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Inhaltsverzeichnis
Sommer
Schon als Jugendliche in den 1970er-Jahren wurden wir darüber informiert, dass sich unser Klima ändern wird. Und schon damals sagte man uns, dass man diese Entwicklung nicht mehr stoppen, sondern nur noch etwas abmildern könne.
Deshalb waren die etwas mündigeren unter uns bemüht, politisch auch in dieser Richtung etwas zu verändern. Ich kämpfte als Teenager u. a. für Katalysatoren, Kernkraftwerke, mehr Wald- und Umweltschutz. Ich war u. a. gegen Kohlekraftwerke und die weitere Zersiedelung unseres Landes. Die große Mehrheit von uns war für Villen, große Autos, viel Urlaub und noch mehr Konsum.
Zu meinem Glück mag ich höhere Temperaturen und fühle mich dabei pudelwohl; bin auch schon in Wüsten gelaufen. Leid tut es mir gerade um unsere Tier- und Pflanzenwelt, für meine Mitbürger habe ich weniger Verständnis. Man bekommt, was man bestellt. Der Bauplan für die Villa im Naturschutzgebiet ist bestimmt schon eingereicht, der nächste 12 Zylinder-SUV geordert und im anstehenden Urlaub schippert man mit der Aida um Australien.
Heute war ich in einem sehr großzügigen Büro zu Gast. Es fehlte nur noch ein Ventilator an der Decke, um so richtig Urlaubsstimmung und eine kleine erfrischende Brise aufkommen zu lassen. Meine Nachfrage ergab, dass sowohl eine Klimaanlage als auch Hitzefrei beantragt worden seien.
Nun haben wir endlich den erwünschten richtigen Sommer, den es bereits in den 1970er-Jahren früher einmal gab!
Und schon ist es wieder nichts. Es könnte durchaus auch an uns Menschen liegen.
Vermischtes
Von einer Preisverleihung zurückkehrend gerade noch gemerkt, dass heute ein ganz besonderer Tag ist. Nun mal schauen, wie ich die Kuh noch vom Eis bekomme.
Das heutige Bild ist ein Suchbild geworden. Es ist ein klein bisschen komplizierter als sonst, denn die dafür Verantwortlichen suchen nun bereits seit drei Jahren nach dem Fehler. Und selbst die dortigen Anwohner haben zumindest eine ausgewachsene Leseschwäche, alternativ kommen diese allesamt vom Stamm Scheißegal.
Und so würde ich mich freuen, wenn wenigstens ein paar Leser aus der Region den Fehler finden. Wer lesen kann, hat eindeutig Vorteile — in manchen neuen Ländern darf man dann sogar schwimmen gehen.
Vor Jahren habe ich der Stadtverwaltung vergebens vorgeschlagen, in unseren Bädern Schilder aufzuhängen, die in den bekannteren Sprachen erklären, wie man sich in Mitteleuropa wäscht und wie man eine Toilette benutzt. Das war ein Fehler, denn heute weiß ich, wer sich nicht richtig waschen kann, der kann auch nicht lesen — das wussten die städtischen Verantwortlichen schon länger.
Verfassungsfeinde
In unserer Demokratie ist es mehr als schwer Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Faule sind maximal eingeschränkt Leistungsbereite. Dumme sind schon etwas länger emotional sehr intelligent. Und in unserer Berufswelt geht ohne Euphemismen überhaupt nichts mehr.
Selbst ein auf frischer Tat gefilmter und in den Medien präsentierter Totschläger ist dies nur vermeintlich. Verbrecher gibt es nicht einmal mehr in unseren Gefängnissen, es handelt sich hierbei nur noch um potentielle Justizirrtümer. Deshalb verwundert es auch nicht weiter, dass jene, die unsere Verfassung lauthals ablehnen, die Grundlagen unserer Gesellschaft zu tiefst verachten und deshalb auch schnellstmöglich beseitigen möchten, sich ausdrücklich nicht als Verfassungsfeinde verstehen — denn wir alle wissen doch, dass dies nicht geht, „da Deutschland zum einen nicht existiert und zum anderen schon gar keine Verfassung hat“. Das Grundgesetz ist doch nur „ein von den Alliierten aufgezwungenes Diktat, welches die reine deutsche Seele und selbstverständlich auch ein paar Arier vergewaltigen soll“.
