Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

3.11.02021 5 (2)

Europa am Scheideweg?

Wenn in Heilbronn „Europa“ ein Thema ist, dann muss ich auch darauf aufmerksam machen — denn viel zu selten wird dessen bei uns gedacht, geschweige denn seine positiven Auswirkungen auf unserer Stadt und seine Bürger zur Kenntnis genommen.

Seit ein paar Jahren wird sogar alles, was mit Europa zu tun hat, sehr stiefmütterlich behandelt; der Europaplatz kann als ein Beispiel dienen und selbst die in Deutschland übliche Europa-Beflaggung entfällt bei uns in Heilbronn.

So ist es mir eine große Freude auf eine Veranstaltungsreihe des Literaturhauses aufmerksam zu machen:

„Das Literaturhaus Heilbronn und die Kreissparkasse präsentieren vier Abende rund um das Thema ‚Europa am Scheideweg?‘ mit hochkarätigen Gästen aus Wissenschaft und Literatur. Welche Weichenstellungen stehen an? Wie soll Europa weitererzählt werden? Handelt es sich bei Europa um eine alternde Utopie? Welche Wunden und Narben gibt es entlang der Grenzen? Wie steht Russland zu Europa und seinen Institutionen? Diese und weitere spannende Fragen erörtern wir an vier außergewöhnlichen Abenden.“

Heilbronn Literaturhaus, Chancen und Risiken der Europäischen Union

Die vier Veranstaltungen sind:

22. November 2021 — Aleida Assmann: Europa weitererzählen.

29. November 2021 — Hans Ulrich Gumbrecht: Europa? Gedanken über eine alternde Utopie.

20. Januar 2022 — Navid Kermani: Entlang den Grenzen.

14. Februar 2022 — Karl Schlögel: Untergang des Abendlands? Europa von Russland aus gesehen.

Ergänzende Informationen finden Sie auf der Website des Literaturhauses.

Erstaunt

Plötzlich kommt bei den Heilbronner Nazis (Neo-Faschisten mit sehr starken Neigungen zu Antisemitismus und Rassismus), besonders jenen, die im Gemeinderat sitzen, Bewegung auf. Reihenweise werden ihre Einträge, darunter solche Dinge wie Mordaufrufe, Verleumdungen, Heiligsprechungen von Alt-Nazis (Schlageter) und viele weitere Scheusslichkeiten in den sozialen Medien gelöscht, oder es verschwinden gar ihre gesamten Internet-Auftritte.

Was hat dies zu bedeuten? Werden unsere demokratischen Fraktionen im Heilbronner Gemeinderat bald mit lupenreinen Demokraten verstärkt werden? Oder wird bald gar eine neue Heilbronner Ehrenbürgerin ausgerufen?

Diese unschöne Entwicklung alleine mit Senilität zu begründen, wäre zu kurz gesprungen.

2G für alle

Heute greift zum ersten Mal die Warnstufe in Baden-Württemberg und in Heilbronn sind die Inzidenzen wieder einmal mit die höchsten bundesweit. Da muss es nicht wundern, wenn die ersten darüber nachdenken, asoziale Impfverweigerer mit Prämien doch noch zur Impfung zu locken.

Meines Erachtens eine Bankrotterklärung unseres Sozialstaats!

Wenigstens gilt jetzt — zumindest auf dem Papier und vorübergehend das Folgende: wer nicht geimpft oder nicht genesen ist, muss für den Zutritt in weite Teile des öffentlichen Lebens einen negativen PCR-Test vorlegen, dessen Kosten privat übernommen werden müssen.

So freut es mich, dass Mark Schieritz auf Zeit online schreibt:

„Wer sich nicht impft, gefährdet sich selbst – und andere. Um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern, brauchen wir daher einen Lockdown für Ungeimpfte.“

Mark Schieritz

Tragisch ist es, dass wir auf solche Notwehrreaktionen angewiesen sind, um noch halbwegs gut aus einer Pandemie herauszukommen.

Ich befürchte nur, dass selbst solche Notwehrmaßnahmen — zumindest in Heilbronn — nicht greifen werden, weil sich die Verantwortlichen aus Bequemlichkeit oder gar mit voller Absicht weigern, diese auch zu kontrollieren oder erkannte Verstöße zu sanktionieren.

Hinzu kommt noch, dass es inzwischen sehr viele Betrüger gibt, die mit gefälschten Nachweisen gutes Geld verdienen und damit billigend in Kauf nehmen, dass Menschen sterben.


Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

21.10.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Leser | © Pixabay

Saarlandstraße

Ein Projekt, das bereits ganze Stadtratgenerationen beschäftigt hat und sicherlich auch die kommenden Generationen mit noch zu erledigenden Aufgaben zurücklassen wird.

Bis heute steht dabei fest, dass nicht nur der Ausbau der Saarlandstraße dringend nötig ist, sondern auch deren Verlängerung. Zumal inzwischen das größte Klinikum des Unterlands ein Anrainer ist und eine infrastrukturelle Verbesserung der Saarlandstraße zudem Rettungsdiensten eine schnellere Anfahrt — auch aus dem Süden des Stadt- und Landkreises — ermöglichen würde.

