Geburtstagskuchen

16.6.2022 5 (2)

Beitragsfoto: Geburtstagskuchen mit Wunderkerze | © Shutterstock

Sicherheitsgefühl

Zurzeit macht mir ein Blick in die Heilbronner Stimme mehr Freude als sonst. Das liegt auch an den Kommentaren von Thomas Zimmermann, der sich nicht scheut, kritische Themen auf lokaler Ebene anzugehen und unsere Stadt Heilbronn dabei auch nicht durch die rosarote Brille sehr gut situierter städtischer Angestellter betrachtet.

Dabei wäre das Problem sehr einfach zu beheben, indem man die Stadtverwaltung auf die nötigen Funktionen reduziert und dabei gerade dort mehr Dienstposten schafft, welche zuvor zugunsten von „Sesselsitzern“, „Beauftragten“, „Referenten“ oder „Hellsehern“ zu kurz gekommen sind.

Besser wäre es auch, wenn man den Dreck auf den Straßen einfach nur wegräumt, anstatt Heerscharen von Beratern, Befragern oder Statistikern auf die Bevölkerung loszulassen, die dann auch nur — und dies sehr kostspielig — feststellen, dass es gut wäre, wenn man die Straßen und vor der eigenen Haustüre kehrt.

Geburtstage

Diese Woche stehen gleich drei Geburtstage an und jeder verdient es besonders gefeiert zu werden. Da wir in ziemlich mobilen Zeiten leben ist dies aber nicht immer so einfach, wie man dies gerne hätte.

Und so wünsche ich den drei Geburtstagskindern auch auf diesem Wege alles Gute, viel Gesundheit und Zuversicht auf alles Kommende. Ich freue mich jeden Tag darüber, dass es Euch gibt — was ich nicht von allen Menschen behaupten kann.

Kleine Freuden

Von meinem Grill hatte ich schon einmal berichtet. Ein Ersatzteil dafür zu erhalten, war zumindest für mich eine Herausforderung und ich durfte dabei den einen oder anderen Fachbetrieb etwas näher kennenlernen. Was mich nun nicht mehr verwundert, wenn Hersteller auf den Direktversandt setzen oder sogar eigene Kundendienste nutzen.

Da ich inzwischen an das benötigte Ersatzteil gelangt war, bot es sich an, einen Freund zu fragen, ob er mir nicht helfen kann, zumal das beste Ersatzteil nicht hilft, wenn ich es bereits beim Einbau zerlege — was mir übrigens schon immer sehr gut gelungen ist. Vor Jahren dachte ich schon einmal daran, mich als Tester zur Verfügung zu stellen, denn was mich überlebt, muss gut sein.

Gestern war es nun soweit, wir hatten zwei Freunde zu Besuch und dabei zusammen einen wunderbaren Abend, und … mein Grill funktioniert wieder; gerade zur richtigen Zeit.

Jetlag (Nachtrag)

Einem Jetlag unterliegt man wohl dann, wenn man plötzlich feststellt, dass gestern heute war oder gerade umgekehrt. Auf jeden Fall aber ist der gestrige Post auf heute datiert. Ich lass das nun aber mal so stehen.

Happy B-Day from the Swedish Chef

Meine schwedischen Kameraden mögen es mir in diesem Falle einmal verzeihen.

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

16.12.02021 5 (3)

Blogroll

Ich habe gerade beim Weblog-Stöbern — ein viel besserer Zeitvertreib als die doch so kommerziellen Social Media — wieder einmal eine Blogroll gesehen. Als erstes wollte ich diese auch gleich durchschauen, aber dann dachte ich daran, dass ich heute doch noch so einiges vorhabe und ließ es bleiben. Jetzt bin ich gespannt darauf, wann meine Neugierde zu groß werden wird und ich darauf zurückkommen werde. Die „Zwischentage“ bieten sich da bestimmt gut dazu an.

Auf jeden Fall habe ich jetzt aber wieder einen Floh mehr im Ohr und überlege mir, ob so eine Blogroll auch etwas für mein Weblog ist — wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich so eine Blogroll auch schon das eine oder andere Mal.

Wenn ich mich weiter erinnere, dann kamen die Blogrolls aus der Mode, weil sie von den Google Algorithmen als eine Art „Spamming“ angesehen wurden, und damit dem allseits so beliebten SEO zum Opfer fielen. Dabei sind sie doch noch heute in erster Linie gute Tippgeber für Weblog-Leser und ein guter Einstieg in die Welt der Weblogs.

