Blogger

7.10.02026 4.6 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Demokratieumbau

Während Tennessee eine erfolglos hingerichtete Mörderin wieder aufpäppelt, damit sie im Drittversuch endlich getötet werden kann, ein Donald Trump wieder einmal vom Bürgerkrieg träumt, wenn die Midterms nicht seinen Erwartungen entsprechen, in Ohio der Wahlkampf Tiefen erlebt, die es so vorher noch nie gegeben hat, wird auch bei uns die Demokratie still und heimlich umgebaut.

Wie bereits geschrieben ist eines unserer eigenen Bundesländer nun gesichert rechtsextrem, wobei die dortigen demokratischen Parteien sehr willig den Blockparteistatus übernommen haben. Mindestens vier Abgeordnete aus demokratischen Parteien haben einen Nazi an die Macht gebracht. Mindestens, da wir es nicht wissen können, ob auch alle AfD- und BSW-Abgeordnete „richtig“ abgestimmt haben.

Die örtliche CDU hat sich schon einmal selbst die Schelle angehängt und sucht bereits nach vier Abtrünnigen. In Berlin ist man da schon etwas weiter und erfüllt eine AfD-Wahlkampfforderung nach der anderen: der Umweltschutz ist längst passé, der Tankrabatt wieder da und das Verbrenneraus nur noch eine Frage von Tagen. So ganz nebenbei wurde Schengen voll und ganz beerdigt und man prüft bestimmt schon, ob mit einer Rückkehr zur D-Mark zumindest die bereits bestehenden Schuldenberge versteckt und verschleiert werden können.

Und so ganz nebenbei wundern sich Donald Trump wie auch Friedrich Merz darüber, warum die von ihnen geführten Regierungen so unpopulär sind. Vielleicht kommt es nicht bei allen Bürgern so gut an, wenn man nur noch Politik für den hässlichen US-Amerikaner („The Ugly American“, 1958) oder den hässlichen Deutschen macht?

Uns Ältere stört dabei der Demokratieumbau, der eher einem Ausverkauf gleichkommt, nicht, zumindest so lange wir von einer Aida-Kreuzfahrt zur nächsten wechseln und vom Staat das Geld bekommen, um unsere 12-Zylinder weiterhin so richtig brummen lassen zu können. Und sollte das alles nicht mehr möglich sein, lassen wir uns bestimmt auch mit der einen oder anderen Hinrichtung abspeisen.

Stadtumbau

Gesa von Leesen schreibt in der Wochenzeitung Kontext (810, 7.10.2026) über den Stadtumbau Heilbronns mit Dieter Schwarz — übrigens ein Beitrag, den man so oder ähnlich nie in der Heilbronner Stimme finden würde.

Eigentlich ist es drollig mitzuerleben wie manche Heilbronner noch daran glauben, dass es einen erfolgreichen Bürgerentscheid gegen die Hintermänner der Dieter Schwarz Stiftung geben kann. Vor allem dann, wenn bereits ein Fraktionsvorsitzender ganz unumwunden zugibt, dass ihm selbst die Meinungen und Ansichten der eigenen Parteimitglieder völlig egal sind. Und auch die restlichen Fraktionsvorsitzenden im Heilbronner Gemeinderat haben längst den Bezug zur Stadt und uns Bürgern verloren.

Der amtierende OB und seine Gemeinderäte bauen weiterhin in Heilbronn Potemkinsche Dörfer und opfern dabei sehr gerne die noch bestehende Infrastruktur der Stadt. Keiner der Verantwortlichen fragt sich, was geschieht, wenn die Blase der Künstlichen Intelligenz platzt oder woher die vielen Professoren und Studenten für einen Universitätskomplex überhaupt kommen sollen und schon gar nicht, was wir Heilbronner in unserer Stadt tatsächlich benötigen.

Kein einziger Heilbronner denkt auch nur daran, was geschieht, wenn Dieter Schwarz nicht mehr ist, seine Stiftung nach Berlin abwandert und in Heilbronn nur noch einen Briefkasten hinterlässt. Und so wie Audi nur noch durch Transferzahlungen in Neckarsulm gehalten werden kann, sehr viele Heilbronner Traditionsunternehmen längst verschwunden sind, wird es auch diese Heilbronner Handelskette nicht ewig geben — das Kaufland zerfällt bereits schon etwas länger.

