas gibt es auch nicht in jedem Gartencenter.

„People, in fact, are often very unobservant. But machines can be made to be totally unobservant; and people cannot.“

Douglas R. Hofstadter, Gödel, escher, Bach (2021 [1979]: 37)