Und wer sich damit näher beschäftigt, wird staunen, wie viele Weblogs doch noch so im World Wide Web zu finden sind. Ich meine, diese Welt ist wesentlich interessanter und oftmals auch spannender als die Twitter und Co. „Zwitschereien“, welche nicht nur immer mehr kommerzialisiert werden, sondern auch meist nicht allzu sehr zielführend sind.

Mülleimer

Jüngst setzen sich einige Stadträte der Freien Wähler, u. a. Marion Rathgeber-Roth, für mehr Mülleimer innerhalb des gesamten Stadtgebietes ein. Leider stehen solche — bei uns durchaus notwendigen — Maßnahmen nicht im Fokus der Stadtverwaltung.

Hier sind unsere Stadträte ganz offensichtlich wieder näher am Bürger als unsere eigene Verwaltung, die wohl weiterhin vom „Idealbürger“ ausgeht. Auch ich bedauere es sehr, dass es nötig ist, in unserer Stadt für mehr Mülleimer und Hundekotbeutelspender einschließlich entsprechender Entsorgungsbehältnisse zu sorgen.

Wir Heilbronner sollten lieber wieder zur alten Tradition der Müllvermeidung zurückkehren. Noch heute ist es mir unverständlich, dass ein Einheimischer überhaupt auf öffentliche Mülleimer zurückgreifen muss. Noch unverständlicher ist es mir, dass diese Mitbürger dann nicht einmal in der Lage sind, ihren Müll in solchen auch zu platzieren.

Meines Erachtens liegt die Lösung alleine in der vermehrten Bildung unserer Mitmenschen und bis dahin bei drakonischen Strafen, die so richtig, ich meine wirklich richtig, weh tun — gerne ab 500 Euro aufwärts je Kippe etc. Selbstverständlich müssen diese dann auch durchgesetzt werden!

Kernstadt

Erfreulich ist, dass die wenig ansprechende Situation der Heilbronner Kernstadt so langsam in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt — sollte es auch, denn dies ist für alle Heilbronner eine sehr ernste Angelegenheit.

Gut ist auch, heute in der Heilbronner Stimme zu lesen, dass die Verantwortlichen jetzt auch Punkte thematisieren, die uns Heilbronnern bereits Jahrzehnte bekannt sind. „Heilbronn kenne man ja nur von der Autobahn aus und den zwei Kühltürmen.“ (Stefan Ernesti, Heilbronner Stimme v. 16.12.2021: 24)

Weniger gut ist, dass die Verantwortlichen weiterhin sämtliche Verantwortung von sich weisen; „alle“ sind schuld an der Misere, nur nicht die, die von uns dafür bezahlt werden, dass Heilbronn wieder zu einer lebenswerteren Stadt wird.

Und gerne nochmals: Großinvestoren sind gut für die Schau und schmücken auch so manchen OB, aber eine Stadt lebt von den Investitionen ihrer Bürger. Und diese Bürger können und wollen nur dann investieren, wenn die Stadtverwaltung für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgt und diese dann auch über Jahrzehnte hinweg garantiert. Denn eine Heimatstadt ist kein kurzfristiges Spekulationsobjekt oder gar ein Steuervermeidungsmodell!

Traurig ist, dass die verbliebenen Heilbronner Immobilienbesitzer, die, über Jahrzehnte hinweg, versuchen ihre Objekte in Schuss zu halten, nicht nur unter dem Wegfall der notwendigen Ruhe und Ordnung in der Kernstadt sowie dem Mangel an Sauberkeit zu leiden haben, sondern auch immer öfters Opfer von Mietnomaden oder Miet-Vandalen werden.

Wenn man, wie es in den USA beispielhaft zu sehen war, die Kernstädte bewusst ruiniert, und dies wahrscheinlich nur, um Großinvestoren später billig zu neuen Objekten zu verhelfen, wird man erkennen müssen, dass diese an verwahrlosten Innenstädten ebenfalls kein Interesse mehr haben. Wie dann solche Innenstädte aussehen, kann man noch heute, z. B. in Detroit und Co. wunderbar beobachten.

Ceterum censeo, wir müssen unsere Fußgängerzonen wieder zu solchen machen! Wir müssen diese sogar auf die Nebenstraßen der Kernstadt erweitern! Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Kfz aller Art, Bettler, Hausierer und sonstige Gestalten die Bürger belästigen! Wir müssen sie wieder sichtlich müllfrei bekommen!

