20.5.02026

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Beitragsfoto: Schnappschuss

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Amigos

Angelika Niebler macht aktuell mehr Schlagzeilen als es dem Europäischen Parlament gut tut. Aber auch Gheorghe Piperea, Peter Liese, Axel Voss, Markus Ferber und Manfred Weber gehören zu den „Weltmeistern“ bei den Nebeneinkünften. Spannend sind aber nicht die sicherlich moralisch verwerflichen Nebeneinkünfte dieser Volksvertreter, da diese wohl nur die Spitze des Eisberges sein dürften, sondern die Tatsache, dass unsere Amigos die Aufhebung der politischen Immunität Ihresgleichen verhindern, selbst dann, wenn Staatsanwälte von kriminellen Machenschaften einiger Abgeordneter überzeugt sind.

Langsam aber sicher könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass die Union immer „republikanischer“ wird. Was auch erklären könnte, dass deren Abgeordnete immer öfters mit der AfD abstimmen oder versuchen, AfD-Politiker in wichtige Ämter zu hieven.

Ein Unterschied kann man dabei doch erkennen, denn die GOP hat eine interne MAGA, während die Union „ihre MAGA“ einfach ausgesourced hat — was, wenn es schiefgehen sollte, eindeutig intelligenter ist.

Straßburg

Sobald man glaubt, dass man bereits alles gesehen und erlebt hat, wird man eines Besseren belehrt. Eine ganzen Tag lang konnte ich eine Reisegruppe nach Straßburg begleiten, was ich bereits seit 1979 immer wieder mache. Inzwischen hat man mit dem Programmablauf und den zu besichtigenden Orten so seine eigenen Routinen. Einzig die Gruppen mit denen man in sich dort aufhält ändern sich quantitativ wie auch qualitativ. Und für jede dieser Gruppen dürfte ich ein passendes Programm anbieten können.

Heute wurde ich dann doch etwas überrascht, konnte aber Dank der Flexibilität meiner Ansprechpartner vor Ort nachsteuern. Zum Glück war in der Stadt weniger los als sonst so üblich, was mit zum positiven Ausgang beitrug. Und auch das Wetter war uns gnädig.

Erfreulich war die Reaktion auf ein von mir angebotenes Suchspiel. Noch erfreulicher, dass gleich zwei Mitfahrer die Lösung präsentieren konnten. Weniger erfreulich die Telefonate welche mich während der Fahrt erreichten, dabei hatte ich im Vorfeld gebeten, mir einen Tag lang einen Auszeit zu gönnen.

Die nächste Fahrt wird mit einer Kleingruppe erfolgen, da ich gerne ein ganz bestimmtes Restaurant ausprobieren möchte. Wer mein erstes Buch gelesen hat, der dürfte auch wissen welches.

Vermischtes

Der gestrige Tag begann für mich mit einem Nichtkäffchen und dem netten Hinweis, dass es in den beiden nächsten Wochen auch kein Käffchen gäbe. Danach ging es wie üblich in die Vorlesung. Fast, denn zuvor durfte ich mir noch drei Sprint Reviews der Siebtsemester anhören. Auf gut Deutsch: drei Scrum-Teams stellten mir als „Product Owner“ ihre bisherige Arbeit vor. Mein eigener Schwerpunkt lag dabei zu gucken, was aus meiner Vorlesung im zweiten Semester hängengeblieben ist und ob die Studenten ihr Wissen auch zielgerichtet umsetzen können. Ich wurde von den Teams positiv überrascht, eines schaffte es sogar so zu performen, dass ich begann mich wohlzufühlen — hatte ich bisher an der Hochschule noch nicht.

Gut, dass es noch Studenten gibt, die leistungswillig sind; dürfte aber im letzten Semester auch erwartet werden. Schlecht, dass diese Studenten keinen Masterabschluss anstreben. Spannend wäre es nun näher zu ergründen, woran das liegt.

Ich befürchte, dass auch hier unsere Gesellschaft ins Wanken gekommen ist und „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.“ inzwischen umgekehrt sein dürfte. In einer Gesellschaft, wo der Schein mehr als das Sein bedeutet, wohl eine völlig normale Entwicklung. Was dazu führt, dass selbst Studenten Bildungsabschlüsse nicht mehr wertschätzen und die guten Studenten sich lieber „im echten Leben“ beweisen möchten.

Abends dann die Nachfrage, wo mein Blog-Beitrag bliebe. Das echte Leben sorgte dafür, dass ich eine Extended Day Shift lang keine Zeit zum Bloggen hatte und nächtens viel zu müde war, um noch über den vergangenen Tag zu reflektieren.

Aktuell [5 Uhr früh] warte ich auf die Abfahrt nach Straßburg und nutze die Zeit, um schon einmal mit dem Nachdenken zu beginnen … vielleicht finde ich dann am Abend Gelegenheit, um diesen Beitrag abzuschließen.

Wenn schon ein 28-Jähriger Student völlig zurecht feststellt, dass mit zunehmenden Alter das Denken schwerer fällt, sollte ich mir eigentlich keine größeren Gedanken mehr machen — trotz meiner vielen Hilfsmittel, um mein Denken zu vereinfachen.


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