Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

24.8.02021 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Ruhe & Ordnung

Das ist hier auf meinem Weblog schon lange ein Thema und so freut es mich, dass es nun auch in Heilbronn von anderen Mitbürgern ein wenig beleuchtet wird. Leider aber unter falschem Vorzeichen.

Das bei uns so populäre wie inhaltslose „Sicherheitsversprechen“ ist inzwischen eine sehr große Sicherheitslüge! Wenn man anfangen möchte Realpolitik zu betreiben, dann sollte man auch realistische Ziele setzen. „Sicherheit“ und „ewiges Leben“ gehören nicht dazu.

Was möglich wäre ist, endlich dafür zu sorgen, dass in Heilbronn wieder mehr Ruhe & Ordnung einkehrt, und dafür gibt es auch ein Amt, welches zugegebener Maßen mit dieser Aufgabe völlig überfordert ist, oder dieser auf Anordnung der Verwaltungsspitze oder des Gemeinderats nicht nachkommen darf. Fest steht aber, dass man durch Umstrukturierungen alleine keine Probleme löst, höchstens neue Pöstchen schafft, die dann ebenfalls Teil des Problems werden.

Wenn in einer Stadt Ruhe & Ordnung — dazu gehört auch Sauberkeit! — einkehrt, dann stellt sich auch bei vielen Bürgern eine Art von Sicherheitsgefühl ein, was das Lebensgefühl und den Lebenswert einer Stadt sehr zugute kommt.

Aber dabei von „innerer“ oder gar „äußerer“ Sicherheit zu sprechen, ist völliger Mumpitz und Bürgertäuschung (Wahlkampfgetöse)!

Außer einem etwaigen Sicherheitsgefühl gibt es Sicherheit nämlich nicht: man kann gegen äußere Einflüsse eine Verteidigungsfähigkeit sowie eine Bündnispolitik aufbauen und dadurch beruhigter leben und „im Inneren“ gerade durch das Herstellen von Ruhe & Ordnung dafür sorgen, dass unsere Polizei effektiver arbeiten kann und damit ebenfalls eine Art „Abschreckung“ gewährleistet wird.

So kann der Staat im Falle, dass ein Bürger zu Schaden kommt, diesen „entschädigen“ und den Verursacher „zur Rechenschaft ziehen“, leider aber nicht garantieren, dass es zu keinen derartigen Vorfällen mehr kommt — nicht einmal in einem Polizeistaat wäre dies möglich.

Aber zurück zur heutigen Forderung einiger unserer Mitbürger: das Bild, wie Pfarrer, mit dem Kruzifix in der Hand, Muslime von den Kirchentreppen der Kilianskirche scheuchen, wird mich wohl den gesamten Tag über begleiten.

Highspeed

Es ist schon etwas länger her, meine bessere Hälfte und ich waren auf Hochzeitsreise. Als wir bereits seit Stunden auf einer völlig geraden Strecke irgendwo im Westen der USA mit einem Leihwagen unterwegs waren und wir beide kaum noch die vorgeschriebenen 55 Meilen per Stunde einhalten konnten, wurden wir mit Blaulicht, Sirene und allem drum herum von einer Highway Patrol gestoppt, die wie aus dem Nichts kam.

Die junge Polizistin kam sehr aufgeregt an meine Seite und sprach irgendetwas von einem Highspeed Pursuit. Ich konnte nicht anders und brach in schallendes Gelächter aus. Meine bessere Hälfte sagte ihr nur, dass wir zwei Deutsche auf Hochzeitsreise seien.

Als ich mich vom Lachen erholt hatte, war die Polizistin auch schon wieder weg — wir bekamen nicht einmal ein Ticket.

Wie komme ich gerade jetzt darauf, diese Geschichte zu erzählen? Einzig und alleine, weil die Telekom seit ein paar Tagen bei mir mit Highspeed Internet Werbung macht.

Telekom, das ist eine der wenigen Firmen, für die — wie für unsere Bundesregierung übrigens auch — das Internet völliges Neuland ist. Wobei die Telekom zudem davon ausgeht, dass das Highspeed Internet dann erreicht ist, wenn die einzelnen Bits, welche durch die Leitung kommen, nicht mehr gezählt werden können, also so ab etwa 64 kbps.

So muss ich bei jeder entsprechenden Telekomwerbung immer wieder lachen und werde dabei stets an unsere Hochzeitsreise erinnert.

Website des Tages

Kilianskirche [Website nicht mehr vorhanden]

Seit gut 1 000 Jahren der Mittelpunkt unserer Stadt.

Geburtstag des Tages

Paulo Coelho


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

16.8.02021 5 (4)

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Olgazentrum

Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, dass wir als Kinder und Jugendliche überall spielen durften. Kein Garagentor war vor unseren Bällen sicher, und wenn wir es wieder einmal übertrieben, wichen wir auf den nächstgelegenen Bolzplatz oder eine Wiese aus.