Nicht zu vergessen: das Thema der öffentlichen Toiletten!

Sobald unsere Kernstadt mit einem stimmigen Konzept von den Parkhäusern bis hin zu den kleinsten Läden um die Ecke aufwarten kann, und sowohl Heilbronner Bürger als auch Besucher wieder unbeschwert durch die Stadt flanieren und dort auch, z. B. auf einen Kaffee, verweilen können, wird Heilbronn zu einer Stadt werden, an der man nicht nur winkend auf der Autobahn vorbeifährt.

Leseempfehlung des Tages

Diese kommt heute vom New Yorker und hat das Neinsagen zum Thema. Liana Finck schrieb diesen kurzen Einwurf unter dem Titel „Dear Pepper: The Power of No“ am 1. Dezember 2021.

Geburtstage des Tages

Jane Austen, Wassily Kandinsky und Arthur Charles Clarke


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

16.10.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Erwachsen

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten scheint es so, dass sich die Junge Union tatsächlich etwas emanzipiert. Zwar hatten sie es noch nie so richtig mit Inhalten — schon in den 1970er-Jahren glänzten sie eher mit „Riverboat-Parties“ als mit programmatischer Arbeit –, dafür wussten sie aber immer ganz genau, wer für das gerade zu vergebende Amt am geeignetsten ist.

Zuletzt glänzten sie nur noch mit ihrem gerne zelebrierten Personenkult, den sie je nach Regionalität unterschiedlich auslebten und meist kurz vor Wahlen auf einen Kandidaten konzentrierten.

Jetzt — gleich nach mehreren Wahlniederlagen — fangen sie tatsächlich an, an dem einen oder anderen Stuhl zu sägen, wobei auch Markus Söder, der sich zum besten CDU-Parteifreund — noch vor Sebastian Kurz — aller Zeiten entwickelt hat, sein Fett wegbekommt. Wer weiß, vielleicht ist es der Beginn, dass sich die Junge Union nun auch einmal für die Person hinter der Fassade interessiert und, man wagt es kaum zu denken, anfängt, sich mit Inhalten zu beschäftigen — aber bitte nicht erneut der von Gläsern und Flaschen aller Art.

Toilette

Die positive Nachricht des Tages stand ebenfalls in der Heilbronner Stimme. Der erste Heilbronner Busbahnhof — jener in der Karlstraße — bekommt jetzt eine öffentliche Toilette.

Damit wird ein seit Jahren untragbarer und ganz offensichtlich auch stadtbekannter Zustand in der Nähe des neu gestalteten Stadtgartens behoben. Hoffen wir nun darauf, dass diese Toilettenanlage dann auch geöffnet bleiben und betrieben wird.

OB-Wahl

Mit vorheriger Ansage entscheidet sich Heilbronn für den weiteren Stillstand, welcher bekannter Weise immer auch ein Rückschritt ist.

Nachdem sich der Gemeinderat erneut für den bequemsten Weg entschieden, sich selbst „enteiert“ und dazu noch ein eine millionenschweres Wahlkampfpaket für den Amtsinhaber geschnürt hatte, und dieser jetzt die Gelder pressewirksam und sehr gezielt in der Stadtgesellschaft verteilen kann, steht einem Wahlsieg wohl nichts mehr im Wege.

Schon etwas länger schreibt sich die Heilbronner Stimme entsprechend die Finger wund, und die nächsten Einweihungsfeiern für städtische Bauprojekte sind auch schon geplant.

So ist er Rest nur noch reine Formsache. Der Gemeinderat hat nun neun Mitglieder des Gemeindewahlausschusses gewählt. Den Vorsitz übernimmt der Erste Bürgermeister Martin Diepgen.

Am Samstag, 13. November 2021, beginnt die Frist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen, welche am Montag, 10. Januar 2022 um 18.00 Uhr endet. Keine Partei wird einen eigenen Kandidaten — und schon gar keinen Fachmann von außerhalb — ins Rennen schicken.

Der Wahltag ist dann am Sonntag, 6. Februar 2022.

Das einzige, was jetzt noch spannend ist, für welchen dann zu versorgenden lokalen Parteibuchinhaber sich der Gemeinderat 2030 entscheiden wird — die Hinterzimmergespräche laufen bestimmt schon.

Geburtstag des Tages

Oscar Wilde