Letztendlich werden ehemalige Filetgrundstücke der Stadt mit nutzlosen Prachtbauten garniert an die Meistbietenden verramscht werden. Und der künftige Gemeinderat wie auch die künftigen Heilbronner werden dabei kein Mitspracherecht mehr haben — Ausverkauf wäre die geeignetere Überschrift gewesen!

Vermischtes

Sowohl die gestrige Kreisvorstandssitzung als auch der Europastammtisch waren ungewöhnlich schlecht besucht. Ersteres lag wohl an den Nachwehen der letzten Veranstaltungen. Das Letztere blieb selbst mir unverständlich. Wobei das Ganze sich zu einem außergewöhnlichen Vorteil entwickelte, denn die Anwesenden ließen ihren Gedanken freien Lauf und so konnten sich ganz neue Ideen und Gedanken in den Köpfen festsetzen.

Spannend, dass dabei eine meiner bereits etwas älteren Ideen wieder aufs Tableau kam und nun modifiziert vielleicht sogar die Chance auf eine Realisierung haben wird. Näheres dazu wird es hier erst geben, wenn die weiteren Details mit den dabei betroffenen Menschen abgestimmt sind.

Spannend auch, dass man sich gleich von mehreren Seiten aus für unsere letzte Reise interessierte. Ein wenig traurig, dass die inzwischen bereits älteren Mitglieder bedauerten, dass sie nicht mehr selbst an unseren Reisen teilnehmen können. Dafür ließen sie sich jedes Detail der letzten Fahrt von den anwesenden Mitfahrern schildern.

Unsere Reisen sind kein Selbstzweck, da sie einem größeren Ganzen dienen und immer auch etwas Langfristiges bewegen wollen. Auf alle Fälle sage ich mir dies immer wieder selbst, vor allem dann, wenn man völlig umsonst über mehrere Jahrzehnte hinweg Jugendfahrten veranstaltet und subventioniert. Das völlige Desinteresse des allergrößten Teils unserer heutigen Jugend wurde nur ein einziges Mal übertroffen, nämlich als wir einen Stimme-Journalisten auf eine Fahrt mitnahmen und dieser keine fünf Jahre später mehr wusste, was unser Verein ist oder überhaupt so macht. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Journalisten, wenn diese nicht einmal ein Fußballspiel kommentieren können, in die politische Redaktion wechseln.


Postkartenausschnitt

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Beitragsfoto: Postkartenausschnitt

Verbrenner

Inzwischen fahren die ersten Elektroautos über 1 000 Kilometer ohne Ladestopp, auch deutsche Fabrikate. Wenn man ein bisschen Glück hat, dann kann man sein Auto auch noch selber laden und eine ganze Menge an Spritgeld sparen.

Das führt selbstverständlich zu finanziellen Einbußen bei der Erdölmafia und deren Konzernen. Und so versteht es sich von ganz alleine, dass die Union nun alles Erdenkliche unternimmt, um nicht nur die erneuerbaren Energien zu stoppen, sondern auch uns Deutschen das E-Auto voll und ganz madig zu machen. Und dies sogar auf Kosten unserer eigenen Automobilindustrie. Mercedes, Porsche, Audi, BMW und VW hätten wohl doch etwas besser in ihre Abgeordneten investieren müssen.

Nachtrag 14.9.2025

Bevor alte Technologien langsam aber sicher verschwinden, werden sie für größere Teile unserer Bevölkerung zum Fetisch. Auch das hat etwas mit Bildung zu tun.

Nun hier ein Artikel von Tim Meyer aus Chip (14.9.2025) mit dem Titel: „Erstaunlich bis traurig: Diese Fakten über Energie verändern Ihre Sicht“. Es sei denn, es ist bereits sexuell.

