Technik

Software 4.6 (7)

Beitragsfoto: Technik | © Foto von Pixabay auf Pexels

Ursprünglich war dieser Blog-Beitrag eine einfache Aufzählung von mir selbst genutzter Software, welche sich in der Foren-Rubrik „Frage & Antwort“ befand. Da mein Blog bekanntlich lebt und sich damit auch beständig verändert, habe ich diese ursprüngliche Antwort nun als eigenen Blog-Beitrag unter der Kategorie „Technologie“ abgelegt.

Ergänzend dazu kann der Blog-Beitrag „Meine Standard-Apps“ vom 27. November 2023 gesehen werden, mit dem ich auf eine „Blog Questions Challenge“ von David Wertheimer reagierte.

Diese nun unten aufgeführte Software nutze ich aktuell, wobei manche Software inzwischen durchgestrichenen, da von mir ausrangiert wurde. Dabei wird aber jene Software schon gar nicht mehr aufgeführt, die ich vor dem 17. Juli 2022 nutzte, dem Erstellungsdatum der diesem Blog-Beitrag zugrundeliegenden Antwort.

  • aThemes (WordPress Layout)
  • BBEdit (Texteditor)
  • Bluesky (Microblog-Tool)
  • Cyberduck (FTP-Client)
  • Daft (Social Network)
  • Delta Chat (Messaging-Dienst)
  • Feedly (RSS-Tool)
  • Goodnotes (Notizen)
  • GoTo (Video-Konferenz)
  • libib (Datenbank)
  • LinkedIn (Social Media)
  • macOS (Betriebssystem)
  • Mastodon (Microblog-Tool)
  • Microsoft Office (Büro-Software)
  • Microsoft Windows (Betriebssystem)
  • Parallels (Virtualisierungs-Software)
  • PDF-Expert (PDF-Bearbeitung)
  • Reeder (RSS-Tool)
  • Roboform (Sicherheits-Tool)
  • RSS Aggregator (RSS Tool)
  • Shredder (Schachprogramm)
  • Skype (Messaging-Dienst)
  • Threema (Messaging-Dienst)
  • Timepage (Kalender)
  • Twitter (Microblog-Tool)
  • Twitterrific (Hilfsprogramm)
  • Ulysses (Schreibprogramm)
  • UpdraftPlus (Backup)
  • VirtualDJ (Musik)
  • WinZip (Packprogramm)
  • WordPress (Content-Management-System)
  • Zettelstore (Notizen)

Nun bin ich selber einmal gespannt darauf, ob es mir gelingen wird diesen Blog-Beitrag aktuell zu halten. Vermutlich wird er einmal durch einen weiteren ähnlichen Beitrag ergänzt werden, spätestens dann, sobald wieder neue entsprechende „Chain Letters for Nerds“ durch die Blog-Welt toben.


Krypta

Spielen 4.6 (5)

Beitragsfoto: Krypta

Wenn man mehr zutun hat als einem gerade lieb ist, bietet es sich regelrecht an, etwas Abstand zu gewinnen. In meiner Jugend ging ich in solchen Fällen auf die Laufstrecke und spulte Kilometer herunter, später dann als es mit dem Laufen nicht mehr ganz so gut ging, erinnerte ich mich an meine guten Zeiten im Wasser und spulte die Kilometer im Schwimmbad ab.

Inzwischen klappt das auch nicht mehr so gut, u. a. weil meine Heimatstadt für Streckenschwimmer wenig zu bieten hat und ich mich schon lange nicht mehr mit den jungen Männern messen kann, die ihre Kilometer einfach im Neckar zurücklegen. Noch vor ein paar Jahren habe ich Schwimmer bewundert, die in Bern die Aare hoch und runter schwammen, wobei sie ihre Kleidung in roten Taschen gleich mit hinterher zogen. Solche bewundernswerte Sportler gibt es inzwischen sogar bei uns — die Not macht bekanntlich erfinderisch.

Bei mir hat es dazu geführt, dass ich mich nun eher digital austobe aber nicht mit Ego-Shootern oder Aufbausimulationen, sondern mit anderen Spielereien — der Sinn und Zweck ist dabei wohl derselbe. Und so habe ich heute meinen Daft-Account stillgelegt aber nicht gelöscht, was für mich eine ganz neue Entwicklungsstufe ist.

Auch folgte ich einem Hinweis von Detlef Stern, der mich auf eine weitere Blog-Sammlung aufmerksam machte, einer Indieblog.page, welche seit Jüngstem auch mein Blog mit aufführt. Dies ist für mich völlig überraschend, weil ich in mein Blog je nach aktueller Stimmungslage ins IndieWeb integriere aber auch wieder herausnehme. Andreas Gohr macht sich dabei die Mühe, IndieWeb-Blogs zu sammeln und es sind bereits eine ganze Menge an Weblogs zusammengekommen. Auf alle Fälle werde ich mir nun seine „electronic brain surgery“ künftig etwas genauer betrachten. Was auch wieder ganz gut zur aktuellen Situation passt, wobei wir erst gestern mit einem Experten über „analoge Hirnschnitzeleien“ diskutierten und dabei etwas genauer feststellen wollten wo die Möglichkeiten und Grenzen bei Operation am Hirn liegen — dies kann einen schneller selbst betreffen als man es normaler Weise vermutet.