Fragt man einen Vergewaltiger, dann ist dieser in seinem ureigenen Verständnis auch keiner. Und so ist es naheliegend, dass man sich von Anfang an auf für alle verbindliche Kriterien festlegt, um Dinge beim richtigen Namen nennen zu können. Dies hat man 1949 in der Sache „Verfassung“ bereits gemacht.
Vor Kurzem hat sich die Gesellschaft für Freiheitsrechte, ein 2015 gegründeter gemeinnütziger Verein, Gedanken darüber gemacht, ob die AfD nach Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes verfassungsfeindlich ist.
(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.
(2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig.
(3) Parteien, die nach ihren Zielen oder dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgerichtet sind, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind von staatlicher Finanzierung ausgeschlossen. Wird der Ausschluss festgestellt, so entfällt auch eine steuerliche Begünstigung dieser Parteien und von Zuwendungen an diese Parteien.
(4) Über die Frage der Verfassungswidrigkeit nach Absatz 2 sowie über den Ausschluss von staatlicher Finanzierung nach Absatz 3 entscheidet das Bundesverfassungsgericht.
(5) Das Nähere regeln Bundesgesetze.
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (23.05.1949)
Es geht hierbei allerdings nicht darum, ob sich ein Nazi auch als Nazi fühlt oder gar so viel Mumm hat, dass er zu seiner Überzeugung auch außerhalb von Stammtischen und Feuerringen steht, sondern alleine darum, ob wir Bürger einen Antidemokraten zurecht als Verfassungsfeind benennen dürfen oder nicht.
In seinem Gutachten hat der Verein 2,9 Millionen Social-Media-Posts, 77 000 Parlamentsdokumente, 55 000 Pressemitteilungen ausgewertet und auf dieser Grundlage die AfD nach wissenschaftlichen Maßstäben juristisch untersucht. Der Verein kommt zum Ergebnis, dass alleine aufgrund dieser ausgewerteten Dokumente die AfD verfassungswidrig im Sinne des Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes ist.
Allerdings möchte sich der Verein nicht soweit festlegen, dass die AfD auch ohne Wenn und Aber eine Nazi-Partei wäre; dafür halten sie die ausgewerteten Dokumente nicht für ausreichend.
Auch wenn es manchem meiner Leser nicht gefallen dürfte, bin ich weiterhin fest davon überzeugt, dass Nazis Nazis sind und habe nun eine weitere Begründung mehr, um weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen AfD-Mitgliedern Hausverbot zu erteilen.
Da ich Familienmitglieder — auf die ich nicht stolz bin — hatte, die bis zuletzt Treu zur Fahne standen, darunter auch ein hochrangiger SS-Führer, finde ich die Scheinheiligkeit viel zu vieler AfD-Mitglieder und Wähler nur noch erbärmlich. Diese Mitmenschen erreichen nicht einmal mehr die Moral eine KZ-Turmwärters; sie kommen erst so richtig aus den Löchern und hinter Steinen hervorgekrochen, wenn der „Endsieg“ erreicht ist — winken dann aber bestimmt ganz heftig mit ihren Parteibüchern.
Und vielleicht wäre es schon alleine deshalb angebracht, die AfD nicht als Nazi-Partei zu benennen, denn der Führer würde im Grab rotieren. Vielleicht aber ist dies seine ganz persönliche Hölle, nämlich, dass er heute nur noch solche Nachfolger hat. Und so kann man wohl auch ganz gut verstehen, dass er als Parteivorsitzender bereits zu Lebzeiten einen Aufnahmestopp befohlen hat. Seine totalitaristische Ideologie zieht wirklich nur noch die Letzten der Allerletzten an.






12 thoughts on “25.6.02026”
Heinrich, was macht Du wieder für ‘nen Scheiß! Mit Idioten diskutiert man nicht! Und schon gar nicht mit jenen, die noch nie etwas für unser Land getan haben.
Grüße aus dem Urlaub. Ich genieße das Leben und lasse Idioten einfach idiotische Dinge tun. Solltest Du auch mal versuchen; als Veteran mit Einsatzerfahrung hast Du es mehr als verdient. Die Welt konntest Du noch nie retten, denn dazu fehlt es Dir schon immer an ausreichend Hirn 😉 Genieße auch Du endlich das Leben und lach’ einfach über die Schwanz- und Knochenlosen.
