Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

3.9.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Eingreiftruppe

Da war ich jahrelang und dies von Anfang an in einer solchen beruflich tätig, nur um im aktuellen Wahlkampf zu erfahren, dass man eine EU-Eingreiftruppe dringend bräuchte. 

Gerade jene, die jetzt eine Eingreiftruppe vehement fordern, sind genau die, die alles getan haben, um uns die Arbeit möglichst zu erschweren.

Da ich inzwischen zu lange aus dem Geschäft bin, ärgere ich mich einfach nicht mehr. 

Treffpunkt Europa

Alles hat einmal sein Ende und so bedauere ich es sehr, dass wir nach gut 30 Jahren einen Schlussstrich ziehen müssen. Nachdem die Ehrenamtlichen seitens der Verwaltung acht Jahre lang nur Gegenwind hatten und sich dieser die nächsten acht Jahre wahrscheinlich nur verstärken würde, den Gemeinderat dieses Fest und seine Vereine noch nie wirklich interessierte und auch nur noch wenige Vereine bereit sind, sich wirklich zu engagieren, lassen wir das Ganze — zumindest vorerst.

Großstadt

Es ist schon schön Bürger einer Großstadt zu sein, auch wenn dies mit jeglicher Realität wenig zu tun hat und nur noch einem antiquierten Übereinkommen geschuldet ist. Darüber hatte ich bereits in meinem Weblog geschrieben.

Wenn man, wie in Heilbronn, den Anspruch erhebt nicht nur Universitätsstadt, sondern auch Großstadt zu sein, muss man dazu bereit sein, die Verwaltung einschließlich ihrer Spitzen zu professionalisieren und von lieb gewonnenen Gepflogenheiten Abstand nehmen. Verwaltungspositionen dürfen dann nur in Ausnahmen und auch nur in den untersten Lohngruppen als Versorgungsposten ausgeworfen werden, und man sollte peinlich darauf achten, dass sich die Verwaltung nicht selbstrekrutiert oder gar dem Nepotismus anheim fällt.

Und als Oberbürgermeister bedarf es dringend eines möglichst kompetenten Fachmannes — diesen aus dem eigenen Hause zu generieren, war noch nie erfolgreich; Kleinstädte und Gemeinden einmal ausgenommen.

Artikel des Tages

EU-Battlegroups — Stand und Probleme der Umsetzung in Deutschland und für die EU (05.03.2007)


Bäume

30.8.02021 5 (2)

Bäume | © Pixabay

Realpolitik

Jetzt tönt es aus allen Kanälen und in allen Medien. Wir benötigen eine Realpolitik. Zumindest ist es das Eingeständnis unserer „Entscheider“, dass die letzten Jahre reines Kasperletheater waren.

Das Problem mit der Realpolitik ist es dabei weiterhin, dass eine Realpolitik Menschen benötigt, die nicht nur sehr gut ausgebildet sind, sondern auch über mindestens zwanzig Jahre an Erfahrung verfügen — man bekommt im wahren Leben einfach nichts geschenkt.

Und schon ist es bei uns wieder mit der Realpolitik vorbei — aber „unsere Löwen“ haben dafür einmal gut gebrüllt.

Katzenplage

Wenn es bereits der SWR, wie heute geschehen, thematisiert, dann muss das Ganze schlimmer sein als bisher vermutet. Mich stören diese verwilderten Katzen in meiner Umgebung schon längst ganz gewaltig, auch machen sie mehr Dreck und Lärm als jeder Hund. Warum Menschen sich überhaupt Katzen zulegen und diese dann verwildern lassen, ist mir völlig unverständlich.

Es ist an der Zeit, dass man verwilderte Katzen aus unserem Stadt- und Landkreis verstärkt „entnimmt“ und zudem sämtliche Hauskatzen, wie die Hunde längst auch, besteuert. Von mir aus auch als eine Abgabe, deren Erlöse direkt zur Lösung des Katzenproblems verwendet werden. Das wäre praktizierter Naturschutz — zumindest die Vögel werden es uns danken.

