Müllberg

22.6.02025 4.6 (9)

Beitragsfoto: Müllberg

Vermischtes

Morgen werde ich auf meine Fahrt mit dem meseno-Bus verzichten müssen. Auch wenn es manche Menschen nicht verstehen werden, mir macht Arbeit und beschäftigt sein Freude. Wohl deshalb habe ich auch nie so richtig gearbeitet.

Lustig dabei ist, dass gerade jene, die den Menschen alleine über die Arbeit definieren, alles Mögliche unternehmen, um die Menschen von dieser zu befreien. Auch hierbei wäre ein ganzheitlicher Ansatz um Einiges besser. Und warum muss ein Staat überhaupt darüber entscheiden, ob und wie lange seine Bürger arbeiten dürfen?

Was bei uns die Polizei so macht, wenn sie nicht völlig illegal Grenzen bewachen muss, na, wer weiß es schon? Welse schießen, zumindest in Bayern. Ich hätte da noch ein paar Katzen in der Nachbarschaft, die außer Dreck zu machen sonst nur dumm herumhängen.

Von Gert M. Hofmann durfte ich erfahren, dass der Kilian-Bot weiterhin seine Arbeit verweigert. Ich wiederhole mich dabei gerne, dass es dazu erst einmal einen städtischen Mitarbeiter oder gar eine extra Firma bedarf, die diese Software arbeitsfähig bekommen. Unsere Stadtverwaltung wartet jetzt wohl darauf, dass es bald entsprechende EU-Fördermittel geben wird, um möglichst viele neue Mitarbeiter einstellen zu können und dann die anfallende Arbeit von Beraterfirmen analysieren und extern vergeben zu lassen.

Wir könnten das aber auch wie mit den Mülleimern regeln und die Wohnungseigentümer übernehmen das auch noch mit.

Mullah-Regime

So wie es wohl in jeder Religion völlig verbohrte Irre gibt, so auch im Islam. Nur dürfte es in der heutigen Welt ein Alleinstellungsmerkmal des Islams sein, dass man diese Irren zu Machthabern ganzer Regime macht.

Faktum ist dabei, dass zumindest das Mullah-Regime im Iran Israel und möglichst alle Juden vernichten möchte. Egal wie, selbst mit Atomwaffen. Diese werden in entsprechenden Fabriken seit Jahren geplant und gebaut, so ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann diese dann einsatzfähig sind.

Und in einem Punkt dürfen wir den Mullahs tatsächlich glauben, nämlich, dass sie damit die Endlösung zumindest für Israel sicherstellen werden. Das ist das einzige Lebensziel dieser völlig durchgeknallten Fanatiker.

Selbst wenn vielleicht noch heute manche Europäer nichts gegen eine Endlösung hätten, sollten wir dennoch die weiteren Drohungen der Mullahs ernst nehmen, die ihre Atomraketen weit über Israel hinaus und bereits bis in den Westen Europas fliegen lassen können. Denn diese völlig verbohrten Irren denken an eine Islamisierung der gesamten Welt und haben grundsätzlich etwas gegen Andersgläubige — auch etwas gegen Atheisten, nicht, dass sich noch jemand ausgenommen fühlt. Selbst andersgläubige Muslime werden nicht vom Mullah-Regime verschont.

Dies mit in Betracht ziehend, muss man den Angriff Israelis auf den Iran als legitime Notwehr, wenn nicht gar als einen völlig legalen präventiven Gegenschlag ansehen.

Von den aktuellen entsprechenden „Rechtsgutachten“ unserer Juristen halte ich übrigens nichts, denn diese verändern ihre Rechtsauffassung und Auslegung von Gesetzen schneller als Soldaten ihre Unterwäsche wechseln können. Mein ehemaliger Völkerrechtsprofessor und späterer Verteidigungsminister ist mir dabei ein ganz nettes Beispiel.

Auch wenn ich überhaupt in Nichts mit Donald Trump übereinstimme, so war der vermeintliche Einsatz der US-Streitkräfte — nichts Genaues weiß man noch nicht — gegen die iranischen Atomanlagen völlig notgedrungen und hätte bereits vor Jahren zumindest nach meiner Auslegung des Völkerrechts von den Vereinten Nationen angeordnet werden müssen.

Und so müssen, ob sie es wollen oder nicht, die US-Amerikaner wieder einmal die „Drecksarbeit“ für die Weltgemeinschaft erledigen. Wir bigotten Europäer werden es ihnen wie immer danken!

