Mann mit Hut

Verschwörungstheorie 4.8 (9)

Beitragsfoto: Mann mit Hut | © Shutterstsock

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wo sich K und J die Informationen holen, wenn sie welche benötigen? Inzwischen sind diese Buchstabenmenschen schon lange keine Männer in Schwarz mehr und so holen diese sich ihre Informationen wohl auch schon längst ähnlich wie unsere Berufspolitiker aus den sozialen Medien, den digitalen Nachfolgern dieser für den Informationsgewinn so wichtigen Blätter.

Und wenn sie ihren Chefs doch einmal Rechenschaft über ihre Quellen liefern müssen, dann berufen letztere sich ganz einfach auf die bundesdeutsche Medienlandschaft, meist auf jene Qualitätsmedien, die immer denselben wenigen Familien gehören und ihre Informationen ebenfalls aus dem digitalen Sumpf erhalten — nur halt ein paar Tage später, was ganz praktisch ist, da es damit bei uns die Information auch sogleich bestätigt.

Meine Verschwörungstheorie beginnt mit dem vermeintlichen Fraktionszwang in den deutschen Parlamenten, den es so noch nie gab und auch nie geben wird. Der Beweis dafür ist eindeutig, denn die AfD bekommt einfach keinen Vize-Präsidenten im Deutschen Bundestag, egal wie sich Friedrich Merz, Olaf Scholz und auch Markus Söder anstrengen mögen, denn als Berufspolitiker möchte man es sich doch nie so ganz mit seinen Berufskollegen versauen — vielleicht einmal von Markus Söder abgesehen.

Das Problem dabei, der digitale Sumpf und die die Medien bestimmenden Familien (Stichwort: Huhn und Ei) meinen inzwischen, dass es endlich (wieder einmal) an der Zeit wäre, der neuen Kraft (AfD) die Verantwortung im Staat zu geben, die ihr auch gebührt. Und da sich wie K und J auch, unsere Berufspolitiker weiterhin ihre Informationen an der Quelle holen, ist es nur eine Frage der Zeit bis die AfD noch in dieser Legislatur einen Vize-Präsidenten im Bundestag stellen wird — dazu benötigt kein Mensch einen Fraktionszwang, so wie schon lange im Heilbronner Gemeinderat, wo inzwischen 39 Gemeinderäte völlig überflüssig sind.

Darüber warum der digitale Sumpf wieder einen Führer möchte, lässt sich geflissentlich spekulieren, könnte etwas mit dem Huhn zutun haben. Warum unsere die Medien bestimmenden Familien wie die meisten „Unternehmer“ (ein schönes Beispiel für einen Euphemismus) im Land auch, erneut der AfD zur Macht verhelfen wollen, dürfte bekannt sein. Trotz Milliardensubventionen sind sie nicht mehr in der Lage ihre Firmen und Konzerne halbwegs aus den roten Zahlen zu bekommen. Diese geballte deutsche Wirtschaftskompetenz schafft es sogar ganze Banken und die deutsche Bahn zu ruinieren, was in einer normalen Welt völlig unmöglich wäre.

Und da, wie es sich bald zeigen wird, auch ein Friedrich Merz selbst mit Billionensubventionen diese Wirtschaftsmagnaten (= Subventionsabhängige) nicht mehr retten werden kann, suchen diese sich derweil einen neuen Fixer und glauben diesen bei der AfD gefunden zu haben — deren Großeltern fuhren beim letzten Führer doch gar nicht so schlecht.

So, und jetzt wo eigentlich schon wieder einmal alles geregelt scheint, benötigen unsere Berufspolitiker nur noch den Kick, nämlich die Bestätigung aus ihren Quellen, den Social Media.

Und wie heizt man den digitalen Sumpf so richtig an, ganz genau, nämlich mit der richtigen Dosierung Rassismus. Während Markus Söder mit seinen Kumpanen bei der Bundespolizei die Stimmung im Volk anheizt und dabei vor kaum einer kriminellen Machenschaft mehr zurückschreckt, ist die AfD schon längst wieder einen Schritt weiter.

Die Berufspolitiker der AfD bestellen inzwischen bei Wladimir Putin reihenweise Anschläge in Deutschland, egal ob auf Weihnachtsmärkten oder in Kindergärten, Hauptsache die eigenen Wahlergebnisse werden besser.

Der Boden ist bereitet. Die Wirtschaft drängt, altbekannte Familien kommen wieder ins Schwärmen, die Hindenburgs stehen bereit und die neue alte Macht will nur noch vom Volk gerufen werden — nicht wie bisher „nur“ von den völlig überzeugten Antidemokraten, den üblichen „sozial Verachteten“ und den Reichen unserer Gesellschaft.

In unseren Qualitätsmedien — auch im ÖRR — wird derweil darüber diskutiert, ob unsere Volksvertreter im Deutschen Bundestag zwar keinem Fraktionszwang unterlägen aber dennoch der „Macht des Volkes“ stattgeben sollten bzw. müssten.

