Tanzen

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Beitragsfoto: Tanzen | © Pixabay

Geplänkel

Für einen weiteren Verein darf ich zurzeit meine ganze Aufmerksamkeit auf juristische Angelegenheiten legen. Und dabei gäbe es doch genügend Anderes, was man in den kommenden Monaten zu stemmen hätte. Langsam aber sicher machen wir aber auch hier Fortschritte und schließen dabei immer mehr die eigenen Reihen. Dies führt allerdings ganz folgerichtig zu weiteren Vorhaben und Aufgaben, die es dann ebenfalls noch zu lösen oder gar zu bewältigen gilt.

Deshalb freut es mich sehr, dass ich mit Herbert Burkhardt einen Mitstreiter habe, der ebenfalls gerne mit anpackt und Dinge bewegt. Und so werde ich demnächst meine Termine um eine Maifeier ergänzen, die wir — und dies wundert wohl kaum einen meiner Leser — in und rund um die Neckarhalle veranstalten werden.

Aber bevor wir dafür nach weiteren Mitstreitern suchen, treffen wir uns heute Abend erst einmal zum ersten Freie Wähler-Stammtisch des Jahres. Und da freut es mich sehr, dass Franz Schirm die Koordination auch dieser Stammtische mit übernommen hat.

Und ganz nebenbei merke ich, dass der Klausurtermin an der Hochschule immer näher rückt, denn ich erhalte immer häufiger entsprechende E-Mail. Was mich nun überhaupt nicht wundert, denn auch ich war einmal Student und muss zugeben, dass mir manche Prüfungen auch erst dann so richtig bewusst wurden, als es dafür eigentlich schon viel zu spät war. Dabei konnte ich aber feststellen, dass Druck, Drall und Geschwindigkeit für mich nicht nur belebend wirken, sondern auch meine eigene Kreativität steigern.

An den jüngsten E-Mail stelle ich nun fest, dass dies durchaus auch auf andere Mitmenschen zutrifft; auf jeden Fall aber steigt die Qualität der einzelnen entsprechenden E-Mail deutlich.

Großer Wurf

In der Nachbereitung von einigen Besprechungen stehe ich nun vor der Frage, ob wir als Verein dieses Jahr einmal den großen Wurf wagen sollen. Noch im letzten Jahr hatte ich der Kreisversammlung mehrere Ideen vorgestellt, wie wir uns in den kommenden Jahren weiterentwickeln könnten und für das eine oder andere, teilweise auch gewagte Vorhaben haben wir die Zustimmung der Mitglieder erhalten.

Nun aber zeichnet es sich ab, dass wir die Gelegenheit bekommen könnten, um eine sehr spannende Idee bereits dieses Jahr anzugehen. Und kaum hatte ich dies thematisiert, schon liefen die Telefone heiß. Die meisten Gesprächspartner halten bisher nicht nur unseren Verein viel zu klein dafür, sondern glauben zudem daran, dass selbst Heilbronn insgesamt zu schwach aufgestellt bzw. für solche Ideen bei den Heilbronnern kein Bedarf vorhanden sei.

Als Team-Arbeiter fällt mir hierzu sogleich ein, dass man sich doch mit anderen Interessierten zusammenschließen könnte und als langjähriger, meist unfreiwilliger Konsument von Werbung meine ich zudem, dass das Angebot die Nachfrage doch zumindest mitbestimmt. Und so stehe ich nun vor der Frage, sollen wir den großen Wurf wagen oder wohl ganz landestypisch mit dem kleinen Wurf ins Rennen gehen.

Eine Idee werden wir auf alle Fälle noch in diesem Monat angehen, ob diese dann von Erfolg gekrönt sein wird, das wird sich in den kommenden Jahren zeigen; denn wir versuchen Ortsgruppen unseres Vereins in den Partnerstädten zu etablieren. Eine weitere Idee ist in Zusammenarbeit mit dem Landesverband in Arbeit und es zeichnet sich ab, dass diese sich letztendlich zwar langsam aber sicher realisieren werden lässt.

