SABA-TV

5.7.02026 5 (7)

Beitragsfoto: SABA-Fernseher

Vermischtes

Der HNV hat offensichtlich das App für sich entdeckt. Es mag außerhalb eines reinen Abgreifens von Steuergeldern Gründe geben, warum man ein App anbietet. Auf die Schnelle fallen mir die Kundenbindung, die Abzockerei oder gar eine Blockwart-Mentalität ein. Auf alle Fälle aber sollten Service-Apps nicht ganze Menschengruppe schnell und einfach ausgrenzen können, zumal wenn deren Firmen und Unternehmen eine öffentliche Dienstleistung wie den Nahverkehr anbieten.

Vor Kurzem habe ich darüber berichtet wie es Großstädte und dies weltweit handhaben, nämlich man kann sehr einfach mit seiner Kreditkarte bezahlen, nur indem man diese im Bus an einen Automaten hält. Dass dies die unkomplizierteste und bürgerfreundlichste Art und Weise ist, dürfte wirklich jedem verständlich sein — außer den Verantwortlichen des HNV.

In modernen und bürgerfreundlichen Ländern wäre es sogar ganz ohne Problem möglich, dass man einfach bei öffentlichen Dienstleistungen den Personalausweis an einen Automaten hält.

Ein Blogger, den ich nicht kenne, da er anonym bloggt, erwähnte heute, dass jede Meinung irrelevant sei. Ich reiße seine Aussage aus dem Zusammenhang und stelle fest, dass sämtliche Meinungen nur dann eine Relevanz erhalten, wenn diese kommuniziert und diskutiert werden. Und nicht einmal dann, erst im Konflikt (hic!) zueinander können diese eine Relevanz erhalten. „Meinen“ Studenten versuchte ich immer wieder zu erklären, dass das Leben einzig und alleine Kommunikation sei. Und das ist nur die halbe Wahrheit! Wir leben nur durch und in Konflikten. Ein Status Quo, eine Utopie oder gar das Paradies sind allesamt nur tot.

Als Vorsitzender eines Heilbronner Vereines habe ich schon etwas länger bereits eine offizielle Anfrage an die Fraktionsverantwortlichen im Heilbronner Gemeinderat gestellt. Eigentlich bin ich es gewohnt, dass man von denen nur dann Antworten erhält, wenn man sich Dieter Schwarz nennt oder diesen Damen und Herren stets nach dem Mund redet, einschließlich öffentlicher Äußerungen, dass es keine hübscheren und intelligenteren Menschen als unsere erlauchte Hasenmahlgesellschaft gäbe.

Da es dabei überhaupt nicht um mich geht, sondern einzig und alleine um städtische Angelegenheiten, nehme ich es nicht persönlich. Ich würde es nicht einmal persönlich nehmen, wenn es mich als Mensch beträfe.

Dafür gibt es nun wohl einen Eröffnungstermin für die Heilbronner Seilbahn. Jede Wette, das wird unser Stuttgart 21. Wir schaffen es seit gut 60 Jahren nicht einmal die Turmstraße zu sanieren. Die wird erst dann saniert, wenn der Schwarz-Stiftung die umliegenden Gebäude gehören — und dann genehmigt der Gemeinderat über Nacht goldene Gehwege.

Nachtrag

Nur mal so, den Blog-Beitrag „Die Erwähnung der Statussymbole“ von Martin Thielecke habe ich mit meinem iPhone 26 gelesen.

Persönlich

„Das nehm’ ich persönlich!“ — wohl jeder kennt diese Drohung. Ja, es ist eine Drohung, eine aus einer verlogenen Welt, denn man kann sich nicht einmal mehr dabei sicher sein, ob es tatsächlich persönlich genommen wird oder doch bloß eine plumpe Drohung ist.

„Nur die Dummen sind ehrlich“ ist ein altbekanntes Bonmot. Manchmal löst auch der Alkohol die Zunge, was den Alkohol besonders in verlogenen Welten gesellschaftlich so wichtig macht. Kaum ein Klüngel kommt ohne Trinkgelage aus, nur um sicherzustellen, dass man zumindest manchmal ehrlich miteinander ist und zudem eine gute Entschuldigung dafür hat, wenn man dann doch etwas zu ehrlich war.

