Blitz

X 4.3 (15)

Beitragsfoto: von PIRO auf Pixabay

Seit längerem weiß wirklich jeder halbwegs anständige Mensch, dass man sich nicht auf oder schon alleine nur bereits in der Nähe von „X“ blicken lässt.

Dieses „Soziale Medium“ ist inzwischen tatsächlich nur noch ein Platz für Verbrecher, Idioten oder Berufspolitiker.

Und nun fangen die letzteren an, natürlich alleine wahlkampfbedingt, darüber nachzudenken, und dies möglichst pressewirksam, ob es nicht an der Zeit wäre, selbstverständlich dann mit Pomp und Gloria, ihren X-Account zumindest nicht mehr zu bedienen — tatsächlich: nicht mehr bedienen zu lassen.

Was mich an einen uralten Witz erinnert:

Was sind zwei Politiker auf einem Mofa? — Ein Dumm-Dumm-Geschoss.

Nachtrag 9.1.2025

Dem einen oder anderen X-Nutzer bin ich damit so richtig und ganz gewaltig auf die Füße getreten. Selbstverständlich freue auch ich mich auf diesbezügliche Diskussionen — was doch erklärtes Ziel meiner Gedankenblitze ist.

Mich interessiert dabei die Frage, warum man ein Medium unterstützt, auf dem nicht nur massiv Lügen verbreitet, sondern der Totalitarismus und der Antisemitismus regelrecht hofiert werden. Von den Hetzkampagnen gegen Andersdenkende oder anders leben Wollende ganz zu schweigen.

Inzwischen ist es auch Thema auf Tagesschau.de.

Liebe Grüße, ganz besonders nach Portugal. By the way, meines Wissens ist Julia Klöckner keine Blondine [kleiner Insider in Richtung Portugal].

Nachtrag 16.1.2025

Wie wir es morgen auch in der HST lesen werden können, will die Heilbronner Stadtverwaltung aus „Respekt und weiterem Bla Bla Bla“ ihren X-Account stilllegen. Auf Deutsch: weiterhin beibehalten. So wie ihre Partnerschaft mit einer sowjetrussischen Kriegsverbrecherstadt oder der Nazi- und SS-Huldigung im Rathaus.

Es könnte ja sein, dass ein Elon Musk demnächst unseren OB zum Essen einlädt, und dann postet die Stadtverwaltung alle Details auf ihrem reaktivierten X-Account.

Etwas so wie das Nazi-Portrait weiterhin hängenbleibt, zumindest so lange die Stadtverwaltung nicht davon überzeugt ist, dass Adolf Hitler nicht doch noch zurückkommt. Elon Musk sucht so lange auf dem Mond und ggf. dem Mars nach einer Nazi-Kolonie. Wohl seit dieser „Iron Sky“ (2012) gesehen hat, puscht er Space X bis zum Limit.

Fun Fact am Rande: Charlie Chaplin hat im „Großen Diktator“ (1940) ebenfalls mit zwei X gearbeitet.


Blogger

8.11.02024 5 (5)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Pogrome

Leider sind Pogrome — man denke nur an morgen — nicht nur geschichtliche Realität, sondern auch heute noch Alltag. Minderheiten werden weiterhin regelmäßig z. B. in Indien oder China massakriert, was rein statistisch betrachtet dort kaum eine Rolle spielen dürfte. In Russland hingegen gehören Pogrome sogar zur Landeskultur und finden kaum Beachtung, ähnlich wie das Schuhplattlern in Bayern.

Und ein Donald Trump bereitet inzwischen seine Landsleute auf Massendeportationen vor, die sehr schnell zu Pogromen führen können, wie wir es bereits am 5. Januar 2021 miterleben durften. In Europa hingegen, wo noch zum Ausgang des 20. Jahrhunderts Pogrome stattfanden, bevor überhaupt die letzten Pogrome unter und auch in Folge der Nazi-Herrschaft aufgearbeitet waren, wird es erneut sehr gefährlich werden.

Wirklich schlimm dabei ist es, egal wie schlecht es uns Europäern auch gehen mag, all das ist kein Vergleich zu einem Europäer mit jüdischem Glauben. Noch schlimmer, wohin könnten diese armen Menschen überhaupt noch migrieren? — selbst in den USA laufen sie nun Gefahr gelyncht zu werden. Während die Russen bereits 2022 wieder damit begonnen haben „jüdische Nazis“ ganz offiziell abzuschlachten, dabei wirklich keine Kosten und Mühen scheuen und wie Adolf Hitler bereits zuvor, dazu liebend gerne in andere Staaten einfallen.