Wedeln

Eigentlich ist es eine Provinzposse. Da wedelt eine „berühmt“-berüchtigte Heilbronnerin mit ein paar Geldscheinen und schon wedelt die Heilbronner Stimme mit dem Schwanz.

Dabei wird nicht einmal mit dem eigenen Geld gewedelt, sondern mit Diäten, was aber überhaupt nichts ausmacht, da ganz andere sich mit eingesparten Steuergeldern ihren Ruhm erkaufen.

Das Unschöne dabei ist aber, wie schnell man damit in Heilbronn wieder eine reine Weste erhält und zur lokalen Schickeria aufsteigt — egal, ob man vorher Nazihelden in den sozialen Medien gedenkt, oder gar, nur halbwegs versteckt, zum Mord und zum Putsch aufruft.

Es würde mich nicht mehr wundern, wenn ein solches Gebaren inzwischen ausreicht, um nun auch, bei so großer medialer Aufmerksamkeit, die Rede beim Hasenmahl — der traditionellen Heilbronner Armenspeisung — halten zu dürfen.

Buchmesse

Wenn man schon ein Buch schreibt und sich dann auch noch die Mühe macht, es selbst zu veröffentlichen, dann will man — zumindest ich — auch einmal auf einer Buchmesse vertreten sein.

Bei mir ist es wunschgemäß die Frankfurter Buchmesse, wobei ich, ganz erstaunt von den Kosten, einen Weg gefunden habe, mit dem ich gut leben kann.

So ist mein Buch „Europa ist für alle da!“ auf der Frankfurter Buchmesse 2021 in der Halle 3.1 G 88 am Livro Stand zu finden. Da ich selber noch ein oder zwei meiner Bücher vorrätig habe, erspare ich es mir, mein Buch in Frankfurt anzuschauen. Wer aber dort vor Ort ist, kann gerne ein Foto davon machen.

Der entsprechende Livro-Katalog, mit meinem Buch auf Seite 55, liegt dort zum Mitnehmen aus und, das ist das tatsächlich Gute daran, inzwischen auch in mehr als 7 000 Buchhandlungen vor.

Den Livro-Katalog gibt es aber auch „online“, und jetzt bin ich einmal sehr gespannt darauf, ob sich meine Verkaufszahlen in den nächsten Tagen signifikant erhöhen werden.

Frankfurter Buchmesse

Geburtstage des Tages

Ursula K. Le Guin und Thomas Michl


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

26.9.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Aufreger

Heute habe ich bereits zur Mittagszeit mein Soll erfüllt und meine beiden Stimmen abgegeben (Stand 12.00 Uhr: kaum 22 % Wahlbeteiligung in „meinem“ Wahlbüro). Nachher gehe ich mit meiner besseren Hälfte noch tanzen, bevor wir dann beide gespannt auf das Wahlergebnis warten.

Morgen schreibe ich dann wieder weitere Beiträge. Da sich so mancher darüber erregt, und dies in unserer Zeit zumeist die einzig verbleibenden Erregung ist, hat das auch wieder etwas Gesundes.

Deshalb habe ich mir erlaubt, am Ende dieses Blogs (unten auf dieser Web page) drei Möglichkeiten aufzuführen, wie man sich sehr einfach dafür, dass ich Ihnen den Kreislauf wieder etwas in Schwung gebracht habe, bedanken kann.

Selbstverständlich kann man auch dann davon Gebrauch machen, wenn Ihnen mein Weblog einfach nur gefällt.

Radhaus

Schön steht es das, das neue Heilbronner Radhaus am Hauptbahnhof. Selbstverständlich und ganz aus der Zeit gefallen, kleingeschrieben beschriftet, um wohl den Besuchern gleich von Anfang an Modernität zu versprechen. Ganz nach dem altbekannten Motto: „Wir können alles, außer Deutsch.” — zumindest haben sie den Namen noch nicht „gegendert“.

Auch sind schon die ersten Fahrräder verstaut; ich nehme an, dass es sich dabei um Testfahrräder handelt. Und die offizielle Einweihung wird wohl ganz zufällig mit dem Startschuss zur Heilbronner OB-Wahl zusammenfallen. Danach geht es dann mit dem „Blitz“ weiter und wir können den neuen alten Kandidaten beständig mit hübschen Bildchen in der Zeitung sehen.

Würde mich nicht nicht wundern, wenn zum Schluss noch, ganz pressewirksam, ein Kätzchen vor dem Ertrinkungstod gerettet wird. Denn das muss man „unseren Profis“ in Heilbronn lassen, sie wissen wie man uns Heilbronner anspricht!

Bücherschränke

Ich hatte bereits schon einmal erwähnt, dass ich die in Heilbronn aufgestellten öffentlichen Bücherschränke für besonders gelungen erachte.

Leider werden diese aber immer wieder von einer rechtsextremen und in direkter Nachfolge zur NSDAP stehenden Partei missbraucht, indem diese dort ihre Schund- und Hetzschriften verbreitet.

Seit gestern muss ich nun feststellen, dass auch die Grünen die öffentlichen Bücherschränke missbrauchen und mit ihrer eigenen Wahlpropaganda zumüllen.

Wenn jetzt noch die Linken mit hinzukämen, dann wäre wieder einmal eines meiner altbewährten Deutungsmuster erfüllt.