Residenzschloss

14.7.02026 5 (5)

Beitragsfoto: Residenzschloss

Trickle-Down-Effekt

Sehr bemerkenswert mit anzusehen, wie zwar überhaupt nicht die so gerne propagierte Trickle-down-Ökonomie funktioniert, dafür aber der Trickle-Down-Effekt bei den Steuergeldern wieder wunderbar zu beobachten ist.

Wenn diese nicht beständig und zu 100 % kontrolliert werden, was ab einer kritischen Menge an Steuergeldern einfach nicht mehr funktionieren kann, dann tröpfeln diese ganz von alleine und beständig auf die jeweils „systemrelevanten“ Personen hinab.

Und so kann ich gerade ganz aktuell ein Phänomen aus der Zeit des Kalten Krieges wieder ganz gut beobachten. Die kulturellen Festivitäten nehmen wieder zu, langsam aber sicher, denn alleine die Billionen Euro zur Garantie unserer Sicherheit — was immer dies auch sein mag — sind einfach nicht so schnell umzusetzen. Und so tröpfelt davon auch ein klein wenig wieder auf die Kultur, besonders die systemrelevante. Was immer noch weit besser ist, als wenn diese Gelder einfach nur in Steueroasen oder anderen systemrelevanten Taschen „geparkt“ werden.

Vermischtes

Passend zur heutigen Klausur schrieb Frank Bruni in der New York Times einen Beitrag mit dem Titel „I’m a College Professor Inflating Grades. I Need Help.“ Heute ist einfach mein Tag zum Nachdenken!

Derweil ist eine Entrümpelungsfirma für mich tätig und ich wundere mich etwas, wie lange die dafür nun benötigen. Da ich gleich an der Hochschule Studenten bestaune, kann ich mir das Ganze nicht selbst ansehen. Was mich an eine uralte Filmszene aus „Cool Hand Luke“ (1967) erinnert, als wir Menschen noch mehrheitlich leistungsorientiert waren — selbst jene, die weniger motiviert durchs Leben zogen.

Apropos Film, „Good Omens“ werde ich in den kommenden Tagen noch bis zum Ende bingen. Inzwischen weiß ich auch, woher die vielen Nazis bei uns kommen — alles Zombies. Was vielleicht auch erklären könnte, warum die Hölle keine einzige Legion mehr an gewaltbereiten Dämonen stellen kann.

Dieses Problem möchte ich aber jetzt nicht auch noch auf unsere heutige Welt beziehen, da diese schon sehr lange mit Schreibtischtätern zu tun hat. Das mit den Joystick-Tätern dürfte eine weitere Sachgasse werden — KI als Lösung? Es ist weiterhin ein großer Unterschied, ob ein paar Pixel oder doch echte Gehirnmasse durch die Gegend fliegt.

Ein möglichst sauberes Töten hat sich selbst in unseren Schlachthöfen bewährt, zumindest in jenen, die noch kontrolliert oder nicht unter einem Religionsvorbehalt betrieben werden — manche völlig aus der Zeit gefallene Religionen bestehen noch heute darauf, dass das Blut nur so spritzt.

Die Französische Revolution war auch hierbei einfach ihrer Zeit weit voraus. Mit der Guillotine wurde ein sauberer Schnitt gemacht. Ich hoffe mir gelingt nun solch ein Schnitt bei meinem Engagement als Lehrbeauftragter.

Was mir bei dem einen oder anderen Heilbronner Verein nicht so ganz richtig gelungen zu sein scheint. Da macht man die Dinge nicht allen richtig und dann macht man sie ganz folgerichtig einfach überhaupt nicht mehr — was nun auch wieder nicht richtig ist. Bedauerlich, dass nun der eine oder andere frühere Mitstreiter stinkig ist.

Nationalfeiertag

Solche Tage sind eigentlich nicht so mein Ding, besonders da wir Unionsbürger keinen echten Europatag bekommen. Neben dem Europatag gibt es dann aber doch zwei nationale Feiertage, die ich immer wieder gerne mitfeiere, zumal diese alleine aufgrund der dahinter liegenden Idee weit über ihre „eigene Nation“ hinaus strahlen. Zum einen ist es der Independence Day, den ich schon immer mit US-amerikanischen Familienangehörigen und Freunden feiere, und seitdem ich beruflich mit Frankreich verbunden wurde, ist es noch die Fête Nationale. Beide Feiertage sorgten für wunderbare Erinnerungen an sehr gelungene Feiern.