Aufgrund eines für uns zwar überraschenden aber sehr begrüßenswerten Kooperationsangebots seitens unseres Bundesverbandes, das die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene hebt, wollen wir die Hertensteiner Gespräche einem etwas größeren Teilnehmerkreis anbieten und damit auch viele Heilbronner für dieses sehr spannende Format begeistern. Und da wir dafür nun sehr attraktive und passende Räumlichkeiten gefunden haben, welche zudem noch die Möglichkeit bieten, dass man gleich um die Ecke ein weiteres Vorhaben mit umsetzen kann, fingen manche Europäische Föderalisten — darunter auch ich — sofort zum Träumen an.

Und als dann eine erste Abfrage ergab, dass man von den Räumlichkeiten her beides sehr gut miteinander kombinieren und damit eine weitere Idee Realität werden könnte, stehen wir nun vor der Frage, ob wir diesen großen Wurf wagen sollen? Dazu benötigen wir 100 Mitmacher für die Gesprächskreise der Hertensteiner Gespräche, was dann fast einer Verdopplung gleich käme und für die Abendveranstaltung 400 an Bällen interessierte Bürger, die bereit sind, sich für einen wunderbaren Tanzabend ein wenig in Schale zu werfen; hierbei würden wir uns zum Vorjahr gleich mehr als vervierfachen!

Ohne Frage, unser Verein und unsere Mitglieder werden auch dieses Vorhaben stemmen können und sicherlich zu einem Highlight im Heilbronner Veranstaltungsjahr machen, aber die große Frage bleibt dennoch, ob sich ausreichend Heilbronner und Gäste von außerhalb finden werden, die dies dann auch zu schätzen wissen?

Musikvideo des Tages

Sebastian Schaffer mit einem Queen-Cover

Nikolausstiefel

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Beitragsfoto: Nikolaus | © Maren Winter auf Shutterstock

Tanzen

Heute wurde ich zu meiner großen Überraschung gleich mehrfach gefragt, welche Musik- oder Tanzdarbietungen mir beim Treffpunkt Europa am besten gefallen hätten. Dies brachte mich dann doch ins Grübeln.

Anfangs war ich beim Treffpunkt Europa mit der Organisation und dem Verkauf von Essen und Getränken beschäftigt und so nahm ich in den ersten Jahren das Bühnenprogramm gar nicht richtig wahr. Aber an die wunderbaren Kostüme der spanischen Tänzerinnen oder an meine Lieblingslieder vom Coro del Grappa kann ich mich tatsächlich noch erinnern. Als ich dann die Moderation des Bühnenprogramms mit übernahm, konnte ich erstmals das gesamte Potpourri des Treffpunkts Europa miterleben und war mehr als erstaunt. Eine solche Vielfalt und dabei auch Qualität ist wohl bis heute einzigartig. Noch schöner, das Heilbronner Publikum goutierte das Ganze immer wieder aufs Neue und so kam es zu einem mehr als ansprechenden Zusammenwirken von Künstlern und Publikum, das nicht selten dazu führte, dass aus beidem eins wurde.

Ganz besonders aber erinnere ich mich an einen sehr kurzfristigen Ausfall einer Gruppe, der mich alleine auf der 100 qm großen Bühne zurückließ. Ein kurzes Gespräch mit Heinrich Krayl ergab, dass ich wohl etwas länger als sonst überbrücken müsse. Und so fiel mein Blick auf einem kleinen Jungen, der tapfer sein Keyboard bewachte, welches noch nicht abgebaut worden war. Ich fragte ihn, ob er nicht ein wenig Musik machen könne und kaum hatte er die ersten Töne gespielt, war auch „seine“ bosnische Tanzgruppe wieder da und begleitete ihn; ein paar Augenblicke später tanzten bosnische, kroatische und serbische Tanzgruppen gemeinsam auf der Bühne und der Tag war gerettet.