Hannes
Treffer! Versenkt. Gab schon immer smartere Typen als uns Infanteristen. Nach all den Jahren mal Zeit, wieder ein Gläschen zu trinken, nur im Falle, dass es Deine Blase erlaubt. 🙂
Wenn Sie auf mich und meine Kommentare abzielen: Ja, ich habe gedient. Stabskompanie 12 PzDiv – und meinen Dienst mit Belobigung vom Divisionskommandeur für hervorragende Leistungen beendet.
Danke dass Sie mich als “Idioten” bezeichnen – das zeigt doch ganz klar Ihr geistiges Diskussions-Niveau
Entschuldigung, Herr Herzog, aber nichts rechtfertigt es, bei einer eindeutig verfassungsfeindlichen Partei das Kreuz zu machen. Das aktuelle Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte zeigt eindeutig, was für ein Geisteskind die Nicht-Alternative ist. Macht sie es besser? Wer das Programm dieser Partei aufmerksam liest, wird feststellen, dass das Gegenteil der Fall sein wird. Wer beobachtet, was das Spitzenpersonal der Nicht-Alternative treibt, wird feststellen, dass eben jene Partei in puncto Kleptokratie alle anderen Parteien im Land bei Weitem übertrifft. Eine Partei, die die freiheitliche Grundordnung abschaffen will. Eine Partei, die das Grundgesetz als gesellschaftlichen Konsens infrage stellt. Eine Partei, die die Werte, für die Schwarz-Rot-Gold steht, mit Füßen tritt. Eine solche Partei ist niemals eine Alternative. Sie ist der Untergang. Ihre Vertreter sind der Untergang. Es gibt keine Basis für einen Dialog, denn dieser basiert auf gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung. Etwas, was die Nicht-Alternative allen Behauptungen zum Trotz täglich politisch Andersdenkenden in Worten, Handlungen und mehr abspricht und nicht zugestehen will. Egal, was sie hier behaupten und in den Raum werfen. Das erwähnte Gutachten ist ein Beleg unter vielen, der genau dies unterstreicht.
Mein lieber Thomas Michel, schauen Sie sich bitte mal an , wer diese “Gesellschaft für Freiheitsrechte” ist. Die GFF wurde 2015 von Juristen und Netzaktivisten(!) gegründet und präsentiert sich als unabhängige(?) Anwältin der Grundrechte. Tatsächlich agiert sie als hochprofessioneller Akteur strategischer Prozessführung und Gutachtenerstellung – mit einem eindeutig politischen Fokus gegen konservative Kräfte. Finanziert durch direkte institutionelle Förderer wie die “Stiftung Mercator”, die “Schöpflin Stiftung”, der “Digital Freedom Fund* und der “European AI & Society Fund”.
Also definitiv keine neutrale Stelle sondern eine Vorfeldorganisation zum Verbreiten von (linker?) Propaganda und Agitation. Von daher ist dieses “Gutachten” nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist. Vermutlich würde es auch eine rechtlichen Prüfung nicht standhalten. BTW: Auch die Stoffsammlungen von Frau Faeser haben einer harten, juristischen Prüfung nicht standgehalten
Zum Thema AfD:
Wo bitte sagt die AfD, dass sie die freiheitlich Demokratische Grundordnung abschaffen will? Wo sind die anderen von Ihnen geäußerten Behauptungen was die AfD alles will, mit harten Fakten belegt? Bringen Sie mir nur ein Beispiel.
Wenn ich Ihre Worte – Zitat “Egal was Sie hier behaupten und in den Raum werfen” – lese, dann muss ich doch zweifeln, ob Sie an einer echten, faktenbasierten Diskussion ein Interesse haben.
Lieber Herr Herzog,
zum einen: Michl ohne „e”, bitte.
Zum anderen war mir bereits vor meinem Kommentar klar, dass ich Sie nicht erreiche. Sie werden immer ein Haar in der Suppe finden, um Argumente zu entwerten. Das ist typisch für die Vertreter Ihrer Fraktion. Ein kritisch-rationaler Diskurs? Unmöglich. Am Ende bekomme ich auch noch erklärt, dass das Grundgesetz ein Dokument linksgerichteter Fanatiker sei. Ja, auch das wurde mir bereits von AfDlern an den Kopf geworfen. Daher spare ich mir jede weitere Debatte mit Ihnen.