Derweil halten wir Deutschen uns zurück, denn alles unter vier Millionen Opfer ist für uns keine richtige Herausforderung.

China

Damit meine ich die Diktatur, nicht die Insel Taiwan, die bis heute eine Demokratie ist. Wie lange sich das demokratische China noch halten kann, ist nun fraglicher denn je zuvor. Am Beispiel von Hongkong sieht man ganz gut, dass man Verträgen und Zusagen von Festlandschinesen nicht trauen kann und darf.

Aktuell habe ich einige neuere Bücher über China zumindest angelesen und bin dabei auf Lea Sahay gestoßen, eine Journalistin aus Deutschland, die sich seit ihrem 16. Lebensjahr mit den Chinesen privat und inzwischen auch beruflich auseinandersetzt. „Das Ende des chinesischen Traums – Leben in Xi Jinpings neuem China“ scheint nicht die übliche chinesische Propaganda zu sein, welche von bezahlten Lohnschreibern aktuell auf den Büchermarkt strömt. Auf jeden Fall ist es das einzige von mir jüngst gelesene Buch, welches auf die Charta 08 eingeht und damit auf einen weiterhin bestehenden chinesischen Widerstand in China selbst hinweist. Die von mir in Heilbronn befragten Chinesen aus China kannten diese Charta nicht, zumindest gaben sie das vor — und auch deutsche Journalisten wie ein Stefan Baron kennen diese Charta nicht, und dies obwohl er über die Chinesen ein eigenes Psychogramm erstellte.

Daft

Vor Kurzem bin ich (wieder einmal) aus den sogenannten sozialen Medien ausgestiegen und habe im Gegensatz zu Robert Habeck weiterhin die Absicht‚ den Schreihälsen und Populisten dieses Feld zu überlassen — ich möchte auch nicht Bundeskanzler werden. Wobei es schon erstaunen sollte, dass bei uns ganz offensichtlich ein X- oder Facebook-Konto genügt, um bei unseren Parteien als Kandidat in Frage zu kommen.

Alleine wegen den Youtube-Videos, die ich immer wieder gerne hier im Blog verlinke, habe ich meinen Youtube-Account weiterhin und dies bereits seit 2011, davor betrieb ich eine eigene wenig erfolgreiche Video-Website. Bei Youtube habe ich allerdings die „Community“-Funktion auf meinem Kanal nicht freigeschaltet, sodass es eigentlich auch kein „Social Media“ ist; dennoch fanden sich bis heute 20 Abonnenten. Um das Ganze aber sofort wieder in die richtigen Relationen zu rücken, ein Mr. Beast (seit 2012 aktiv) hat aktuell als erfolgreichster Youtuber 328 Millionen Abonnenten.

Seit es nun das antisoziale soziale Netzwerk Daft gibt, nutze ich dieses ebenfalls und habe die letzten fünf meiner Beiträge sogar auf mein Blog via RSS eingebunden. Spannender Weise hat Daft so seine eigenen Herausforderungen mit RSS oder mein RSS-Reader mit Daft — was für den einen oder anderen Informatik-Studenten bestimmt eine kleine Untersuchung wert sein könnte.

Und so nutze ich mit Daft dann doch noch Social Media, nämlich das „Anti-Social Social Network for Minimalists“. Dieses kann man allerdings ebenfalls nur lesen, darauf antworten müsste man wiederum hier über mein Blog.

Und wer heute noch dort nachguckt, der findet dort meinen Gedichtvorschlag zum Tage, einschließlich einer spannenden Rezension — und irgendwie passt Philip Larkin zum heutigen Blog-Thema.

„Eine Willensänderung zeigt an, dass der Geist sich treiben lässt, dass er bald hier, bald dort erscheint, wie gerade der Wind weht.“

Seneca, 4. Buch, 35. Brief (2023: 237)

Technik

31.10.02024 5 (9)

Beitragsfoto: Technik | © Foto von Pixabay auf Pexels

Rundschreiben

Einmal im Monat gibt es das Rundschreiben der EUROPA-UNION. Und so habe ich heute das aktuelle Rundschreiben an 256 Empfänger versandt. Und auch dort werbe ich für das Volksbegehren zur Verkleinerung des Landtages.

