4.9.02021

Hegemonie

Die Vereinten Nationen wurden 1945 gegründet, um Kriege zukünftig zu verhindern. Dass das nicht funktionierte und die VN nie so richtig ihre ureigene Aufgabe erfüllen konnte, war von den meisten Mitgliedsstaaten auch so gewollt — das „Kriegsverbot“ war nur bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg für diese eine tatsächliche Option.

Nachdem auch der Kalte Krieg zu Ende war, blieben nur die USA, die als „Hegemon“ sozusagen das gewollte Scheitern der VN ausgleichen konnten und sich manchmal absichtlich und manchmal auch gezwungener Maßen in militärische Konflikte verwickeln lassen haben. Jetzt sieht es so aus, dass die USA dies nicht mehr mögen, wohl aber eher nicht mehr können. Und auch „Europa“ möchte sich immer weniger an solchen Konflikten beteiligen, oder aber jetzt als „Superstaat“ (!) erneut für sich selbst eine Hegemonie beanspruchen — gerade wird darüber in der EU und auch in Deutschland heftig diskutiert.

Inzwischen zeichnet es sich aber ab, dass China die Vormachtstellung von den USA übernehmen wird — egal wie sich die deutsche Politik entscheiden mag. Damit wird es China anheimfallen, sich absichtlich oder auch nur gezwungener Maßen in militärische Konflikte einzumischen, die aufgrund des Papiertigers Vereinte Nationen immer wieder überall auf der Welt entstehen.

Egal wie man zu den USA und ihren militärischen Interventionen stehen mag, eine chinesische Version wird der Welt sicherlich weit mehr schaden, und auf jeden Fall die Demokratie weltweit zu einem Auslaufmodell machen.

Deshalb sollten wir uns an die Idee und die ursprünglichen Ziele der Vereinten Nationen erinnern und dieser die notwendige Entscheidungsbefugnis und Ressourcen geben, die sie dafür auch benötigt. Denn erst wenn das Gewaltmonopol bei den VN liegt, wird es eine Welt ohne Kriege geben können — egal was wir Europäer meinen oder wollen.

Freie Wähler

Heute kann man die aktuellen Forderungen der Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler in der Heilbronner Stimme lesen. Dabei gefällt mir ganz besonders, dass nicht nur ich den Wegfall des Bolzplatzes am Olgazentrum bedauere und dies als großen Fehler erachte.

Auch, dass man das Sicherheitsgefühl vieler Heilbronner und ihrer Gäste in der Heilbronner Innenstadt weiter verbessern möchte, halte ich für eine gute Initiative; dies noch mit einer Sauberkeitsinitiative versehen, kaum zu übertreffen.

Die Anregung, das Lichterfest zu reaktivieren, weitere gesellige Veranstaltungen zu schaffen und unsere bestehenden Städtepartnerschaften zu intensivieren, dürfte im Gemeinderat sogar mehrheitsfähig sein.

Aber wieder neue zusätzliche Positionen in der städtischen Verwaltung zu schaffen, halte ich für absolut fehl am Platz. Im Gegenteil, unsere Verwaltung bedarf einer dringenden Revision mit dem Ziel, sie effizienter und vor allem schlanker zu machen. Und ein Verwaltungsmitarbeiter, der den Bürgern noch mehr über die Schulter schauen soll, hat uns gerade noch gefehlt!

Federal Committee

Die Europaebene der Europäischen Föderalsten versucht sich neu zu finden. Derweil finden sich andere europäische Föderalisten ebenfalls immer mehr zusammen. Wie will man Europa einigen, wenn man sich nicht einmal mehr selber einigen kann?

Leider blenden die Verantwortlichen diese Entwicklung völlig aus, ganz nach dem altbewährten Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“


Website des Tages

Vereinte Nationen

As World War II was about to end in 1945, nations were in ruins, and the world wanted peace. Representatives of 50 countries gathered at the United Nations Conference on International Organization in San Francisco, California from 25 April to 26 June 1945. For the next two months, they proceeded to draft and then sign the UN Charter, which created a new international organization, the United Nations, which, it was hoped, would prevent another world war like the one they had just lived through.


Geburtstag des Tages

Anton Bruckner

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