Ich mochte es schon immer, wenn man ehrlich und sehr direkt zu mir war. Das mag daran liegen, dass es mir schon immer an Empfindsamkeit mangelte oder auch nur daran, dass ich in den 1960er- und 1970er-Jahren in einer sehr offenen und konfliktreichen Umgebung groß geworden bin. Nicht umsonst war ich sofort ein Anhänger von Ralf Dahrendorfs Konfliktheorie.

Und noch heute fühle ich mich in einer Umgebung am wohlsten, wenn man ehrlich zueinander ist. Ich glaube sogar, dass dies die höchste Form der Wertschätzung ist — vorausgesetzt man ist weder debil noch betrunken.

Also, was nimmt man einem Menschen persönlich, dass dieser einem das sagt, was man einfach nicht hören möchte. Oder aber, dass er die „Wahrheit“ nicht angemessen und in homöopathischen Dosen herüberbringt oder herüberbringen kann.

Wohl deswegen lieben wir sämtliche Kunstschwätzer, wobei diese Kunst schon so weit entwickelt wurde, dass sie schon sehr lange keine „Wahrheiten“ mehr verkauft. Und genau das sollten wir persönlich nehmen!

Now-Page

Gut zwei Jahre lang hatte auch ich eine eigene Now-Page. Die Idee dazu stammte von Derek Sivers. Wer sich das einmal etwas genauer anschauen möchte, der findet sehr viele Now-Pages auf https://nownownow.com.

Zum Schluss fühlte ich mich fast verpflichtet, meine eigene Now-Page aktuell zu halten. Mancher Leser wird nun einwenden, dass mir dies sicherlich nicht schwergefallen ist. Und obwohl ich täglich schreibe und dabei auch ins Internet, wurde dieses Gefühl, eine ganz bestimmte Web-Page aktuell halten zu müssen, für mich immer bedrückender.

So bedrückend, dass ich dies sogar zum Thema des letzten Eintrags dort gemacht hatte. Und so fragte ich mich, was ist der eigentliche Mehrwert für mich, wenn ich diese Page weiter aufrechterhalte? Da ich in erster Linie für mich selbst schreibe, ein kurzer Moment der Selbstreflexion. Da aber dies auf mein gesamtes Blog zutreffen sollte, benötige ich kein Pars pro toto.

Selbstverständlich freut es mich, wenn Leser zusätzlich auf mein Blog stoßen, da sie von anderer Stelle hier herbeigelockt wurden, denn das macht das Internet aus. Aber ob es die Blog-Welt tatsächlich ausmacht, dass man diese von Meta-Blogs aus kennenlernt, bezweifle zumindest ich sehr stark.

Mancher Leser hat vielleicht auch in seiner Jugend kleine völlig unbedeutende Dinge gesammelt, bei mir waren es u. v. a. klitzekleine Asterix & Obelix-Sammelfiguren aus Plastik, die man zeigen und tauschen konnte. Oder auch einfache Kronkorken, die wir zum Spielen verwendeten — ganze Schlachten wurden auf sämtlichen verfügbaren Gullideckeln geschlagen.

All diese begehrenswerten Gegenstände wären nur halb so viel wert gewesen, wenn man sich diese bei Aldi und Co. gleich im Großpack hätte kaufen können.

Und so ist es für mich noch heute und auch bei den Blogs, die ich lese. Diese möchte ich mir ersammeln, manche auch ertauschen, aber keinesfalls mir über Meta-Seiten zu duzenden einverleiben.

Derek Sivers Idee ist sicherlich sehr lobenswert und gibt auch doch so einigen Bloggern gute Ideen, aber meine Blog-Welt ist es dann doch nicht. Wahrscheinlich weil ich aus einer Zeit stamme, wo man für Dinge noch etwas tun musste und diese nicht nur einfach so abgreifen konnte.

Selbstverständlich habe ich Derek über meine Entscheidung informiert und ihn gebeten, es nicht persönlich zu nehmen.

Das mit dem Persönlichnehmen ist heute wohl der allerletzte Scheiß! Erst gestern hatten wir dies beim Frühstück zum Thema.