„Oft sind es lediglich Gewohnheiten und Perspektiven, die darüber entscheiden, was wir “normal” oder “absurd” finden. Ein Gang ins Industriemuseum lehrt da Demut. Denn was frühere Generationen als ihre neueste “high tech” feierten und ihnen später zur Normalität wurde, können wir heute oft nur belächeln. Absurde Vorstellung, unser heutiges Kommunikationsaufkommen über Telegrafen oder Faxe abzuwickeln oder mit Pferdekutschen und Dampflokomotiven unterwegs zu sein. Genauso werden auch wir eines Tages zurückblicken und uns wundern, warum wir unsere heutige Normalität eigentlich nicht absurd fanden.“

Tim Meyer, 14.9.2025

State of the Union

Wieder einmal las die schlechteste Kommissionspräsidentin aller Zeiten eine schwache Rede vor. Wenigstens hätte man für bessere Redenschreiber sorgen können. Nachdem sie nun auch wiederholt bewiesen hat, dass sie auch dieses Amt nicht kann aber als Spesendemokratin weiter versorgt werden muss, ist sie nun als Bundespräsidentin im Gespräch. Europa wird es uns danken!

Die Rede trotz sehr schwierigen Zeiten eigentlich wie immer, viele Versprechen, Geldgeschenke und Termine. 2030 werden wir dann hoffentlich nicht erneut sehen müssen, dass es wieder nur Geschwätz war.

Beachtenswert erneut, was Ursula von der Leyen nicht gesagt und nicht erwähnt hat. Keine einzige Kritik an der Wiedereinführung der Grenzkontrollen innerhalb der EU, nicht einmal in ihren französisch abgelesenen Redepassagen. Als EU-Kommissionspräsidentin hätte sie hier klar Position für die Verteidigung des Schengenraums beziehen müssen!

Dafür zeigte sie erneut ganz klar, dass sie eine Superstaateuropäerin ist: „Unser Essen ist das beste in der ganzen Welt!“ Auch wenn sie „Business with the World“ machen möchte und für Kooperationen offen sei ist der Tenor eindeutig, Europa über alles in der Welt — „Europe is ready to lead the World“.

Der Schwanz wackelt mit dem Hund; manche Berufspolitiker hören den Schuss schon lange nicht mehr.

Vermischtes

Ich freue mich weiterhin über Postkarten, allerdings noch mehr darüber, wenn diese das Bild im Querformat zeigen. Heute bekam ich von Karin und Andreas eine Karte aus Korsika, welche dort am 3.9.2025 eingeworfen wurde. Habe mir kurz überlegt, diese nun quer hier einzufügen, habe es dann aber gelassen; trotzdem eine schönes Foto eines Klippendorfes.

Aktuell gehe ich wieder einmal mit der Idee schwanger, meine Blog-Beiträge ohne entsprechende Bilder anzubieten. In den Nullerjahren noch allgemein so üblich, waren meine späteren Versuche ohne Bilder auszukommen weniger erfolgreich — zumindest was die Seitenaufrufe anbelangte. Und so entschied ich mich vor einpaar Jahren wieder dazu die Beiträge auch noch nachträglich mit Bildern zu versehen.

Ich weiß, ‚rin in de Kantüffel, rut ut de Kantüffel‘ ist keine gute Idee, aber wenn man schon saniert, dann muss man dabei auch wirklich alles auf den Prüfstein stellen. Selbst das genutzte CMS könnte nochmals aufs Tableau kommen.

Dann gucke ich wieder in meine Timeline und stelle fest, dass auch ich eher an den Artikeln hängen bleibe, die mit einem Bildchen garniert sind.

Heute durfte ich ein halbes Dutzend Laptops und ein paar weitere elektronische Artikel entsorgen; alle zwar noch betriebsbereit aber seit Jahren schon aus der Zeit gefallen und so konnte ich meinen Sammlertrieb doch noch unterbinden. Von den alten iPad und Mac-Rechnern konnte ich mich dann aber doch noch nicht trennen.

