Beitragsfoto: Winterlandschaft | © Pixabay

13.12.02021 5 (2)

Zettelstore

Heute habe ich nicht nur meine Rechner wintersicher gemacht, sondern auch nach neuen Verwendungen für den Zettelstore gesucht. Da ich leider meine Vorstellungen nicht so umsetzen konnte, wie ich es gerne gehabt hätte, habe ich den Zettelstore nun einmal intern für meine privaten Zwecke vernetzt.

Jetzt schaue ich mal, wie ich mit den neuen Einstellungen und Arrangements über den Winter komme. Es bleibt also weiterhin spannend.

Überbrückungshilfen

Gerade kommt die Diskussion über Überbrückungshilfen für unsere Gastronomie wieder in Fahrt. Was mich dabei besonders erstaunt, ist die Tatsache, dass doch so einige Unternehmer davon ausgehen, diese nicht wieder zurückzahlen zu müssen.

Mehr noch erstaunt mich, dass die Hilfen nicht einfach mit den, beim Finanzamt hinterlegten, Daten verknüpft werden, denn dann könnten die Zahlungen am zu versteuerten Einkommen festgemacht werden und hätten durchaus ihre Berechtigung.

Aber, ob jetzt diese Überbrückungshilfen gezahlt werden und in welcher Höhe auch immer, sowie auch die Frage geklärt wird, ob sie wieder zurückgezahlt werden müssen und dann auch in welcher Höhe, das eigentliche Problem bleibt bestehen und wird mit staatlichen Hilfen nur noch weiter verschleppt. Nämlich, dass wir in Heilbronn viel zu viele Gaststätten haben und bestimmt doch so einige von diesen längst, wenn nicht gar schon immer, unterhalb der Gewinnschwelle arbeiten — Pandemie hin und her.

So konnte man schon immer beobachten, wie Gaststätten öffnen und auch wieder schließen, das ist zumindest in dieser Branche noch ganz normaler Alltag — und dies sollte auch weiterhin so bleiben.

Spieleabend

Gestern wurde es doch etwas später als gewöhnlich, denn keiner wollte der Verlierer des Abends sein. Angefangen hatte es damit, dass wir das Spiel 6nimmt! wieder aus der Schublade gezogen hatten. Und wie immer, wenn es Spaß macht, verging die Zeit viel zu schnell.

Geburtstag des Tages

Heinrich Heine

Nachtgedanken (Zeitgedichte, 1844)

Denk ich an Deutschland in der Nacht, 
Dann bin ich um den Schlaf gebracht, 
Ich kann nicht mehr die Augen schließen, 
Und meine heißen Tränen fließen.
 

Die Jahre kommen und vergehn! 
Seit ich die Mutter nicht gesehn, 
Zwölf Jahre sind schon hingegangen; 
Es wächst mein Sehnen und Verlangen.
 

Mein Sehnen und Verlangen wächst. 
Die alte Frau hat mich behext, 
Ich denke immer an die alte, 
Die alte Frau, die Gott erhalte! 

Die alte Frau hat mich so lieb, 
Und in den Briefen, die sie schrieb, 
Seh ich, wie ihre Hand gezittert, 
Wie tief das Mutterherz erschüttert.
 

Die Mutter liegt mir stets im Sinn. 
Zwölf lange Jahre flossen hin, 
Zwölf lange Jahre sind verflossen, 
Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.
 

Deutschland hat ewigen Bestand, 
Es ist ein kerngesundes Land, 
Mit seinen Eichen, seinen Linden, 
Werd ich es immer wiederfinden. 

Nach Deutschland lechzt ich nicht so sehr, 
Wenn nicht die Mutter dorten wär; 
Das Vaterland wird nie verderben, 
Jedoch die alte Frau kann sterben. 

Seit ich das Land verlassen hab, 
So viele sanken dort ins Grab, 
Die ich geliebt – wenn ich sie zähle, 
So will verbluten meine Seele. 

Und zählen muß ich – Mit der Zahl 
Schwillt immer höher meine Qual, 
Mir ist, als wälzten sich die Leichen, 
Auf meine Brust – Gottlob! sie weichen!
 

Gottlob! durch meine Fenster bricht 
Französisch heitres Tageslicht; 
Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen, 
Und lächelt fort die deutschen Sorgen.

Heinrich Heine

Berg

23.11.02021 5 (2)

Zwischenbericht

Seit nunmehr 17 Monaten ist mein Erstlingswerk „Europa ist für alle da!“ auf dem Markt, inzwischen auch auf Englisch. Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Entgegen der Erwartungen hat sich mein Buch bei doch so einigen Universitäten als gute Grundlage zum Einstieg ins Thema etabliert. Dies freut mich sehr. Auch freut es mich, dass Andrew Duff, ehemaliger Europaabgeordneter und ehemaliger Präsident der Union Europäischer Föderalisten das Buch zur Kenntnis genommen und wie folgt kommentiert hat:

„I enjoyed it. You have a vigorous writing style which should impact on the reader. Perhaps you underestimate some of the political and legal obstacles in the path of a federal Europe – but your optimism is welcome.“

Andrew Duff, 23.11.2021

Meine intendierte Hauptlesergruppe konnte ich allerdings noch nicht so, wie erhofft, erreichen. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass ich das Buch kaum bewerben kann. So freut es mich umso mehr, dass die ersten aktiveren EUROPA-UNION Kreisverbände das Buch als gutes Geschenk für ihre Mitglieder entdecken.