Schienen

25.2.02026 5 (4)

Beitragsfoto: Schienen und Menschen | © Mohamed Nuzrath from Pixabay

Neckartalstraße

Das IPAI möchte angebunden werden und so fließen bis zu 100 Millionen Euro. Das Gute daran, es soll aus Landesmitteln bezahlt werden. Damit haben wir aber noch lange keine Seilbahn. Erst einmal möchte die Stadt eine Nordumfahrung realisieren und zugleich nun den bereits seit Jahrzehnten überfälligen vierspurigen Ausbau der Neckartalstraße in Angriff nehmen.

Ob die Neckartalstraße letztendlich dann einmal vierspurig werden wird, sehen wir vielleicht selber noch. Auf alle Fälle gibt es aber einen Anschluss an das IPAI. Ob es auch einmal einen ÖPNV dorthin geben wird, steht noch in den Sternen.

Schade nur, dass unsere VIP kein wirtschaftliches Interesse im Bereich der Saarlandstraße haben, so wird diese noch ein paar Hundert Jahre vor sich hindämmern, ähnlich wie die Turmstraße — wobei dort könnte bald doch noch Hoffnung bestehen.

Vermischtes

Bei uns gab es gestern die Fernsehdebatte der Spitzenkandidaten (zwei Demokraten mit Nazi) und dann auch noch eine mehr als zweistündige Regierungserklärung von Donald Trump. Man will uns wohl mit wirklich allen Mitteln die Demokratie verleiten. Auf alle Fälle aber wirbt man damit um keinen Wähler und schon gar nicht um solche, die daran denken, sich erstmals demokratisch engagieren zu wollen.

Wer beide Veranstaltungen bis zum bitteren Ende mitverfolgt hat, der hat meinen größten Respekt! — ich habe angefangen zu bingen, um wieder etwas in bessere Stimmung zu kommen. Inzwischen bin ich mitten in der sechsten Staffel von DS9 und durfte dabei lernen, dass auch Feiglinge Helden sind. Was eigentlich nur folgerichtig ist, denn inzwischen muss auch zwei und zwei keine vier mehr ergeben.

Ohne Frage, wir sind in der postfaktischen Zeit angekommen.

Inzwischen sind wir im fünften Kriegsjahr seit dem offiziellen Angriffsbeginn der Russischen Föderation auf die westliche Welt. Manche hätte nicht daran gedacht, dass dies so lange dauern wird. Vielleicht sollten wir uns wieder z. B. an den Hundertjährigen oder den Dreißigjährigen Krieg erinnern. Auf alle Fälle aber erkennen so langsam aber sicher auch unsere Politiker und deren Experten, dass Krieg doch etwas komplexer ist als Talk-Show-Auftritte oder Regierungserklärungen.

Das einzig Gute an jedem Krieg ist, dass diese uns Menschen wieder in die eigentliche Realität zurückbringen — postfaktisch funktioniert da nicht, außer man möchte unbedingt vernichtet werden.

Zur weiteren Dauer des Krieges kann auch ich nicht viel sagen, nur so viel, dass die russischen Verluste bisher bei Weitem noch nicht ausreichend sind, um bei deren Machthabern nur annähernd für ein Umdenken zu sorgen. Gerne verweise ich hierbei auf meine beiden Blog-Beiträge „Erste Analyse des Angriffs“ (2022) und „Zweite Analyse des Angriffs“ (2023).

E-Autos

Volker Weber erinnerte heute daran, dass noch 2020 sehr viele und dabei auch sehr vehement behaupteten, dass nicht genügend Strom für E-Autos in unserm Land zur Verfügung stünde. Und er dürfte dabei recht haben, dass dieselben Menschen sich heute sehr lautstark für KI-Rechenzentren einsetzen.

2020: Wir haben nicht genug Strom, um mit elektrischen Autos zu fahren.
2026: Lasst uns riesige Rechenzentren für KI bauen.— Volker Weber (@vowe)

Auf einer wohl noch nicht gleichgeschalteten Website des BMWI kann man nun das Folgende lesen.

Die gute Botschaft vorab: Auch wenn sich die Elektromobilität schneller als geplant durchsetzt, sind genug erneuerbare Energien vorhanden, um die Fahrzeuge damit anzutreiben. Wenn alle derzeit rund 45 Millionen Pkw auf deutschen Straßen weitgehend elektrisch fahren würden, so wären dafür gut 100 Terawattstunden (TWh) im Jahr nötig. Das entspricht nur einem Sechstel dessen, was Deutschland pro Jahr insgesamt an Strom verbraucht. 2019 wurde aus Erneuerbaren eine Strommenge von 244 TWh erzeugt, also mehr als doppelt so viel wie der Bedarf einer komplett elektrischen Fahrzeugflotte. Und der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet rasch voran.

