Kinobesucher

Vorfreude 5 (5)

Beitragsfoto: Kinobesucher | © Amit Kumar auf Pixabay 

Als wäre es gestern gewesen. Bereits nach meinem ersten Kinobesuch — dieser dürfte 1988 oder 1989 stattgefunden haben — wusste ich, dass ich mir „Beetlejuice“ (1988) öfters anschauen werde. Und in Folge davon, wurde ich zu einem echten Tim Burton Fan, der sogar einmal extra in eine diesbezügliche Ausstellung nach Los Angeles pilgerte. Zuerst hatte ich den Film als Videokassette aus Kalifornien mitgebracht, später besaß ich ihn als DVD und noch heute steht er als Blu-ray im Regal.

Michael Keaton dürfte dabei als Filmbösewicht „Betelgeuse“ endlich der Durchbruch als Schauspieler gelungen sein. Vielleicht ist er nun deshalb ab September 2024 erneut als Betelgeuse zu sehen.

„I’m a graduate of the Harvard business school. I travel quite extensively. I lived through the Black Plague and had a pretty good time during that. I’ve seen The Exorcist about 167 times and it keeps getting funnier every single time I see it … Not to mention the fact that you’re talking to a dead guy …“

Ich hätte nie gedacht, dass ein zweiter Teil bis 2024 auf sich warten lässt — typisch Tim Burton könnte man dabei vermuten. Ich finde noch heute Catherine O’Hara im Film ganz gut, auf jeden Fall besser als Michael Keaton. Auch Winona Ryder ist große Klasse.

Die Handlung überzeugt noch immer und die Anspielungen im Film passen noch heute in die Zeit; der Sandwurm hat erst jüngst wieder im Kino aufgespielt — dabei meines Erachtens schlechter als im Original aus dem Jahr 1984; wobei auch hierbei der „zweite“ Teil sehr lange auf sich warten ließ (war hier übrigens auch schon Thema im Blog)!

Die Filmszene der Tischgesellschaft mit dem Banana-Boat-Song von Harry Belafonte ist legendär. Geena Davis als Barbara Maitland spielt ganz ordentlich und hat mir später in „Thelma & Louise“ (1991) so richtig gut gefallen. Aber auch Alec Baldwin als Adam Maitland schlägt sich ganz wacker.

Spannend, wie sich die Schauspieler in den folgenden Jahren weiterentwickelt haben, noch spannender, wer weiterhin mit Tim Burton drehte oder gar heute noch dreht — auch als Schauspieler muss man ihn wohl richtig lieben, um mit ihm einen Film zu machen.

Und so freue ich mich schon heute auf den Kinostart Anfang September — ich hoffe, dass der Film auch in der Originalsprache ins Kino kommt. Catherine O’Hara und Winona Ryder sollen ebenfalls wieder mit an Bord sein — ich meine, das ist bereits eine gute Entscheidung.

„My whole life is a dark room. One … big … dark … room.“

Winona Ryder als Lydia Deetz in Beetlejuice (1988)

Konzert

Musikvideo der Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

1980 ist schon eine ganze Weile her. Inzwischen wird dieses Video sogar im New Yorker Museum of Modern Art gezeigt. „Once in a Lifetime“ wurde auf der vierten Langspielplatte „Remain in Light“ der Talking Heads veröffentlicht. Die Gruppe gründete sich 1975 und spielte bis 1991 zusammen.

„Letting the days go by (same as it ever was, same as it ever was)“

Heute noch etwas besser bekannt dürften sie wegen des nun folgenden Lieds sein.

„Road to Nowhere“ stammt übrigens vom Album „Little Creatures“ (1985). Fast vierzig Jahre später sind wir allesamt auch nicht sehr viel weiter und dies dürfte tatsächlich System sein.

„They can tell you what to do
But they’ll make a fool of you
And it’s alright, baby, it’s alright“

Mir persönlich gefiel aber schon immer „Psycho Killer“ am besten. Deswegen hänge ich diesen Song noch mit an. Dieses Lied findet sich übrigens auf dem Debütalbum „Talking Heads: [19]77“ und machte mir die Band von Anfang an sympathisch.

