Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

23.12.02021 5 (2)

Zettelstore

Nachdem ich gerade meine digitale Welt so schön entschlacke, muss jetzt auch — nur folgerichtig — der Zettelstore „saniert“ werden, d. h. er bekommt ein Facelift und eine grundsätzliche Funktionsänderung verabreicht.

Das Schöne daran ist, dass man dies auch als Laie gut hinbekommt, und, wenn es dann doch einmal haken sollte, Detlef Stern gerne hilft. Etwas mehr über den Zettelstore habe ich bereits hier geschrieben.

Bewegung

Vor Weihnachten werden traditionell die Belohnungen, ob Auszeichnungen oder neue Posten, ausgeschüttet, und so kommt auch in den Heilbronner Gemeinderat etwas Bewegung. Da passt es ganz gut, dass sich die Fraktion der Ewiggestrigen weiter ausdünnt und damit den anderen Gemeinderäten eine Neuverteilung der Aufsichtsratsmandate erspart.

Dass im Gemeinderat politische Überzeugungen weniger eine Rolle spielen, konnten wir schon öfters erleben. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich keine demokratische Fraktion mit einem Antidemokraten „anfettet“, nur um im kommenden Jahr das Spiel um die Aufsichtsratsmandate neu zu eröffnen.

Auf jeden Fall ist es jetzt aber, mit dem politischen Auf- und Ausstieg einer Stadträtin, geklärt, wer demnächst auch die Nachfolge des am 6. Februar 2022 neu zu wählenden OB antreten wird. Die Heilbronner Stimme zitiert hierzu Nico Weinmann, der entsprechend gerne versichert, dass Kommunalpolitiker „das Wohl der Stadt“ im Blick hätten und weniger parteipolitische Interessen (Heilbronner Stimme, 23.12.2021: 23).

OB-Wahl

Ein Selbstläufer in Heilbronn, wo die Wähler einfach das Abnicken, was vorab in Hinterzimmern ausbaldowert wurde. So ist es eigentlich erfreulich, dass sich immer noch Bürger finden, die ihr passives Wahlrecht beanspruchen und sich als chancenlose Gegenkandidaten aufstellen lassen.

Und sollte sich doch einmal ein halbwegs geeigneter Gegenkandidat finden, dann lässt ein gewichtiger Heilbronner Bürger verkünden, wen er als OB haben möchte — funktioniert immer.

Weniger erfreulich ist, dass viele Heilbronner Bürger und Vereine nun entgegen jeglichen Gesetzes, Recht und Ordnung von einem Kandidaten mit Werbe-E-Mail überschüttet werden.

Wie möchte so jemand denn gewählt werden, der jedem eindeutig klar macht, dass ihm sowohl unsere Rechte als auch das Gesetz völlig egal sind? Wahrscheinlich spekuliert er aber darauf, dass wir Heilbronner gerade solche Mitbürger besonders wertschätzen!

Gemälde des Tages

Hieronymus Bosch: Der Garten der Lüste (ca. 1490 – 1500)

Detlef Stern hat mich sogleich auf diese Website aufmerksam gemacht.

Zitat des Tages

„Weihnachten ist, wenn die besten Geschenke am Tisch sitzen und nicht unterm Baum liegen.“ (Anon)

Geburtstag des Tages

Juan Ramón Jiménez


Beitragsfoto: Winterlandschaft | © Pixabay

1.12.02021 5 (2)

Starke Frauen

Der OB-Wahlkampf treibt immer neue Blüten. Jetzt sucht man schon bei Neig’schmeckten — und wird ganz aktuell bei einer fündig, die übrigens bei erstbester Gelegenheit die Chance ergriffen hat, um Heilbronn wieder zu verlassen — nach starken Frauen, um diese dann in unserer Stadt zu verewigen.

Dabei kann selbst ich ohne allzu große Probleme doch so einige starke Heilbronnerinnen aufzählen, die man nicht aus irgendwelchen Archiven ausgraben muss und deren Erfolge und Tätigkeiten für unsere Stadt noch heute im Gedächtnis von uns Heilbronnern fest verankert sind.