BMWI (25.2.2026)

Inzwischen soll es nicht nur weitere Gaskraftwerke, vielleicht auch wieder neue Atomkraftwerke geben, sondern ganz neu neben den E-Fuels, die wirklich kein einziger Mensch benötigt, nun auch noch grünes Öl und grünes Gas!

Unsere Regierung betreibt wohl Wirtschaftspolitik für Idioten. Was damit einhergehen könnte, wenn man seine eigenen Bildungsabschlüsse ergaunert oder im Ausland kauft.

Apropos, bis heute versucht unsere Regierung weiterhin E-Autos als Energiespeicher (bidirektionales Laden) zu verzögern, denn damit könnte man unsere Energieversorgung tatsächlich sehr günstig absichern und zudem etwas für den einzelnen Bürger tun.


Fediverse Reactions

Fahrradständer

4.10.02025 4.3 (7)

Beitragsfoto: Fahrradständer

Überraschung

Jüngst noch eine der zubetoniertesten Städte Deutschlands (an siebter Stelle!), darf sich Heilbronn nun ganz offiziell als Europas grüne Hauptstadt 2027 bezeichnen. Wahrscheinlich weil wir demnächst ein Gaskraftwerk mit gleich zwei Kesseln und einen davon im Dauerbetrieb bekommen — seit wir eine neue Regierung haben, ist russisches Gas der ultimative Umweltschutz, sogar noch vor der Braunkohle. Vielleicht aber auch nur, weil bei uns das mit dem gelben Sack und dem sonstigen Recycling besonders gut funktioniert [Sarkasmus] und man zudem davon träumt, dass es einmal eine Seilbahn durch die Stadt geben wird.

Besonders würdigte die Jury in Vilnius Heilbronns konsequenten Weg zu nachhaltiger Stadtentwicklung. Dabei wäre es in unserer Stadt üblich, den Wandel nicht nur von oben zu gestalten, sondern uns Bürger aktiv zu beteiligen — ich hoffe jetzt nicht, dass uns die Jury, wie sonst so nördlich des Weißwurstäquators üblich, mit Hanau verwechselt hat.

Aber das mit unserer Wasserqualität hat mich nun ganz besonders gefreut, denn dann müssen wir zukünftig nicht mehr den Bodensee mit leer pumpen, was tatsächlich einmal eine Leistung wäre.

Nachtrag 5.10.2025

Heilbronn konnte die Jury davon überzeugen, dass sie über die nationalen Standards hinausgehende Umweltziele verfolgt und dies weit besser als die anderen noch verbliebenen Kandidaten Debrecen und Klagenfurt.

Die zwölf 12 Indikatoren des Wettbewerbs für eine grüne Stadt sind:

  • Innovation und nachhaltiges Wirtschaftswachstum – Unterstützung grüner Start-ups, Kreislaufwirtschaft, grüne Beschaffung.
  • Luftqualität – Maßnahmen zur Senkung der Luftverschmutzung, Einhaltung von EU-Grenzwerten, Verbesserung der Atemluft.
  • Wasserqualität und -verbrauch – Zugang zu sauberem Trinkwasser, effiziente Wassernutzung, Schutz von Gewässern.
  • Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft – Recyclingquoten, Müllvermeidung, nachhaltige Entsorgung.
  • Abwasserbehandlung – Kläranlagen, Sauberkeit von Flüssen, Seen und Küstengewässern.
  • Lärmmanagement – Reduktion von Verkehrslärm und anderen Lärmemissionen.
  • Grünflächen und Biodiversität – Anteil öffentlicher Grünflächen, ökologische Korridore, Schutz bedrohter Arten.
  • Klimawandel – Minderung (Mitigation) – Maßnahmen zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen (CO₂-Bilanz).
  • Klimawandel – Anpassung (Adaptation) – Strategien gegen Hitzewellen, Hochwasser, Starkregen.
  • Nachhaltige urbane Mobilität – Förderung von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, Elektromobilität.
  • Energieeffizienz – Effiziente Nutzung von Strom und Wärme, Anteil erneuerbarer Energien.
  • Umweltmanagement und Governance – Integration von Umweltzielen in Stadtplanung, Monitoring, Bürgerbeteiligung.