Ob diese Rundschreiben die Leser auch erreichen, kann ich bis heute nicht mit Gewissheit sagen. Manchmal erhalte ich vereinzeltes Feedback, meist aber nur die Information darüber, wer aus dem Verteiler genommen wurde oder sich daraus abgemeldet hat.

Auf alle Fälle aber stellen diese Rundschreiben sicher, dass jeder, der sich über die Termine der EUROPA-UNION informieren möchte, dies auch kann.

Vermischtes

Nach einigen Jahren Abstinenz nutze ich wieder einmal ein iPad. Zwar gibt es noch ein iPad Mini im Haus, das auch immer wieder für alles Mögliche genutzt wird, aber es ist schon länger nicht mehr so ganz mit den anderen Apple-Produkten kompatibel, nimmt dafür aber kaum Platz weg.

Nun schaue ich mir eine etwas größere Version genauer an, welche größenmäßig an die ersten iPads herankommen dürfte. Mein Ziel dabei ist es, meine Handschrift wieder etwas aufzuhübschen und zudem ein verlässliches Notizheft an der Hand zu bekommen. Wenn alles klappt, werden die erstellten Notizen später in Zettel für den Zettelkasten umgewandelt.

Etwas verwirrend die Information von Apple, dass ich ältere Geräte aus meinem Netzwerk nehmen muss, um einige neuere Features von Apple nutzen zu können; nicht nur mein iPad Mini soll stillgelegt werden, auch etwas größere Geräte möchte Apple nicht mehr genutzt sehen. Ob das gerade in der heutigen Zeit eine gute Firmen-Policy ist, wird sich sicherlich noch zeigen müssen.

Und so ganz nebenbei beschäftigten sich meine besser Hälfte und ich mit unseren alten Mokka-Kochern, die neue Dichtungsringe benötigen. Als erste Folge davon haben wir nun einen neuen Kocher von Bialetti in Gebrauch. Dabei stellten wir beim Maurer fest, dass unser wohl ältester Kocher trotz gleichen Aussehens nicht von dieser Firma ist, welche bereits seit 1933 diese Kocher herstellt, auf alle Fälle passte kein einziger Dichtungsring. Und so werde ich später einmal gucken, welche Firmen alles solche Kocher hergestellt haben; bis auf einen neueren dürften alle unsere Kocher aber aus Italien kommen.

Und wer sich selber einmal am Mokka probieren möchte, gleich ein Tipp von mir. Im Gegensatz zum Espresso wird der Kaffee nicht vorab verdichtet und man kocht den Mokka am besten bei kleiner Flamme auf. Zudem sollte man den Wassertank nicht über das dortige Ventil füllen, denn das soll den Mokka etwas verwässern.

Entschleunigung

Ohne Social Media lebt es sich ganz gut. Auch wenn ich ab und zu doch noch etwas neugierig werde, wenn jemand über unzählige Klicks und Likes erzählt. Gestern gab es dann einen kleinen Lackmustest, denn wer mich erreichen wollte, der konnte dies auch ohne die Nutzung von Sozialen Medien. Über eine Karte habe ich mich dabei besonders gefreut, traf meine Stimmungslage voll und ganz.

Leider aber leben weiterhin viel zu viele Mitmenschen fast nur noch in den Social Media, manche sollen damit tatsächlich Geld verdienen können und manch andere ergaunern sich darüber sogar politische Ämter. Jüngst ging ein Clip „viral“, welcher Puerto-Ricaner zeigt, die Donald Trump ein Ständchen darbieten. Davon begeistert, ließ er sich sogleich auch noch als Müllmann feiern. Seine Wahlkampftaktik ist dabei unschlagbar: „Schlage deine Wähler, erniedrige, betrüge und vergewaltige sie, so werden sie dich immer lieben, wenn nicht sogar anbeten“. — Aber selbst das ist von ihm geklaut, denn diese bewährte Taktik stammt aus dem Rotlichtmilieu.

Inzwischen erniedrigt Donald Trump die gesamten Vereinigten Staaten und die US-Amerikaner werden für ihn die Wahlurnen stürmen. Ach, wie hoffe ich, dass ich mich irre!

„Peace will not come until we have mastered both sex and war.“

DAve Grossmann, On Killing (2009 [1995])