Nachtrag

Hier die Begründung für den israelischen Angriff auf den Iran von Amos Yadlin: „Why Israel Had to Act“ (21.6.2025).

Nachtrag 27.6.2025

Leider habe ich einen völlig anonymen Beitrag hierzu erhalten, den ich nun doch mit einfügen werde.

„Ich finde den Text ehrlich gesagt ziemlich problematisch. Schon am Anfang wird behauptet, Fanatismus sei sozusagen eine Spezialität des Islams. Das ist nicht nur falsch, sondern schürt bewusst Vorurteile. Fanatiker gibt es leider überall, in jeder Religion und Weltanschauung. Auch die Aussage, dass Israel irgendwann gezwungen sei, sich mit einem \”präventiven Gegenschlag\” zu verteidigen, klingt wie eine Rechtfertigung für einen Angriffskrieg. So etwas sollte man nicht leichtfertig gutheißen, egal gegen wen. Gewalt ist nie einfach nur „Drecksarbeit“, die jemand für den Rest der Welt erledigt. Das Töten von unschuldigen Zivilisten in Gaza (über 50.000), davon über 15.000 Kinder, zählt wohl auch zur israelischen Drecksarbeit, die von Deutschland unterstützt wird. Und ja, Kritik am iranischen Regime ist wichtig und richtig, aber das hier pauschalisiert auf eine Art, die alle Muslime oder Andersdenkende in ein gefährliches Licht rückt. Das macht echten Dialog unmöglich und gießt nur weiter Öl ins Feuer. Solche Texte helfen nicht weiter. Im Gegenteil – sie vergiften das gesellschaftliche Klima und fördern Spaltung statt Verständnis.“

Anon per anonymer E-MAil (27.6.2025)

Im Falle, dass Sie meine Antwort nun lesen, hier zwei Anmerkungen. Es handelt sich hierbei um keine Verteufelung des Islams. Und schon gar nicht um die Unterstützung eines vermeintlichen Völkermords an über 50 000 Palästinensern, darunter angeblich 15 000 Kindern.

Ich befürchte, dass Sie meinen Beitrag nicht so richtig verstanden haben oder verstehen wollen. Oder Sie kommen gar aus einer Kultur, in der nur die Führermeinung wiedergegeben werden darf.

Lebenswert

Das Erfreulichste an der Sendung „Ludwigshafen, Heilbronn oder Reutlingen – Wie werden Deutschlands Städte lebenswerter?“ von ZDF heute ist, dass wir nicht die hässlichste Stadt Deutschlands sind, sondern „nur“ als Dönerbronn vermarktet werden.

Dennoch ist unsere Stadt weiterhin lebenswert, vorausgesetzt allerdings, man muss keiner spezialisierten oder hochqualifizierteren Arbeit mehr nachgehen, denn dann bleibt es nicht aus, dass man in größere Städte pendeln muss. Und so ist es weiterhin sehr dringend notwendig, dass wir das Ein- und Auspendeln verbessern, damit neben den zahlreichen Rentnern nicht nur noch die glücklichen Kunden der Dönerläden und Nagelstudios übrig bleiben.

Man sollte dabei auch dringend einmal untersuchen, wie viele Heilbronner, die alleine wegen der Arbeit Heilbronn verlassen mussten, z. B. weil das Bahnpendeln mit der Ausnahme nach Stuttgart seit Jahrzehnten weiterhin unmöglich ist, später wieder in ihre Heimatstadt zurückkehren. Ich behaupte, das ist ein sehr guter Indikator für die Lebensqualität Heilbronns.

Loben muss ich diesbezüglich Dieter Schwarz, denn ohne ihn stünde unsere Stadt noch wesentlich schlimmer da. Wir hätten längst Ludwigshafen abgelöst und wären einzig und alleine nur noch Deutschlands größtes Weindorf — wobei jeder außerhalb unseres Rathauses seit Jahren weiß, dass das mit dem Wein schon lange nicht mehr zukunftsfähig ist.

Schimpfen muss ich mit unseren Gemeinderäten und der Stadtspitze, die kein einziges tragfähiges Konzept ohne Dieter Schwarz umsetzen können. Andere Städte können dies doch auch!

Was wäre in Heilbronn nur alles möglich, wenn man neben einem schwerreichen Gönner auch noch qualifizierte Stadtverantwortliche hätte!