Die Bewertungskriterien sind:

  • Bisherige Leistungen: messbare Fortschritte in den letzten Jahren.
  • Aktuelle Maßnahmen: politische Programme, Budgets, Umsetzungsstand.
  • Zukunftsplanung: realistische, ambitionierte Ziele für die kommenden 10 – 20 Jahre.
  • Bürgerbeteiligung: Transparenz, Bildung und Partizipation der Bevölkerung.
  • Vorbildwirkung: Potenzial, anderen Städten als Modell zu dienen.

The Kill Room

Aktuell sind es Komödien, die mir etwas mehr zusagen und so gönnten wir uns einen Film mit Uma Thurman, die mir bereits seit „Kill Bill“ (2003 / 2004) gefällt. Nicol Paone brachte diesen sehr unterhaltsamen Film bereits 2023 in die Kinos. Joe Manganiello gefiel mir dabei als Künstler Bagman mit seiner dunklen Seite am besten. Zu Uma Thurman muss ich nichts Weiteres sagen, denn das hat bereits Matthew Maher als Nate ganz gut hinbekommen.

Auch die Nebenrollen sind ziemlich gut besetzt, ganz besonders hat mir dabei Larry Pine gefallen. Auf alle Fälle sind die 98 Minuten Film keine Zeitverschwendung, sondern eine sehr gute Ablenkung vom Alltag — für Seneca dürfte es dasselbe sein.

Vermischtes

Heute gab es ein etwas anderes Europäisches Frühstück [kleiner Insider], bevor wir uns auf den Weg nach Stuttgart machten. Höhepunkt des Tages war dann der Besuch bei unserem Jüngsten, der ein hausgemachtes Tiramisu kredenzte. Ganz ohne Frage, Tiziana hat nun ernsthafte Konkurrenz bekommen.

Schon länger habe ich keinen Wahlkampf mehr für die CDU gemacht. Die Umstände und die aktuelle Kandidatin machen dies für mich aber alternativlos. Es gibt zwar eine Alternative, die tatsächlich auch von völlig falsch abgebogenen CDUlern unterstützt wird, letztendlich aber keine ist. Den dabei völlig falsch Abgebogenen gebe ich zu bedenken, dass man als Parteisoldat nicht wirklich alles, was keinen Anstand besitzt, auch wählen muss — da haben diese Typen wirklich etwas in den falschen Hals bekommen.

Wer sich wegen des obigen Fotos wundert, ich war auch etwas überrascht, als ich das Auto abstellen wollte. So etwas wird man in der European Green Capital 2027 sicherlich nicht vorfinden, denn bei uns fährt man mit dem Wohnmobil oder dem SUV zum Eisholen durch die Fußgängerzone.

Das Leben geht weiter mit und ohne einen selbst, wie im Kleinen so auch im Großen. Leben gab es vor uns Menschen und wird es sicherlich auch nach uns noch geben. Ob wir dabei eine glorreiche Rolle spielten oder auch nicht, wird die Nachwelt entscheiden und dies auch nur für den Fall, wenn es diese dann überhaupt interessiert.

Und so konnte ich mich wieder einmal nicht so ganz erholen, weil ich nicht vollständig aus bestimmten Entscheidungsprozessen ausgeklinkt sein möchte. Zumindest menschliches Leben ist Kommunikation und der kann man sich bekanntlich nur durch den eigenen Tod entziehen. Also muss ich gucken, wie ich am Ball bleibe — dabei einfach nur in der Ecke zu sitzen und Bauklötze zu staunen, hat sich bei mir nicht so richtig bewährt, dafür sind die introvertierteren Exemplare besser geeignet.

Meine bessere Hälfte und ich wollten gerade in ein Auto steigen als zwei Mopeds, die kurz zuvor an uns vorbeigefahren waren, zurückkamen und uns in ein Gespräch verwickelten. Zwei ehemalige Mesenos freuten sich, uns erblickt zu haben. Manchmal kann das Leben einfach und schön sein.