Wenn heute etwas in Heilbronn fehlt, dann sind es Plätze zum Bolzen oder Sporthallen, wo sich Kinder und Jugendliche einmal so richtig austoben können — also Dampf ablassen. Entgegen der landläufigen Meinung sitzen Kinder und Jugendliche nicht von alleine und immer freiwillig vor den Konsolen und Bildschirmen. Sie haben oftmals keine anderen Alternativen.

Da kommt es der Stadt Heilbronn wieder einmal gelegen, dass neue Subventionen abzugreifen sind, dieses Mal für Kunst & X. Dafür wird dann ganz einfach die Sporthalle und der Bolzplatz des Olgazentrums geopfert. Vereine, Kinder und Jugendliche dürfen sich dafür ganz eigenständig und selbstverantwortlich um neue Spielmöglichkeiten kümmern, die es jetzt in Heilbronn noch weniger gibt.

Hauptsache, die Stadtverwaltung bekommt neue Dienstposten finanziert — egal für was.

Badespaß

Ich konnte gestern eines der 100 Tickets fürs Schwimmen in der Neckarhalde ergattern. Als ich dann dort ankam, freute sich die nette Dame am Eingang, dass schon 900 Gäste drin seien. So spazierte ich am Sportbecken vorbei, das mit stehenden und sich gut unterhaltenden Personen gefüllt war, und ging zum Ausgang weiter.

So hatte ich wenigstens für einen Spaziergang durch die Stadt ein wenig mehr Zeit.

Heilbronn könnte damit punkten, dass man in der Stadt Stehbecken von max. 130 cm Tiefe auf- und vielleicht noch eine Dusche dazustellt. Daneben einen Bierausschank, und die Schwimmbäder wären wieder beschwimmbarer.

Widerlinge

Echte Widerlinge sind jene, die sich selber vor jeder Pflicht und allen freiwilligen Diensten drücken, niemals wirklich Verantwortung übernehmen, aber immer sehr gerne andere ins Verderben schicken.

Dabei schrecken sie schon lange nicht mehr einmal davor zurück, die eigenen Soldaten ohne die dafür notwendigen Informationen, Waffen, Ausrüstung, Gerät oder Munition sowie ohne Strategie, Sinn und Zweck, in Einsätze zu schicken.

So kann die Bundeswehr schon froh sein, wenn sie für völlig überforderte Verwaltungsangestellte die Arbeit machen oder dem THW unter die Armee greifen darf.

Website des Tages

buntkicktgut

Es ist zwar schade, dass heutzutage jede Aktivität fremdorganisiert und überwacht werden muss, aber immer noch besser als überhaupt kein Angebot zur Verfügung zu stellen.

buntkicktgut ist ein Projekt der interkulturellen Verständigung und in seiner bestehenden Form und Dimension ein europaweit einzigartiges Beispiel des organisierten Straßenfußballs. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen verschiedener kultureller und nationaler Herkunft eine sinnvolle und gesunde Freizeitbeschäftigung zu geben und Möglichkeiten von sozialem und kulturellem Lernen zu eröffnen.

Geburtstag des Tages

Charles Bukowski


Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

14.8.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Wahlplakate

Die ersten Wahlplakate sind wieder zu bestaunen und lassen die Normalbürger wissen, dass man erwartet, dass sie demnächst wieder einmal zur Wahl schreiten, nämlich zur 20. Bundestagswahl.

Ob die bisherigen Plakate und ihre Aussagen ausreichen, um die Bürger zur Wahl zu bewegen, bleibt abzuwarten.

Grillen

Gestern Abend konnte ich in sehr angenehmer Runde meinen Grill anwerfen. Und da das Grillgut genau das machte, was ich von ihm erwartet hatte, kann ich diesen Abend unter „äußerst gelungen“ verbuchen.

Interessen

Seit dem 1. Juli 2012 ist der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland in Kraft und wird nun wohl auch, mit dem Inkrafttreten der Neufassung am 1. Juli 2021, umgesetzt werden.

Damit hatten die Betreiber von Spielhallen m. E. genügend Zeit, um die Interessen der Gesetzgeber mit zu berücksichtigen. Dass dies durchaus geht, haben während der letzten zehn Jahre die Betreiber von Online-Glücks- und Automatenspielen gezeigt, die nun mit der letzten Novellierung des Staatsvertrags aus der Illegalität traten.

Als Laie betrachtet, war es dabei offensichtlich sehr hilfreich, dass die Online-Glückspielanbieter gut bezahlte Nebenjobs für unsere Prominenz schufen — ein Spiel über die Bande sozusagen.

Und die nun in Heilbronn wegfallenden Spielhallen werden bestimmt bald durch Friseurläden, Schmink-Shops oder Döner-Buden ersetzt werden.

Website des Tages

Kaufland

Ohne Frage ist den Betreibern des Webshops von Kaufland (Online-Marktplatz) ein gutes Stück Arbeit gelungen. Dabei dürfte die Einbindung der eigenen Filialen sogar das Killer-Kriterium werden.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob sie damit auch zu Amazon aufschließen können.