Und so können wir gespannt darauf sein, ob der Vize-Präsident nicht gleich ganz übersprungen wird und wir sofort wieder zur Machtergreifung kommen, so wie es K und J schon heute in ihren Informationsblättern lesen können.

Zeit, dass ich (wieder) geblitzdingst werde!

Fediverse Reactions

Kaffeegenuss

Zeit für ein Gedicht 4.5 (6)

Beitragsfoto: Kaffeegenuss | © Pixabay | Mädchen

Schon eine ganze Weile her, dass ich meine Leser mit einem Gedicht traktierte. Kurt Tucholskys „Augen in der Großstadt“ wurde erstmals 1930 veröffentlicht. Sie finden das Gedicht u. a. im Buch „Lerne lachen ohne zu weinen“ (1932: 383). Und schon damals gingen ganz normale Alltagsmenschen davon aus, dass „Millionen Gesichter“ eine Großstadt ausmachen — was für eine Enttäuschung für doch so manchen Großstädter!

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
dann zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Vielleicht dein Lebensglück …
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hast’s gefunden,
nur für Sekunden …
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück …
vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber …
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

Was für eine Großstadt gilt, das gilt schon lange auch für die Social Media und alle anderen Kommunikationskanäle.

Und noch heute inspiriert Kurt Tucholsky Menschen, vielleicht auch jene, die keine Gedichte mögen.

Hier eine weitere filmische Interpretation. Ob dieses Medium Gedichte rettet oder ob, wie ich es vermute, Gedichte auch dieses Medium überdauern werden, bleibt abzuwarten.

Fediverse Reactions

Schneeglöckchen

28.2.02025 4.5 (8)

Beitragsfoto: Schneeglöckchen

Europäischer Brief

Der aktuelle Brief trägt die Nummer 84 und kann gleich hier gelesen werden. Ja, wir befinden uns in sehr schwierigen Fahrwassern! Und ja, wir haben ein sehr ernstes Problem mit der jetzigen US-Regierung!

Aber nun das Kind mit dem Bade auszuschütten ist der absolut falsche Weg! Die Antiamerikaner in Europa und der Welt triumphieren jetzt und es kann Ihnen nicht schnell genug gehen: Europa muss sich isolieren!

Man muss dabei aber sehr dringend wissen, dass alle Antiamerikaner zugleich auch Antieuropäer sind, denn das ist ein und dasselbe! Deren uraltes Ziel ist es, die westliche, die freie Welt zu zerschlagen und dies kann diesen Totalitaristen nur dann gelingen, wenn sie den Westen spalten. Das Tragische ist es nun, dass die Spalter sowohl in den USA (Donald Trump, MAGA und GOP) wie auch in der EU (Victor Orban und weitere Politiker, die von einer vermeintlichen strategischen Autonomie faseln) sitzen.

Weder die USA noch die EU können alleine in dieser Welt bestehen. Wer das behauptet, ist zumindest ein Lügner, wahrscheinlich aber nur ein waschechter Totalitarist. Dass diesen Menschen Wladimir Putin, Xi Jinping und Donald Trump sofort und ohne Wenn und Aber zustimmen, müsste uns allen wirklich zu denken geben! Aber der Nationalismus ist, wie es Albert Einstein so treffend bemerkte, mit den Masern für die Menschheit gleichzusetzen. Wir fangen sofort an und träumen von militärischer Stärke, glorreichen Siegen und Zeiten, die es so noch nie gegeben hat! Und nein, auch für das Vaterland zu sterben ist nicht schön! So doof und so blöd sollten wir Menschen im 21. Jahrhundert wirklich nicht mehr sein — obwohl, wenn man uns dafür sichere Arbeitsplätze und Renten verspricht oder gar wie damals Adolf Hitler Autobahnen und Kreuzfahrten.

Selbstverständlich müssen auch wir Europäer unsere Verteidigungsanstrengungen in bisher ungeahnte Höhen treiben und selbstverständlich müssen wir Europäer endlich auch selber etwas für unsere Freiheit und unsere Demokratie leisten! Den Frieden haben wir zwischen dem letzten Urlaub und dem Neid auf andere verzockt!

Wir werden die kommenden Jahre aber nur dann in Eigenständigkeit und Freiheit überleben, wenn es uns gelingt, dies zusammen mit den US-Amerikanern, Kanadiern und den weiteren Westlern (Australien etc.) in Angriff zu nehmen. Unfähige Politiker wie Emmanuel Macron oder auch jene bei uns denken jetzt gerade nur an die jeweiligen sehr kurzfristigen Vorteile für ihre eigene Industrien und Haushalte. Dabei müsste der kleine Ukrainekrieg auch den dümmsten Politikern gezeigt haben, dass der (kommende) Dritte Weltkrieg nur gemeinsam vom Westen überlebt werden kann. Wer jetzt die USA und Europa spaltet, der tötet nicht nur uns und unsere Kinder, sondern auch unsere Zukunft in Freiheit, Frieden und Wohlstand!