Demnächst muss ich dann auch noch an die größeren elektronischen Geräte ran, was wohl nicht ganz so einfach werden wird. Auf alle Fälle aber hat es doch auch seine Nachteile, wenn man nicht alle zwei bis drei Jahre mit Sack und Pack umzieht. Unglaublich, was sich so alles in den letzten zehn Jahren bei mir angesammelt hat.

Hinzu kommt noch, dass meine besser Hälfte und ich, jetzt wo die Jungs endgültig aus dem Haus sind, uns daran erinnern, dass wir vor ca. 35 Jahren einmal spartanisch leben wollten. Und so habe ich mir vorgenommen bis Ende 2026 zumindest jeden Gegenstand einmal zur Entsorgung oder Weitergabe in Betracht gezogen zu haben.

Ein wenig ärgerlich ist es dann, wenn meine Gadgets, die ich sehr gerne weitergeben würde, ihren Dienst versagen. Seit 2018 drehte sich z. B. mein „Blue Political Map World Globe“ ohne Unterlass und nun muss ich feststellen, dass im wahrsten Sinne des Wortes der Nordpol abgeschmolzen ist und dies den Motor oder die Solarzellen beschädigt hat.

https://youtu.be/dhd3JDNYfU8?si=B7vsuaZYjegzSl95

Bevor ich mich nun etwas über die kurze Haltbarkeit dieses Gadgets aufrege, lasse ich den Abend beim Kartenspiel ausklingen. Gut 90 Minuten lang vorgelesene „State of the Union Address“ müssen zudem auch noch verdaut werden — Hans August Lücker rotiert sicherlich über so viel politische Inkompetenz seiner Nachfolger immer noch im Grab!


Au Crocodile

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Beitragsfoto: Au Crocodile

Flan-Kuchen

Heute wollte ich mir mal einen Nachtisch gönnen. Der Wirt empfahl einen Kuchen und ich wurde nicht enttäuscht. Der Flan pâtissier, welcher vor ein paar Jahren wieder seinen Weg zurück in die französische Küche gefunden hat, war schneller weg als ich es gedacht hatte. Viel zu spät kam ich auf die Idee es Chris Kurbjuhn gleichzutun und hier ein Bild vom Kuchen zu präsentieren.

Leider schlägt dieser Kuchen viel zu stark bei mir an, sodass ich mir diese kleine Sünde nicht allzu oft leisten werden kann. Aber vielleicht findet meine bessere Hälfte einen Workaround — ihre küchentechnische Experimentierfreude ist legendär. So mussten wir dieses Mal noch etwas länger durch Straßburg spazieren.

Vermischtes

Während ich das Leben genieße, übt der Erstgeborene die Landesverteidigung. Was ich dabei so an Bildern zugeschickt bekomme, lässt mich etwas sentimental werden, zeigt mir aber auch, was sich in den letzten Jahrzehnten so alles verändert hat. Anfang der 1980er-Jahre war ich noch an seiner Stelle und rannte durch dasselbe Gelände.

Kaum denkt man, man sei auf dem Laufenden, geht es wieder einmal um Arbeiten, die einfach erledigt werden müssen. Und so werde ich wohl nochmals eine Pause beim Korrigieren einlegen.

Nur mal so eine Sommerlochidee, warum siedeln wir in unseren Seen keine Krokodile an, dann müssen unsere Polizisten bestimmt auch keine Welse mehr schießen. Und vielleicht erledigt sich das dann mit den Nilgänsen, Nutrias und Bisamratten von ganz alleine. Auf alle Fälle aber verrichtet dort kaum noch einer seine Notduft — zumindest aber kein zweites Mal.

Semesterende

Während Detlef Stern bereits sein Fazit zieht, gönne ich mir heute eine Korrekturpause. Selten fiel mir eine Korrektur von Klausuren so schwer wie dieses Mal. Da ich eine Frage nach der anderen abarbeite, hoffe ich weiterhin auf eine Leistungssteigerung. Eigentlich wollte ich dieses Mal die Klausur motiviert beginnen und begann mit drei bereits bekannten Fragestellungen — war wohl nichts. Ein Vorteil hat das Ganze aber, es kann ab morgen nur noch besser werden.