David ByrneChris Frantz, Tina Weymouth und Jerry Harrison waren die Talking Heads.

„You start a conversation, you can’t even finish it
You’re talking a lot, but you’re not saying anything
When I have nothing to say, my lips are sealed
Say something once, why say it again?“

Und wer sich nun fragt, warum ich gerade auf die Talking Heads komme, nun ja, das dürfte an den heutigen Runden in der Neckarhalde, am folgenden Spaziergang bei gut 33 Grad Celsius und den aktuellen Ereignissen liegen.


Konzert

Musikvideo zum Sonntag 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Da spiele ich ein wenig mit den sogenannten intelligenten Chatbots herum, wie zum Beispiel ChatGPT, Perplexity.ai oder LeChat, und stelle dabei erneut fest, dass man wirklich nicht alles glauben sollte, was man da so schwarz auf weiß präsentiert bekommt. Was schon bei Büchern und Zeitungen bekannt war, dürfte nun auch bei der Künstlichen Intelligenz nicht viel anders sein.

Auf alle Fälle aber ist es manchmal richtig belustigend, was da einem so angeboten wird. Da es aber doch um einiges bequemer ist als einfach nur schnöden Hyperlinks im Internet zu folgen, dürfte sich diese Art von Recherche bei den meisten Menschen durchsetzen.

Und so werden künftig nicht nur die wissenschaftlichen Arbeiten der Studenten, sondern auch die Gespräche mit den meisten Mitmenschen ganz neue Erkenntnisse zu Tage bringen — ob diese dann auch mit der Realität oder gar unserer eigenen Existenz etwas zu tun haben, dürfte dabei weniger wichtig sein; wir machen uns unsere Welt schon lange so wie sie uns gefällt (Pippi Langstrumpf). Die etwas Erwachseneren unter uns nennen das dann „alternative Fakten“ (Kellyanne Conway).

Jedem Menschen seine eigene Realität! Die Frage bleibt, ob das wirklich jemals anders war?

Bis zur Beantwortung dieser Frage höre ich ein wenig Jimi Hendrix, was übrigens ganz gut zum Thema passt. Und sein Gitarrenspiel dürfte noch heute unbestritten gut sein.

Jimi Hendrixs „Purple Haze“ wurde bereits am 17. März 1967, wenige Tage vor der Geburt meiner besseren Hälfte, veröffentlicht. Ich gehe jetzt nicht auf pränatale Fragestellungen ein oder gar darauf, wann der Mensch mit seinem eigenen Erkenntnisgewinn startet oder wieder aufhört –„passende“ Antworten darauf liefern die Chatbots schon heute.

Übrigens, Sokrates war der Überzeugung, dass jeder Mensch schon „alles weiß“ und man dieses Wissen „nur“ durch die richtigen Fragestellungen freilegen könne (Mäeutik). Da Sokrates bekannter Maßen keine Schriften hinterlassen hat, ist man hierbei aber auf Angaben von Platon und Aristophanes angewiesen.

Mit der Zunahme der intelligenten Chatbots wird die Mäeutik wohl ganz neue Höhenflüge erzielen; man führt künftig sozusagen mit der KI sokratische Gespräche.

Damit aber dann tatsächlich irgendein Erkenntnisgewinn herauskommt, müsste man die Chatbot-KI vom Fuß auf den Kopf stellen, nämlich insoweit, dass die Chatbots überhaupt keine Fragen beantworten, sondern ganz im Gegenteil, dem Nutzer beständig neue Fragen stellen und diese dann immer weiter — je nach dessen Antworten — präzisieren.

Aber auch hierbei sollten wir „42“ als Antwort nicht gelten lassen.

„[D]ie Quelle der Angst liegt in der Zukunft, und wer von der Zukunft befreit ist, hat nichts zu befürchten.“

Milan Kundera, Die Langsamkeit (1995: 6) — [er zitiert Seneca]