So wird es wahrscheinlich noch ein wenig länger dauern, bis ich die, an Europa interessierten, Leserkreise und vielleicht in Folge davon diese auch für uns Europäische Föderalisten gewinnen kann.

Überlegung

Auch wenn ich „meine“ kommenden Veranstaltungen die letzten Monate hinweg bereits angesichts einer Pandemie und ihrer wahrscheinlichen Entwicklung hin geplant habe, muss ich jetzt immer wieder nachprüfen, ob nicht irgendwelche, plötzlich bekanntgegebenen, blinden Aktionismen sämtlichen Planungen einen Strich durch die Rechnung machen.

Und da wir bereits bei der näheren Ausplanung von Veranstaltungen der Jahre 2022 und 2023 sind, muss man jetzt ganz genau beobachten, was so alles bei uns möglich ist, um auch dies zukünftig in den eigenen Planungen mit zu berücksichtigen.

Über Jahrtausende hinweg, war der „Nebel des Krieges“ das am schwierigsten zu Beherrschende. Unsere Vorfahren hatten dabei das große Glück, dass sie den „Nebel der Tagespolitik“ noch nicht kannten — aber da waren auch noch Verantwortung, Expertise und Leistung angesagt.

Überraschung

Jetzt überschlagen sich wieder gerade genau jene, die über Monate hinweg versucht haben, eine Pandemie einfach nur auszusitzen. Populismus und blinder Aktionismus sind jetzt erneut angesagt, alles mit der Aussage versehen, dass einem Wohl und Wehe der Bürger wichtig sei.

Wäre den Verantwortlichen Wohl und Wehe von uns Bürgern halbwegs eine Herzensangelegenheit, wären sie zum einen auf eine Pandemie vorbereitet gewesen und hätten zum anderen mit Beginn der Pandemie begonnen, geeignete Maßnahmen einzuleiten.

„Zumindest haben die Leute Grund, stinksauer auf die politischen Staatsversager in Bund und Ländern zu sein. …

Die Verantwortlichen stoßen mit voller Wucht jene zwei Drittel der Bevölkerung vor den Kopf, die sie durch die 18 Monate seit Pandemiebeginn getragen haben.

Nikolaus Blome, Spiegel (22.11.2021, 15.24 Uhr)

Das Einzige, was in dieser Situation sicher ist, dass unsere Entscheidungsträger gesund und wohlbehalten sowie etwas reicher aus der Pandemie herauskommen — leider aber nicht reicher an Erfahrungen!

Das wirklich Überraschende aber ist die Tatsache, dass jetzt bereits die ersten Ministerpräsidenten verlautbaren, dass das Virus (Kretschmer), die Virologen (Söder) und vor allem jene, die die fast schon kriminelle Untätigkeit angemahnt haben, die alleinige Schuld an der tausende an Menschenleben kostende Tragödie tragen.

Geburtstag des Tages

Paul Celan

Sein Gedicht die „Todesfuge“ ist immer wieder gut zu lesen.


World citizenship website

World citizenship 5 (2)

Beitragsfoto: Screenshot der Website

Diese Website-Domain hatte ich mir Anfang der Nullerjahre zugelegt, um eine Art „Facebook“ aufzubauen, aber dies mit einer bestimmten politischen Aussage verbunden.

Vielleicht war das dann auch der Grund, warum diese Website nie sehr populär wurde, obwohl sie anfangs gut 1 000 Zugriffe am Tag hatte.

Über all die Jahre hinweg, habe ich diese Domain dann immer wieder mit anderen Inhalten und auch Zielen versehen. Jetzt nutze ich sie nur noch — und dies aus rein nostalgischen Gründen — für mich ganz persönlich.

Ich sammle dort nun meine eigenen Hyperlinks, damit ich einen schnelleren Zugriff auf diese habe. Sozusagen mein erster wirklicher Backup.

Diese Website läuft jetzt unter World Citizenship’s Web Directory und kann von jedermann genutzt werden.

Außerdem ergänzt sie meinen Blog-Beitrag über Hyperlinks vom März 2005 sehr gut.

Nachtrag vom 21. Dezember 2021

Jetzt ist diese Domain endgültig Geschichte und wird auf dieses Weblog weitergeleitet.

„Halt dein Rößlein nur im Zügel,
Kommst ja doch nicht allzuweit.
Hinter jedem neuen Hügel
Dehnt sich die Unendlichkeit.
Nenne niemand dumm und säumig,
Der das Nächste recht bedenkt.
Ach, die Welt ist so geräumig,
Und der Kopf ist so beschränkt.”

Wilhelm Busch, Beschränkt