Das Jahr darauf fragte mich der Junge von ganz alleine, ob er wieder spielen dürfte und ich baute sein Spiel mit ins Programm ein, was sofort dazu führte, dass die Bühne voll mit tanzenden Heilbronnern aus der gesamten Welt war. Als Organisator dachte ich sofort an die Worte von Achim Schlager, der die Dittus Bühne stellte, dass seine Bühnen dies ohne Weiteres abkönnen. Und die Folgejahre stellte er immer sicher, dass selbst ganz Heilbronn auf seiner Bühne ohne Probleme hätte tanzen können.

Und so wurde dieses gemeinsame Tanzen von Menschen aus allen Ecken der Welt, und dies zu ein und derselben Musik, ein fester Bestandteil eines jeden Treffpunkts Europa. Die Bühne war jedes Mal mehr als voll und die Menschen tanzten noch in Reihen vor wie auch um die Bühne herum. Für mich ganz persönlich der Höhepunkt eines jeden Treffpunkts Europa, ein wahre Sternstunde für uns Menschen.

Hätte ein Stefan Zweig dies erlebt, wäre sein entsprechendes Buch sicherlich um ein Kapitel reicher geworden. Leider aber war der Treffpunkt Europa den verantwortlichen Heilbronnern zu popelig oder gar zu billig, wahrscheinlich aber konnte kein Vetter daran etwas verdienen, und so richtete ein OB-höriger Gemeinderat den Treffpunkt Europa auf dem Kiliansplatz zugrunde.

Gerade in Zeiten, wo schon wieder ein Krieg durch Europa tobt, wäre das gemeinsame Tanzen von Menschen aus allen Ecken dieser Welt und dies noch zu ein und derselben Musik mehr als notwendig! So aber bleiben jenen, die diese erfreulichen Zeiten noch miterleben durften, wenigstens sehr schöne Erinnerungen an bessere Zeiten und das Gute in uns Menschen.

Weihnachtsfeier

Mitglieder der EUROPA-UNION Heilbronn treffen sich heute Abend auf dem Kiliansplatz, um dort beim Weihnachtsmarkt den monatlichen Europastammtisch mit einer kleinen Weihnachtsfeier zu kombinieren.

Erstmals soll dabei gewichtelt werden, wobei jene Stammtischler, die ein kleines Geschenk mitbringen, später mit einem anderen kleinen Geschenk wieder nach Hause gehen können. Die Tradition des Wichtelns stammt ursprünglich aus Skandinavien und soll an eine nordische Sagengestalt, den Wichtel, erinnern, der heimlich Gutes tut. Deshalb war es ursprünglich auch üblich, dass man beim Wichteln eine Person genannt bekommen hat, der man dann im Zuge der Adventszeit heimlich ein kleines Geschenk zusteckte. Und so bin ich einmal gespannt darauf, wie sich der heutige Abend entwicklen wird.

Auf jeden Fall aber werde ich dem guten Rat meiner Großmutter folgen und nur den Glühwein trinken, den ich auch selbst zubereitet habe.

Nikolaus

Für meine Weblog-Leser habe ich heute ein kleines Nikolausgeschenk und zwar das neueste Lied von Angelo Bengui zum Anhören und gerne auch zum Herunterladen. Sein Titel ist „Nzimbu“; damit wird im Kongo Muschelgeld bezeichnet. Wer mehr Lieder von Angelo Bengui hören möchte, der kann gerne auch auf dessen YouTube-Kanal vorbeischauen.

Angelo Bengui ist nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch der Vorsitzende des Deutsch-Afrikanischen Vereins in Heilbronn. Die Musikdarbietungen seiner Gruppen beim Treffpunkt Europa sind legendär und ich habe mich zudem immer wieder darüber gefreut, wenn ich bei den Weihnachtsfeiern des Deutsch-Afrikanischen Vereins auch einmal trommeln durfte; ob sich die anderen Gäste darüber freuten, darf bezweifelt werden.