P.: S.: Sie wollen Belege für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD? Lesen Sie die diversen Verfassungsschutzberichte, die Regierungsprogrammentwurf der AfD in Bund und mehreren Ländern oder die zahlreichen öffentlich verfügbaren Aussagen und Zitate von AfD-Funktionären. Aber wie gesagt: Es ist ein sinnloses Unterfangen. Sie werden für jeden dieser Hinweise etwas finden, um ihn für sich zu entwerten.
Lieber Herr Michl ohne e,
ich bin in keiner Fraktion und schon gar nicht in irgend einer Partei. Ich bin politisch interessiert spreche mit jedem aus den verschiedenen Lagern und höre mir deren Meinungen an. (egal, ob rot, grün, lila, blau, gelb, schwarz oder dunkelrot) Dann trage ich meine Argumente vor und warte auf die Argumente der anderen Seite. Leider kommt da aber sehr oft statt Argumenten nur “mit ihnen kann man nicht reden” oder gar persönliche Angriffe und Unterstellungen.
Auch Sie antworten hier leider nur mit allgemeinen Floskeln aber keinerlei belastbaren Argumenten.
Nun ja, ein echter Diskurs geht in meinen Augen anders. Aber gut, lassen wir es dabei bewenden.
Noch eine Anmerkung: Wenn die Menschen jedes mal zu “mit dem spreche ich nicht mehr” greifen würde, nur weil derjenige etwas gesagt hat, über das man den Kopf schüttelt oder mit dessen Meinung man nicht einverstanden ist, dann wäre ja ein auskömmliches zusammenleben in unserem Lande gar nicht mehr möglich.
Zum Schluß noch ein Dank an Herrn Kümmerle für diesen Blog und die Möglichkeit hier diesen Dialog zu führen.
Die EU wird von den Bürgern nicht verstanden? Nun, ich denke es wird sehr wohl verstanden, wenn man selber denken kann. Eine EU die immer rigoroser mehr nationale Rechte an sich zieht, die krasse Mißstände nicht beseitigt sondern durch Zensur und Propaganda unter den Teppich kehren will, die zunehmend undemokratisch agiert, verliert halt jede Glaubwürdigkeit. (Nur so zur Erinnerung: Frau Von der Leyen ist nicht demokratisch gewählt, sondern von einem “Politbüro” ausgekungelt.
Ich empfehle hier z.B. die Darlegungen von Herrn Voßgerau was da gerade schief läuft und am Ende auf eine Abschaffung unserer Bürgerrechte hinausläuft. So zerstört sich die EU selbst.
Und das führt nun zu der Frage: Wollen wir das einfach so weiterlaufen lassen? Sollen wir weitere 50 Jahre warten, bis sich vielleicht etwas ändert? Wollen wir uns wirklich den stalinistischen Ideen die hier von u.a. SPD Linke und Grünen aktuell so unverholen propagiert und in vielen “Qualitäts”-Medien gefeiert werden, unterwerfen?
Ich begleite die EU seit 1979 sehr kritisch und nehme somit auch deren Schwächen sehr wohl zur Kenntnis. Was Sie übrigens als Leser dieses Blogs wissen müssten.
Inzwischen erwecken Sie mit Ihrem AfD-Sprech bei mir nur noch den Eindruck, dass Sie bloß Ihren Frust ablassen möchten. Schlimmer wäre nur noch, wenn sie zu den bezahlten AfD-Helferlein gehören, die ganz bewusst jeden inhaltlichen Austausch im Internet verhindern möchten.
Wir können uns beide einen sehr großen Gefallen machen, lassen wir es einfach mit dem Austausch bleiben. Ich schätze Sie noch so ein, dass Sie verstehen werden, dass wir beide unsere Grenzen ausgelotet haben und wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen werden. Auch werden Sie sicherlich verstehen, dass hier nicht ausreichend Menschen vorbeischauen, um Ihre Bemühungen wirklich estimieren zu können.
Sollten Sie sich jetzt tatsächlich noch fragen, warum ich so antworte, dann gucken Sie sich nur Ihren obigen Kommentar nochmals etwas genauer an.
Es gibt einen ganz einfachen Weg, der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen: Politik im Interesse der Bürger machen! Aber was passiert? Nichts. Es wird weiter der Wähler als dumm beschimpft, Wahlversprechen gebrochen, die Steuern und Abgaben werden pausenlos erhöht, die Transparenz was mit den Steuergeldern passiert wird immer weiter abgeschafft bzw. ignoriert.