Verantwortliche europäische Politiker müssten noch heute in die USA fliegen und dem Deppen im Weißen Haus einen Billionen-Deal nach dem anderen an den Kopf schmeißen!

Vermischtes

Mein monatliches Rundschreiben entsteht parallel zu diesem Blog-Beitrag. Gut, dass auf diesem Rechner bequem zwei Fenster geöffnet sein können. Und wenn ich schon mal beim Basteln bin, dann habe ich nicht nur jüngst wieder einmal einen Webring — aus irgend einem Grund heraus war mir einfach nach 1994 — im Blog verlinkt, sondern auch einen dezenten Hinweis (Lukas 11, 9 – 10) auf die eine oder andere Kaffeespendemöglichkeit im Blog gesetzt. Und weil ich schon einmal dabei war, dann gleich auch noch meine Abonnement-Seite aktualisiert und mit der Möglichkeit versehen, Unterstützer meines Weblogs zu werden. Etwas „ältere“ Leser erinnern sich vielleicht noch an meine Versuche mit Patreon; dieses Tool war für meine Verhältnisse einfach zu überdimensioniert. Nun probiere ich einmal eine Berliner Schöpfung namens Steady aus, die man hoffentlich besser herunterskalieren kann; auf alle Fälle wird mein Spieltrieb damit wieder etwas befriedigt — andere nutzen dafür die Social Media oder eine Spielzeugeisenbahn.

Auch habe ich ganz datenschutzkonform [kleiner Insider für Detlef Stern] auf den einen oder anderen Blog-Beitrag eine Zählmarke gesetzt. Dies lässt mich in gut einem Jahr wissen, wie oft diese Beiträge im Netz von echten Menschen gelesen wurden — so zumindest ist es meine Hoffnung. Derweil erlebe ich auch die eine oder andere Überraschung im Backend meines Blogs und vielleicht haben Sie es auch festgestellt, nämlich dass zumindest vorübergehend die Youtube-Videos nicht richtig funktionierten; hierbei wasche ich meine Hände in Unschuld. Manchmal bin ich geneigt zu glauben, dass nicht nur Computer, sondern auch Weblogs ihr Eigenleben entwickeln. Ganz besonders dann, wenn die entsprechenden Software-Entwickler ebenfalls ihre Hände in Unschuld waschen. Aber vielleicht ist es auch schon die künstliche Intelligenz, von der alle so gerne reden!

Aktuell erhalte ich die eine oder andere Anfrage und merke dazu gerne an, dass man Rücksprache nehmen kann, wenn einem das eine oder andere nicht so ganz verständlich ist. Im Falle, dass ich dann eine Klärung herbeiführen kann, freut es mich umso mehr. Wer nicht fragt, der muss weiterhin mit dieser Unsicherheit leben.

Opernball

Gestern musste es einfach der inzwischen 67. Wiener Opernball sein, erneut nur als Zuschauer bei 3Sat, aber dennoch wieder sehr interessant. Wohl zum ersten Mal ein Drohnenball und dabei ganz wienerisch ein paar Jährchen hinter der Zeit: „Hallo Drohne!“

Wenn ich die Schlangen vor der Oper erblicke, frage ich mich dann doch, ob ich mir das tatsächlich antun würde. Aber vielleicht gibt es noch einen Hintereingang, das würde mir die Teilnahme etwas erleichtern.

Die schönste Aussage des Abends: „Lieber auf dem Ball als in Köln auf der Weiberfastnacht.“ und dies noch vor der Aussage: „Wir fühlen uns wie Pinguine in Bodenhaltung.“ Auf alle Fälle aber war der diesjährige Blumenschmuck eine reine Augenweide — besser geht es kaum noch.

Positiv die Worte von Alexander Van der Bellen; zumindest haben die Österreicher einen Bundespräsidenten mit Format, nicht wie wir nur parteipolitische Versorgungsfälle.

Krönung des Abends, zumindest für die Zuschauer am Fernseher, war dann Nadine Sierra, die bereits im September 2024 ihr Debüt an der Wiener Staatsoper als Juliette in Charles Gounods „Roméo et Juliette“ gab. Juan Diego Flórez war ebenfalls ganz passabel.

Auch gab es wieder Hingucker. Wenn man als Dame ausreichend Bauchfett hat, ja dann bekommt man den einen oder anderen Orden mehr an die Hüfte geheftet — ich frage mich dabei nur, wofür?

Österreich hat dafür nun aber eine neue demokratische Regierung, was durchaus eine begrüßungswerte Leistung ist. Leider haben sich die Parteien dabei selbst weiter finanziell mit Steuergeldern angedickt und für sich zudem weitere Ministerienpöstchen geschaffen. Auch in Österreich hat die Politik den Schuss noch nicht gehört!