Angelo Bengui stammt ursprünglich aus Angola und seine Musik hat auch einen entsprechenden Hintergrund, allerdings erinnern mich viele seine Musikstücke an die Karibik. Auf jeden Fall aber machen sie allesamt gute Laune und versüßen einem den Tag.

Und so hoffe ich, dass auch Sie heute den Tag mit etwas mehr Schwung als sonst angehen werden.


Heilbronn 1945

Vierter Dezember 4.5 (2)

Beitragsfoto: Heilbronn 1945, Foto der US Army, retuschiert

In Heilbronn ist der 4. Dezember seit 1944 ein ganz besonderer Tag, den manche noch zum Anlass nehmen, um wieder einmal auf den Ehrenfriedhof zu gehen. Heute fällt dieser Tag sogar mit dem 2. Advent zusammen und so wäre der Tagesbeginn zudem ganz gut mit einem Kirchenbesuch verbunden gewesen. In Ulm hätte ich noch ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich dem Gottesdienst ferngeblieben wäre; so aber sorgen unsere Pfarrer dafür, dass ich zumindest heute keines habe.

Dank des Stadtarchivs Heilbronn gibt es eine Chronik der Zerstörung Heilbronns am 4. Dezember 1944, welche diese tragischen Geschehnisse ganz gut zusammenfasst.

Aber nicht wegen des Wetters ersparte ich mir dann den Friedhofsbesuch, sondern weil von mir der erste Sonntag im Dezember fast schon traditionell mit dem Ausdrucken, Falten und Kuvertieren von Mitgliederschreiben verplant ist. Seit meiner Schulzeit verbringe ich regelmäßig ein paar Tage im Jahr mit dieser inzwischen für mich kontemplativen Tätigkeit. Anfangs war des Erstellen der Schreiben mit Durchschlagpapier und später mit Matrizendrucker noch eine kleine Herausforderung. Inzwischen — auch schon seit Mitte der 1980er-Jahre — geht dies mit Computern und Druckern sehr einfach von statten. Was bleibt, ist weiterhin das Falten, Kuvertieren und Sortieren der Schreiben. Dank Herbert Steudel bleibt mir dabei seit ein paar Jahren das Frankieren erspart, wobei sich noch heute bei mir beim Kuvertieren automatisch ein Klebergeschmack im Mund einstellt.

Und so habe ich mir heute ein paar Langspielplatten von Wilhelm Furtwängler bereitgelegt, diese aber dann doch zugunsten meines kleinen Musik-Servers wieder beiseite gelegt, denn der Plattenwechsel war mit meiner Falt- und Kuvertierroutine nicht in Übereinklang zu bringen. Und auch wenn Detlef Stern jüngst bemerkte, dass es doch ein Unterschied sei, ob man gute Musik von der Platte oder von der Konserve hört, ist das in meinem Falle eigentlich nur noch eine reine Gefühlssache.

So flogen heute meine Stunden nur so vor sich hin und ich ließ mich überraschen, was mein Server heute so alles an Musik bot. Dabei kommt es darauf an, mit welcher Software ich auf diesen zugreife, denn diese stellt mir die Musik immer wieder anders zusammen und dabei unterscheiden sich diese Programme ganz gewaltig. Vor ein paar Jahren haben mein beiden Jungs zudem noch ihre eigene Lieblingsmusik auf dem Server abgelegt und so kann es durchaus zu sehr interessanten Kombinationen kommen. Auf jeden Fall aber stelle ich dabei immer wieder fest, dass sich für mich der Übertrag von Musik-CD auf einen Server gelohnt hat, denn damit benötige ich weder Spotify, Apple oder Amazon, um gute Musik zu hören.

© Myriams-Fotos from Pixabay