Adventszeit

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Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

Inzwischen befinden wir uns mitten in der Adventszeit, für viele eine gute Gelegenheit, um das letzte Jahr Revue passieren zu lassen.

Die jüngsten Entwicklungen geben zudem mehr als genug Anlass, um auch über den Lissabonner Vertrag im Besonderen und über die weitere Entwicklung unseres Europas im Allgemeinen nachzudenken.

Wir bekennenden Europäer sind deshalb gefragter als je zu vor. Wir dürfen uns aufgrund scheinbar falscher oder falsch laufender Entwicklungen nicht beunruhigen lassen.

Wir müssen diese Entwicklungen auf der Grundlage unseres Gesamtkonzept, dem Konzept für ein „Europa – in Vielfalt geeint“, einem Konzept für ein föderales Europas oder auch für die Vereinigten Staaten von Europa bewerten und dementsprechende Konsequenzen ziehen.

Auf jeden Fall ist es aber wichtig, dass wir alle – ob bekennende Europäer oder nicht – darüber diskutieren und gemeinsam tragfähige Lösungen für unsere Welt von morgen finden.

Ich für meinen Teil bin weiterhin von der Europäischen Idee überzeugt und halte auch vehement am Hertensteiner Programm fest – es ist auch nach über 60 Jahren immer noch das beste Konzept für ein Friedenseuropa; und wenn wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, auch für eine bessere Welt.

Aber ich muss dennoch zu bedenken geben, dass wir Menschen in der Europäischen Union keine 5 % der derzeitigen Weltbevölkerung stellen und dies mit sinkendem Anteil. Deshalb sind wir auf die weitere und sehr enge Zusammenarbeit mit dem Rest Europas bis hin zum Magreb angewiesen, damit wir zukünftig überhaupt noch in der Welt von morgen bestehen werden können.

Es freut mich hier ganz besonders, dass unser Kommissar in Brüssel, Günther Oettinger, auf dem Bundeskongress in Erfurt hierzu sehr deutliche Worte gefunden hat.

„Ubi est autem dignitas nisi ubi honestas?“

Cicero, Epistulae ad Atticum (Buch VII, Brief 11)

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