Vielleicht aber haben diese nur das falsche oder überhaupt kein Parteibuch.

Nachverdichtung

Eine Nachverdichtung, die in einer Stadt nicht in die Höhe geht, hat meist für das gesamte Stadtklima schwerwiegende Folgen. So ist es ratsam, sich vorher genau zu überlegen, wo man weniger Bäume, Sträucher oder gar nur weniger Freiflächen haben möchte.

Und bei jeder Nachverdichtung muss man sich immer vorab die Frage stellen, ob die vorhandene Infrastruktur ausreichend ist, um so eine Nachverdichtung überhaupt verkraften zu können.

Ich lebe in einem Viertel, das seit ein paar Jahren zunehmend nachverdichtet wird. Über den Wegfall doch so einiger alter Bäume, die Heimstädten für Fledermäuse waren, habe ich bereits berichtet. Dass der Wind jetzt zwischen den Häusern noch weiter kanalisiert wird, konnte man bereits feststellen, sowie auch der zunehmende Publikumsverkehr, vor allem solcher Menschen, die sich die Parkgebühren sparen wollen. Auf jeden Fall suchen jetzt immer mehr Menschen als jemals zuvor nach Parklätzen, was auch nicht wundert, da die Bauträger nicht hinreichend Parkplätze für die neuen Bewohner vorhalten müssen. Insgesamt ist eine merkliche Zunahme der Lärm- und Umweltbelastung im Viertel erkennbar.

Und nicht nur, wenn es stark regnet, bemerkt man zudem, dass die Kanalisation ebenfalls nicht für eine Nachverdichtung ausgelegt ist. Und so wundert es auch nicht, dass die Telekommunikation spätestens am Abend, wenn die meisten Menschen ins Internet gehen, nur noch rudimentäre Funktionen zulässt — es sei denn, man wechselt zu einem neuen Betreiber.

Rundschreiben

Ich habe ganz bewusst hier auf dem Weblog auf die Integration eines Rundschreibens verzichtet. Wer sich auf Kümmerles Weblog mit seiner E-Mail-Adresse registriert, erhält „nur“ jeweils eine E-Mail-Benachrichtigung über neue Blog-Beiträge; was allerdings häufiger geschieht als so mancher erwartet.

Unabhängig davon gebe ich einmal im Monat das Rundschreiben der EUROPA-UNION Heilbronn heraus, welches Sie auch gleich hier einsehen können. Dieses Rundschreiben können Sie kostenfrei auf der Website der EUROPA-UNION Heilbronn abonnieren. Ich finde, eine sehr bequeme Möglichkeit, um über die Aktivitäten dieses Heilbronner Traditionsvereins auf dem Laufenden zu bleiben.

Geburtstag des Tages

Nicholas Negroponte


Hasen

29.11.02021 5 (1)

Transparenz

Gerade kann man wieder sehr viel von politischen Ehrenämtern lesen. Sehr interessant ist dabei, dass sehr viele Mitbürger immer noch davon ausgehen, dass diese ehrenamtlichen Tätigkeiten alleine wegen der Ehre ausgeführt werden, und die entsprechenden Amtsinhaber sich dieses Ehrenamt sogar noch etwas kosten lassen. Genau so wie wohl die meisten Bürger, die ehrenamtlich unterwegs sind, und sich damit trösten, dass ein Hobby schon immer eine teure Angelegenheit war, egal welches Steckenpferd man selber reitet.

Jede Demokratie lebt von Transparenz und so ist es nun wirklich an der Zeit, dass man anfängt, und dies gerade auch bei den politischen Ehrenämtern, die monetären und sonstigen Vorteile, die den entsprechenden Amtsträgern zuteil werden, offenlegt — zumal es sich dabei um unsere Steuergelder handelt.

