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27.9.02021 5 (2)

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Spazieren

Gestern bin ich beim Spazieren noch so richtig naß geworden, heute war es dann schon viel entspannter. Dafür durfte ich erneut feststellen, dass dort, wo ich letzte Woche noch den Müll aufgeklaubt hatte, nun noch mehr Müll herumlag. Ich muss es wohl einfach akzeptieren, dass sich sehr viele meiner Mitbürger erst im Dreck so richtig wohlfühlen; deshalb habe ich den Müll jetzt einfach einmal liegen lassen.

Wählen

Der gestrige Wahlabend hat auch viel Befremdliches aufgezeigt, so sind zum Beispiel Berlin und Bremen nicht mehr in der Lage, um eine halbwegs geordnete Wahl sicherzustellen, wobei in Bremen offenbar bereits ganzen Personengruppen das Wählen erschwert bis gar verboten wird.

In Berlin können wir derweil noch von völliger Inkompetenz ausgehen, was auch ins Bild passt, da eine ganze Regierung der Bildung und dem Anstand den Kampf angesagt hat.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, wie sich das Ganze zukünftig weiterentwickeln wird, da ja auch schon an anderen Orten falsche Wahlzettel auftauchen.

Berliner Runde

Wenn unsere Parteienvertreter sich vor der Wahl so zivilisiert und konzentriert mit- und untereinander auseinandergesetzt hätten, wie gestern Abend in der Berliner Runde, wäre es unserer Demokratie bestimmt sehr gut bekommen.

Für Heilbronn hat der Wahlausgang sogar etwas Gutes, denn wir schicken keine Totalitaristen mehr nach Berlin. Und ich hoffe sehr, dass das 2017 nur ein Ausrutscher war.

Mit den drei anderen Kandidaten können wir leben, wobei ich hoffe, dass diese nun einmal aus den Puschen kommen und sich auch nachweislich für Heilbronn einsetzen werden. Es wäre schade, wenn wir in vier Jahren wieder einmal hören müssen, warum es z. B. mit der Frankenbahn erneut nicht geklappt hat.

Denn dann können die Kandidaten die Verantwortung für den Wahlausgang nicht mehr auf andere schieben, sondern müssen sich auch einmal an die eigene Nase fassen.

Website des Tages

Bundestagswahl 2021

Hier finden Sie die Ergebnisse in den Ländern und den Wahlkreisen.


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4.9.02021 5 (1)

Hegemonie

Die Vereinten Nationen wurden 1945 gegründet, um Kriege zukünftig zu verhindern. Dass das nicht funktionierte und die VN nie so richtig ihre ureigene Aufgabe erfüllen konnte, war von den meisten Mitgliedsstaaten auch so gewollt — das „Kriegsverbot“ war nur bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg für diese eine tatsächliche Option.

Nachdem auch der Kalte Krieg zu Ende war, blieben nur die USA, die als „Hegemon“ sozusagen das gewollte Scheitern der VN ausgleichen konnten und sich manchmal absichtlich und manchmal auch gezwungener Maßen in militärische Konflikte verwickeln lassen haben. Jetzt sieht es so aus, dass die USA dies nicht mehr mögen, wohl aber eher nicht mehr können. Und auch „Europa“ möchte sich immer weniger an solchen Konflikten beteiligen, oder aber jetzt als „Superstaat“ (!) erneut für sich selbst eine Hegemonie beanspruchen — gerade wird darüber in der EU und auch in Deutschland heftig diskutiert.

Inzwischen zeichnet es sich aber ab, dass China die Vormachtstellung von den USA übernehmen wird — egal wie sich die deutsche Politik entscheiden mag. Damit wird es China anheimfallen, sich absichtlich oder auch nur gezwungener Maßen in militärische Konflikte einzumischen, die aufgrund des Papiertigers Vereinte Nationen immer wieder überall auf der Welt entstehen.

Egal wie man zu den USA und ihren militärischen Interventionen stehen mag, eine chinesische Version wird der Welt sicherlich weit mehr schaden, und auf jeden Fall die Demokratie weltweit zu einem Auslaufmodell machen.

Deshalb sollten wir uns an die Idee und die ursprünglichen Ziele der Vereinten Nationen erinnern und dieser die notwendige Entscheidungsbefugnis und Ressourcen geben, die sie dafür auch benötigt. Denn erst wenn das Gewaltmonopol bei den VN liegt, wird es eine Welt ohne Kriege geben können — egal was wir Europäer meinen oder wollen.

Freie Wähler

Heute kann man die aktuellen Forderungen der Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler in der Heilbronner Stimme lesen. Dabei gefällt mir ganz besonders, dass nicht nur ich den Wegfall des Bolzplatzes am Olgazentrum bedauere und dies als großen Fehler erachte.

Auch, dass man das Sicherheitsgefühl vieler Heilbronner und ihrer Gäste in der Heilbronner Innenstadt weiter verbessern möchte, halte ich für eine gute Initiative; dies noch mit einer Sauberkeitsinitiative versehen, kaum zu übertreffen.

Die Anregung, das Lichterfest zu reaktivieren, weitere gesellige Veranstaltungen zu schaffen und unsere bestehenden Städtepartnerschaften zu intensivieren, dürfte im Gemeinderat sogar mehrheitsfähig sein.

Aber wieder neue zusätzliche Positionen in der städtischen Verwaltung zu schaffen, halte ich für absolut fehl am Platz. Im Gegenteil, unsere Verwaltung bedarf einer dringenden Revision mit dem Ziel, sie effizienter und vor allem schlanker zu machen. Und ein Verwaltungsmitarbeiter, der den Bürgern noch mehr über die Schulter schauen soll, hat uns gerade noch gefehlt!