Gestern lud Gaël de Maisonneuve nach Ludwigsburg ein, um mit ihm zusammen den 14. Juli zu begehen; für mich das erste Mal, dass ich diesen Tag bereits am Vorabend gedachte. Auch wenn ich mich nicht mit Schlössern identifizieren kann, so sind diese immer wieder gute Veranstaltungsorte, so auch gestern das Residenzschloss in Ludwigsburg.

In meiner Jugend war es das Blühendes Barock, das mich nach Ludwigsburg führte, später eine Tanzschule und wieder etwas später mein erster Großer Zapfenstreich, der im Hof des Residenzschlosses veranstaltet wurde. Noch etwas später waren es dann die die Gedenkfeiern zum Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar, die mich ins Schloss lockten.

Gaël de Maisonneuves Idee das Ganze nun zu verbinden und damit auch seinen Abschied aus Baden-Württemberg zu verknüpfen, lohnte um nach Ludwigsburg zu fahren.

Schon alleine die Landes-Lehrer Bigband unter Leitung von Stefan Zenth war die Reise wert! Klaus-Dieter Mayer überzeugte sowohl als Moderator wie auch als Sänger. Die Reden dem Anlass mehr als gerecht.

Schön war auch, dass das baden-württembergische Whoiswho der Politik seinen Weg ins Schloss fand, was zeigt, wie gut Gaël de Maisonneuve seine Arbeit getan hat.

Und ich habe zugehört, ganz nett von Gaël, dass er zum Schluss auch noch für die Hertensteiner Gespräche warb. Wir werden Gaël de Maisonneuve vermissen, nicht nur bei den Hertensteiner Gesprächen!

Lustig, dass „Comme d’habitude“ (1966), das Original von „My Way“ (1969), als Schlusslied gewählt wurde. Zumindest mir hat dies viel zum Nachdenken mitgegeben.


Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (2)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Gestern Abend konnte ich noch „Türkisch Rock“ lauschen, auf alle Fälle gefielen mir Can Erol und seine Gentlemen. Inzwischen ist Can Erol nicht mehr Ludwigsburger sondern Heilbronner und so dürften wir zukünftig noch mehr von ihm hören.

Heute Morgen wachte ich allerdings mit dem Gefühl auf unbedingt Bossa Nova hören zu müssen. Bereits 1966 wurde Sérgio Mendes mit dem Stück „Mas, que nada“, welches bereits 1963 von Jorge Ben komponiert wurde, international bekannt.

Und nachdem ich den ganzen Tag über der Musik von Sérgio Mendes & Brasil ’66 lauschte, wurde ich dann doch noch neugierig und guckte mal auf YouTube, ob und was es so alles von Can Erol gibt.

Schon etwas älter dürfte dieser Song „Hikayemiz“ sein. Sein gestriges Potpourri gefiel mir dann aber doch um einiges besser.

Zum Schluss nochmals etwas Bossa Nova, was mich sicherlich auf das Tanzen heute Abend einstimmen wird. Bekanntlich ist das Leben doch gerade das, was man daraus macht …


Mülleimer

17.11.02023 5 (5)

Beitragsfoto: Mülleimer | © Mariya auf Pixabay

Umbau

Ich bastele beständig an meinem Blog und dies von Anfang an, was immer wieder auch dazu führt, dass etwas nicht mehr funktioniert oder gar ganz vom Blog verschwindet. Dies sei mir verziehen, denn es handelt sich doch nur um ein privates Blog. Seit 2020 schreiben auch andere nette Menschen auf dem Weblog Beiträge, die meisten davon findet man noch hier. Nun habe ich mich dazu entschieden, mein Blog wieder nur für mich zu verwenden und dafür das integrierte Forum mehr für Gastblogger und weitere Nutzer zu öffnen.

