Konzert

Musikvideo zum Wochenende 4.9 (7)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Passend zur Veröffentlichung der Klausurnoten das Lied „Paint it Black“ von den Rolling Stones aus dem Jahr 1966. Man findet es auch auf dem Album „Aftermath“ — besser geht es wohl kaum noch.

Nein, ich habe mich weder geirrt, noch getäuscht und auch nicht falsch korrigiert. Die Ergebnisse haben die jeweiligen Studenten ganz alleine selbst zu verantworten. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals als Schüler oder Student um Noten gefeilscht habe; man hat die so wie erhalten hingenommen und im Anschluss höchstens auf bessere Zeiten gehofft oder endlich mit dem Lernen bzw. Studieren begonnen.

Und auch heute wird den Studenten nichts anderes übrig bleiben — und so könnte man sich den einen oder anderen Umweg einfach sparen, was schon wieder etwas mit Projektmanagement zu tun hat.

Das besagte Album wurde übrigens vom 3. bis 8. Dezember 1965 auf dem Sunset Boulevard in Hollywood aufgenommen.

Aber auch das Cover der Animals (1966) ist hörenswert.

Und wenn jene Studenten, die dieses Mal weniger erfolgreich waren, anstatt für andere, erst einmal für sich selber ihre Lehren ziehen, dann passt gleich im Wintersemester das folgende Lied der Rolling Stones ebenfalls ganz gut.

„Jumpin’ Jack Flash“ erschien zuerst 1968 als Single und sorgte dafür, dass die Rolling Stones weiterhin im Spiel blieben; was ich übrigens allen „meinen“ Studenten wünsche.

„If you devoted half es much time and energy to solving your problems as you do to worrying about them, you wouldn’t have any worries.“

Dale Carnegie, How to Stop Worrying and Start Living (1985: 295)

Leadership

Leadership 5 (5)

Beitragsfoto: Buch auf Rechner

Das Buch Leadership von Henry Kissinger in Händen haltend, bin ich versucht, sogleich an John F. Kennedys Buch „Profiles in Courage“ (1956) zu denken. Kissingers Buch erschien bereits 2022, ich habe allerdings gewartet, bis die Paperback-Version zur Verfügung stand. Wenn Kissinger ein Buch schreibt, dann kommt es zumindest bei mir auf die Liste — zuletzt sicherlich nur noch, weil ich bereits schon einige seiner anderen Bücher gelesen hatte (Gewöhnung). Der zweite Gedanke war dann, warum muss Kissinger weiterhin noch Bücher schreiben?

Dann wurde das Buch doch noch interessanter als ursprünglich vermutet und ist in meinen Augen ein gelungener Abgesang auf die Meritokratie, welche wohl die letzte Hälfte des vergangenen Jahrhunderts prägte. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass es Kissingers Warnung vor einer Mediokratie ist, in der wir uns bereits längst befinden. Aber nicht im Sinne von Medienherrschaft, wie man es im Abspann seines Buches herauslesen könnte, sondern im Sinne einer Herrschaft der Mittelmäßigkeit!

Aber gleich zu Anfang seines Buches findet man die besten Zitate: „Any society, whatever its political system, is perpetually in transit between a past that forms ist memory and vision of the future that inspires ist evolution.“ (2024 [2022]: XV).

Schön auch, dass er den Ersten und Zweiten Weltkrieg zusammenfasst und als zweiten europäischen Dreißigjährigen Krieg bezeichnet. Über seine Auslegung von Strategie lässt sich sicherlich ebenfalls streiten. Seine Auswahl von sechs Personen ist wohl der Tatsache geschuldet, dass er diese im Gegensatz zu John F. Kennedys acht Personen selber kannte. Seine Beschreibung dieser sechs Personen nett zu lesen, wobei auch sicherlich neue Details zu erfahren sind. Ob man diese Details dann aber überhaupt wissen muss oder sollte, bleibt dem Leser überlassen.

Das wirklich Spannende am Buch ist es aber, dass Henry Kissinger sich und seine eigene Verantwortung völlig aus dem Spiel lässt. Dabei ist er doch selbst eine Ikone des Berufspolitikers und letztendlich damit auch für den schleichenden Untergang unserer Demokratien mit verantwortlich. Besonders seine Nachkommen haben das Berufspolitikerwesen in eine Art von „Aristokratie“ umgewandelt, allerdings ohne sich damit der eigenen Verantwortung und Begrenztheit überhaupt noch selbst bewusst zu werden.

Damit wurde das Vertrauen der Wähler in die Demokratie und ganz besonders in deren (Volks)vertreter immer weiter unterminiert und führte letztendlich dazu, dass inzwischen Kriminelle und Scharlatane wie ein Donald Trump weltweit wählbar sind und auch noch gewählt werden!

Zum Abschluss seines Buches (vorletzter Satz) lässt er einen Stoiker (!) zu Wort kommen. „The Stoic philosopher Epictetus wrote long ago, ‘We cannot choose our external circumstances, but we can always choose how we respond to them’“ (2024 [2022]: 416).

Die Wähler wählen inzwischen verstärkt antidemokratisch oder zumindest aber die letzten demokratischen Pfeifen (aka Spaßmacher)!

Es wäre nun wirklich an der Zeit, dass die letzten verbliebenen echten demokratischen Politiker und ganz besonders deren Parteien reagieren und ihre Politaristokraten in die Wüste schicken, bevor wir Wähler das allerletzte Wort haben werden!


Konzert

Musikvideo der Woche 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Das Album von Leonard Cohen namens „Old Ideas“ (2012) habe ich mir sogleich auf einer Autofahrt und dies noch als MP-3 Version zugelegt, und so musste meine bessere Hälfte bis zum Ende der Fahrt dem Album gleich zweimal lauschen. Danach konnte ich es nur noch hören, wenn ich mit dem Hund unterwegs war — wir hatten zufällig denselben Musikgeschmack.

Das Musikvideo der Woche stammt allerdings von seinem Album „Various Positions“ aus dem Jahr 1984 und war bereits sein siebtes Album. Neben dem Lied „Dance Me to the End of Love“, welches gleich hier zu hören sein wird, ist bestimmt noch „Hallelujah“ allseits bekannt.

Den meisten Lesern dürfte Leonard Cohens Lied „Suzanne“ bekannter sein, welches er bereits 1967 auf seinem Debutalbum „Songs of Leonard Cohen“ veröffentlichte. Interessant dabei, dass er es als erstes als Gedicht 1966 herausbrachte und dies dann zuerst von Judy Collins als Lied vertont wurde. Zu seinem Gedicht wurde er übrigens von der Tänzerin Suzanne Verdal inspiriert.

Noch heute aber ist „Old Ideas“ meine Lieblingsplatte von Cohen.