Federal Committee

Die Europaebene der Europäischen Föderalsten versucht sich neu zu finden. Derweil finden sich andere europäische Föderalisten ebenfalls immer mehr zusammen. Wie will man Europa einigen, wenn man sich nicht einmal mehr selber einigen kann?

Leider blenden die Verantwortlichen diese Entwicklung völlig aus, ganz nach dem altbewährten Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“

Website des Tages

Vereinte Nationen

As World War II was about to end in 1945, nations were in ruins, and the world wanted peace. Representatives of 50 countries gathered at the United Nations Conference on International Organization in San Francisco, California from 25 April to 26 June 1945. For the next two months, they proceeded to draft and then sign the UN Charter, which created a new international organization, the United Nations, which, it was hoped, would prevent another world war like the one they had just lived through.

Geburtstag des Tages

Anton Bruckner


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24.8.02021 5 (2)

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Ruhe & Ordnung

Das ist hier auf meinem Weblog schon lange ein Thema und so freut es mich, dass es nun auch in Heilbronn von anderen Mitbürgern ein wenig beleuchtet wird. Leider aber unter falschem Vorzeichen.

Das bei uns so populäre wie inhaltslose „Sicherheitsversprechen“ ist inzwischen eine sehr große Sicherheitslüge! Wenn man anfangen möchte Realpolitik zu betreiben, dann sollte man auch realistische Ziele setzen. „Sicherheit“ und „ewiges Leben“ gehören nicht dazu.

Was möglich wäre ist, endlich dafür zu sorgen, dass in Heilbronn wieder mehr Ruhe & Ordnung einkehrt, und dafür gibt es auch ein Amt, welches zugegebener Maßen mit dieser Aufgabe völlig überfordert ist, oder dieser auf Anordnung der Verwaltungsspitze oder des Gemeinderats nicht nachkommen darf. Fest steht aber, dass man durch Umstrukturierungen alleine keine Probleme löst, höchstens neue Pöstchen schafft, die dann ebenfalls Teil des Problems werden.

Wenn in einer Stadt Ruhe & Ordnung — dazu gehört auch Sauberkeit! — einkehrt, dann stellt sich auch bei vielen Bürgern eine Art von Sicherheitsgefühl ein, was das Lebensgefühl und den Lebenswert einer Stadt sehr zugute kommt.

Aber dabei von „innerer“ oder gar „äußerer“ Sicherheit zu sprechen, ist völliger Mumpitz und Bürgertäuschung (Wahlkampfgetöse)!

Außer einem etwaigen Sicherheitsgefühl gibt es Sicherheit nämlich nicht: man kann gegen äußere Einflüsse eine Verteidigungsfähigkeit sowie eine Bündnispolitik aufbauen und dadurch beruhigter leben und „im Inneren“ gerade durch das Herstellen von Ruhe & Ordnung dafür sorgen, dass unsere Polizei effektiver arbeiten kann und damit ebenfalls eine Art „Abschreckung“ gewährleistet wird.

So kann der Staat im Falle, dass ein Bürger zu Schaden kommt, diesen „entschädigen“ und den Verursacher „zur Rechenschaft ziehen“, leider aber nicht garantieren, dass es zu keinen derartigen Vorfällen mehr kommt — nicht einmal in einem Polizeistaat wäre dies möglich.

Aber zurück zur heutigen Forderung einiger unserer Mitbürger: das Bild, wie Pfarrer, mit dem Kruzifix in der Hand, Muslime von den Kirchentreppen der Kilianskirche scheuchen, wird mich wohl den gesamten Tag über begleiten.

Highspeed

Es ist schon etwas länger her, meine bessere Hälfte und ich waren auf Hochzeitsreise. Als wir bereits seit Stunden auf einer völlig geraden Strecke irgendwo im Westen der USA mit einem Leihwagen unterwegs waren und wir beide kaum noch die vorgeschriebenen 55 Meilen per Stunde einhalten konnten, wurden wir mit Blaulicht, Sirene und allem drum herum von einer Highway Patrol gestoppt, die wie aus dem Nichts kam.

Die junge Polizistin kam sehr aufgeregt an meine Seite und sprach irgendetwas von einem Highspeed Pursuit. Ich konnte nicht anders und brach in schallendes Gelächter aus. Meine bessere Hälfte sagte ihr nur, dass wir zwei Deutsche auf Hochzeitsreise seien.

Als ich mich vom Lachen erholt hatte, war die Polizistin auch schon wieder weg — wir bekamen nicht einmal ein Ticket.

Wie komme ich gerade jetzt darauf, diese Geschichte zu erzählen? Einzig und alleine, weil die Telekom seit ein paar Tagen bei mir mit Highspeed Internet Werbung macht.

Telekom, das ist eine der wenigen Firmen, für die — wie für unsere Bundesregierung übrigens auch — das Internet völliges Neuland ist. Wobei die Telekom zudem davon ausgeht, dass das Highspeed Internet dann erreicht ist, wenn die einzelnen Bits, welche durch die Leitung kommen, nicht mehr gezählt werden können, also so ab etwa 64 kbps.

So muss ich bei jeder entsprechenden Telekomwerbung immer wieder lachen und werde dabei stets an unsere Hochzeitsreise erinnert.

Website des Tages

Kilianskirche [Website nicht mehr vorhanden]

Seit gut 1 000 Jahren der Mittelpunkt unserer Stadt.

Geburtstag des Tages

Paulo Coelho