Auch eine EU die mit immer kleinteiligeren Vorschriften und immer neuen Abgaben in der tägliche Leben der Bürger hineinregiert, macht sich nicht unbedingt beliebter. Ich hatte dazu im vergangenen Herbst eine kurze Diskussion bei einem Europa-Event mit Frau Brandtner von den Grünen und musste da leider feststellen, dass man in Berlin und Brüssel offenbar keinerlei Fähigkeit besitzt, sein eigenes Handeln auch nur ansatzweise zu reflektieren. Statt dessen will man seine Ansichten mit allen Mitteln durchsetzen – egal was die Bürger leisten können und wollen.
Die Folge für viele wirtschaftlich in die Ecke gedrückte Bürger: Die AfD wird als einzige (Not-)Lösung gesehen, hier eine Veränderung zu bewirken. Also steigt deren zustimmung beim Wähler.
Jetzt können sie natürlich weiterhin NAZI, NAZI NAZI schreiben, aber das wird nix ändern. Sie müssen die gelebte Politik ändern, anstatt den Wähler zu beschimpfen.
„Politik im Interesse der Bürger machen hört sich gut an“ und kann, weil nicht weiter ausgeführt, gerne so von mir unterschreiben werden. Faktum ist aber, dass viel zu viele Bürger nach dem Motto leben und wählen: „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß.“
Beim Punkt „Wahlversprechen gebrochen bis hin zu einer mangelnder Transparenz stimme ich gerne zu.“ Das ist schlechte Politik und muss eindeutig geändert und verbessert werden. Wer allerdings glaubt, dass kriminelle AfD-Politiker dies besser machen würden, der glaubt auch an den Weihnachtsmann und dies auch noch zu Ostern. Alternativ möchte er nur die Demokratie zerstören, egal um welchen Preis.
Das mit der EU wird weiterhin von viel zu vielen Bürgern nicht so richtig verstanden. Hierbei gebe ich allerdings den meisten viel zu national eingestellten und zudem weniger kompetenten Politikern die Schuld, da diese die europäische Erfolge nationalisieren und eigene nationale Fehler der EU zuschreiben. Beim gewöhnlichen Bürger bleibt dann ganz einfach hängen: Die EU ist schuld!
Was das Mitnehmen von uns Bürgern betrifft, gebe ich Ihnen teilweise Recht. Hier könnten viele Politiker besser und auch verständlicher agieren. Zugegeben, auch ich habe hier keine gute Lösung parat — bin aber auch kein sehr gut bezahlter Profi.
Ihr Punkt, dass viel zu viele Bürger mit der Demokratie und den aktuellen Herausforderungen völlig überfordert sind, geht voll und ganz an Sie! Meine Meinung dazu: wir haben viel zu lange von der Hand in den Mund gelebt und nur nach den eigenen Vorteilen gesucht. Das ist nun das Ergebnis. Die Schuld dafür alleine den Volksvertretern zuzusprechen, zu kurz gesprungen.
Ich widerspreche Ihnen voll und ganz beim Punkt einer „AfD als Notlösung“. Hier setzt der dumme und verantwortungslose Wähler einzig und alleine darauf, dass er damit die notwendige Lösung des Problems bis zum eigenen Ableben noch weiter verschieben kann. Dies ist übrigens eines der Schwerpunktthemen hier im Blog seit gut 20 Jahren! Und wenn dies doch nicht klappen sollte, dann kann er die Schuld dafür anstatt den demokratischen Parteien einfach den neuen Nazis in die Schuhe schieben.
Dieses zutiefst dümmliche Verhalten kann ich leider schon immer bei vielen Mitbürgern beobachten.
Wo ich Ihnen wieder voll und ganz zustimme ist, dass man die gelebte Politik ändern muss! Das versuche ich seit 1976 vergeblich! Aber baue weiterhin darauf, dass das Format Hertensteiner Gespräche vielleicht doch einen klitzekleinen Teil zur Besserung beiträgt.
Ich beschimpfe keine Wähler, vielleicht die dümmsten Exemplare ein ganz klein wenig — dann aber nicht als Wähler, sondern als keine Zoon politikon; Aristoteles wurde hier noch sehr viel deutlicher! Vorgeworfen wird mir ansonsten eher, dass ich mit unseren Volksvertretern viel zu harsch umgehe!