Und so ganz nebenbei konnten wir auch noch die Autobahnkirche in Baden-Baden bewundern. Es hat über 40 Jahre gedauert, bis wir dann doch einmal dort anhielten und die Kirche etwas genauer betrachteten. Unisono fanden wir, dass der Besuch sogar eine extra Anfahrt wert ist. Und kaum hat man einen Punkt auf seiner imaginären Bucket-List erledigt, erinnert man sich an einen weiteren. An der Autobahnkirche Adelsried fahre ich ebenfalls gut und gerne vierzig Jahre lang vorbei und nehme mir dabei jedes Mal von Neuem vor, beim nächsten Mal dort anzuhalten.

„Anacharsis’ Spruch ‚Spielen, um zu arbeiten‘, darf als die richtige Maxime gelten. Das Spiel ist ja eine Art Erholung, und der Erholung bedürfen wir darum, weil wir nicht in einem fort arbeiten können.“

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 10. Buch, 6. KApitel

Inschrift aus Pompeji

Schreibzwang 4.2 (10)

Beitragsfoto: Beitragsfoto: Inschrift aus Pompeji | © Pascal OHLMANN auf Pixabay 

Woher diese allseits bekannte Aussage „Wer schreibt, der bleibt.“ herstammen könnte, darüber hat sich Welf-Gerrit Otto einmal in einem eigenen Blog-Beitrag schlau gemacht. Die von Caius Titus stammende Herkunft „Verba volant, scripta manent!“ kann ich nachvollziehen. Ich selbst habe es für mich in „Schreiben, um zu bleiben.“ abgewandelt.

Wie wohl alle Blogger unterliege ich einer Art von Schreibzwang, wobei sich meine Blog-Produkte zu allererst an mich selbst richten, über das reine Beschreiben von Zetteln im Sinne eines Zettelkastens hinausgehen und auch, da öffentlich, den Zweck eines Tagebuches längst hinter sich gelassen haben. Komischer Weise kommt das Poesiealbum, welches meist von Mädchen meiner damaligen Schulklasse geführt wurde, meinem heutigen Blog dabei mit am nächsten.

Und so wie sich die meisten Weblogs in Zweck, Art und Inhalt unterscheiden, so unterscheidet sich auch die Art und Weise wie die jeweiligen Blogger schreiben. Ich schreibe von Anfang an spontan, meist von irgend etwas motiviert und in Echtzeit sofort in das Blog. Da meine Schreibprodukte erst einmal für mich selbst sind, nehme ich auf andere und deren Befindlichkeiten kaum Rücksicht. Wer bei mir mitliest, dem kann es durchaus wie dem „Hörer an der Wand“ ergehen; wobei auch diese Möglichkeit so gut wie nie von mir mit berücksichtigt wird.

Spontanes Schreiben hat dabei ähnlich wie spontanes Sprechen durchaus auch seine Schattenseiten: „Si tacuisses, philosophus mansisses“. Aber darauf kommt es mir gar nicht an, denn der öffentliche Schreibprozess gehört für mich durch seine Transparenz einfach zur Spontanität des Schreibens mit dazu — Rechtschreib- und inhaltliche Fehler eingeschlossen. Auch beinhaltet dies durchaus, dass ich teilweise Überflüssiges, manchmal richtigen Quatsch oder gar völligen Mist schreibe — für manche Zeitgenossen wären solche Inhalte eher für das Tagebuch oder einen Zettelkasten geeignet. Manch andere füllen ganze Bücher damit.

Manch professionellere Schreiber entwerfen ihren Text erst einmal, schreiben diesen später als ersten Entwurf, lassen diesen danach sacken, holen sich gar bei weiteren Entwürfen noch externen Rat hinzu, um dann ganz zum Schluss ihres Schreibprozesses das Produkt abzuliefern.

Ich behalte es mir lieber, viel einfacher und auch bequemer vor, meine Produkte später abzuändern und ggf. auch neu zu fassen. Auf alle Fälle aber versuche ich auch im Nachhinein Rechtschreib- und Layout-Fehler zu korrigieren. Und sollte ich meinen eigenen „Mist“ nicht mehr mögen, dann lösche ich ihn einfach; wobei ich mich hinterher bestimmt darüber ärgere, dass er weg ist. Und so denke ich gerade darüber nach, ob ich solche Texte nicht einfach in meinen Zettelkasten verbannen und unter dem Reiter „Gelöschtes“ sammeln sollte.

Anders als bei der von Welf-Gerrit Otto erwähnten Tempelbürokratie werden meine Blog-Beiträge dereinst insgesamt im digitalen Nirwana verschwinden und damit der Nachwelt keine allzu großen Sorgen und Rätsel bereiten. Bis dahin hilft mir mein Blog beim Denken und erfreut vielleicht auch den einen oder anderen Leser.

Zudem gibt es für die Leser meines Blogs keinen Lesezwang! — das hoffe ich zumindest.

„Reading maketh a full man; conference a ready man; and writing an exact man.“

Francis Bacon, Essays, chapter „Of Studies“ (1625)