Zudem versuche ich meinen Zettelkasten hier besser einzubinden. Im Falle, dass sie demnächst solche Links wie hier (https://iiics.org/h/20231116165900) finden, dann sind diese ausschließlich für mich bestimmt. Deshalb sollten Sie auch beim Anklicken nur ein „Forbidden“ erhalten.

Und so ganz nebenbei ergänze ich noch die Kandidatenseite der Freien Wähler. Meine Mitstreiter sind fleißig und so gibt es immer wieder etwas zu ergänzen und zu ändern.

Intelligenz

Als KI-Standort ist Heilbronn in aller Munde und auch unsere Verwaltung soll letztendlich digitalisiert werden. Die Digitalisierung mit und ohne künstliche Intelligenz ist zukünftig aus keinem Bereich unserer Gesellschaft mehr wegzudenken. Deshalb muss auch die Frage geklärt werden, wie wir mit Menschen umgehen, die mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten können. Jene von uns, die bereits in den 1990er-Jahren auf eine biologische Lösung bauten, wurden bitter enttäuscht, denn dies hat sämtliche notwendigen Entwicklungen nur um weitere Jahrzehnte verzögert.

Bald werden wir in Heilbronn mit einem IPAI aufwarten können und damit vielleicht sogar neue Mitbürger nach Heilbronn locken, die dem technologischen Fortschritt ein wenig aufgeschlossener gegenüberstehen. Damit können sich in Heilbronn sogar einmal ein Apple-Store oder vergleichbare Geschäfte ansiedeln und auch gewinnbringend betrieben werden.

Wie aber interessieren wir die anderen Heilbronner ein wenig mehr für die Digitalisierung und gewöhnen sie sogar an smarte Roboter? Selbst die Experimenta scheint nur ein paar wenige Mitbürger anzuziehen.

Wir könnten in der Fußgängerzone einmal mit intelligenten Mülleimern beginnen. Diese Idee ist nicht neu, denn bereits als Kind war ich von einem solchen Papierschlucker im Blühenden Barock Ludwigsburg begeistert — viele Eltern konnten damals nicht genug Papierabfälle für ihre Kinder sammeln.

Heute könnten intelligente Mülleimer die Fußgänger nicht nur um Papier, sondern auch um Zigarettenkippen und anderen Müll bitten und sich bei Erhalt dafür bedanken. Man könnte mit fünf solcher sprechenden Müllbehältern in der Sülmerstraße beginnen und einmal gucken, wie sich dies auf die Innenstadt und seine Bewohner auswirkt — das Ganze könnte man zudem mit der Hochschule und der Experimenta verknüpfen.

Als Nebeneffekt finden wir dabei heraus, wie künstliche Intelligenz im ganz gewöhnlichen Umfeld von der Bevölkerung angenommen wird. Das Ganze ließe sich u. a. mit Putz-, Informations- und Polizeirobotern nahtlos erweitern.

Und sollte das mit den Mülleimern und Menschen nicht funktionieren, dann könnten Vögel z. B. für jede Zigarettenkippe eine Erdnuss erhalten — das funktioniert ganz sicher.

Death in Paradise

Gestern kamen wir vom Tanzen zurück, als ich feststellen durfte, dass es nun auch bei uns die zwölfte und letzte Folge dieser Serie gibt. Wie bereits geschrieben, schauen meine bessere Hälfte und ich diese Serie von Anfang an, und so binge ich die letzten Folgen während ich diese Zeilen schreibe.

Don Warrington ist immer noch der Commissioner und dies seit der ersten Folge. Ralf Little spielt seit Folge 9 den Kommissar und beendet nun damit, was Ben Miller begonnen hatte.

Inzwischen weiß ich auch, warum es in den zwölf Folgen so viele Wechsel gab, dies obwohl die meisten Schauspieler ganz gut zur jeweiligen Rolle passten. Da die Dreharbeiten jeweils monatelang in der Karibik stattfanden, gaben die betroffenen Schauspieler an, dass sie wegen der langen Trennung von der Familie ausgestiegen seien. Eine Begründung, die ich sehr gut nachvollziehen kann.