Raumzeit

Raumzeit 5 (2)

Beitragsfoto: Raumzeit | © Gerd Altmann auf Pixabay

Ein Beitrag von Derek Sivers mit dem Titel „Geography is four-dimensional“ hat mich dazu verführt, um meine fünf Pfennig beizutragen und sogleich auch noch seine vier Dimensionen um eine weitere zu ergänzen.

„When someone speaks of a place, you have to ask, “When?” Geography is four-dimensional. You can’t know a place – only a place as it was at a time. Where is bound to when. Unless you are in a place right now, you can only speak of it in past-tense.“

Derek Sivers (5.5.2026)

Denn selbst wenn zwei Personen an denselben Ort und zur selben Zeit zurückreisen, finden beide dennoch zwei ganz unterschiedliche Orte vor. Dies hat etwas mit Kommunikation zu tun, wobei wir Menschen am selben Ort zur selben Zeit aber in verschiedenen Kommunikationsräumen leben können, dies auch meist tun und damit sehr unterschiedliche Erfahrungen machen. Verstärkend kommt noch mit hinzu, dass jeder ein ganz eigenes Bild von der Realität hat — vorausgesetzt, dass es diese überhaupt gibt.

Und so kann man und sollte auch von fünf Dimensionen der Geographie sprechen. Alles andere wäre ein wenig zu kurz gesprungen.

Alles Leben findet in Kommunikationsräumen statt und es steht dabei sogar zu befürchten, dass sich selbst die Raumzeit daran auszurichten hat.


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Konzert

Musikvideo zum Tag 5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Auch wenn der Europatag bei uns nie und nimmer ein Feiertag werden wird, einfach nur deshalb weil wir niemals mehrheitlich zu Demokraten geworden sind. Wir ertragen die Demokratie eigentlich nur, so lange sie uns vor unserer Verantwortung aus der Geschichte befreit und uns ein möglichst gutes Leben garantiert. Im Falle, das eine von beiden Bedingungen in Frage gestellt werden kann, kommen wir auf unsere vordemokratischen Erfahrungen als die gute alte Zeit zu sprechen und sehnen uns wieder nach starken Männern, Frauen oder gar ganzen Familien — möglichst noch blaublütig.

Der Normalbürger kennt heute noch die Kaiserenkel eher beim Namen als die Ministerpräsidenten eines etwas weiter entfernteren Bundeslandes. Aber genug mit dem Frust! Es gilt heute 40 Jahre Europatag zu feiern, genauer gesagt, jenen der Europäischen Union, was schon als kleineuropäische Lösung durchgehen muss. Halt, ich wollte heute feiern!

Schön dabei, dass ich vom Betriebsamt vier Flaggen abholen durfte, die heute noch vor und in der Harmonie von uns gehisst werden. Noch schöner, dass es Heilbronner und weitere Gäste aus den umliegenden Gemeinden gibt, die heute mit uns den Europa-Ball genießen wollen. Am schönsten, dass es Parteien, Vereine und eine Band gibt, die diese Gelegenheit ergreifen, um sich nicht nur den Gästen vorzustellen, sondern noch wichtiger, auch ein Teil des Ganzen zu sein.

Heute ist ein Tag zum Feiern und der Europa-Ball wird für alle wieder ein Erlebnis werden, an das man noch sehr lange mit Freude zurückdenken kann.

Ich bringe mich schon einmal in Ballstimmung und habe dazu einen Song von AC/DC ausgewählt. „Play Ball“ dürfte der richtige Einstieg sein. Dieser befindet sich auf dem Album „Rock or Bust“ (2014).

Passend für heute auch der Song „Back in Black“ (kleiner Insider), welcher sich auf dem gleichnamigen Album von 1980 befindet.

Zum Schluss dann noch nicht der „Highway“, sondern viel passender das Lied „You Shook Me All Night Long“, das sich auf demselben Album wie der Vorgängersong befindet.

So langsam komme ich in Stimmung, begebe mich zu den Proben und zum Aufbau. Auch ein Tanzball möchte vorbereitet werden.

Nachtrag

Der Hinweis kam sofort, dass ich 1979 ausdrücklich hier im Blog präferiere und demzufolge auch das kurz von mir erwähnte Album mit betrachten hätte müssen.

„Highway to Hell“ ist das erste Album der Gruppe, welches ich selbstverständlich bereits 1979 erworben habe. Nun noch, aber nicht der Top1 Hit, sondern besser zum Tag passend der zweite Song auf dem Album: „Girls Got Rhythm“. 


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Blogger

Freundschaft 4.9 (7)

Beitragsfoto: Blogger | © Shutterstock

Heute traf ich einen Freund, zwar nur ganz kurz, was uns aber beide nicht störte.

Wenige der Leser dürften es wissen, nämlich, dass ich aus einer Salzstadt komme, auch wenn diese heutzutage gerne alles andere sein möchte als das, was sie tatsächlich zumindest einmal war. Dieser Salzstadt war es geschuldet, dass ich bereits in meiner Kindheit auf ein Zitat von Marcus Tullius Cicero aufmerksam wurde. Das Zitat, welches in etwa lautet: „Man muß zuvor viele Scheffel Salz miteinander essen, bis die Aufgabe der Freundschaft erfüllt ist.“ findet man etwas genauer in seinem Werk „Laelius de amicitia“ aus dem Jahr 44 vor Christus — die Römer kamen erst gut 120 Jahre später nach Heilbronn, zumindest aber in die Gegend unserer heutigen Bildungs- und KI-Metropole, einem schwarzen Schimmel sozusagen.

Als ich auf dieses Zitat von Cicero stieß, das damals dem städtischen Marketing diente, nannte ich Bernd, Markus und Oliver meine Freunde. Zwei davon dürften noch heute leben. Das mit dem Salz konnte ich damals noch nicht so ganz verstehen.

In den folgenden Jahren fand ich viele neue gute Bekannte, verlor meine ersten Freunde völlig aus den Augen, verdiente mir gute Kameraden und lernte zudem neue Freunde kennen. Schon alleine aufgrund der zahlreichen Wohnungswechsel gab es hierbei immer wieder Veränderungen, welche mich immer öfters über Bekanntschaften, Freundschaft und Kameradschaft nachdenken ließen.

Bekanntschaften fallen einem regelrecht zu, mit etwas Glück dabei auch sehr gute. Das mit der Kameradschaft ist etwas schwieriger, dafür aber auch weit nachhaltiger und tiefergehender. Freundschaft hingegen dürfte sich erst so richtig erfüllen, wenn man gemeinsam ein paar Jahre auf dem Buckel hat, zumindest wenn man Cicero Glauben schenken möchte.

„Non enim debent esse amicitiarum sicut aliarum rerum satietates; veterrima quaeque, ut ea vina, quae vetustatem ferunt, esse debet suavissima; verumque illud est, quod dicitur, multos modios salis simul edendos esse, ut amicitiae munus expletum sit.“

Cicero, Laelius de amicitia (44 a.D.)