Meine kleine Korrekturpause verbrachte ich zusammen mit meiner besseren Hälfte und Leonhard Reinwald in Straßburg. Ok, es war noch eine Klassenstufe mit den entsprechenden Lehrern eines Gymnasiums mit dabei. Da ich mir eine Pause gönnen wollte, übergab ich Leonhard die Reiseleitung, was er auch sehr gut meisterte.

Neu für mich war die Auswahl des Abgeordneten im Europäischen Parlament, welcher dieses Mal von der Partei der Freien Wähler kam. Erfrischend seine Ansichten, die sich von denen der bisher bei uns vortragenden Abgeordneten abhoben. Leider sind die Zeiten im Parlament begrenzt und so mussten wir die eine oder andere Aussage einmal so im Raum stehen lassen. Auf alle Fälle aber werden künftige Diskussionen sehr spannend werden und so lud ich den Abgeordneten gleich zu den 9. Hertensteiner Gesprächen ein. Nun schaue ich mal, ob er trotz der Kurzfristigkeit der Einladung nach Heilbronn kommen kann.

Der Besuch des Europäischen Parlaments, eigentlich wie immer, leider verpassten wir ganz knapp das Misstrauensvotum gegen Ursula von der Leyen. Interessant, wie wenig Abgeordnete am Votum teilnahmen, noch interessanter, dass selbst bekennende Gegner nicht gegen von der Leyen stimmten. Das wirklich Spannende aber, dass sich nur die Hälfte der Abgeordneten überhaupt genötigt fühlten und von der Leyen unterstützten; da hat selbst Lars Klingbeil mehr Rückhalt in der SPD. Das Ganze wird uns bestimmt noch heute Abend als überwältigender Sieg der EVP verkauft.

Den Rest des Tages ließen wir es uns zu dritt in Straßburg gutgehen. Aber auch die Lehrer und Schüler konnten ihre verdiente Freizeit genießen.

Einziges Manko der Fahrt waren die völlig überflüssigen Grenzkontrollen der deutschen Polizei. Jeder, der ein wenig Ahnung von Sicherheit hat, weiß, dass es weit bessere Maßnahmen gibt als von deutschen Polizisten an der Grenze belästigt zu werden. Leider haben die für unsere Polizei Verantwortlichen überhaupt keine Ahnung oder noch schlimmer, sie handeln schon jetzt alleine im Sinne aller antidemokratischen Kräfte und Demagogen in Deutschland.

Beim Grenzübertritt konnten wir einen Rettungswageneinsatz miterleben. Nicht jeder der bei heißen Temperaturen völlig überraschend an der Grenze festgehalten wird, übersteht dies schadlos. Jetzt hoffe ich, dass es nichts Schlimmes war und erinnere gerne daran, dass es die Aufgabe der Polizei ist, uns zu schützen, nicht uns so schnell wie möglich ins Jenseits zu befördern.

Jeder Deutsche, der zumindest einmal in seinem Leben sein Dorf verlassen hat und dabei nicht nur in die nächste Stadt pilgerte, sondern in den letzten gut 30 Jahren tatsächlich einmal bei unseren Nachbarn vorbeischaute, der sollte den Vorteil von Schengen und offenen Grenzen kennen.

Heute konnten wir alle — die Schüler dabei zum ersten Mal — die Nachteile geschlossener Grenzen miterleben. Diese kosten unsere Wirtschaft nicht nur Unsummen und sind zudem höchst umweltschädlich, sondern sie stehlen uns Menschen darüber hinaus sehr viel Lebenszeit und dies dazu auch noch völlig unnötig. Da hilft die Argumentation auch nicht, dass uns die überbordete Bürokratie noch viel mehr Lebenszeit stiehlt!

Rechnen Sie einfach einmal die gestohlene Lebenszeit alleine an unseren Grenzen in Menschenleben um, diese wird sich auf Tausende summieren. Und dabei gäbe es weit günstigere und effektivere Maßnahmen, um Migration zu kontrollieren oder Kriminelle zu fangen. — Wir Deutschen lieben aber den Populismus über alles! und lassen uns diesen kosten was es auch wolle.