So ist es eigentlich mehr als selbstverständlich, dass jeder Gemeinderat offenlegt, wie viele Sitzungsgelder und andere Aufwandsentschädigungen er monatlich erhält. Dazu auch noch, welche sonstigen Vergünstigungen ihm seitens der Stadt und anderen Institutionen gewährt werden. Zudem müsste er auch angeben, welche Aufsichtsrats- oder Beraterfunktionen sowie auch weitere Aufgaben, wie z. B. Dozentenstellen, ihm als Gemeinderat zugesprochen werden, einschließlich der dabei erhaltenen Gelder. Auch muss es außer Frage sein, dass immer mit angegeben wird, wenn die Stadt oder mit ihr verbundene Institutionen einem Gemeinderat z. B. Bauplätze zusprechen. Und last but not least, muss es publik werden, wenn Verwandte des ersten und zweiten Grades eines Gemeinderats in der Stadtverwaltung oder bei städtischen Firmen oder Einrichtungen angestellt sind oder gar neu werden.

Es ist für jede Entscheidung sehr wichtig, dass dem Bürger die Zusammenhänge vorab bekannt sind, zumal die Offenlegung der oben angegebenen Sachverhalte ohne größere Probleme erfolgen könnten.

Der zusätzliche Charme ist dabei, dass, wenn die Bürger erkennen, wie viel man an und mit einem politischen Ehrenamt verdienen kann, es dann für alle Parteien und Wählergruppen bestimmt einfacher wird, entsprechende Kandidaten zu finden. Eine Win-Win Situation für uns alle!

Eisenbahnareal

Dass das gesamte Eisenbahnareal in Böckingen keine Augenweide ist, daran haben sogar wir Heilbronner uns schon lange gewöhnt. Für die Bahn ist der befahrbare Teil offenbar nur noch ein großes Übel, und man wartet wohl darauf, auch die letzten Schienen abbauen zu dürfen. Die Anwohner aus dem näheren und wohl auch weiteren Umfeld nutzen das Areal schon etwas länger und sehr gerne zur Müllentsorgung.

Unserer Stadt muss man aber jüngst zu Gute halten, dass sie mit dem Sonnenbrunnen zumindest den Straßenanteil sehr hübsch aufgewertet hat; inzwischen dürften sich die Nutzer der Unterfahrung auch an die ungewöhnliche Steigung gewöhnt haben.

Und das Aussehen der dortigen denkmalgeschützten Eisenbahninfrastruktur und Gebäude lässt schon immer und wohl auch weiterhin sehr zu wünschen übrig. Da es sich um Vereinsgelände handelt, und ich bei meinen Spaziergängen auch immer wieder Bastler bei ihren Tätigkeiten, welcher Art auch immer, beobachten konnte, eine durchaus vertretbare Sache.

So durfte ich heute aus der Heilbronner Stimme erfahren, dass es sich dabei sogar um zwei Vereine handelt, nämlich dem Süddeutschen Eisenbahnmuseum Heilbronn (SEH) und dem Verein Historischer Dampfschnellzug (UEF). Wobei ich jetzt überhaupt nicht mehr weiß, wer von den beiden Vereinen alljährlich die nette kleine HO-Anlage in der Harmonie aufbaut.

Da sich beide Vereine für die Eisenbahn interessieren, beide Vereine aus dem selben Stadtteil stammen, beide Vereine auf dem selben Gelände ansässig sind, und wohl beide Vereine, so wie die meisten anderen Vereine auch, Probleme haben werden, neue Mitglieder zu gewinnen und zu begeistern, ist es sehr interessant zu lesen, dass sich deren Vertreter nicht so ganz grün sind.

Was könnten die Eisenbahnfreunde wohl alles erreichen, wenn sie im selben Zug säßen?

Gedankenblitz

In Heilbronn ist die SPD inzwischen die Partei des Großbürgertums, und die CDU deren kleinbürgerlicher Wurmfortsatz.

Geburtstag des Tages

Wilhelm Hauff