Berliner Platz

Trotz des Regenwetters hatte ich einen guten Start in die neue Woche. Sehr erfreulich ist auch, was sich alles am Berliner Platz rund um das K3 entwickelt. Ältere Restaurants werden aufgefrischt und neue nehmen so langsam aber sicher Gestalt an. Die Bürger investieren weiterhin in ihre Stadt, trotz einer nicht enden wollenden Pandemie.

Wenn die Stadtverwaltung jetzt noch sicherstellt, dass die Turmstraße — wie schon öfters versprochen — zur Fußgängerzone umgewandelt wird, und man den Fahrzeugverkehr, einschließlich der Radfahrer, in der Fußgängerzone wieder mehr einschränkt, wird auch diese Heilbronner Ecke ein richtiges Schmuckstück zum Verweilen und Shoppen.

Website des Tages

Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung

Das Tierheim Heilbronn beherbergt bis zu 65 Hunde, 200 Katzen, 60 Vögel sowie bis zu 50 weitere Kleintiere und Exoten. Weiterhin sind wir für den Tierschutz im Landkreis Heilbronn zuständig.


Fußballspieler

Einwurf 5 (1)

Beitragsfoto: Fußballspieler | © Pixabay

Omas, die zuhause einsam und vergessen ableben, Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, Kinder, die in Afrika verhungern, oder Afghanen, die in ihrem eigenen Land verfolgt werden, und vieles andere auch, dienen unserer Luxusgesellschaft bestenfalls als Aufreger, um ein wenig Abwechslung in den ansonsten langweiligen Alltag zu bekommen.

Kaum hat man sich so richtig über etwas Schlimmes aufgeregt, kommt auch schon der Nachbar oder ein Medium mit einer anderen Aufregung um die Ecke. Bestenfalls — weil „es sich so gehört“, oder weil der Nachbar guckt — zückt man vielleicht noch den Geldbeutel und spendet für das ein oder andere, besser noch, man wird endlich den eigenen Müll aus dem Keller oder der Garage los.

Einzig und alleine das eigene Wohlbefinden zählt und daran wird alles andere gemessen. Wir alle sind es gewohnt, einfach wirklich alles ohne große Probleme, eigenes Bemühen oder gar eigene Leistung serviert zu bekommen — denn das steht uns zu! Warum auch immer. Und sollte für uns etwas wirklich unerfüllbar scheinen, kommt die nächste Wahl um die Ecke und man bekommt auch das — zumindest versprochen.

Hilfsorganisationen — egal welcher Art — sind schon sehr lange zu reinen Aufregungsbegleitern mutiert, die uns mehr mit ihren Schreckensmeldungen „bespassen“ als sie jemals Gutes für andere leisten werden. Warum sollten sie auch?

Denn ohne regelmäßige Aufreger müssten wir wohl alle über unsere eigene Existenz und ihre Vergänglichkeit nachdenken, schlimmer noch, darüber, was wir alles mit unserer Umwelt angestellt bzw. an menschlichem Handeln unterlassen haben.

Aber bevor es dazu kommt, regen wir uns lieber wieder über andere auf, besonders über jene, die mehr als wir selbst haben, und auch gerne über jene, die haben möchten, was uns schon immer zusteht — alleine uns!

So sind wir Menschen halt und werden wohl auch immer so bleiben. Glücklich sind jene, die gerade an Orten und in Zeiten leben, wo einem der Rotz die Backe hochläuft.

Schade nur, dass es immer weniger Menschen gibt, die dieses Glück zu schätzen wissen. Gut dabei ist wohl nur, dass das Glück an sich sehr wechselhaft ist!

„I don’t watch the ball. I watch them. Like I said — You make your own luck. Perception is reality. And it doesn’t matter a tuppeny toss where the ball actually lands … Just as long as they see what I want them to see.“

John, in Hellblazer (Issue 232, Wheels of Chance, Systems of Control, Part 1 of 2 by Andy Diggle)