Bis dahin bleiben selbst die Wein- und dank des Gemeinderats auch künftigen Dönertouristen weiterhin auf ihrer Anfahrt in Mannheim oder Würzburg hängen.


Lesezeichen

A Christmas Carol 5 (4)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Roger Rosenblatt | The New York Times

Why ‘A Christmas Carol’ Endures (zuletzt aufgerufen am 25.12.2024, 10.12 Uhr; meine Leser können den Beitrag übrigens kostenfrei lesen).

„Since its publication in December 1843, “A Christmas Carol” by Charles Dickens has been a cherished presence during the holiday season.

We will take to “A Christmas Carol” in this season, as have the millions before us, but with a special thump of the heart. Because the story believes in our better, more generous inner selves. And the actions of those inner selves are the only way we will be truly blessed. Every one.“


Lesenswert


Tiefbahnhof

19.10.02024 5 (5)

Beitragsfoto: Tiefbahnhof

Stuttgart 21

Im Gegensatz zu den Neckarschleusen wird der Stuttgarter Eisenbahnknoten, ob nun digital oder nicht, nach gut drei Jahrzehnten bald ein halbwegs versöhnliches Ende finden. Die Gäubahn soll nun doch in ein paar weiteren Jahren gerettet werden, ganz im Gegensatz zur Frankenbahn, die nicht einmal mehr in den Vorträgen Erwähnung findet — wer möchte schon in den Norden Württembergs bzw. nach Franken gelangen?

Auf alle Fälle aber konnte ich mir gestern einen guten Eindruck über den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof verschaffen — richtig beeindruckend! Auch wenn ich diesen Bahnhof inzwischen nicht mehr als Berufspendler benötige, wird es sicherlich eine Freude sein, wenn man später einmal dort ein- und wieder ausfährt.

Glaubensfrage

In Afrika ist der Genuss von alkoholischen Getränken schon längst geregelt, denn selbst eine Flasche Bier wird erst am Tisch geöffnet. Bei uns ist der Genuss von Wein, Bier und anderen Spirituosen weiterhin eine Glaubensfrage. Vor ein paar Jahren habe ich mich bereits etwas detaillierter zum Whisky geäußert und bin auch heute noch davon überzeugt, dass man bei uns einen etwas besseren Wein gut kennen muss, um ihn auch in einem Restaurant genießen zu können.

Gestern wollte ich einen gelungenen Abend noch mit einem Glas Moët & Chandon beenden. Als der Schichtführer des Restaurants unsere erstaunten Gesichter bemerkte, versuchte er noch schnell nachzusteuern und präsentierte uns neue Gläser; deren Inhalt mich eher an einen Asti Spumante erinnerte — damit war der Abend endgültig im Eimer.

Lustig, dass er sich dann auch noch über das zu geringe Trinkgeld mokierte, wobei ich dabei nur den Preis für zwei nicht getrunkene Gläser Champagner „abzog“.

Apropos Glaubensfrage, etwas erstaunt war ich am Morgen, als ich erfuhr, dass es Berufsschulklassen gibt, wo angehende Banker noch Religion büffeln müssen; einmal davon abgesehen, dass die meisten der Schüler Muslime oder Atheisten sind. Wobei deren wichtigstes Anliegen nicht eine sinnvollere Ausbildung, sondern einfach nur eine Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich war.

Auszeit

Den 67. Bundeskongress der EUROPA-UNION in Stuttgart nutze ich für eine kleine Auszeit. Das Ganze wird mir durch ein paar sehr erfreuliche Restaurantbesuche versüßt. Bereits am Donnerstag konnten meine bessere Hälfte und ich mit ein paar Berliner Föderalisten speisen, wobei einige von uns das hervorragende Wiener Schnitzel im Carls Brauhaus wählten.

Am Folgetag sicherten wir uns einen Platz in der Alten Kanzlei; dort überzeugte mich der Sauerbraten. Den geschmacklichen Höhepunkt des Tages stellte allerdings das Malo sicher, dessen Beef Tatar mich richtig erfreute, gleich gefolgt von einem selbst gemachten Lava Cake zum Ende des Abends.

„Whether you lock yourself in a monastery or decide to spend the rest of your life in the company of beautiful and lascivious women, you always have to face the same percentage of stupid people — which percentage (in accordance with the First Law) will always surpass your expectations.“

Carlo M. Cipolla, The BAsic LAws of Human Stupidity (2011: 26)